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ne frage bzgl des doktortitels
- Ersteller HD4890
- Erstellt am
comlex
Lieutenant
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- Okt. 2006
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Dabei ist aber anzumerken, dass eine Promotion im medizinischen Bereich bekanntermaßen wesentlich einfacher ist als in anderen Bereichen.
Ich habe von Medizinern gehört, dass sie nur 60 Seiten Doktorarbeit abgegeben haben. Mit einer Dauer von 6 Monaten.
Andere wissenschaftliche Disziplinen verlangen da erheblich mehr Aufwand.
Dafür scheint aber das Medizinstudium schwerer.
In meinem Bereich (Wirtschaft) dauert eine Promotion i.d.R. 2-5 Jahre.
Ich habe von Medizinern gehört, dass sie nur 60 Seiten Doktorarbeit abgegeben haben. Mit einer Dauer von 6 Monaten.
Andere wissenschaftliche Disziplinen verlangen da erheblich mehr Aufwand.
Dafür scheint aber das Medizinstudium schwerer.
In meinem Bereich (Wirtschaft) dauert eine Promotion i.d.R. 2-5 Jahre.
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comlex schrieb:Dafür scheint aber das Medizinstudium schwerer.
naja ist ja quasi nicht möglich einen platz zu bekommen. Mit 2er note kann man sich schon abschminken. Bei dem Arztmangel irgendwie unverständlich.
60 seiten würden bei uns nicht mal für ne Diplomarbeit reichen
Zuletzt bearbeitet:
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eh habe ich was anderes behautet?!MuesLèé schrieb:du kannst auch nen dr titel haben ohne arzt zu sein.
OnkelOrdi
Lt. Junior Grade
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Trotzdem finde ich, dass das Medizinstudium im Vergleich zu anderen Studienrichtungen relativ einfach ist. Besonders für gewissen Lerntypen ist das fast kein Problem. Aber wie ich auch immer in Diskussionen oder Aufsätzen zu solchen Themen sage: "Das Zeugnis ist eine Bescheinigung des Wissens!" Nur weil mal Medizin studiert hat, heißt es nicht, dass man für den Arztberuf geeignet ist. Noch ärger ist das bei Lehrern. Ich will mich da jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen....
Ich finde es sehr interessant, dass die Österreicher extrem auf solche titel stehen. Zum Beispiel sagen die Gymnasiasten zu ihren Lehrern "Professor" obwohl sie eigentlich "nur" Magister sind. Das versteh ich nicht ganz, oder die Frau eines Dr.X wird dann mit "Frau Doktor" angesprochen. Das versteh ich noch weniger. Wie ist das in Deutschland?
mfg ordi
Ich finde es sehr interessant, dass die Österreicher extrem auf solche titel stehen. Zum Beispiel sagen die Gymnasiasten zu ihren Lehrern "Professor" obwohl sie eigentlich "nur" Magister sind. Das versteh ich nicht ganz, oder die Frau eines Dr.X wird dann mit "Frau Doktor" angesprochen. Das versteh ich noch weniger. Wie ist das in Deutschland?
mfg ordi
Friedulin
Lt. Commander
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Ich würde behaupten, dass man es sich in der Medizin sehr leicht machen kann, an einen Dr zu kommen. Allerdings darf man das auf keinen Fall verallgemeinern. So dauern die meisten Dr-Arbeiten 2-3Jahre und im Gegensatz zu allen anderen Fachrichtungen ist man als Doktorand unbezahlt! Die längste, die ich persönlich kenne hat 8Jahre in Anspruch genommen.
Es gibt im Moment Bemühungen der DFG das promovieren während des Studiums zu verbieten, um die Anforderungen an den "Titel" zu erhöhen. Auf der einen Seite finde ich es sehr gut, da ich es extrem nervig finde immer wieder zu hören "in der Medizin bekommt Ihr Euren Dr ja eh geschenkt" (was ich definitiv nicht so sehe - bis auf ein paar Ausnahmen!) auf der anderen Seite ist es für die zukünftigen Studenten natürlich ein Zeitverlust.
Ich denke es ist halt wie in jedem Bereich des Lebens, wenn man will, kann man es sich extrem einfach machen und trotzdem weit kommen. Wenn man es aber gescheit machen will und einen hohen Anspruch hat, ist harte Arbeit und viel Herzblut von nöten.
Es gibt im Moment Bemühungen der DFG das promovieren während des Studiums zu verbieten, um die Anforderungen an den "Titel" zu erhöhen. Auf der einen Seite finde ich es sehr gut, da ich es extrem nervig finde immer wieder zu hören "in der Medizin bekommt Ihr Euren Dr ja eh geschenkt" (was ich definitiv nicht so sehe - bis auf ein paar Ausnahmen!) auf der anderen Seite ist es für die zukünftigen Studenten natürlich ein Zeitverlust.
Ich denke es ist halt wie in jedem Bereich des Lebens, wenn man will, kann man es sich extrem einfach machen und trotzdem weit kommen. Wenn man es aber gescheit machen will und einen hohen Anspruch hat, ist harte Arbeit und viel Herzblut von nöten.
Jace
Rear Admiral
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@OnkelOrdi Das war in Deutschland auch so.. die Frau definiert sich ja über den Mann.. deswegen ist die Frau des Doktor Müllers eben Frau Doktor Müller.. usw.. in Folge der Emanzipation ist das aber weggefallen.
Im Prinzip hat übrigens jeder Arzt nen Doktortitel. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ärzte ohne Doktor bzw. PhD sind eher ne Sache im Angelsächsischen Raum wo ja eh alles praxisorientierter ist.
Im Prinzip hat übrigens jeder Arzt nen Doktortitel. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ärzte ohne Doktor bzw. PhD sind eher ne Sache im Angelsächsischen Raum wo ja eh alles praxisorientierter ist.
Friedulin
Lt. Commander
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@Jace: Das stimmt mittlerweile nicht mehr. War man früher stark benachteiligt, wenn man keinen Titel hatte, wird er heutzutage meistens nur noch an den Uni-Kliniken "ans Herz" gelegt, was ich persönlich auch vollkommen in Ordnung finde. Ansonsten findet man in den peripheren Häusern mittlerweile sogar den ein oder anderen Oberarzt ohne die zwei Buchstaben vor dem Namen, was vor ein paar Jahren undenkbar war.
Es gibt imo zwei Typen von Ärzten
-> die einen wollen den Menschen helfen
-> die anderen wollen Kohle machen/Status usw. (sind sicher nicht viele, aber sie gibt es) Sind dann die, die eine eigene Praxis haben und sich beschweren, dass sie zu wenig verdienen
Es ist klar, als Arzt mit einer gewissen Verantwortung muss man auch etwas mehr verdienen. Ob man dann das 3. und 4. Haus auch noch braucht, ist zu beweifeln.
-> die einen wollen den Menschen helfen
-> die anderen wollen Kohle machen/Status usw. (sind sicher nicht viele, aber sie gibt es) Sind dann die, die eine eigene Praxis haben und sich beschweren, dass sie zu wenig verdienen
Es ist klar, als Arzt mit einer gewissen Verantwortung muss man auch etwas mehr verdienen. Ob man dann das 3. und 4. Haus auch noch braucht, ist zu beweifeln.
Exar_Kun
Rear Admiral
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Arzt ist nachwievor der Beruf mit der höchsten Anerkennung in unserer Gesellschaft. Außerdem ist es im Medizinstudium wie bereits erwähnt verhältnismäßig einfach, den Doktorgrad zu erlangen. Der damit zu erhoffende gesellschaftliche Aufstieg dürfte wohl für viele Triebfeder genug sein, um sich den Widrigkeiten des deutschen Gesundheitssystems auszusetzen.ds1 schrieb:naja, wenn man sieht wie die ärzte in den kliniken heutzutage schuften müssen, das eine 60h arbeitswoche normal und das geld verhältnismäßig mies ist, frage ich mich, warum die leute heute immer noch so scharf auf ein medizinstudium sind...
Exar_Kun
Rear Admiral
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Auch auf die Gefahr hin, nochmal wegen Offtopic verwarnt zu werden...Jace schrieb:Wieder was gelernt.
Nennt man die Doktoren ohne Dr. dann aber immer noch Doktor? Oder ist das eine gewisse Respektlosigkeit gegenüber Doktoren mit Dr.?
Fragen über Fragen.
Doktor wird im allgemeinen Sprachgebrauch synonym für Arzt verwendet. Insofern wäre Doktor für einen nicht-promovierten Mediziner zwar nicht die korrekte Bezeichnung, aber da jeder weiß, was eigentlich gemeint ist, wäre das wohl auch nicht gleich eine Respektlosigkeit. Zumindest nicht, wenn es von einem Laien kommt.
T
The Stig
Gast
In Östereich ist es so, soviel ich weiß. Wenn es nach mir ginge (geht es aber leider nicht), könnte jeder Mediziner mit dem Abschluss des dritten Staatsexamens den Doktortitel automatisch bekommen. Er ist durch den Zusatz Dr.Med. (in seiner akademischen Wertigkeit, sag ich jetzt mal frevelhaft) ja ohnehin schon von den anderen (richtigen) Doktortiteln abgegrenzt, was ich ein wenig schade finde, denn es gibt unter den Medizinern natürlich auch extrem anspruchsvolle Promotionen. Allerdings hab ich auch schon welche gesehen, die bei uns (Maschinenbau) noch nicht mal als Studienarbeiten durchgegangen wären, was wiederum das Stigma, was dem Dr.Med. anhaftet bestätigt.HD4890 schrieb:Wird man automatisch "Dr." wenn man Medizin studiert hat oder muss man vorher promoviert haben?
PhaTox
Lt. Junior Grade
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In anderen Ländern (z.B USA) gibt es eine strikte Trennung zwischen wissenschaftlicher Medizin und patientenorientierter Medizin. Wer sein Studium beendet ist MD = Medical Doctor. Hier ist nur Doktor, wer eine Promotion (Dr-arbeit) geschrieben hat, welche von mindestens zwei unabhängigen Gutachtern (meist Professoren) als ausreichend in der Leistung beurteilt wurde. Anschließend muß diese Promotion (bei uns) noch mit einem Vortrag und anschließender kritischer Befragung verteidigt werden.
Manche Universitäten verzichten auf eine Verteidigung, oder sogar auf eine nochmalige schriftliche Abfassung in anspruchsvoller Form, wenn die Ergebnisse der Arbeit in einem anerkannten wissenschaftlichen Magazin nahc vorheriger Prüfunf veröffentlicht wurde. Manche Universitäten prüfen im Rahmen der Verteidigung nocheinmal das gesamte medizinische Fachwissen wie beim 3. Staatsexamen. Dies wird "Rigorosum" genannt (alles darf gefragt werden, theoretisch auch Philisophisches, Politisches ect...) Dies entspricht der abschließenden Medizinerprüfung der alten arabischen Medizin (wer den Medicus gelesen hat weiß das).
So gesehen ist schon die Bandbreite der zu erbringenden Leistungen deutschlandweit uneinheitlich. Auch der Schweregrad der Promotion kann sehr stark variieren: Eine alleinige Literaturrecherche zur Bakterienflora und -fauna in Zahnbürsten ist in zwei Monaten gemacht und in 4 Monaten ohne Probleme zusammengeschrieben. Eine experimentelle Doktorarbeit kann auch in der Medizin allein für die Experimente und Setupfindung alleine locker 2-4 Jahre verbraten (wobei meist nur 1 Jahr geplant ist. Allerdings darf man Murphys Gesetz nicht vergessen: Alles was schiefgehen kann wird mit 100% Sicherheit schief gehen).
Es gibt auch in Deutschland medizinische Doktoranten, welche eine Methode selber mitentwickeln, Gelder einwerben, Experimente machen und erst dann geht es ans schreiben. Die Seitenzahl ist irrelevant. Bei uns wird auf 60 seiten begrenzt. Der Inhalt zählt, nicht das Geschwafel drumherum. Eine Doktorarbeit mit Prädikat (cum laude, magna cum laude, summa cum laude) kann nur erhalten, wer experimentell gearbeitet und ggf. die Methodik selbst entwickelt hat.-
Gruß, pTx
Manche Universitäten verzichten auf eine Verteidigung, oder sogar auf eine nochmalige schriftliche Abfassung in anspruchsvoller Form, wenn die Ergebnisse der Arbeit in einem anerkannten wissenschaftlichen Magazin nahc vorheriger Prüfunf veröffentlicht wurde. Manche Universitäten prüfen im Rahmen der Verteidigung nocheinmal das gesamte medizinische Fachwissen wie beim 3. Staatsexamen. Dies wird "Rigorosum" genannt (alles darf gefragt werden, theoretisch auch Philisophisches, Politisches ect...) Dies entspricht der abschließenden Medizinerprüfung der alten arabischen Medizin (wer den Medicus gelesen hat weiß das).
So gesehen ist schon die Bandbreite der zu erbringenden Leistungen deutschlandweit uneinheitlich. Auch der Schweregrad der Promotion kann sehr stark variieren: Eine alleinige Literaturrecherche zur Bakterienflora und -fauna in Zahnbürsten ist in zwei Monaten gemacht und in 4 Monaten ohne Probleme zusammengeschrieben. Eine experimentelle Doktorarbeit kann auch in der Medizin allein für die Experimente und Setupfindung alleine locker 2-4 Jahre verbraten (wobei meist nur 1 Jahr geplant ist. Allerdings darf man Murphys Gesetz nicht vergessen: Alles was schiefgehen kann wird mit 100% Sicherheit schief gehen).
Es gibt auch in Deutschland medizinische Doktoranten, welche eine Methode selber mitentwickeln, Gelder einwerben, Experimente machen und erst dann geht es ans schreiben. Die Seitenzahl ist irrelevant. Bei uns wird auf 60 seiten begrenzt. Der Inhalt zählt, nicht das Geschwafel drumherum. Eine Doktorarbeit mit Prädikat (cum laude, magna cum laude, summa cum laude) kann nur erhalten, wer experimentell gearbeitet und ggf. die Methodik selbst entwickelt hat.-
Gruß, pTx
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