News Mozilla: Firefox 142 bringt Themenbereiche für Artikel-Empfehlungen

MaverickM schrieb:
Welches Feature ist denn genau "unnötig"?

Gibt einige aber ich würde sagen:
  • Web3-Support
  • Pocket (Wurde auch eingestellt - I wonder why...)
  • Besagte Artikel Empfehlungen aus der News
  • APIs (WebVR oder Proximity) die kaum/niemand jemand nutzt zumindest der Mainstream User, die extrem wichtig sind.
Wie ich schon sagte, wird es immer jemanden geben, der schreit und meint, dass Feature X super ist. Aber für die restlichen 90% der User ist das einfach Bloat und für den Entwickler Arbeit die unnötig ist.

tim_tarre schrieb:
Ich freue mich schon auf das Feature. Ich habe früher Pocket als hochwertige Alternative zu Google News genutzt und wenn ich das richtig verstehe, integriert man jetzt die Pocket-Empfehlungen in die "Neuer Tab"-Seite von Firefox. Finde ich eine super Sache, insbesondere weil es sehr viel datenschutzfreundlicher ausfallen dürfte bei Google.

Firefox ist schon lange nicht mehr Datenschutz-Freundlich siehe z.B.:

https://www.security-insider.de/moz...ustimmung-a-f292ba5c8aa3441a43957db3e41d940c/

https://datenschutzticker.de/2024/07/auch-firefox-sammelt-nun-standardmaessig-daten/

https://netzpolitik.org/2025/neue-nutzungsbedingungen-firefox-loescht-datenschutzversprechen/

Was ich vor 10 Jahren noch unterschrieben hätte sieht heute anders aus.

tim_tarre schrieb:
Speziell bei Firefox habe ich in der letzten Zeit extrem das Gefühl, dass man sich sehr auf die Wünsche der Benutzer (z.B. Tabgruppen und vertikale Tabs) konzentriert und die eingeschlagene Richtung sehr positiv ist. Sei es bei der Browser-UI, sei es bei der Unterstützung neuer Webstandards (wo Firefox zum Teil sogar führend ist - trotz der massiv höheren Budgets im Chromium-Projekt), sei es bei der Integration von lokal ausgeführter KI. Feier ich tatsächlich sehr!

Ich denke, wie in jeder Firma wird es Abteilungen geben, die besser mit Feedback umgehen als andere. Die GUI/UI-Abteilung ist wohl eine, die gut auf Feedback reagiert. Das Problem ist jedoch, dass sich Mozilla (also das C-Level) fragen muss: Warum gehen Leute von uns weg und nutzen andere Browser obwohl viele Features eingebaut werden. Evtl. liegt es daran, dass die Leute die Features nicht wollen?
Zudem ist es sau schwer Leute zu überzeugen von ihrem aktuellen Browser auf FF zu wechseln wenn sie kein Problem haben. Das könnte ggf. durch Manifest v3 eine gute Möglichkeit sein, wobei Mozilla ja schon signalisiert hat, auch Mv3 zu nutzen. Da ist dann die Frage wie lange dauert es, bis Mozilla v2 abschaltet?

Was bringen die Webstandards, wenn sie keiner nutzt, wie z.B. WebVR oder die Proximity API? Da sind wir wieder bei dem, was ich schon gesagt habe: Es werden Features eingebaut, die keinen echten Mehrwert für den Kunden bieten. Das ist eher fürs Marketing - "Hey, hier können wir wieder mit werben" - obwohl es, wie gesagt, keinen echten Mehrwert bietet. Hier ein Überblick zwischen Chrome 139 und Firefox 142:

https://caniuse.com/?compare=chrome+139,firefox+142&compareCats=all

Meiner Meinung nach ist der Unterschied nicht so krass.

tim_tarre schrieb:
Für mich ist Firefox nach wie vor ein extrem guter Browser (insbesondere auch auf Android). Den regelrechte Hass, der Firefox häufig entgegenschlägt, kann ich nicht so recht nachvollziehen...

Gut, Android kann ich nichts dazu sagen, weil ich iOS nutze aber dort ist der FF wohl in der Tat besser. Soweit ich informiert bin, wird Mozilla für iOS nichts entwickeln (aktuelle App nutzt Webkit und hat kein Addon support) also kein "echten" FF bringen, obwohl es nun möglich wäre.

Ich sehe auch keinen Hass, sondern einfach Meinungen, die sagen, sie wollen Firefox nicht mehr (als Hauptbrowser) nutzen. Ich nutze ihn noch als zweiten oder dritten Browser, aber eben nicht mehr als primären Browser, weil mich einfach zu viele Dinge stören und ich komme noch von Netscape und bin seit fast Tag 1 dabei gewesen. Ich nutze z.B. Mausgesten extrem viel (Neuer Tab, Tab schließen, nächsten/vorherigen Tab und Vor/Zurück). Das nutze ich schon seit Firefox ~Version 3 oder so - damals noch mit "All-In-One Gesture". In ~2014 oder so gab es ein Update (weiß nicht mehr, welche Version), bei dem man keine Mausgesten mehr auf dem neuen Tab nutzen konnte. Es gab dann ein Addon welches ein neuen Tab wie in der älteren Version simuliert, damit das wieder möglich wurde und dann gab es wieder eine Änderung und nun geht das gar nicht mehr auf neuen Tabs. Auch auf der Addon-Seite von Mozilla selbst geht das nicht mehr.
 
@multipla Wieso will man denn bei jedem neuen Tab die immer gleiche Seite aufrufen? Was sollte das bringen? Ergibt für mich nicht wirklich Sinn. Außer, das jedes Mal völlig unnötig etwas geladen wird wird doc nichts damit erreicht.
 
Ich lade dort bei mir eine lokale html-Datei, in der ich in verschiedenen Gruppen Links angeordnet habe mit den Seiten, die ich am öftesten Aufrufe (verschiedene Foren, Maps, Maps mit Heimweg als Link, Distributor-Seiten, Literaturstellen, ...) als private Startseite einfach.
Das finde ich persönlich deutlich besser als Lesezeichen über ein Dropdown-Menü zu durchwühlen, die html-Datei ist außerdem einfacher zu sichern und auch mit anderen Browsern einfach verwendbar.

Es gibt doch viele solche newtab-startpage-Beispiele und Forenbeiträge?
 
Cool Master schrieb:
Das ist nicht ganz so schwarz-weiß, wie du das darstellst. Dass sich Firefox um eine datenschutzfreundliche Alternative für Werbung interessiert, halte ich für ziemlich sinnvoll. Klar, man könnte jetzt die Position einnehmen, dass zielgerichtete Werbung grundsätzlich böse ist, aber dann gäbe es z.B. dieses Forum hier nicht. Von irgendwas müssen Webseiten bezahlt werden. Und dann nehme ich lieber eine Variante, bei der ein vertrauenswürdiger Browser ohne inhärenten Interessenskonflikt mit der eigenen Firma (!) versucht, das Ganze möglichst datenschutzfreundlich umzusetzen.

Die Änderung der Nutzungsbedingungen hat juristische Gründe, nicht weil Firefox jetzt auf einmal die Daten seiner Benutzer verkauft. Nach meinem Verständnis gab es in Kalifornien ein entsprechendes Urteil, dass Firefox die Daten seiner Benutzer im juristischen Sinne nutzt und weitergibt (um die Arbeit eines Browsers zu machen). Das ist etwas ganz anderes als die Daten zu sammeln und dem Meistbietenden zu verkaufen. Dass das kommunikativ ein Volldesaster von Mozilla war, darüber müssen wir nicht reden. Für mehr Details siehe z.B.: https://www.soeren-hentzschel.at/fi...n-ueber-neue-nutzungsbedingungen-von-firefox/

Cool Master schrieb:
Ich denke, wie in jeder Firma wird es Abteilungen geben, die besser mit Feedback umgehen als andere. Die GUI/UI-Abteilung ist wohl eine, die gut auf Feedback reagiert. Das Problem ist jedoch, dass sich Mozilla (also das C-Level) fragen muss: Warum gehen Leute von uns weg und nutzen andere Browser obwohl viele Features eingebaut werden. Evtl. liegt es daran, dass die Leute die Features nicht wollen?
Vielleicht hat es auch etwas damit zu tun, dass die vermutlich beliebteste Webseite der Welt (Google) den eigenen Browser prominent auf der eigenen Startseite präsentiert, ihn im beliebtesten OS der Welt (Android) per Default installiert und finanziell ganz andere Möglichkeiten hat für Werbung und Co. Und von Edge (mittlerweile ja auch auf Chromium-Basis) will ich da noch gar nicht anfangen...

Cool Master schrieb:
Zudem ist es sau schwer Leute zu überzeugen von ihrem aktuellen Browser auf FF zu wechseln wenn sie kein Problem haben. Das könnte ggf. durch Manifest v3 eine gute Möglichkeit sein, wobei Mozilla ja schon signalisiert hat, auch Mv3 zu nutzen. Da ist dann die Frage wie lange dauert es, bis Mozilla v2 abschaltet?
Jein. Manifest v3, ja, aber ohne die willkürlichen Größen-Limitierungen, die die Adblocker einschränken, AFAIK. Siehe z.B. auch für einen Vergleich von jemand, der es wissen dürfte https://github.com/gorhill/uBlock. Dass man v3 grundsätzlich unterstützt, macht total Sinn, weil man dadurch leichter Browser-Erweiterungen über mehrere Browser hinweg unterstützen kann.

Cool Master schrieb:
Was bringen die Webstandards, wenn sie keiner nutzt, wie z.B. WebVR oder die Proximity API? Da sind wir wieder bei dem, was ich schon gesagt habe: Es werden Features eingebaut, die keinen echten Mehrwert für den Kunden bieten. Das ist eher fürs Marketing - "Hey, hier können wir wieder mit werben" - obwohl es, wie gesagt, keinen echten Mehrwert bietet. Hier ein Überblick zwischen Chrome 139 und Firefox 142:

https://caniuse.com/?compare=chrome+139,firefox+142&compareCats=all

Meiner Meinung nach ist der Unterschied nicht so krass.
Dass der Unterschied nicht so krass ist, sehe ich genauso wie du. Vorher abzuschätzen, welches Features nützlich ist und für welches Szenario, ist nicht immer einfach und - ohne dir zu nahe treten zu wollen - bin ich mir nicht sicher, ob du das bei allen Technologien kannst. Im Rahmen von Interop 2025 z.B. gibt es durchaus Punkte, die ich vermutlich in den nächsten Jahren in keinem Kundenprojekt einsetzen werde. Und trotzdem kann das nützlich sein und die Webplattform als Ganzes voranbringen.

Cool Master schrieb:
Gut, Android kann ich nichts dazu sagen, weil ich iOS nutze aber dort ist der FF wohl in der Tat besser. Soweit ich informiert bin, wird Mozilla für iOS nichts entwickeln (aktuelle App nutzt Webkit und hat kein Addon support) also kein "echten" FF bringen, obwohl es nun möglich wäre.
Auf Android halte ich Firefox alleine wegen den Addons (auch wenn es weniger als auf dem Desktop sind) und diverser anderer Kleinigkeiten für den vermutlich besten Browser derzeit. Bei iOS ist noch Luft nach oben, das stimmt... AFAIK hat derzeit noch kein Hersteller eine eigene Rendering-Engine in seinen iOS-Browser eingebaut, ist also alles noch WebKit mit eigener UI.
 
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multipla schrieb:
Ich lade dort bei mir eine lokale html-Datei, in der ich in verschiedenen Gruppen Links angeordnet habe mit den Seiten, die ich am öftesten Aufrufe (verschiedene Foren, Maps, Maps mit Heimweg als Link, Distributor-Seiten, Literaturstellen, ...) als private Startseite einfach.
Was fehlt dir mit dem Addon "New Tab Override"? Oder geht es nur um den Punkt, dass du das gerne im Browser selbst integriert hättest?
 
gaym0r schrieb:
afaik lässt sich das aber auch reduzieren indem du die Multiprocessing settings änderst.
Nein! lässt es sich nicht. Von einem Prozess ist nicht die Rede sondern von mehr als 10. :schluck:
 

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KeinNutzerName schrieb:
Nein! lässt es sich nicht.
Äh ja, keine Ahnung was du mit dem Screenshot sagen willst. Versuchs mal mit dom.ipc.processCount
Kannst auch mal mit about:processes prüfen woher die Prozesse rühren.
Wenn dir CPU Leistung so wichtig ist würde ich mal die Hardwarebeschleunigung anmachen. ;)
KeinNutzerName schrieb:
Von einem Prozess ist nicht die Rede sondern von mehr als 10. :schluck:
... Und? Denkst du es würde sich irgendwas zum positiven ändern, wenn das alles in einem Prozess laufen würde?
Du hast bei Firefox einen Prozess für das UI, einen fürs Netzwerk, einen oder mehr für Inhalte/Tabs, einen für Compositor Thread und vermutlich inzwischen noch etliche mehr. Das dient alles der Sicherheit, Stabilität und Performance und du würdest keinen Unterschied bei deiner CPU-Auslastung sehen, wenn alles in einem Prozess läuft.
Einzig der RAM-Verbrauch ist ggf. etwas höher, dafür kannst du about:memory öffnen und "Minimize memory usage" drücken.

Aber wie gesagt, du jagst hier ein Phantom. Installier dir Firefox 47, dann haste das nicht mehr.
 
Cool Master schrieb:
Gibt einige aber ich würde sagen:
  • Web3-Support
  • Pocket (Wurde auch eingestellt - I wonder why...)
  • Besagte Artikel Empfehlungen aus der News
  • APIs (WebVR oder Proximity) die kaum/niemand jemand nutzt zumindest der Mainstream User, die extrem wichtig sind.

Punkt 2 und 3 sind dasselbe. Diese Empfehlungen stammen von Pocket. Das sich Nutzerverhalten ändert, ist ganz normal. Also warum nicht Pocket einstampfen, wenn es nicht (mehr) genutzt wird. Übrigens wurde Pocket damals hinzugekauft, das war keine Eigenentwicklung.

Web-Standards/APIs sind wohl kaum unnötige Funktionen. Nur weil Du sie nicht nutzt, heißt das nicht, dass es sinnfrei ist, diese zu integrieren.
Ergänzung ()

KeinNutzerName schrieb:
Ja das ist für mich persönlich relevant und stört mich, weil dann Resourcen verschwendet werden

Wie kommst Du zu dieser (gelinde gesagt) gewagten Annahme? Ob die Ressourcen in einem Prozess oder in 10 aufgeteilt sind, macht keinen Unterschied. Sie werden trotzdem benötigt. Aber im Gegensatz zum einzelnen Prozess bietet der Ansatz der Aufteilung klare Vorteile.
 
multipla schrieb:
@tim_tarre Es geht mir um den Punkt, sinnvolle und funktionierende Features ersatzlos zu streichen nur um einfacher Werbung schalten zu können.
Wenn das mal so wäre... Soweit ich weiß, gibt es die Erweiterung "New Tab Override" schon seit sehr viel längerer Zeit als man überhaupt darüber nachgedacht hat, die "Neue Tab"-Seite für Werbung nutzen zu können... Warum man die nicht von Haus aus mit einer beliebigen URL versehen kann, weiß ich auch nicht so ganz, möglicherweise gibt es dafür einen guten Grund. Und wenn Firefox überlebt weil sie an einer sinnvollen, nicht aufdringlichen, Stelle Werbung schalten, dann bin ich persönlich damit mehr als happy.
 
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