NAS gegen Diebstahl absichern

Sinnvollster Weg NAS Daten sicher verschlüsselt zu speichern


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SebbiSt schrieb:
Hauptsächlich möchte ich meine Daten vor Einbruch-Diebstahl sichern.
Was ich über die letzen Jahrzehnte mitbekommen habe bei Einbrüchen ist, dass kaum was an Technik geklaut wurde welches entfernt danach aussah das es NAS, Server, Router etc ist. Die Leute wollen das mitnehmen was schnell zu Geld wird.

Es wurde eher versucht vor Ort zu zerstören wenn Zeit weil Kameraaufnahmen darauf vermutet.
 
Smily schrieb:
In der Regel interessiert sich kein Einbrecher für deine Daten.
Bei mir wurde zwei mal eingebrochen und einmal wurd ne externe Festplatte mitgenommen. Die Daten darauf waren persönlich, aber nicht kritisch. Es bleibt dennoch ein ungutes Gefühl bei dem Ganzen.

Seitdem habe ich alle externen Datenträger verschlüsselt.
 
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chrigu schrieb:
wenn du so grosse angst hast, sperre die nas in einem verschliessbaren schrank der mit schrauben an die wand gedübelt wird, am besten aus blech.
Warum soll ich diesen Aufwand betreiben, wenn ich die Daten einfach verschlüsseln kann? Mein NAS ist vollverschlüsselt. Nach einem Reboot wird je Volume ein Passwort benötigt um es zu entsperren und den Zugriff auf die Daten freizugeben. Das dauert keine 2 Minuten und hindert mich nicht im Alltag. Warum also darauf verzichten?
 
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TheBeastMaster schrieb:
Wenn OMV bereits vorhanden ist, ist die sinnvollste Lösung und auch die mit dem geringsten Aufwand:LUKS.

Wenn man es transparenter machen will: TrueNAS + verschlüsselte ZFS Volumes.
Was meinst du mit Transparenz?
 
@trendliner Wenn du was aus dem Louvre brauchst. Oder aus 'ner Sparkasse um Ruhrgebiet. Das kostet aber auch extra :-) Es geht doch, wie du andeutest, eher um "schnelles Geld machen".
 
foofoobar schrieb:
Was meinst du mit Transparenz?
ZFS bietet verschlüsselung bereits im Dateisystem. Noch dazu kann das auf einzelne Datasets angewendet werden. Das ist schon sehr flexibel.
 
2 dicke Bleche aus Blei unten ins Gehäuse schrauben, so dass keiner Bock hat das Ding zu heben. Easy :D
 
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Einfach einen absperrbaren Schrank an die Wand dübeln?
Das wäre zumindest mal eine nicht-technische Lösung.
 
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vielen Dank für die vielen Antworten - freue mich, dass hier eine interessante Diskussion entsteht :-)
Ich bleibe dabei, dass ich meine Festplatten zukünftig verschlüsseln möchte. Wahrscheinlich werde ich es nie brauchen, fühle mich aber wohler damit.

andy_m4 schrieb:
Generell hat man aber immer das "Problem", die unverschlüsselten Daten in den verschlüsselten Zustand zu überführen. Wofür man entweder genügend Platz braucht oder aber das Backup dafür nutzt.
Guter Punkt, aber darauf bin ich vorbereitet. Wie allgemein empfohlen habe ich 2 Backups (Eins im Haus & eins außerhalb vom Haus). Die Backups sind aktuell auch unverschlüsselt, würde ich im Nachgang aber dann natürlich auch verschlüsseln. Deswegen wäre ich ja bereit auch mal etwas anderes als OMV auszuprobieren. Viel Aufwand habe ich so oder so.

TheBeastMaster schrieb:
Die Fragestellung ist hier doch easy, verstehe die Diskussion ob der Sinnigkeit nicht.
Wenn OMV bereits vorhanden ist, ist die sinnvollste Lösung und auch die mit dem geringsten Aufwand:LUKS.
Wenn man es transparenter machen will: TrueNAS + verschlüsselte ZFS Volumes.
Aber dann höre ich da schon raus: TrueNAS > OMV ?

trendliner schrieb:
Bei mir: 2 Synology NAS, in einer sozusagen „Cold Standby“-Konfiguration
Tatsächlich scheint die Synology Software das zu bieten was ich suche. Die Software gefällt mir deutlich besser als alle Eigenbau-NAS Systeme. Auf Synology umzusteigen wäre also die "einfachste" Option, allerdings fühlt es sich falsch an für soviel Geld auf so "schlechte" Hardware downzugraden...

thrawnx schrieb:
2 dicke Bleche aus Blei unten ins Gehäuse schrauben, so dass keiner Bock hat das Ding zu heben. Easy :D
Mit einer Diebstahlsicherung Lagerung könnte ich auch leben, aber einerseits habe ich eine wirklich gute Lösung nicht gefunden (wenn jemand ins Haus kommt, ist ein abschließbares Gehäuse auch kein Hindernis) & andererseits schreit das dann natürlich sofort: "Hier liegen wichtige Daten".
 
Für mich ist verschlüsseln meiner Daten auch ein kritischer Punkt, einfach weil ich mir keine Gedanken machen will wenn mal was passiert (zB Einbruch, Defekte Platte per RMA austauschen, Weiterverkauf und Verschrottung).

Ich hab mit TrueNAS, Proxmox und co rumprobiert, hab mich aber letztlich für eine Lösung basieren direkt auf Ubuntu Server entschieden. Mir war wichtig, alles einheitlich Skripten zu können - wenn ich den Server starte will ich nur ein Passwort eingeben, dann sollen die Platten entschlüsselt werden und alle Services automatisch starten. Truenas war da am nächsten dran, aber zumindest letztes Jahr war das starten von Services noch nicht richtig mit dem entsperren von datasets Koppelbar.

Im Prinzip verwende ich einfach ZFS mit der nativen Verschlüsselung, gesteuert über systemd ( das ist enorm mächtig, da man bei Services zB angeben kann „dieser Pfad muss gemounted sein“ ). Beim Start muss ich nur einmal „systemctl start apps.target“ eingeben, werde dann nach dem Passwort gefragt und alles läuft automatisch durch, weil Systemd alle Abhängigkeiten erkennt und die volumes selbstständig entsperrt (bzw. nach dem key fragt). Services habe ich zum Großteil mit podman quadlet files gemacht. Das läuft jetzt seit über einem Jahr super stabil ohne Probleme.

Ich hab mir die Arbeit gemacht alles in Ansible zu Skripten, damit ist es auch reproduzierbar. Zwischendrin habe ich einmal alles neu eingerichtet und war in gut 1h damit durch, davon 90% nur Ansible zugucken. Muss man Bock drauf haben - aber man lernt auch viel dabei.
 
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Ich verwende mehrere Verzeichnisse, die auf einem Host mit Cryptomator verschlüsselt sind. Da liegen nur die Informationen drin, die für mich nachteilig werden können, falls ein Langfinger sich die Mühe macht, die Daten gezielt zu durchsuchen (z.B. Finanzthemen, Zeugnisse, alles für Phishing und Betrug nützlich) Diese kryptischen Verzeichnisse gehen per Syncthing auf das NAS.
Das Handling ist relativ einfach und ich kann es auf jedem OS und jedem NAS verwenden. Mir sind die Nachteile des Verfahrens aber auch bewusst, insbesondere beim Restore einzelner gelöschter Inhalte, die sich dann wg. der Dateinamen-Verschlüsselung schwer identifizieren lassen. Man muss ganze Ordner restoren und manuell durchsuchen.
 
mMn schließt man durch sowas eher sich selbst als Einbrecher aus, wenn du nicht gerade irgendein Journalist mit krassen Enthüllungsstories bist
 
kieleich schrieb:
und wer den technischen aufwand scheut oder, mal deswegen daten verloren hat weil so ein LUKS header kann auch mal kaputt gehen und dann ist alles weg
Klingt eher nach einer theoretischen Möglichkeit. Ist mir in vielen Jahren und vielen mit LUKS verschlüsselten TBs noch nie passiert. Ansonsten kann man auch ein Backup von dem Header ziehen.
 
aluis schrieb:
Jeder hat die Chance auf eine Hausdurchsuchung, obwohl er nichts getan hat. In so einem Fall ist es eine ganz andere Situation, wenn PC, Laptop, Handy, NAS usw... komplett verschlüsselt sind.
Ganz so einfach ist es dann ja doch nicht -.-

Naja kritische(!) Daten haben ja meist dann eh nur ne Größe von maximal ein paar GB. @AndrewPoison mal ausgenommen ;)

Würd ich einfach in nen Veracrypt Container auf dem NAS werfen und gut ist.
 
Ich würde für zu Hause nur auf einen physische Sicherheit vertrauen bzw das Gerät einfach gut verstecken.
Die wenigsten Diebe werden auf die Daten abzielen, sondern suchen einfach schnelles Geld und damit teure Sachen.
 
SebbiSt schrieb:
Ich wundere mich, dass es da noch keine einfache Lösung für Eigenbau-NAS gibt, bzw. das Interesse so gering ist einfach die ganze Festplatte zu verschlüsseln. Vielleicht sehe ich mich wirklich mal bei Fertig-NAS Systemen um (laut Abstimmung aktuell die Empfehlung)...
Aber das gibt es doch. Du kannst die Debian Installation und alle Platten mit LUKS vollständig verschlüsseln und gibst beim Starten einmalig das Passwort ein (SSH unlock geht auch mit dropbear) wenn Du dann Proxmox installiert hast sieht alles für Proxmox aus als ob es unverschlüsselt ist.

https://linux.die.net/man/8/cryptsetup
Ergänzung ()

chrigu schrieb:
wer sollte eine nas klauen? einbruch ist immer bargeld oder schmuck, gelegentlich laptop oder kameras.
wenn du so grosse angst hast, sperre die nas in einem verschliessbaren schrank der mit schrauben an die wand gedübelt wird, am besten aus blech.
wenn es dir nur um die daten geht, speichere eine kopie immer an einem anderen ort (verschlüsselter usb stick ins büro nehmen oder bei eltern deponieren)
USB Stick als Backup ist eine ganz schlechte Idee. Externe Festplatte ist gut, aber bitte keinen USB Stick der dann lange ohne Strom bleibt.
 
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TheHille schrieb:
Einfach einen absperrbaren Schrank an die Wand dübeln?
Das wäre zumindest mal eine nicht-technische Lösung.
thrawnx schrieb:
2 dicke Bleche aus Blei unten ins Gehäuse schrauben, so dass keiner Bock hat das Ding zu heben. Easy :D
In meiner Welt ist das Setzen der Checkbox zum Aktivieren der Verschlüsselung deutlich bequemer, kostenfrei, und ohne Werkzeug machbar.

S.Evans schrieb:
mMn schließt man durch sowas eher sich selbst als Einbrecher aus, wenn du nicht gerade irgendein Journalist mit krassen Enthüllungsstories bist
Warum sollte man sich dabei selbst ausschließen?

JumpingCat schrieb:
@trendliner Wenn du was aus dem Louvre brauchst. Oder aus 'ner Sparkasse um Ruhrgebiet. Das kostet aber auch extra :-) Es geht doch, wie du andeutest, eher um "schnelles Geld machen".
Macht der Einbrecher erst eine Aufwand/Nutzen-Analyse? Oder nimmt er einfach, wessen er habhaft werden kann, das halbwegs nach „ist vielleicht ˋnen Zehner wert“ aussieht?
Warum sollte jemand darauf verzichten, zumindest seine persönlichen Daten auch bei Diebstahl geschützt zu wissen, zumal der Aufwand dazu gleich Null ist?
 
Elan1338 schrieb:
dass laut Statistiken etwa 30% aller Einbrüche in Häusern mit teurer Technologie wie Smart Homes und NAS-Systemen erfolgen?

Ja.
Je mehr sichtbare Technik zur Absicherung um so mehr wird Klaubares vermutet.
Ist seit Jahrhunderten schon so. Je hoeher der Zaun umso Besseres dahinter. 🤣
 
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Iwwazwersch schrieb:
Ganz so einfach ist es dann ja doch nicht -.-
Was ist nicht so einfach? Ich behaupte einfach @Iwwazwersch ist Drogengroßhändler, Steuerhinterzieher, Pädophiler, Terrorist, oder oder oder. Und schon hast du eine Hausdurchsuchung an der Backe. Von den Bademantelgeschichten will ich erst garnicht reden.

Ich habs halt schon zweimal Erlebt, damals im Studium. Irgend nen Typ, mit dem ich mal über 5 Ecken Kontakt hatte wurde wegen sehr großen Drogengeschäften eingebuchtet. Für Strafminderung hat er nicht seine Bosse verpfiffen, sondern sein Telefonbuch hingehalten, das wären die Drahtzieher. Als dann ein halbes Jahr später bei vielen die Hausdurchsuchungen stattfanden, hatte er bereits seine Strafminderung.

Anderer Fall ausm Studium, ne Tussi war ganz komisch drauf und wollte was von mir. Irgendwann hab ich erfahren, ihre Karre hat jemand in der Nacht zerlegt. Sie meinte ich, könnte es gewesen sein. In meiner Wohnung wurde Kleidung gesucht, welcher ein Zeuge beschrieben hat.

Dein, ich werde niemals eine unbegründete Hausdurchsuchung haben, ist noch schwachsinniger als die "Ich habe nichts zu verbergen"-Fraktion.
 
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