LukS schrieb:
Ich hab jetzt gelesen, dass es schneller sein kann mit NFS zu arbeiten.
Den wenigsten Overhead und damit die größte Geschwindigkeit erzielt man, wenn man quasi gar kein Protokoll verwendet und die Daten direkt mit beispielsweise
netcat überträgt.
Allerdings ist das dann streamorientiert und das funktioniert zwar gut für eine einzelne Datei, aber für mehrere ist das dann erst mal ungünstig. Aber man kann
tar nehmen, um die Daten zu strukturieren.
Man geht auf den Empfänger-Rechner (in Deinem Fall
kellerbackup.lan) und startet netcat mit welches auf einem Netzwerkport lauscht:
Code:
cd /path/to/destdir
nc -l -p 2222 | tar xvf -
(2222 ist hier eine frei wählbare Portnummer)
Und beim zu senden Rechner macht man dann:
Code:
cd /path/to/srcdir
tar cvf - . | nc kellerbackup.lan 2222
Vorteil ist, das man halt nix konfigurieren muss und
tar und
nc (netcat) auch Tools sind, die fast immer bei Linux verfügbar oder zumindest leicht nachzuinstallieren sind. Außerdem hat man so gut wie gar keinen Protokolloverhead, weil es im wesentlichen blankes TCP/IP ist und nur
tar quasi ein schmales Protokoll darstellt.
Es hat aber auch Nachteile. So sollte idealerweise der Transfer in einem Rutsch durchgehen weil man kein Resume hat (die Verbindung sollte also stabil sein). Also mal eben den Transfer unterbrechen um ihn später fortzusetzen ist eher ungünstig.
Aber um eine Grundlage für ein folgendes
rsync zu schaffen, wäre es auf jeden Fall eine einfache Möglichkeit.
Um die Datenübertragungsrate zu monitoren, kann man ein
pv zwischenschalten. Oder man schaut mit
iftop drauf.