NAS Eigenbau

Adagatiya

Cadet 1st Year
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Jan. 2021
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Guten Tag zusammen,

ich möchte mir für den Heimgebrauch ein NAS-System zusammenbauen. Ich kenne mich zwar ein wenig mit PC-Hardware aus, aber im NAS/Server-Bereich bin ich zum ersten Mal unterwegs. Daher könnte ich etwas Hilfe gebrauchen, um die Hardware zusammenzustellen sowie das geeignete OS auszusuchen.

Zudem soll das NAS weitere Funktionalitäten als Docker-Container bereitstellen. Dazu gehören:
  • DNS-Server
  • Ad-/Content-Blocking
  • Download-Cache (Lancache, falls das jemanden etwas sagt)
  • VPN-Server
  • SNI-Proxy
  • Monitoring
  • Mail-Server
  • noch verfügbare Kapazitäten für 2-3 Application/Web-Server

Bzgl. der Hardware hatte ich spontan an diese Eck-Daten gedacht:
  • CPU: 10 Cores mit ~2,5Ghz-Taktung (lieber mehr niedrig getaktete Kerne hatte ich mir gedacht), hier wäre ein zweiter CPU-Sockel für ggf. Erweiterbarkeit wahrscheinlich doof, weil nicht alle CPUs theoretisch auch beide Sockel unterstützen und auch Mainboard mit 2 Sockeln teurer sind
  • RAM: 16 GB DDR4-RAM mit 3200 Mhz-Taktung, aber erweiterbar, hier weiß ich nicht, ob ggf. ECC-RAM interessant wäre
  • Speicher: 2TB SSD Nutzkapazität, also mit RAID wären das 4TB, aber auch hier wäre zusätzlicher Platz zwecks Erweiterbarkeit interessant
Bzgl. des OS hatte ich TrueNAS und Unraid im Blick, wobei mir Unraid sinnvoll erscheint, da hier die Docker-Unterstützung sehr gut sein soll. Allerdings hatte ich dort vernommen, dass die Performance-Nutzung von SSDs nicht so effizient sein soll wie bei anderen OS.

Was meint ihr dazu? Ich würde mich über Hardware-Vorschläge sehr freuen! Außerdem natürlich auch gerne andere Hinweise oder Denkanstöße! Womöglich vergesse ich die Hälfte oder besonders wichtige Punkte auf Grund meines Unwissens.

Viele Grüße,
Adagatiya
 
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Du möchtest games also auf dem NAS installieren und dann über den PC zocken? Halte ich für nicht wirklich umsetzbar.
 
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Hört sich erstmal alles sehr oversized an, vlt wär es schlauer deutlich schlauer kleiner zu stapeln und dafür die Clients besser auszustatten(Speicher). Ich weiß auch nicht ob das mit der Netzwerk-Spielebibliothek so gut funktioniert
 
Sahit schrieb:
Du möchtest games also auf dem NAS installieren und dann über den PC zocken? Halte ich für nicht wirklich umsetzbar.
Danke für deine Rückmeldung, aber warum bist du dieser Meinung? Woran sollte dies scheitern?
 
Hi,

kann aus eigener (beruflicher) Erfahrung sagen: ganz klar unRAID. Gerade wenn mit Docker/VMs gearbeitet werden soll finde ich persönlich die Handhabung einfach klasse.

VG,
Mad
 
@Adagatiya
Weil das Geschwindikeitstechnisch welten sind die ein interner Speicher und ein NAS Speicher trennen.
 
Fujiyama schrieb:
@Adagatiya
Weil das Geschwindikeitstechnisch welten sind die ein interner Speicher und ein NAS Speicher trennen.
Inwiefern Welten? Die Festplatten haben so oder so die gleiche Geschwindkeit und sollten durch ein 10Gbit Netz im ganzen Haus auch nicht behindert werden. Dies wäre aus meiner Sicht nur beim Einsatz von NVMe SSDs der Fall.
Natürlich ist es mir klar, dass es eine minimale Latenz geben wird, allein schon aus dem Grund, dass es durch das Netzwerk geht.
 
Abgesehen von der Umsetzbarkeit und ob es funktioniert stellt sich mir die Frage was ist der Vorteil/Sinn für dich mit der Spielebibliothek auf dem Nas anstatt die Spiele einfach lokal auf deine PC zu installieren?
 
Warum willst Du Spiele überhaupt auf dem NAS installieren?
 
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Durch Netzwerk über zig Stationen/Verarbeitung und ist es nun mal deutlich langsamer.
Ich schließe mich der Frage an, warum nicht den lokalen Speicher erweitern? Ist doch viel Zielführender und besser...
 
Fujiyama schrieb:
Hört sich erstmal alles sehr oversized an, vlt wär es schlauer deutlich schlauer kleiner zu stapeln und dafür die Clients besser auszustatten(Speicher). Ich weiß auch nicht ob das mit der Netzwerk-Spielebibliothek so gut funktioniert
ferris19 schrieb:
Abgesehen von der Umsetzbarkeit und ob es funktioniert stellt sich mir die Frage was ist der Vorteil/Sinn für dich mit der Spielebibliothek auf dem Nas anstatt die Spiele einfach lokal auf deine PC zu installieren?
seyfhor schrieb:
Warum willst Du Spiele überhaupt auf dem NAS installieren?
Ihr mein also, dass speichertechnisch das meiste lieber auf den Clients liegen sollte, insbesondere Spiele bzw. alles von nicht wirklich mit Raid oder Backups ausgestattet sein muss? Ich hatte etwas den Traum an jedem Gerät auf alle Daten (auch Spiele) zugreifen zu können. Wobei sich das mehrfach herunterladen dadurch relativieren würde, durch Einsetzen eines Download-Caches.
 
Du willst also 2x 6TB SSDs im Raid 1 einbauen? Was erhoffst Du dir denn davon? Raid ist kein Backup...
Wieviel Geld willst du denn eigentlich da ausgeben?

Wieviele Leute greifen überhaupt zu welchen Zeiten darauf zu? Da Du Spiele genannt hast wird es sicher Privat sein. Ein "einfaches" NAS mit einer 6TB HDD und 1 bis 2 6TB externen Platten für Backups reichen sicher an sich genauso.
 
Wieviel Geräte hast du den auf den gespielt wird?
 
Also fuer die Anforderungen empfinde ich deine gepostete Hardwarea als massiv überdimensioniert. da reicht auchd eutlich kleinere Hardware. Der meiste Kram wird ja die meiste Zeit Idlen.

Deine Spiele auf dem NAS zu installieren koennte die Ladezeiten aufgrund der Latenzen im Netzwerk verschlechtern, aber nutzbar ist es auf jeden Fall.
 
Adagatiya schrieb:
Ihr mein also, dass speichertechnisch das meiste lieber auf den Clients liegen sollte, insbesondere Spiele bzw. alles von nicht wirklich mit Raid oder Backups ausgestattet sein muss? Ich hatte etwas den Traum an jedem Gerät auf alle Daten (auch Spiele) zugreifen zu können. Wobei sich das mehrfach herunterladen dadurch relativieren würde, durch Einsetzen eines Download-Caches.
Ja natürlich. Was glaubst du denn was passiert wenn 5 Steam-Clients gleichzeitig persistente Daten auf den gleichen Spieleordner auf dem NAS schreiben ? Das gibt Datenkorruption und Inkonsistenzen ohne Ende.

Deine Idee ist absoluter Quatsch. Allein die erhöhte Latenz weil du auf Spiele aufm Netzwerk-Laufwerk zugreifen willst....
 
Die Idee ist ja ganz nett, aber für privat der völlige Wahnsinn. Das geht schon mit der CPU los.
Mit 18 Kernen kommt da nur ein Skylake x oder - Refresh infrage oder ein Xeon Pedant.
Billigstenfalls kann man das Ganze mit einer Sockel 2011/3 Plattform mit bis zu 22 Kernen realisieren - soweit die Boards zu den entpr. Xeon Prozessoren kompatibel sind - und man eine gebrauchte (!) High Core Count CPU für unter 600-800 Euro bekommt. Für 10 GBE ist dann aber eine Steckkarte fürs LAN erforderlich, weil das die alten 2011er Systeme ab Mainboard NEVER bieten. DDR 4 RAM ginge hier, das wäre nicht das Problem.
Allerdings ist ein NAS für mich ein permanent laufendes System, und das vom TE avisierte Projekt haut ein formidables Loch in die Stromrechnung, das kann ich schon mal prognostizieren, auch wenn sich die CPU Kerne überwiegend die Eier kraulen.
 
oder man nimmt einfach einen 5950x
ECC Ram geht auch (auch wenn nicht offiziell supported, gibt genug infos zu finden via google)

16 ryzen 5000 kerne sollten auch reichen
 
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An Hand der Reaktionen merke ich schon, dass meine Vision nicht unbedingt praktikabel ist. Ich passe dazu mal die initiale Beschreibung an.

EDIT: Die Beschreibung ist nun angepasst
 
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