NAS - Nachträglich zweite HDD verbauen.

andy-9

Ensign
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Servus zusammen,

Ich habe eine WD EX2100. Im ersten Schacht ist eine 3TB HDD. Nun möchte ich in den zweiten Schacht eine 2TB HDD nachrüsten.

Ist meine erste NAS und kenne mich deswegen noch nicht so gut aus.
Ich habe Angst, wenn ich den RAID-Modus ändere, um die zweite HDD einzubinden, dass die Daten der bereits verbauten HDD (in Schacht 1) verloren gehen?
 
Ja das kann passieren, deshalb macht man vor so schwerwiegenden Eingriffen IMMER ein Backup! (Ein Raid ersetzt KEIN Backup!)

Und wie es aussieht, hast du auch noch keinen Blick ins Handbuch/in die Kompatibilitätsliste von WD gelesen. Dort wird stehen, dass ein RAID nur mit 2 identischen Laufwerken empfehlenswert ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du zur zeit nur eine HDD verbaut hast, hast du kein RAID. Für ein RAID braucht man minimum 2 Festplatten. Dazu sollten die Platten immer die Gleichen sein. Dein Vorhaben sollte daher scheitern. 3TB und eine 2TB Platte im RAID ans Laufen zu bekommen.
 
andy-9 schrieb:
...in den zweiten Schacht eine 2TB HDD nachrüsten.

Das schon ist eher eine schlechte Idee! Als erstes Backup der bereits vorhandenen Daten machen, dann eine möglichst identische Platte besorgen. 3TB und nicht zwei! Platte sollte zudem möglichst vom selben Hersteller sein. Damit beim internen Datenschieben von Platte zu Platte die gleichen Voraussetzungen bei den Zugriffszeiten gegeben sind.
 
ok wusste ich nicht. Gut, dass ich nochmal nachgefragt habe. Ins Handbuch habe ich aber eigentlich schon geschaut...

ich habe den Raid-modus gemeint. Der ist aktuell JBOD.


Aber meine Frage ist damit auch nicht beantwortet. Dann kaufe ich mir die gleiche wie in Schacht eins. Kann ich dann den Raid-Modus ändern, damit beide HDDs eingebunden sind, ohne dabei die Daten von der bereits verbauten HDD zu verlieren?
(Backup kann ich dann auf die 2 TB HDD machen, die hab ich ja dann übrig)
 
Hi,

es kommt drauf an, was du erreichen willst.

Wenn du im Modus JBOD bleibst, kannst du die 2TB einfach in den zweiten Schacht aufnehmen.

Das NAS steuert die Platten dann mit 5 TB Gesamtkapazität an.

In diesem Fall hast du dann (wie bereits jetzt) KEINE Redundanz der Daten.

Wenn du bspw. RAID1 als Modus wählen würdest, wird der Inhalt auf beide Platten gespiegelt.

Das hieße in diesem Fall, das die Gesamtkapazität des Verbundes nur noch 2TB betragen würde.
In einem RAID1 gibt die kleinste Platte die Gesamtkapazität vor.

Lange Rede kurzer Sinn:
Wenn es dir darum geht, die Kapazität von 3 auf 5 TB zu erhöhen, kann die 2TB in den Schacht gesteckt werden, Modus bei JBOD belassen.

Sollte schmerzfrei funktionieren, Backup ist vorher trotzdem immer anzuraten.

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet: (Schreibfehler)
Bei JBOD sollte nichts passieren - dann macht er kein Raid. Dann sollten beide HDDs unabhängig voneinander behandelt werden. Aber solltest trotzdem alles vorher sichern - es wäre eh gut das NAS zu sichern - Du solltest Dir also noch idealerweise ein externen USB3 Speicher mit 4 - 5 TB anschaffen (das NAS hat ja 2 x USB3, da kann man bestimmt auch drauf sichern, zumindestens bei Qnap und Synology geht das).

Würde das Teil ein Raid1 machen würde, wäre der Effekt vermutlich dass alle Daten ab dem 2. TB von der 3 TB Platte nicht mehr verfügbar wären (zwar nicht gelöscht aber auch nicht mehr abrufbar).
 
Daten werden auf 2 (oder mehr) Platten aufteilt.
50% der Datei ist auf Platte 1 & 50% der Datei ist auf Platte 2.

220px-RAID_0.svg.png


Fällt eine Platte aus, dann sind die Daten weg.
 
Sephe schrieb:
Ja das kann passieren, deshalb macht man vor so schwerwiegenden Eingriffen IMMER ein Backup!
Ein Backup sollte man immer haben, wenn man die Daten nicht verlieren will und die Frage des TE zeigt ja eine bestimmte Sorge um die Daten, offenbar will er sie ja nicht gerne verlieren und daher sollte er ein Backup haben, immer! Auf einem NAS alleine sind die Daten nicht sicher, Sicherheit wird immer nur durch Redundate Speicherung auf zwei unabhängigen Volumen erzeilt und die Medien sollten in unterschiedlichen Gehäuse stecken.

nicknackman1 schrieb:
Platte sollte zudem möglichst vom selben Hersteller sein. Damit beim internen Datenschieben von Platte zu Platte die gleichen Voraussetzungen bei den Zugriffszeiten gegeben sind.
Das ist bei Profi-RAIDs sinnvoll um die maximal Performance zu erzielen, aber es ist nun wirklich keine Voraussetzung für ein RAID und in einem NAS egal. Selbst mit identischen Platten müssen die RAIDs immer wieder unterschiedlich lange auf die einzelnen Platte warten, schon weil beim Lesen i.d.R. nur von einer Platte gelesen wird um die Performance beim Lesen zu optimieren und daher stehen die Köpfe der Platten bei Schreibzugriffen dann eben auch an unterschiedlichen Positionen und brauchen auch unterschiedliche lange die Zielpositionen zu erreichen.

Außerdem haben die HDDs alle auch defekte Bereiche auf den Plattern, die aber beim Low-Level Format im Werk einfach übergangen werden, weshalb auch identische Platten keine identische Performance erzielen, schon nicht global und schon gar nicht auf den jeweils gleichen LBAs. Beschreibt man zwei aufeinanderfolgende adressierte Sektoren, so kann es dabei schon deutliche Unterschiede geben, wenn die auf der eine Platte wirklich nebeneinander liegen und bei der anderen erst ein Track-to-Track Zugriff nötig ist, der dauert nämlich so 1 bis 2ms alleine für die Positionierung und noch mal durchschnittlich eine halbe Umdrehung.

andy-9 schrieb:
Kann ich dann den Raid-Modus ändern, damit beide HDDs eingebunden sind, ohne dabei die Daten von der bereits verbauten HDD zu verlieren?
Schau ins Handbuch, da man das pauschal nicht sagen kann was die einzelnen Lösungen so unterstützen. Dann siehst Du auch gleich, wie Du es zu machen hast.
andy-9 schrieb:
(Backup kann ich dann auf die 2 TB HDD machen, die hab ich ja dann übrig)
Packe sie dafür in ein USB Gehäuse, denn intern nutzen NAS meist kein Filesystem welches Windows unterstützt und daher kann man die Platten bei einem Ausfall des NAS auch nicht einfach so mit einem Windows Rechner auslesen, zuweilen nicht einmal mit einem Live-Linux, etwas wenn das NAS die Daten auf der Platte auch noch verschlüsselt. Aber für die externen USB Platten für Backup (dafür sind die USB Anschlüssen an den NAS gedacht) wird NTFS meist unterstützt und die Backupplatte kann man dann einfach an einem Windowsrechner auslesen.
 
Danke Leute für die super ausführliche Hilfe.


Ein komplettes Backup brauche ich nicht, also scheidet RAID1 für mich aus.
Was ist dann sinnvoller RAID0 oder JBOD?


Für Backups muss ich mich mal einlesen. Würde das dann auf eine externe USB3-Platte machen, aber nur von ausgewählten Ordnern. Auf die NAS laufen nämlich zB auch meine ganzen Aufnahmen und von denen brauch ich kein Backup.


Meine Ausgangs-Frage bleibt aber - da muss ich aber nochmal genau in die Anleitung schauen. Ich möchte halt nicht extra jetzt ein komplettes Backup machen, weil es doch ziemlich viel an Daten sind und ich zukünftig vom Großteil eh kein Backup machen will (zB Aufnahmen). Ich möchte meine Aufnahmen jetzt aber auch nicht dadurch verlieren, dass ich den RAID-Modus ändere und dadurch dann die komplette HDD neu formatiert wird.
...ich seh schon, ich werde um ein einmaliges Backup nicht herum kommen.
 
Es wurde doch schon gleich im #2 geschreiben: RAIDs ersetzen keine Backups!

Zwischen JBOD und RAID 0 ist meist das RAID 0 sinnvoller, wenn beide Platten gleich groß sind, da man damit mehr Performance bekommen kann, wobei die einfach NAS teils von der CPU so begrenzt werden, dass es auch keinen Unterschied macht. Bei Platten mit unterschiedlichen Kapazitäten ist ein JBOD vorzuziehen, um die volle Kapazität nutzen zu können. Bzgl. der Datensicherheit sind beide gleich mies, fällt eine Platte aus, sind alle Daten im Prinzip verloren, aber bei JBOD hat man etwas bessere Chancen einen Teil zu retten, je nachdem welche Platte ausgefallen ist. Aber es gilt eben wie immer: Alle Daten von denen man kein Backup hat, können per Definition nicht wichtig sein, denn von den wichtigen Daten hat man mindestens ein Backup.
 
Danke für die Info dann werde ich RAID 0 verwenden. Habe mir inzwischen nochmal die gleiche HDD gekauft.


Es wurde doch schon gleich im #2 geschreiben: RAIDs ersetzen keine Backups!

Ja das habe ich verstanden. Mit RAID 1 habe ich aber meine Daten doppelt, was ich nicht brauche.

Deswegen mache ich zukünftige Backups auf eine extern angeschlossene USB3 Festplatte.
 
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