Leistungsbedarf: Typische Stromverbräuche der Komponenten in einem PC:
CPU | 5-100W, Grafikkarte | 5- 50W, Board (Rams) | 20W, Soundkarte | 5W, LAN-Karte (Chip) | 5W, TV-Karte | 10W,
Festplatte | 10W, CD / DVD | 10W, CD-Brenner | 20W,
Streamer | 5- 30W, Lüfter | 1.5W, Maus | 0.5W, Tastatur | 0.5W,
Eigenverlust (300W) | 30W
Netzteile haben Kennlinien die man vom Hersteller bekommen müsste, im idealen Bereich (70-90% Last) ist ihr Wirkungsgrad am höchsten und die Verlustleistung dürfte um 10% der Gesamtleistung am kleinsten sein.
Es sorgt mit seinem Lüfter für die Eigenkühlung (bei billigen Schaltnetzteilen notwenig) und saugt Luft aus dem Rechnergehäuse ab. Geregelte Lüfter setzen sich zum Glück langsam durch, man sollte bei Kauf eines Gehäuses oder Netzteils darauf achten. Im Inneren findet sich dann in größerem Abstand zur Platine ein Fühler. Meist sind eingebauten Lüfter sehr billige Typen die trotzdem lärmen oder nicht richtig auf die Regelung ansprechen. Es bietet sich auch hier an Qualitätslüfter einzubauen. Hat man im Netzteil einen ungeregelten Lüfter, dann kann man eine Regelschaltung nachrüsten, diese verkauft Reichelt Elektronik für unter 5€ . Der Fühler wird in die Nähe der Kühlfahnen im Luftstrom plaziert um eine gewisse Mindestdrehzahl plus schneller Reaktion bei Laststeigerung zu erreichen. Da Qualitätslüfter aerodynamisch berechnet sind, wird der Rechner am kritischen Luftauslass leiser. Die Luftauslässe heutiger Netzteile haben noch ein weiteres Manko, statt schlanker runder Schutzgitter gibt es nur eine Ansammlung ausgestanzter Löcher. Diese verursachen insbesondere bei hohem Luftdurchsatz Verwirbelungen die als Rauschen hörbar sind UND reduziert den effektiven Luftstrom. Wer hier die Blechschere ansetzt und ein dünnes Gitter aus Draht kauft (unter 3.- €), kann den Geräuschpegel noch weiter reduzieren. Generell würde ein geregelter Netzteillüfter natürlich leiser laufen, wenn man die Wärmelast im Gehäuse verringert. Ein Ansatz kann es sein, die Abwärme des Prozessors sofort aus dem Gehäuse zu entfernen, dazu gibts gleich mehr. Bei Lüftern mit Sensorausgang lauert übrigens eine Falle in vielen Netzteilen. Der Lüfter bekommt von der Platine keine echten +12V und GND sondern irgendwo abgegriffene Spannungen. Man riskiert Board oder Lüfter wenn man mehr als alleine den Sensorausgang am Board anschliesst. Wer es richtig machen will, lötet den Lüfter im Netzteil direkt an eine schwarze und gelbe Leitung an. Netzteile höherer Leistung oder von besseren Herstellern, haben zusätzlich einen Seitenlüfter der im Bereich der CPU die Luft ansaugen kann. Wer den CPU Kühler darunter plaziert, sollte dann den Lüfter darauf so aufschrauben, daß der die heisse Luft hochsaugt. Nur so wird man die lästige Abwärme los und es arbeiten nicht beide Lüfter gegeneinander.
PFC: Power Factor Correction ist das Schlagwort 2000, seit Januar 2001 müssen alle verkauften Netzteile mit PFC ausgestattet sein. Ein Schaltnetzteil verursacht eingangseitig Ströme die nicht dem Verlauf der Spannungskurve folgen. Sie beziehen ihren Strom je nach nötiger Last aus Bruchteilen der Spannungskurve, dies lässt sich mit einem Oszilloskop gut nachprüfen. Viele Schaltnetzteile "verbiegen" nun die Lastkurven der E-Werke, dort sind aber alle Meß- und Steuereinrichtungen für Verbrauchswerterfassung abhängig von einem Stromverlauf der der Spannungskurve folgt. Ein Netzteil mit PFC hat im Eingang nun Baugruppen, die die aktuelle Belastung über die gesamte Spannungskurve verteilen. Bei passiver PFC eine große und schwere Drosselspule in Reihe zur Elektronik oder bei aktiver PFC eine kleinere Drossel mit Regelelektronik.
Enermax Netzteile kann ich empfehlen, wenn nimm Dir sofort eines mit 431 Watt, dann hast Du immer noch Luft, wenn Du mal extrem aufrüsten willst. Ein gutes Netzteil ist das A&O für ein stabiles System, daran sollte man heute nicht mehr sparen.