Netbook-Tablet-Mix fürs Studium

[hyperion]

Cadet 2nd Year
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Jan. 2010
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18
Hallo,

fürs Studium bin ich auf der Suche nach einem geeigneten Tablet. So ein paar Punkte die mir dazu einfallen.

  • Mitschreiben von Texten =>Mit Tastatur
  • Mitschreiben von Mathematischen Formeln und Skizzieren von Graphen=>Arbeiten mit Stift
  • Programmieren => Arbeiten mit Entwicklungsumgebungen => Displaygröße/Auflösung geeignet?
  • Internet über WLAN-Zugang der Hochschule
  • Akkulaufzeit ist nicht so wichtig, da ich in der Hochschule in den meisten Fällen eine Steckdose habe
  • Preis/Leistungsverhältnis sollte gut sein. Der Preis sollte sich nicht über 500 Euro bewegen. Der Leistung sind natürlich keine Grenzen gesetzt:)
  • Entwicklungsumgebungen wie MS VS, Netbeans oder Eclipse sollten parallel neben Office Anwendungen und einem Browser laufen.

Was gibt es da denn passendes auf dem Markt? Eignet sich überhaupt ein Tablet fürs Studium?

Gruß hyperion
 
Aus eigener erfahrung empfehle ich dir lieber ein Notebook + Stift + Papier.
 
Moin,

meine Erfahrung: Nichts mit Rechenleistung eines Netbooks! Wenn da ein Dozent kommt und meint, dass eure Programmierübungen in einer VM stattfinden MÜSSEN, dann kannst du das Ding nämlich direkt zu Hause lassen. Ist hier der Fall. Weigert sich ein Student die VM vom Dozenten zu verwenden, so bekommt er bei Problemen etc. einfach keine Hilfe.

Zum mitschreiben nimm Papier und Stift. Geht schneller und ist nicht so anfällig. Falls dir das nicht zusagt, nimm Papier und Stift für Skizzen und scan diese ein bzw. mach ein Foto davon und füg sie in den digitalen Mitschrieb ein.
 
Für deine Ansprüche ist ein Tablet wenig geeignet.
Es gibt momentan nur recht wenige Tablets mit Stifteingabe (Galaxy Note, HTC Flyer, das Thinkpad Tablet von Lenovo, wobei einzig das Lenovo das Konzept wirklich gut ausführen soll), Tablets mit Windows sind entweder Atom-basiert oder deutlich über deinem Preisrahmen.

Es gibt nur wenige "Entwicklungsumgebungen" für iOS, keine davon ist eine "Marken-IDE" wie MS VS, Eclipse oder so.
Einen der großen Vorteile von Tablets willst du scheinbar gar nicht ausnutzen, die hohe Akkulaufzeit...

Insgesamt bist du mit dem von CaTFaN! genannten Lenovo Thinkpad Netbook wohl am besten bedient, ein akzeptabel großer Screen, eine vergleichsweise hohe Auflösung (mehr kriegst du mit den meisten 15.6 Zöllern auch nicht), recht ordentliche Leistung und für deine Ansprüche ausreichende Akkulaufzeit...
 
Hatte vor kurzem so ziemlich genau das selbe Anforderungsprofil wie du und habe schnell aufgehört zu suchen :)
Das einzige was damals für mich in frage kam war das asus ep121, bis auf die mittelmäßige Akkulaufzeit wohl in Ordnung, kostet aber auch geschlagene 1000 Euro. Was anderes habe ich nicht wirklich gefunden.

Was ganz anderes wäre sonst noch einen normales note-/netbook zu nehmen und z.b. so einen stift: http://www.amazon.de/Livescribe-Ech...E19Q/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1322569887&sr=8-2
der digitalisiert dein Geschreibsel, kann gleichzeitig noch ton aufnehmen etc., habe ich aber selber noch nicht ausprobiert, hört sich aber interessant an. :)
Viel Erfolg bei der Suche!
 
Also wenn du mit einem Stift und Tastatur arbeiten möchtest, dann geht nichts an einem Convertible vorbei. Das sind Geräte wo man das Display drehen kann.

Ob das sinnvoll fürs Studium ist bin ich selbst als Tablet-User zwiegespalten. In einigen Vorlesungen und Übungen ist es genial das Tafelbild abzuschreiben und direkt die entsprechenden Farben zu nutzen. In einigen Vorlesungen packe ich mein Gerät nicht aus, aber auch keinen Stift samt Papier, da ich einfach nur zuhöre. Zum Programmieren wird das Gerät als ganz normales Notebook genutzt.

Der Wechsel von Papier auf Tablet ist nicht fließend!
Man schreibt schließlich seit Jahren auf Papier und plötzlich soll man mit einem merkwürdigen Stift auf einer anderen Fläche schreiben? Komisches Gefühl - erstmal. Am Anfang meines Studiums habe ich quasi nie mitgeschrieben, sondern in den Skripten nur ergänzt oder kommentiert. Minimale Wort-Fragmente. Mittlerweile schreibe ich jedoch wie oben genannt ganze Tafelbilder ab. Wenn ich mit Kommilitonen übe, dann schreibe ich alles auf Papier. Das prägt man sich besser ein, kann ein Blatt mal eben rüberreichen und du schreibst deine Prüfung auch auf Papier ;)

Was ich an Convertibles toll finde: Ein Schwenk des Displays und du hast ein ganz normales Notebook. Nur eben die zusätzliche Möglichkeit eines Tablets.

Normale Tablets mit Android oder iOS sind für sowas reine Spielzeuge.

Meine Empfehlung für <500€:
-HP TM2
-Thinkpad x61t
-mit Glück ein x201t

Schneller als der genannte E-450 sind sie alle.
 
derBobby schrieb:
Moin,

meine Erfahrung: Nichts mit Rechenleistung eines Netbooks! Wenn da ein Dozent kommt und meint, dass eure Programmierübungen in einer VM stattfinden MÜSSEN, dann kannst du das Ding nämlich direkt zu Hause lassen.

Das mag ja vielleicht auf den Intel Atom zutreffen, die AMD E-350/450 Serie unterstützt AMD-V, sprich Virtualization und man kann damit wunderbar mit VMs arbeiten. ;)
 
PiPaPa schrieb:
Das mag ja vielleicht auf den Intel Atom zutreffen, die AMD E-350/450 Serie unterstützt AMD-V, sprich Virtualization und man kann damit wunderbar mit VMs arbeiten. ;)

Der Zacate bekommt mit Mühe und Not gerade mal ein natives Windows zum laufen. Dazu noch eine VM und das Arbeiten wird eine Qual (was es ohne VM schon ist).
 
Komisch, das ich mit meinem E-350 Desktop und Notebook einwandfrei arbeiten kann. Daran ist gar nichts eine Qual. Der Flaschenhals ist wie immer eine lahme HDD. Ich habe bei mir SSDs verbaut und damit laufen die Systeme rund.
 
PiPaPa schrieb:
Komisch, das ich mit meinem E-350 Desktop und Notebook einwandfrei arbeiten kann. Daran ist gar nichts eine Qual. Der Flaschenhals ist wie immer eine lahme HDD. Ich habe bei mir SSDs verbaut und damit laufen die Systeme rund.

Kommt natürlich drauf an was man damit macht. Der E-350 ist auf dem Niveau eines Intel Pentium D mit 2,80GHz, welcher 2005 ausgeliefert wurde. Beim Atom haben ebenfalls schon sehr viele geweint, dass die Leistung nicht ausreiche und als der Zacate kam, lobten ihn alle. Lustigerweise ist die CPU-Leistung vom Zacate mit dem Atom nahezu gleich. Einziger Vorteil beim Zacate ist die Grafik-Einheit, die HDMI + HD Support hat.
Habe selbst einen Atom in einem Netbook und finde ihn klasse, aber ich rede mir nicht ein, dass er gut ist. Sobald man mehrere Sachen parallel laufen hat (z.B. Browser, E-Mail und Musik) merkt man wie es spürbar träger wird. Damit arbeiten ist möglich, aber einfach nur nervig.
Der Threadersteller spricht Netbeans und Eclipse in Zusammenhang mit geöffneten Office-Suit und Browser. Wenn dann noch ein Programm kompiliert wird, darf man das Notebook wohl garnicht mehr ansprechen. Meiner Meinung nach ist der E-350 einfach viel zu schwach für sowas.

Eine ULV-CPU von Intel (Core i3-2357M 2x 1.30GHz) ist doppelt so schnell (100% mehr Performance) wie der E-350 und kostet minimal mehr. Hättest du heute noch einen älteren Q6600 und möchtest 100% Mehrleistung, wärst du beim i7-980X (800€). Da lohnt sich der Aufpreis natürlich nicht.

Viele Wege führen zu Rom, aber ich nehme lieber ein Fluzzeug statt einer alten Pferdekutsche.
 
Sprichst du denn aus Erfahrung oder reinen Testberichten?

Ich habe den direkten Vergleich zwischen Atom und Zacate gehabt. Trotz lahmer HDD war der Zacate deutlich flotter, während der Atom (trotz gleicher Ausstattung) noch beim Windows Ladebildschirm rumhing hab ich mit Zacate schon längst angefangen zu arbeiten.
Mit einer verbauten SSD war der Unterschied dann noch größer. Ich kann problemlos mehrere Programme laufen haben und der Zacate bricht nicht weg.
Vom reinen Arbeitsgefühl her ist der Zacate min doppelt so schnell - das wird dir jeder bestätigen können der Atom vs Zacate schon erleben durfte.
 
Man darf nun SSD und HDD nicht mit den CPUs vermischen. Man kann eine GTX560 auf GTX570 Niveau übertakten, aber die GTX570 selbst nicht auch noch? Das ist verwaschen.

Auch müsste man das nun kritisch und objektiv untersuchen. Also bauähnliche Notebooks suchen und identische HDD bzw. SSD verbauen. Es gibt auch sehr schwache Atom CPUs (dafür 3W Verbrauch), sodass man wirklich die "Flagschiffe" gegeneinander antreten lassen müsste.
Alles andere sind nur Vermutungen (auch von mir).

Sowas wie "doppelt so schnell" ist meiner Meinung nach unmöglich. Benchmarks mögen zwar realitätsfern sein, aber sind grobe Indikatoren für die Leistung von Hardware und hier positionieren sich Atom und Zacate sehr nah aneinander.

Einige Kommilitonen haben den Zacate und beschweren sich selbst über das Teil. Mal eben was in einer PDF nachschauen, geht problemlos. Aber sobald man mehr gleichzeitig macht, ist es einfach kein Vergnügen.

Es hört sich nun so an, als würde der E-350 für alle User ausreichen. Wieso kaufen sich dann soviele eine bessere CPU? Diese Disskussion bringt dem Threadersteller nun mal garnichts.
 
Was die User kaufen und was sie brauchen ist eine Sache die nichts miteinander zu tun hat.

Es übertakten auch etliche Leute mit einer GTX 560 Ti und einem 22"-Display ihren Core i5 2500k, obwohl laut Benchmarks ein Gewinn im Rahmen der Messgenauigkeit dabei herauskommt, während Stromverbrauch, Kühlbedarf und so weiter steigen.
 
Ich habe auch SSD und HDD nicht vermischt. Beide Geräte hatten dann eine SSD drin und diese brachte beim Atom deutlich weniger.
Und ich kann problemlos mehrere Sachen gleichzeitig damit bearbeiten. Der RAM sollte natürlich auch nicht bei 2GB rumeiern.
 
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