Nebenkosten beim Hausbau?

Ash-Zayr

Commander
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Hallo
Ich brauche mal angewandte Lebenshilfe von den Häuslebauern hier in dieser komplexen Thematik.
Meine Freundin und ich erwägen, uns von so einem Hausanbieter ein 120m² Haus bauen zu lassen. Die Preise, die diese Anbieter angeben, sind das reine Haus - in Standardvariante.
Ok, die Kosten, die tatsächlich mit dem Haus zusammenhängen, wenn man Extras abweichend vom Standard möchte, kann man im Beratungsgespräch mit denen ermitteln und durchrechnen...z.B. Kamin hier, andere Fliesen dort, Eckbadewanne, usw.

Was ist aber mit diesen ominösen "Nebenkosten", die mit einem Hausbau zusammenhängen? Die sind nicht Bestandteil des Kaufpreises....ebenso wie ein Grundstück.

Was fällt da alles an, und was davon ist fix? Gibt es Abweichungen je nach Bundesland, Stadt, BRD-weit, oder welche Kosten sind bezogen auf Fläche des Grundstücks?

Notar
Grunderwerbssteuer
Anschlüsse (was verbirgt sich hier hinter? Gas-Wasser-Scheisse an die Kanalisation und die Waserwerke? Auch ans E-Netz, Telefon-Netz?)

Was ist mit Erdreich? Muss man da selbst für Entsorgung sorgen?

Kann man pauschal sagen, was alle diese Nebekosten ausmachen?

Ash-Zayr
 
Die Nebenkosten sind unter anderem abhängig von:

- Grundstücksfläche
- Grundstückslage
- Länge der zu einer Strasse liegenden Seite
- örtlichen Gesetzgebungen


Wir haben damals in der Summe ca. 15.000,- EUR an Zusatzkosten gehabt, darin enthalten waren:

- Kanalarbeiten
- Leitungsanschlüsse (Strom, Gas)
- Kommunalabgaben (Strassenreinigung z.B.)
- Abgaben für Oberflächenwasser (geht nach Quadratmeter der Fläche, welche Regenwasser nicht versickern lässt, wie das Dach).

In jedem Fall empfiehlt es sich einen Baugutachter / Anwalt zu kontaktieren, um Sonderregelungen und bauliche Massnahmen durchzuplangen.

So haben wir z.B. die Fallrohre am Dach zu einem Sickerschacht geleitet. Dadurch konnten wir die Abgaben für Oberflächenwasser erheblich reduzieren.

Diese ganzen Regelungen sind aber von Kommune zu Kommune verschieden.

Erste Auskünfte kann eigentlich auch der Bauleiter geben, verbindliches wohl nur ein Anwalt.

Also am besten zu einem Anwalt für Baurecht und ein Beratungstermin vereinbaren, das ist zwar auch nicht günstig, allerdings lohnt sich so eine Investition in jedem Fall, gemessen an den Kosten eines Hausbaus.
 
150.000 Euro, da ihr ja das Grundstück noch kaufen müsst :) !

Scherz beiseite, ich glaube ihr seid noch mind. 1 Jahr vom tatsächlichen Kauf entfernt, wenn Ihr Euch noch überhaupt gar keine Gedanken um das ganze Restliche gemacht habt. Es gibt ganz gute Ratgeber in der Buchhandlung/Bibliothek oder auch im Internet. Du kannst unmöglich hier eine realistische Antwort erhalten mit den paar popeligen Daten, die Du uns bislang geliefert hast. Der Standort und Erschließungsgrad des Grundstückes ist der Hauptposten bei den "restlichen Kosten".
 
ThomasK_7 bringt es mit noch 1 Jahr genau auf den Punkt.

Zudem ist es sehr ratsam sich bei einem Bauingenieur mal zu erkundigen und beraten lassen. Hinzu kommen wohl noch Maler- und Tapezierarbeiten, also muss man sich überlegen, was man in Eigenleistung schaffen kann, will bzw. muss. Weiter, der Garten soll vermutlich keine Brachfläche bleiben, oder?
Außerdem die Heizung nicht vergessen! ;)
In BW muss seit neusten 20% der Energie aus regenerative/n Quelle/n bezogen werden *glaube war so*.
Man benötigt bei Bau zudem sicherheitshalber einen Bauingenieur (oder ähnliches) zur Bauabnahme (etappenweise). Weil Fusch am Bau wird "lustig" und teuer!
Und sorry, muss ich ansprechen: Das WCS "Trennung" sollte auch überlegt werden.

Also plant 1-2 Jahre ein.
 
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