Eigentlich will ich ja nicht mehr...
Die HDDs werden in den nächsten Jahren noch größer werden. Somit werden NAS mit mehr Laufwerksschächten im Privatbereich immer weniger interessant werden, bis auf einige Ausnahmen.
NAS/HDD-Größe:
Auch beim NAS bei deiner Schwester kannst du eigentlich auch einen 4800 ohne + nehmen und noch einmal 100 € sparen, wenn du auf den 10-Gbit-Anschluss verzichten kannst. Deine Ausgangslage war einmal 2,5 Gbit! Da deine Schwester scheinbar keine weiteren Dienste nutzen will, sollte doch auch der N100 dort ausreichen, zusammen mit einer großen HDD, welche es auch wirklich als neu und nicht gut gebraucht mit zurückgesetztem Counter gibt. Du sparst also nicht nur den Strom bei den HDDs, sondern auch bei der CPU. Warum Strom in Wärme umwandeln, wenn der NAS sich zu 99 % am Tag langweilt? Was die Leistung angeht, ist der N100 mehr als doppelt so stark wie die Synology-Intel-Geräte und auch um ein Vielfaches
leistungsfähiger als dein jetziges System, womit du bis jetzt gut ausgekommen bist. Irgendwann bist du in einen „größer“ und „mehr“ Strudel gekommen und hast das Ziel aus den Augen verloren. Auch mit etlichen Containern hat man mit diesen Geräten kein Performanceproblem, erst recht nicht bei Backups über das Internet.
VPN:
Du kannst einrichten, was du willst, aber wie willst du die Verbindung aufbauen und steuern bzw. aktivieren? In der LAN-LAN-Verbindung kannst du alles genau einstellen, was du haben willst. Die Verbindung wird automatisch aufgebaut, wenn ein berechtigtes Gerät an eine IP eine Anfrage stellt. Eine dauerhafte Verbindung kann man halten, ist aber kein Muss. Das ist eher wichtig, wenn ein Anschluss über DSLite oder eine CGNAT verfügt. Auch muss man nicht erst alles deaktivieren. Du kannst einfach bei der Einrichtung oder auch nach der Einrichtung die Geräte auswählen, welche Zugriff haben sollen. In deinem Fall die beiden NAS. Andere Geräte und Clients haben keine Berechtigung für den Tunnel. Natürlich kannst du auch deinen PC einbeziehen, um die Wartung auf der Gegenseite zu realisieren. Das Ganze ist schon ordentlich durchdacht.
Backup:
Auch dort kannst du machen, was du willst. Aber auch auf der Arbeit als Angestellter (wenn ich das richtig verstanden habe) könnte das Gerät abhandenkommen. Besser wäre es, einen 3. NAS bei deinen Eltern, Schwiegereltern, Verwandten oder sonst wo sicher zu platzieren. Wenn du eine Solaranlage über 20 kWp hast, wird sich bei dir auch noch etwas auf deinem Gehöft finden lassen. Das Umherzuschleppen wäre mir zu doof. Wenn man will, findet man schon eine Lösung. Die 100 € Aufpreis wären mir das sofort wert. Eventuell überlegst du noch einmal. Die 1–2 W Stromverbrauch werden dich bei diesen Kosten nicht arm machen. Wenn du es bei dir unterbringen kannst, sollte das wegen deiner Solaranlage egal sein.
USV:
Dann muss man schon alles im Beitrag aufzählen, damit man das auch berücksichtigen kann und nicht immer peu à peu aus der Nase ziehen lassen. Wie gut deine USV noch ist, kann ich dir nicht sagen. Dazu müsstest du einen Lasttest machen. Nach maximal 5 Jahren, sollte der Akku der USV platt sein. Ich würde die USV auch so einstellen, dass 2–3 Stromausfälle hintereinander eintreten können. Das ist weniger bei dir der Fall, aber im Stromnetz oft zu beobachten, zwecks Umschaltungen. Deine Schwester besitzt keine PV-Anlage und somit sollten dort Vorkehrungen getroffen werden. Das kannst du machen oder auch nicht. Es sind ja nicht meine Daten. Ich halte das für gefährlich. Letztendlich muss ja nur ein anderes Gerät eine Sicherung im gleichen Kreis auslösen. Was deine „kleine“ USV angeht, meine schafft keine 25 Minuten mit dem NAS und Router. Die 25 Minuten werden dir angezeigt, oder hast du diese gemessen? Der neue NAS wird aber ein bisschen mehr verbrauchen.
Es gibt genug Dokumentation im Netz zu allen Themen, Verbräuchen und potenziellen Gefahren.
Man kann ja nicht verlangen, dass es einem immer vorgebetet wird. Und wenn ich dann schon höre, warum sollte ich … einfach einmal machen, würde ich sagen. Wie wäre es erst einmal mit den Basics und dann die Umsetzung? Ich denke, da hast du schon genug zu tun.
Du kannst gerne das beste und teuerste kaufen, wenn du magst. Ob es sich gelohnt hat, musst du später entscheiden. Ich halte deine Entscheidung für übertrieben für ein Backup und ein paar Files. Beachte aber, dass es in ein paar Jahren wieder andere Hardware und HDD-Größen geben wird. So viel Geld für ein System auszugeben und es nicht voll auszulasten, kann ich nicht wirklich verstehen, aber was soll’s.
Ich möchte echt nicht mehr diskutieren, andere User können dir bestimmt noch den ein oder anderen Ratschlag mitgeben. Es gibt ja viele Erfahrene hier, welche auch mehr als nur ein NAS betreiben, oder suche dir professionelle Hilfe.