NAS bringt LAN bzw. Router zum Zusammenbruch

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Green Mamba

Gast
Hi,

ich habe eine FritzBox 7390 vom Provider, daran angeschlossen eine Synology 713+ NAS. Auf der NAS laufen etliche Dienste. Seit gestern habe ich immer wieder Probleme ins Internet zu kommen. Mir ist aufgefallen, dass wenn ich das NAS vom Router trenne, alles normal läuft.
Verbinde ich die Geräte wieder, häufen sich die Probleme zusehends. Zunächst werden Webseiten nicht mehr komplett geladen, dann wird der Internetzugang quälend langsam und zu guter letzt stürzt die FritBox scheinbar ganz ab. Was mir aufgefallen ist, die LAN-LED am NAS blingt absolut gleichmässig. Normalerweise kenn ich das eher so, dass die bei Datenübertraungen flackert und leuchtet.
Habe bereits die FritzBox, wie auch die Netzwerk-Einstellungen des NAS resettet. Vielleicht hat ja jemand einen Tip für mich?

Viele Grüße,
Mamba
 
Hast du Zugang zu einem Switch? Hört sich an als ob der integrierte Switch der Fritzbox ausgelastet sei - warum auch immer.
Häng am besten mal dein NAS an nen Switch und probier es dann noch mal.

Ist die neueste Firmware auf dem Router?
 
- Kabel tauschen
- IP mal nachschauen
- Fest GBit Vollduplex an der Synology einstellen (ohne Jumbo Frames, kann die FBox nicht)
- UPnP in der FBox mal deaktivieren


Das würd ich mal abarbeiten :)
 
Ich versuche die Fragen vollständig zu beantworten:
- IP wird per DHCP zugewiesen. Feste IP habe ich auch erfolglos versucht.
- Kabel hatte ich schon getauscht.
- Die Ports der Fritzbox sind alle auf GBit geschaltet.
- Fritzbox hat seit gestern die aktuelle 6er Firmware. Die Probleme tauchten aber bereits vorher mit der 5er Firmware auf, weswegen ich das Update durchgeführt habe.

Ich habe das NAS jetzt mal an einen anderen Switch gehängt, mal schauen was passiert.

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Seit dem das NAS an einem extra Switch hängt, und dieser dann mit der FritzBox verbunden ist, scheint alles gut zu laufen. Kann mir das jemand erklären? :confused_alt:

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Schade, der Switch hat die Problematik nur weiter verzögert. Es tritt trotzdem auf, es dauert nur eine ganze Weile. :(
Noch jemand eine Idee?
 
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Hast Du eigentlich beide NICs der Syn an die F*Box angeschlossen, ohne LACP oder Bündelung?
 
Hab ich auch mal versucht als Failover, bringt aber keine Änderung. :(
Morgen kommt einer von Netcologne und tauscht erst mal die Fritzbox. Dann heißt es Daumen drücken.
 
Na ja, das hätte ein Grund sein können, warum sowohl switch als auch router nach einer Weile dicht machen. Bei einer solchen Aktion muß auf beiden Seiten (Switch und Server) die Bündelung aktiviert werden, sonst gibst Konflikte und Kollisionen.
 
Jetzt wirds immer merkwürdiger. Der ISP-Service war hier und hat die Fritzbox getauscht. Zunächst lief auch alles gut, nach zwei Stunden fing das Internet wieder an langsamer zu werden. :(
Ich muss dazu sagen, dass das NAS aktuell permanent in zwei Richtungen Daten sichert. Es empfängt einen Datenstrom mit 40KB/Sek und sendet mit 150KB/Sek. DSL-Bandbreite ist allerdings viel höher (25MBit/2,5MBit). Ich kann in der Fritzbox auch erkennen, dass ein Teil der Bandbreite benutzt wird. Zum Testen habe ich die Datensicherung jetzt erst mal deaktiviert.
 
Hast du zufällig mal ein ungeschirmtes Kabel um NAS & Fritzbox miteinander zu verbinden? Erkennbar am komplett transparenten Stecker statt mit Metall verkleidet, bzw. der Aufschrift UTP.
 
Ja, so eins habe ich hier herumliegen. Was wäre denn da der Unterschied? Ist ein geschirmtes Kabel nicht per se zu bevorzugen? Oder gehts hier um elektrische Potentiale?

PS: Irgendwie erinnert mich das Verhalten an frühere Zeiten. Da hatte ich mal mit EMule experimentiert. Wenn das Programm zu viele Verbindungen aufgemacht hat (das konnte man konfigurieren), ging das gesamte Netzwerk auf ähnliche Weise in die Knie.
 
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Ist ein geschirmtes Kabel nicht per se zu bevorzugen? Oder gehts hier um elektrische Potentiale?
Geschirmtes Kabel ist zwar zu bevorzugen, in den üblichen Privathaushalten aber nicht wirklich relevant, da sich die potentiellen Störer die eine Netzwerkverbindung beeinflussen könnten in Grenzen halten. Eher könnte durch die Schirmung ein potentieller Störer in die Gerätschaften gelangen, sofern irgendwo an den elektrischen Anlagen/Geräten was nicht stimmt. Heißt: Sollte das ungeschirmte Kabel Abhilfe bringen, dann nicht einfach so hinnehmen und weggehen, sondern mal einen Elektriker holen.

PS: Irgendwie erinnert mich das Verhalten an frühere Zeiten. Da hatte ich mal mit EMule experimentiert. Wenn das Programm zu viele Verbindungen aufgemacht hat (das konnte man konfigurieren), ging das gesamte Netzwerk auf ähnliche Weise in die Knie.

Die Symptome mögen ähnlich aussehen, aber eine 7390 ist kein oller 10€-Router von vor 8 Jahren der nur ein paar hundert TCP-Verbindungen halten kann bevor er in die Knie geht.
Prüf lieber mal ob Power/DSL irgendwann anfängt zu blinken wenn der Router Zicken macht.
 
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Ok, ich habs mal angeschlossen und schau mal was so passiert in den nächsten Stunden. Danke für den Hinweis. :) :)

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Es scheint so, als würde das Problem erneut auftreten. Zumindest laden Webseiten schon wieder ewig. Das ungeschirmte Kabel kann vor elektrischen Störern ja auch nicht 100%ig schützen, oder?
Vor kurzem habe ich eine Blitzschutz-Steckerleiste installiert. Ob das Problem damit zusammen hängt!? Ich bau das Ding mal wieder aus.

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Ich habe die Fritzbox und das NAS mal aus der gewohnten Umgebung entfernt und an zwei unabhängige Steckdosen gehängt. Verbunden habe ich sie mit dem UTP-Kabel. Also auf zum neuen Versuchsaufbau.

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Scheinbar tritt das Problem jetzt nicht mehr auf! :cheerlead:
Vielen herzlichen Dank für deine Unterstützung, t-6. Und natürlich auch den anderen. Jetzt stellt sich die Frage, warum der Fehler vorher auftrat. Ich muss zugeben, dass sich in dem Bereich, wo die Fritzbox und der Server normalerweise stehen, ein enormes Aufkommen an Kabeln und Geräten zu verzeichnen ist. :D

Zuletzt hatte ich eine große Blitzschutz-Steckdosen-Leiste gekauft, und die vor den kompletten Elektronik-Kram geklemmt. Dazu gehört der 7-Kanal-Audio-Receiver, Squeezebox-Receiver, 60" Plasma, Sky-Receiver, PS3, PS4, Switch usw. usf.
Aber das kennt man ja. In diese neue Blitzschutz-Leiste (A) habe ich dann zwei weitere Steckdosen-Leisten (B) eingesteckt. Ich weiß, das sollte man eigentlich nicht machen, aber die ganzen Verbraucher haben zusammen nicht soo viel Leistung. Die Fritzbox steckte nun in dieser Steckerleiste (B), während der Server in (A) eingestöpselt war. Wie kann ich das besser machen? Oder ist die Blitzschutz-Leiste einfach defekt?
Ziel war eigentlich, dass der komplette Krempel etwas sicherer vor Überspannungen ist.

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Mist, zu früh gefreut. :heul:
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Nochmal ein Update (29.12.2013 - 12:01)
Solange die Fritzbox alleine in Betrieb ist, scheint sie auch über einen längeren Zeitraum einwandfrei zu funktionieren. Sobald ich den Server anklemme, vergehen i.d.R. keine zwei Stunden bis folgendes passiert:
- Zugriff vom LAN aufs Internet extrem langsam bis unmöglich. Ein durchlaufender PING-Befehl meldet gelegentlich Paketverluste.
- Zugriff zwischen Geräten im LAN funktionieren weiterhin
- Zugriff per Handy auf Webseiten des NAS funktioniert weiterhin (!?)
- Zugriff vom LAN auf die Webseiten des NAS funktioniert nicht (!?)
- Sämtliche Analyse-Seiten der Fritzbox sehen absolut unauffällig aus.

Das ist doch mal ne Kopfnuss, oder? Jemand eine Idee bzgl. diesem Fehlerbild?
 
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Da gibt's eigentlich nur noch eines zu tun: Wireshark. Setze mal einen Rechner dazwischen (ggf. per Port Mirror) und beobachte mal, was da so alles passiert und warum die F*Box dicht macht.

Alternativ packst Du den Server per Traffic shaping in eine penalty box und schaust, ob das das Problem behebt. Aber es wäre eher sinnvoll, erstmal herauszufinden, was denn so im Netzwerk passiert, bevor Du in weiteren blinden Aktionismus ausbrichst.
 
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Ach ja, eine Sache hatte ich noch vergessen. Ist dieser Zustand erst mal erreicht, dass fast nichts mehr geht, kann ich das NAS auch wieder abstöpseln, das Problem bleibt dann aber trotzdem bestehen!

Deine Vorschläge klingen interessant, allerdings habe ich keinen Schimmer wie ich das umsetzen kann. Zur Verfügung habe ich ein MacBook und verschiedene iOS-Geräte. Von der Netzwerk-Seite hätte ich noch ein paar GB-Switches rumliegen. Reicht das an Ausstattung?
 
Wireshark gibt es auch für Mac. Die Switches machen nur dann Sinn, wenn Du auch Port Monitoring oder Mirroring einstellen kannst. Du willst feststellen, was da an Traffic zwischen F*Box und Server vor sich geht. Meine Vermutung ist, daß die F*Box schlichtweg dicht macht, da der Server entweder fehlerhafte Packete produziert oder die Queues zumüllt, da er eine Verbindung geringer Latenz erwartet. Eine SYN-Flood wäre auch nicht auszuschließen, aber dazu mußt Du erstmal wissen, was überhaupt im Netz passiert.

Ich persönlich würde einfach einen Laptop dazwischen hängen oder eine Netzbrücke, und diverse Tools wie ntop, etherape, wireshark, nmap u.ä. mitlaufen lassen und schauen, was sich da so tut.

Alternativ lohnt sich evtl. auch ein Blick auf die statistiken der NICs. Zu viele retransmits oder Übertragungsfehler würden dort sehr schnell ersichtlich werden.

Hast Du einen Monitor wie Nagios u.ä. auf der synology laufen?
 
Nagios hab ich nicht installiert. Eigentlich ist da alles nur out-of-the-box am laufen, mit Ausnahme von OwnCloud, das wurde manuell installiert. Würde ja gern mal Statistiken sehen bzgl. Übetragungsfehlern. Habe auch eine Telnet-Verbingung zur FritzBox. Weiß gerade nicht wie ich anfangen soll, diese Themen sind für mich komplett neu.

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Nach stundenlanger Analyse des Netzwerk-Traffics mit Twostones freundlicher und geduldiger Unterstützung (ein großes Dankeschön nochmal an dieser Stelle) und mit Hilfe von Wireshark ist ein anderer Netzwerk-Teilnehmer ins Fadenkreuz gerückt. Nach einer Weile fängt das Macbook mit sehr vielen Paket-Retransmitts auf. Im gleichen Zeitraum macht die Fritzbox dann die Ports dicht.
Ich werde das Verhalten jetzt mal ohne Macbook beobachten. Bin gespannt. :)
 
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Interessant. Wie sehen die Details aus?
 
Welche Details meinst du genau? Ich werde wie gesagt, diese Unbekannte aus der Gleichung nehmen und erneut testen. Wenns wirklich das Macbook ist, muss ich wohl ein neues kaufen. ^^
Spass beiseite, dann werd ich versuchen herauszufinden, welche Anwendung diese Retransmitts verursacht. Falls man das Problem überhaupt auf eine einzelne Anwendung zurückführen kann. Keine Ahnung. Bin ja auch kein Netzwerk-Profi. ;)
 
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