NAS/Server Hardware & Software Fragen

soge4king

Lt. Junior Grade
Registriert
Aug. 2016
Beiträge
311
Hallo zusammen,

ich hab da ein paar Fragen bezüglich NAS Software & Hardware.

Zuerst einmal die Grund Ausstattung von mir. Ich werde meinen alten "Gaming" PC zweckentfremden. Dabei handelt es sich um ein
ASUS Z170I Pro Gaming Motherboard, einen i5-6600 mit 16 GB DDR4 2133 MHz Ram. Und ein älteres Seasonic SFX Netzteil mit 80+ Gold Rating. Das ganze wird in einem Jonsbo N2 untergebracht. Dieser PC soll auch als Server dienen. Geplant wäre Proxmox als OS aufzusetzen und dann eine NAS Software VM (TrueNas/OMV/Unraid) laufen zu lassen. Daneben dann noch diverse andere Container wie PiHole, immich, paperless, HA und weitere kleine Dienste bzw. Testumgebungen für Software.

Der dem NAS selber wird eigentlich nur als Datengrab/Backup verwendet und möglicherweise für Plex in Zukunft, aber keine direkte "arbeit" auf den Platten gemacht. Als Platten werden dann entweder WD Red Plus oder Seagate Ironwolf genutzt. Zusätzlich hab ich noch eine 500GB 2.5" SSD auf welcher das OS laufen wird und die VM´s. Ich kann mir auch vorstellen, dass ich von außerhalb meines Netzwerkes auf meinen Server zugreifen möchte. Und wenn meine Hardware den geist aufgibt wird NAS und Server vermutlich komplett voneinander getrennt (z.B. MiniPC und NAS mit einem N100/N150 Board). Aktuell möchte ich es aber so kombiniert haben/lassen.

1) Würdet ihr eher 2x "große" Platten (8-10 TB) in Raid 1 (spiegeln) oder aber 4x4TB und dann Raid 10 nutzen? Beide Varianten kosten mich ca. gleich viel in der Anschaffung, nur 2 große Platten hätte den Vorteil, dass ich einfacher erweitern kann (nur 2x Sata belegt, nur 2 von 5 HotSwap Slots vom Gehäuse belegt) und weniger Strom bräuchte. Wobei ich die Platten auch mit Spin-Down betreiben werde, da ich nicht durchgehend darauf schreibe bzw. zugreifen muss

2) Macht mein Ansatz mit Proxmox als Basis Sinn oder würdet ihr das anders angehen? Ich gelesen, dass ich da ein HBA nutzen sollte da es nicht so easy ist die Platten durch zu schleifen auf z.B. eine TrueNas VM. Ist da etwas dran bzw. wird das dramatischer dargestellt als es im Endeffekt ist? Denn diese HBA scheinen sehr teuer zu sein und auch einiges an Strom zu fressen.

3) Und was wäre euer Favorit für die NAS VM basierend auf meinem UseCase? TrueNas, Unraid (ist laut Foren etc. deutlich teurer geworden) oder OMV?

4) Macht es für die Festplatten einen Unterschied ob diese von der selben Marke sind bzw. die Umdrehungen gleich sind? oder passen diese sich in einem raid einfach auf die langsamste an? Gerade wenn ich 8TB Platten nehme haben die ja "nur" um die 5600 RMP aber die 10 TB schon 7200RPM.

4.5) Wenn ich jetzt in Zukunft weitere Platten (z.B. weitere 2 Platten mit 16TB) hinzufügen will, ist das einfach machbar oder nicht? Also wird dan quasi einfach ein weiteres Raid 1 paar hinzugefügt ohne das ich groß meine gespeicherten Daten neu schreiben/umschreiben muss?

5) Bei den Platten gibts den Chache, und meistens gibts ja 2 Versionen mit unterschiedlichem Cache Speicher aber gleicher TB Anzahl. Muss ich darauf achten oder ist es egal wenn ich einfach die "schlechtere" Platte nehme weil sie günstiger ist?

6) Seagate Ironwolf oder WD Red Plus wenn sie ungefähr gleich teuer sind? Was sind eure Erfahrungen?

Wie es mein Text möglicherweise vermuten lässt soll das ganze auch eine kleine Spiel/Lernumgebung für mich werden. Da ich zwar SoftwareEntwicklung studiert habe, aber mit Netzwerktechnik, Server Inbetriebnahme/Wartung etc. so gut wie gar keine Berührung hatte ich das Thema aber relativ spannend finde (auch da man dabei nicht nur vor dem Bildschirm sitzt).

Das wären jetzt einmal meine groben Fragen gewesen, wäre um jede Unterstützung/Antwort froh. Danke im voraus!

lg
 
soge4king schrieb:
1) Würdet ihr eher 2x "große" Platten (8-10 TB) in Raid 1 (spiegeln) oder aber 4x4TB und dann Raid 10 nutzen? Beide Varianten kosten mich ca. gleich viel in der Anschaffung, nur 2 große Platten hätte den Vorteil, dass ich einfacher erweitern kann (nur 2x Sata belegt, nur 2 von 5 HotSwap Slots vom Gehäuse belegt) und weniger Strom bräuchte. Wobei ich die Platten auch mit Spin-Down betreiben werde, da ich nicht durchgehend darauf schreibe bzw. zugreifen muss
2x große Platten

soge4king schrieb:
2) Macht mein Ansatz mit Proxmox als Basis Sinn oder würdet ihr das anders angehen? Ich gelesen, dass ich da ein HBA nutzen sollte da es nicht so easy ist die Platten durch zu schleifen auf z.B. eine TrueNas VM. Ist da etwas dran bzw. wird das dramatischer dargestellt als es im Endeffekt ist? Denn diese HBA scheinen sehr teuer zu sein und auch einiges an Strom zu fressen.
Proxmox finde ich super! HBAs sind doch eigentlich günstig. Günstiger als RAID-Controller. https://geizhals.de/?cmp=2907556&cmp=2928207&active=0
Würde mich da nochmal belesen. Evtl sind einige Chipsätze problematisch, aber eigentlich sollten HBAs und die daran angeschlossenen HDDs in der Regel erkannt werden.

soge4king schrieb:
3) Und was wäre euer Favorit für die NAS VM basierend auf meinem UseCase? TrueNas, Unraid (ist laut Foren etc. deutlich teurer geworden) oder OMV?
Ich mag Proxmox. OMV wird gerne als Einstieg genommen. Halt halt eine UI und man kann sich mehr oder weniger durchklicken. Bei Proxmox ist es eine sehr steile Lernkurve. (Ich hatte da massiv Hilfe ausm Forum von Azghul, der sich viel Zeit genommen hatte, Rest hat mir dann die KI geholfen.)

soge4king schrieb:
4) Macht es für die Festplatten einen Unterschied ob diese von der selben Marke sind bzw. die Umdrehungen gleich sind? oder passen diese sich in einem raid einfach auf die langsamste an? Gerade wenn ich 8TB Platten nehme haben die ja "nur" um die 5600 RMP aber die 10 TB schon 7200RPM.
Weiß nicht genau, sollte aber "egal sein", wird das RAID vermutlich nur etwas ausbremsen wenn eine HDD langsamer ist.

soge4king schrieb:
4.5) Wenn ich jetzt in Zukunft weitere Platten (z.B. weitere 2 Platten mit 16TB) hinzufügen will, ist das einfach machbar oder nicht? Also wird dan quasi einfach ein weiteres Raid 1 paar hinzugefügt ohne das ich groß meine gespeicherten Daten neu schreiben/umschreiben muss?
idk

soge4king schrieb:
5) Bei den Platten gibts den Chache, und meistens gibts ja 2 Versionen mit unterschiedlichem Cache Speicher aber gleicher TB Anzahl. Muss ich darauf achten oder ist es egal wenn ich einfach die "schlechtere" Platte nehme weil sie günstiger ist?
Ich würde behaupten ist egal.

soge4king schrieb:
6) Seagate Ironwolf oder WD Red Plus wenn sie ungefähr gleich teuer sind? Was sind eure Erfahrungen?
egal. Ich hatte Sowohl bei WD, Seagate und Toshiba vereinzelt auch defekte Platten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke dir für die Antwort!

Darf ich Fragen was du nützt? Klang so als würdest du alles über Proxmox machen und keine eigene "NAS VM" in Proxmox laufen lassen? Oder hast du Proxmox und lässt darauf eine OMV VM laufen?

Mit dem HBA hab ich allerdings das "Problem" das mein Board nur 1x PCIe 3.0 x16 hat und ich da mit dem Gedanken spiele eine 2.5/10Gbit Karte zu nutzen da mein Mainboard nur 1 Gbit kann. Aber da gäbe es vermutlich auch eine Möglichkeit eine von den beiden Karten irgendwie an eine M.2 M-Key schnittstelle anzubinden.

Das mit dem HBA hatte ich anfangs gar nicht auf dem Schirm muss ich gestehen. Ich habe mir sogar extra ein gebrauchtes Mainboard gesucht welches direkt 4x SATA Ports hat.

*Edit
Wenn ich den kompletten onBoard Sata Controller in die z.B. TrueNas VM durchreiche sollte es doch eigentlich den selben Effekt haben wie wenn ich eine HBA nutze oder verstehe ich das falsch?

Bildschirmfoto 2026-02-11 um 21.14.16.png

 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab Hardwareseitig genau so angefangen wie du, mit einem ausgesonderten Mainboard auf dem ich einiges probiert habe. Dann habe ich ziemlich schnell gemerkt das mir SATA-Anschlüsse, M.2- und PCIe-Slots fehlen.

Lange Rede, kleiner Tipp: besorg dir über Kleinanzeigen ein passenderes Board samt CPU mit dem was du benötigst. Dann brauchst du auch keinen HBA.

Bei HDDs wie bereits von Spill gesagt 2 große. Falls der Server in deiner Nähe steht mach dir Gedanken zur Geräuschkulisse und wähle ggf. dazu passend die Platten aus.
Ausfälle gibt es tatsächlich überall, ich habe daher meine Raidplatten bei 2 unterschiedlichen Händlern gekauft um vielleicht unterschiedliche chargen zu erwischen.
Mein Geheimtipp sind WD Purple oder Seagate Skyhawk die oft günstiger sind als NAS HDDs aber für diesen Einsatz das selbe können.

Bei mir läuft als Homeserver ein B360m-c mit i3 8100T, 1x NVME 256GB SSD für OMV samt Container und VM, 2x 4TB WD Purple im Raid 1, 2x SATA 512GB SSD (Altbestand) als schneller User-Storage und 1x 4TB extern via USB als Backup. Im moment noch mit 1Gbit, durch den freien PCIe x16 aber Upgrade-fähig.

Softwareseitig hatte ich mich an Proxmox versucht, aber die bereits erwähnte Lernkurve gepaart mit Zeitmangel haben mich bei OMV versacken lassen. Es ist recht einsteigerfreundlich, gut erweiterbar durch Plugins und unterstützt (mit den richtigen Plugins) auch Docker und KVM (VM).
Bei mir läuft es als NAS samt Jellyfin per Docker und Home Assistant als VM.
 
Ich hab bei mir 2 Unraid Server. Einer ist als Gameserver für unser TS. Der hat nen 3900x und 64gb ecc RAM und 2x 1tb SSD raid z1. Der 2. ist mein privater mit einem 5655G und 16gb ecc RAM und 3x 8tb mit einer als Parität und dazu eine 1tb NVMe für Docker und VMs und eine 512er sata als cache.

Ich persönlich nutzte tatsächlich nur Consumer HDDs. die halten bei mir schon seit über 6 Jahren ohne Probleme und solange man nicht 10 stück hat die sich alle gegenseitig vibrieren sollte das auch kein problem sein da ja auch in den meisten Cases diese gut entkoppelt sind.

Bin sehr begeistert von Unraid da die UI super ist und man sehr schnell und einfach über den Community hub an Dockervorlagen kommt oder man erstellt sie halt selber.

Das Jonsbo N2 habe ich auch und ist echt super. Werde aber jetzt auf das Jonsbo N5 wechseln weil ich mehr Platten hinzufügen will
 
Zuletzt bearbeitet:
Eck schrieb:
Dann habe ich ziemlich schnell gemerkt das mir SATA-Anschlüsse, M.2- und PCIe-Slots fehlen.

An und für sich hab ich ja genügend Anschlüsse auf dem Board. (4x Sata und ein m.2 NVME Slot welcher sich auch easy auf Sata umwandeln lassen würde). Aber durch mein Gedanke Proxmox als basis laufen zu lassen und dann auf Proxmox eine TrueNas VM laufen zu lassen kann anscheinend zu Problemen führen (daher der HBA "zwang") weil das durchführen der Anschlüsse in die VM machen kann. Da es, zumindest soweit ich es verstanden habe, sein kann, dass Platten andere Adressen bekommen beim Austausch oder neustart/absturz der VM.

Eck schrieb:
Softwareseitig hatte ich mich an Proxmox versucht, aber die bereits erwähnte Lernkurve gepaart mit Zeitmangel haben mich bei OMV versacken lassen. Es ist recht einsteigerfreundlich, gut erweiterbar durch Plugins und unterstützt (mit den richtigen Plugins) auch Docker und KVM (VM).
Bei mir läuft es als NAS samt Jellyfin per Docker und Home Assistant als VM.
ja glaube auch, dass ich eher sowas in die Richtung machen werde. Oder aber direkt in Proxmox das NAS basteln und nicht noch über eine VM routen.

Crispy Bearcon schrieb:
Ich persönlich nutzte tatsächlich nur Consumer HDDs. die halten bei mir schon seit über 6 Jahren ohne Probleme und solange man nicht 10 stück hat die sich alle gegenseitig vibrieren sollte das auch kein problem sein da ja auch in den meisten Cases diese gut entkoppelt sind.
Muss ich mir anschauen, aber macht tbh. Sinn. Werd ja auch maximal 5 nutzen (Case hat "nur" 5 Plätze) und wenn sich dadurch gutes Geld sparen lässt - umso besser. Vor allem da die ja nicht 24/7 durchlaufen werden sondern per Bedarf hochfahren sollen und darauf gearbeitet wird auch nicht. Welche Hersteller nutzt du da? Hast du bestimmte Platten bzw. kannst du die mir mal verlinken?

Crispy Bearcon schrieb:
Bin sehr begeistert von Unraid da die UI super ist und man sehr schnell und einfach über den Community hub an Dockervorlagen kommt oder man erstellt sie halt selber.
Hast du da Life Time Lizens oder eine von den "niedrigeren"? Life Time kostet 250$.

Jonsbo N5 war mir einfach zu groß, ich wollte was kompakteres, aber wer weiß ob nicht Zukünftig 100TB an Plex Sachen hinzukommt. :D
 
Ich hab damals eine basic und eine plus gekauft für 59$ und 89$. Das sind beides Lifetime aber nur mit 6 oder 12 erlaubten Platten. Das war weit bevor die das Lizenz Model umgestellt haben.

Aktuell nutze ich Seagate Baracuda habe aber in der Vergangenheit auch WD genutzt.
 
HM warum True NAS wenn Proxmox das selber kann, frisst nur RAM, Und kein MIRRO auf der Boot und VM Partition und ich würde ein Hot Cold Storage empfehlen, sonst rödeln die HDD's den ganzen Tag,, wenn du am Steamen bist. Liebliegsserien und MP3 auf eine SSD parken.
 
Würde Truenas einfach Baremetal aufsetzen. Alle Dienste die du genannt hast und mehr, habe ich direkt in Truenas laufen + Windows VM.

Wenn du einen HBA holst, nimm mind. einen LSI 9305, eher einen 9400, der 9300er braucht viel mehr Strom.

Proxmox ist super, nicht falsch verstehen, ist für das, was du als Einsatzzweck gelistet hast, aber einfach nicht nötig und macht's nur unnötig kompliziert. Habe hier auch Proxmox laufen gehabt, hab die Kiste aber fürs Erste abgeschaltet, nachdem ich alles migriert habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben