NAS - nur so schnell wie meine Internetverbindung?

subtractive

Cadet 4th Year
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Hallo Zusammen,

ich möchte mir ein NAS-System zulegen um von jedem Ort aus auf meine Arbeit zugreifen zu können, und natürlich auch zu Backup-Zwecken.

Was ich noch nicht ganz verstanden habe, ist NAS (zuhause) nur über WLAN verwendbar?
Wenn ich an einem Grafik- oder Videoprojekt arbeite, muss ich sehr oft riesige Dateien zwischenspeichern, und auch von einem Zweitrechner darauf zugreifen.
Ich habe einen 3000er Regio DSL Anschluss, was sehr schlecht ist.. Bin ich also gezwungen NAS mit der Geschwindigkeit meines Internetanschlusses zu betreiben?
 
Für den lokalen Zugriff Spielt das Internet keine Rolle.

Bei einem Zugriff über das Internet ist logisch dein Internet der limitierende Faktor.

Immer das langsamste Glied in der Kette limitiert.
 
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Ja
 
nas zu deinem pc... da limiert nur das kabel und die netzwerkkarten die bandbreite.. (natürlich auch das nas und pc selber)
von internet zu nas oder andersrum... bei einem 3000dsl wirds arg langsam werden...

wlan? wenn deine geräte zuhause per wlan zusammengeschlossen sind, dann wird auch das einschränken.
 
subtractive schrieb:
Ich habe einen 3000er Regio DSL Anschluss, was sehr schlecht ist.. Bin ich also gezwungen NAS mit der Geschwindigkeit meines Internetanschlusses zu betreiben?

Wenn du von "außen" auf das Netzlaufwerk zugreifen willst, dann ja. Alles was durch deine Internetverbindung muss wird logischerweise durch diese begrenzt. Wenn du dich dagegen im selben Netzwerk wie das NAS befindest dann ist der Internetanschluss egal. (Selbes Netzwerk heißt hier entweder alles hängt mit Netzwerkkabeln am selben Router/Switch oder ist im selben WiFi).

Wie du das NAS an dein Heimnetz anbindest ist dir überlassen. Wenn es der Aufstellungsort erlaubt würde ich immer Kabel anstatt WiFi nehmen da die Übertragungsraten konstant und hoch sind (sofern 1 GBit/s LAN verwendet wird).
 
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...und natürlich auch zu Backup-Zwecken

Und natürlich gehören auch externe Medien zu deinem Backup-Konzept? Sonst fail, NAS sind mitnichten als alleiniges Backup geeignet.
 
Solltest du Telekom Kunde sein und bei dir LTE verfügbar sein, so kannst du deinen Anschluss mit Abschluss eines der neuen Hybrid Tarife beschleunigen. Damit erhöhst du nicht nur deine Download- sondern auch deine Upload Rate, was für den Fernzugriff auf ein NAS über eine Internetverbindung entscheidender ist.

Nachteil, es kommen monatliche Kosten von 10€ zusätzlich für die Routermiete dazu und dein Telekom Vertrag verlängert sich natürlich erneut um 24 Monate. (Sofern du denn Telekom Kunde bist und im Ausbaugebiet wohnst).

Arbeitest du mit großen Daten so macht der Fernzugriff auf diese aber nur in den seltensten Fällen wirklich Sinn, denn selbst mit einem 10MBit/s Upload benötigst du (rein rechnerisch) immer noch 10 Sekunden um eine 10MB Datei zu öffnen. Du kannst dir natürlich ein NAS mit USB 3 Anschluss und GB Lan zulegen, dran hängst du dann einen großen USB Stick oder eine externe Festplatte auf der du dann deine Daten ablegst. Im Notfall kannst du so auch aus der Ferne auf deine Daten zugreifen, wenn auch nur langsam.

Vieleicht noch eins, bedenke bitte in jedem Fall dass du nicht 100% deiner Upload-Bandbreite nutzen kannst, denn ein Teil davon fällt der Verschlüsselung zum Opfer.

Ich verwende ein Synology NAS das DS231j für genau diesen Zweck, jedoch mit kleinen Dateien (<10MB) und bin sehr zu frieden. Wenn es gleich etwas großes sein soll hat Amazon.fr derzeit das Netgear ReadyNAS 104 für ~170€ inkl. Versk. im Angebot (Kreditkarte benötigt).

Als Backup würde ich zum verschlüsselten automatisierten Speichern auf einem Cloudanbieter deiner Wahl raten, ggf. zusätzlich noch über externe Medien (HDD, BluRay). Ich nutze dafür HiDrive und Duplicity inkl. AES Verschlüsselung.
 
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Tarnatos schrieb:
Arbeitest du mit großen Daten so macht der Fernzugriff auf diese aber nur in den seltensten Fällen wirklich Sinn, denn selbst mit einem 10MBit/s Upload benötigst du (rein rechnerisch) immer noch 10 Sekunden um eine 100MB Datei zu öffnen. (...)

Bits und Bytes nicht durcheinanderwerfen ;)

10 MBit/s sind 1.25 MByte/s, womit der Zugriff auf eine 100 MByte große Datei dann sportliche 80 Sekunden - auch bekannt als "eine halbe Ewigkeit" - dauert.

Damit ein NAS bei größeren Dateien (alles über mehreren MByte) über die Internetleitung auch nur annähernd so anspricht wie über ein Netzwerk braucht man halt schon was in der Liga 100+ Mbit/s sowohl up als auch down, und für größere Datenmengen ist sogar das inzwischen ziemlich langsam (mein GBit-Lan zuhause möchte ich zB nicht mehr missen).

Unter diesem Aspekt sind "die Cloud & Streaming" und die Pläne der Netzbetreiber (keine echten Flatrates mehr, schnelles Internet nur in Ballungszentren, Priorisierung eigener Dienste) genau gegenläufig, und der schwache Upload den man in Deutschland normalerweise bekommt, tut sein restliches, um den Fernzugriff auf größere Datenmengen (zumindest als Privatperson) zu erschweren.
 
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Diese Hürden wegen dem schlechten Upload werden demnächst mehr und mehr abgebaut.

Siehe Telekom 16/2,6Mbit, 50/10Mbit, 100/40Mbit... genauso wird bei den Kabel Betreibern der nächste Standart einen viel höheren Upload erlauben.

Ich denke wird werden uns in den nächsten 5 Jahren sehr weit an den fast gleichen DL/UP annähern.
 
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