NAS - sparsam, potent, *verschlüsselt*, günstig

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Ensign
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Hallo,

aufgrund eines aktuellen NAS-Neubauprojektes möchte ich die gewählten Komponenten hier zur Diskussion stellen und meine Beweggründe darlegen.

Das Thema mag schon x-mal durchgekaut sein, ich konnte aber nichts im Forum finden, dass es aus meiner, eventuell gar nicht so besonderen Sicht, beleuchtet.

NAS im weiteren Sinne setze ich schon seit über 10 Jahren ein. Am Anfang hatte ich gar keine besonderen Anforderungen, dann stand der Stromverbrauch im Vordergrund und seit Neustem ist der Punkt "Verschlüsselung" an Stelle Nummer eins gerückt.

Hardware-NAS vom Schlage eines Synology scheiden aus, da sie im Consumer-Preisbereich keine vernünftige Verschlüsselung bieten. Sie sind, wenn sie die Funktion denn bieten, einfach zu langsam (10-20MB/s). (Man korrigiere mich).

Meine Anforderungen an das Gerät sind:
- Selbstinstalliertes System (Linux)
- Partitionen mit mindestens AES-192/-256 verschlüsselt
- Muss nicht unbedingt GB-Ethernet saturieren können (SMB/SMB2)
- Durchsatz von 60MB/s und mehr ist aber Bedingung
- 24/7 Betrieb
- Niedriger Idle-Verbrauch (Mit Platten im Standby < 30 Watt)

Das ganze ist eine "Paranoia-Box". Das bedeutet, wenn stromlos, dann können die Crypt-Partitionen nicht ohne Passphrase neu gemountet werden. Wenn nötig noch eine oder mehrere "hidden partitions" für "plausible deniability". Das ändert aber nichts am Hardware-Setup:


Die magnetischen Datengräber und das RAM lasse ich jetzt mal außen vor. Beim Netzteil bin ich mir noch unschlüssig.

Zu den Komponenten:
Dreh und Angelpunkt ist der Hasswell i3-4130T der als neuster core-i3 zum einen ein sehr sparsames Idle hat und zum anderen endlich auch in der i3-Serie AES-NI in der CPU einführt. In Verbindung mit dem H81M erwarte ich einen Stromverbrauch im Leerlauf von ca. 12-15W ohne laufende Platten. Da man sich hier beim Einsatz einer 300W-ATX-PS schon in den 5%-Lastbereich bewegt scheue ich auch noch die Entscheidung zum Netzteil. Eventuell doch ein kleines Schaltnetzteil a la PicoPSU?
Der RAM ist mir im Grunde egal, da man ECC für diesen Einsatzzweck nicht benötigt. RAID hab ich auch nicht auf dem Radar da ich von den wichtigen Dingen so und so turnusmäßig Backups machen muss. Der Durchsatz entscheidet sich schlußendlich an der AES-Performance der CPU, von daher scheiden Konfigurationen wie RAID-0 aus.

Ich bin an Meinungen interessiert :)

Gruß
 
Ich empfehle dafür immer den kleinen hier: http://www.heise.de/preisvergleich/hp-proliant-microserver-n54l-704941-421-a878983.html

Günstig, schnelll genug und sehr stromsparend. Hab selbst den Vorgänger in Betrieb mit 2 x 1,6 statt 2,2 Ghz und der rennt unter Win7 (8GB RAM) mit Truecrypt wunderbar. Übers Netz bekomm ich auf den TC gemounteten Platten locker 60-70MB/s Red/Write. Darüber limitieren meine kleinen 54er ;)

Das Ganze bei ca. 25-30W im idle. Bzw bei mir 10-15W mehr wegen zusätzlicher PCIe Grafikkarte.

Natürlich ist auch Linux auf der Kiste installierbar und du hast 2 PCIe Slots zur freien Verfügung für z.B: zweite Netzwerkkarte, dedizierte Grafikkarte oder was auch immer. Ansonsten viel USB und 4 Einbaurahmen für HDD + 1 x 5,25" für Festplatte oder Laufwerk. Als Sahnehäubchen sogar noch einen USB Port auf dem Board als zusätzliche Alternative zum Systemlaufwerk.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Er will aber Verschlüsseln. Ich bezweifel dass der Lahme Turion da großartig was reißen kann. Hardwaremäßig unterstützt die CPU zumindest mal nichts in Richtung Verschlüsselung
 
Ich bin gerade dabei eine ähnliche Konfiguration wie du zum Laufen zu bringen. Ich komme mit dem von dir ausgewählten Prozessor auf ca. 26W im idle. Eigentlich müssten laut Tests noch 21 möglich sein.

Im Idle scheint der Prozessor aber relativ egal zu sein. Es gibt Tests von meinem Mainboard Arock Z87E ITX mit einem I7 und einem idle Verbrauch von 21 Watt.

Mit Linux wirst du übrigens beim Chipsatz ein paar Probleme bekommen.

Ich hoffe dir hilft das weiter.
 
Synology bietet auch https, ftps, sftp und mehr.

So verschlüsseln Sie gemeinsame Ordner auf dem Synology NAS
https://www.synology.com/de-de/support/tutorials/455

Tippe mal auf Kinofilme und torrents aber es gibt ja noch die Unschuldsvermutung ;)
Ergänzung ()

On a more serious note: TrueCrypt Container kannst du auch ganz wunderbar im Synology NAS einbinden und lagerst so CPU-Auslastung auf deinen Desktop um. Wenigstens bleibt dir so die Möglichkeit ganz normal die Anderen Funktionen wie DLNA, Streaming und mehr zu Nutzen. Denke auf deine Geheimnisse musst du jetzt nicht so oft zugreifen?
Ergänzung ()

Meine Anforderungen an das Gerät sind:
- Selbstinstalliertes System (Linux)
- Partitionen mit mindestens AES-192/-256 verschlüsselt
- Muss nicht unbedingt GB-Ethernet saturieren können (SMB/SMB2)
- Durchsatz von 60MB/s und mehr ist aber Bedingung
- 24/7 Betrieb
- Niedriger Idle-Verbrauch (Mit Platten im Standby < 30 Watt)

1) Ja hat das DS213j
2) TrueCrypt Container mounten, Größe der Container spielt ja nun wirklich keine Rolle
3) kann es
4) Klappt hier locker
5) Möglich
6) 17W load, 4.3W idle
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück zur Technik.
Ergänzung ()

macten schrieb:
Synology bietet auch https, ftps, sftp und mehr.

1) Ja hat das DS213j
2) TrueCrypt Container mounten, Größe der Container spielt ja nun wirklich keine Rolle
3) kann es
4) Klappt hier locker
5) Möglich
6) 17W load, 4.3W idle

Ich hab das Teil. :) Als Backup-Slave. Das scheidet wegen Performance aber aus. (Unverschlüsselt keine Einwände...)

Und die zusätzlichen Services wie https und co habe ich bei einem "eigenen Linux" ja auch.

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet: (Alles nicht-technische entfernt)
DarkAngel schrieb:
Er will aber Verschlüsseln.

Daher die Info das ich bei mir Truecrypt nutze. Der Prozessor ist schnell genug die gesamte Netzwerkbandbreite zu nutzen trotz der parallelen Entschlüsselung.
 
naja.. nur um mp3 abzuspielen braucht die nas nicht schnell zu sein
 
- besagter i3 mit AES-Einheit
- Asus B85/H87-Board
- 120W PicoPSU
= Stromsparende config.

Passend configuriert geht das Teil komplett in den sleep wenn zu lange idled wird :) Mein Xeon braucht mit SSD und einer 2.5" HDD 9W im idle ;)
 
@e-funktion: Danke für den Hinweis. Ich habe alles außer der CPU schon da und werde dann mal "mit irgendeinem" Netzteil messen was das System überhaupt braucht.

Die eigentlich 100% passende Wahl für das System wäre übrigens der

* http://ark.intel.com/products/77982/Intel-Atom-Processor-C2550-2M-Cache-2_40-GHz

Den habe ich in einem anderen Thread gefunden. Perfekt mit 4 x GbE, AES-NI, 4 cores und das mit 14W TDP. Go figure :)

Die Boards mit dem Teil sind aber immer noch ziemlich teuer.

Gruß
 
Das System ist mittlerweile gebaut. Als Stromversorgung kommt zur Zeit ein bequiet L8 300W zum Einsatz. Wenn der Prozessor mit 800Mhz läuft und die magnetischen Platten nicht laufen, dann läuft das System mit 20 Watt. So wirklich zufrieden bin ich damit noch nicht. Eine PicoPsu mit ca. 80 Watt habe ich hier noch rumliegen. Ist damit ein bedeutender Unterschied zu erwarten?
Die CPU kühle ich "semi passiv". Also ein großer Kühlkörper und der CPU-Lüfter ist als einziger Gehäuselüfter hinten am Gehäuse montiert.

Das Netzteil und dieser Lüfter ziehen Luft aus dem Gehäuse und blasen hinten raus. Damit hoffe ich auch die Platten im vorderen Bereich des Gehäuses zu kühlen. Unter Volllast (4x cpuburn) komme ich auf max 40 Grad Celcius. Das ist also ok.

Zur Verschlüsselung setze ich truecrypt ein. Die magnetischen Platten sind dann komplett als "crypted partitions" gemounted.

Das ganze hat aber noch einen Haken, den ich bisher nicht lösen konnte. Teilweise geht die Schreibperformance beim kopieren über's Netz runter bis auf 20MB/s. Pendelt sich dann kurz danach wieder bei 40MB/s ein. Ich weiß nicht, an was das liegt. Wenn er gerade gut drauf ist, dann schreibe ich bis zum theoretischen Maximum von 1GbE in Richtung des Systems (~123MB/S).

In jedem Fall langweilt sich die CPU. Es ist also kein Last-Problem, wenn er so einbricht. Vielleicht hat ja einer ne Idee...

Der entropy-pool aus dem sich der Kernel bedient ist auch immer schön voll. Also da kann es nicht dran liegen.


Gruß
 
Also bei mir ist der Stromverbrauch im Idle durch den wechsel von einem BeQuiet 300W auf die PicoPSU 160 von 23W auf 19W gefallen.
 
Update: :)

Ich habe das System mittlerweile durch einen Kabini getauscht.

Ein sempron 3850. 4 Kerner mit Hardware AES. Die APU hat 25W TDP und damit 10W TDP weniger als der vorherige i3. Die CPU taktet bis max. 1,3GHz. Trotzdem komme ich, beim kopieren von Platte zu Platte (Truecrypt-Partition zu Truecrypt-Partition) immer noch an das "physikalische maximum" der Platten heran. Also 100-120MB/s.

Das Problem mit der Transferrate über Netz habe ich jetzt auch nicht mehr. (Habe allerdings etwas an SAMBA und an den Windows clients gedreht).

Bei Stromverbrauch sollte man allerdings keine Wunder erwarten. Das System läuft mit einem 300W bequiet Netzteil und das OS ist auf einer SDHC-Karte installiert. Die Platten sind im Ruhezustand im Sleep. Liegt trotzdem bei ca. 20W. Kühlung ist völlig unproblematisch.

Board ist ein Asus AM1M-A mit 2xSata.

PS: der i3 ist jetzt in meinem neuen HTPC.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch ich habe mir das Asus H87I-Plus(C2) Board mit einem Celeron G1820 geholt.
Jetzt wundere ich mich gerade über den hohen Stromverbrauch von 47Watt im idle.
Mein 300Watt Netzteil ist sicher nicht das beste. Dazu kommen noch 3 4TB Platten(WD Red) sowie 2 Platten im Standby (WD Green 2tb) und ne ssd...brauchen sicher auch Strom. Aber 47Watt?

Was meint ihr dazu? Habt ihr spezielle BIOS Einstellungen?
 
Aber sowas von!
3 Festplatten + 2 Platten im Standby = alleine schon um die 20W je nach Festplattenmodell.
Die Asus-Boards sind nicht die stromsparendsten (auch da viele Extrafeatures -> deaktiviere mal Onboard-Sound+WiFi im UEFI), hinzu kommt das ineffektive 300W-NT. Da bist du ganz klar bei 40-50W. Unter 40W ist mit dem System sehr schwer.
Ohne HDD-Spindown bin ich ebenfalls bei 42W (4x2TB HDDs + 1 SSD)
 
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