Netzteil zu Stark?

Jusic

Lieutenant
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Hi,

hier wird immer über das verbauen zu starker Netzteile gesproche. Was ich allerdings nicht verstehe ist.

https://www.computerbase.de/artikel...test.834/seite-26#abschnitt_leistungsaufnahme

Beim Testsystem Handelt es sich um einen Intel Core 2 Extreme QX9770 und mit einer Nvidia GeForce GTX 260 oder ATi Radeon HD 4870 kommt man auf 320-340 Watt verbrauch des Gesamten Systems. 340 Watt sind 80% von 425 Watt. Warum wir dann in der FAQ der ideale Gaming-PC ein 525 Watt Netzteil empfohlen? bzw selbst mit ATi Radeon HD 4870 CF kommt man "nur" auf 511 Watt bei 80% = 638 Watt warum bentutzt Compuberbase dann im Testsystem ein 850 Watt Netzteil? Müsste für das 725€ System aus der FAQ bei 400 Watt Netzteil nicht locker reichen?

Gruß Jusic.
 
Ganz einfach, weil das Netzteil eben nicht alzu stark belastet werden soll und es ja auch für Tests verwendet werden könnte, in denen der Verbrauch noch stärker ist (Triple-SLI, Quad-CF).
 
Zum einen sollte man versuchen die Last so zu berechnen, dass man auf ca. 50% Auslastung kommt, damit die Effizienz ihr Maximum erreicht und der Lüfter so langsam wie möglich dreht.
Es kommt auch nicht die volle Leistung auf den 12V Schienen (wo die wichtigsten Teile dranhängen) an. Beim Enermax 82+ mit 525W kommen ca. 480 Watt auf den 12V Schienen an.

Der CB Test-Rechner muss ja auch nicht Tag und Nacht laufen (vermute ich mal) und die Leute wollen auch nicht jedes mal wenn sie SLI/CF(X)-Tests machen ein anderes Netzteil einbauen müssen.

Edit: soulpain lauert hier - das ist beängstigend. :D
 
Auch ein starkes Netzteil zieht nicht mehr Strom, als daraus entnommen wird.
Entnimmst du aus einem 500W NT mit 80% Effizienz 400W so zieht das Ding 480W aus der Steckdose.
Bei einem 800W NT sind das auch nicht mehr.
Das 800W Netzteil kann nur mehr, wenns benötigt wird

Evtl. ist die Effizienz bei größeren NT im unteren Bereich etwas schlechter. Macht aber nur ein paar Prozentchen aus.
Außerdem sollte man Netzteile, wie auch alle anderen Elektronischen Bauteile nicht unbedingt an der Leistungsgrenze betreiben. Das wird auf Dauer teurer, da öfter mal was stirbt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die 50% bringen nix wenn du dafür 800W brauchst und das NT so eh viel mehr eigene Abwärme produziert und somit lauter ist ... Für die meisten Systeme kommt man mit etwa ~450 Watt sehr gut hin, wer Reserven möchte sollte sich dann bei etwa 500W orientieren. Mehr ist einfach unsinnig es sei denn es ist klar das innerhalb der nächsten Wochen ein starkes MultiGPU System eingesteckt wird, für die Zukunft mehr Watt einsparen ist eher unsinnig und ich denke da sind wir uns einig.

@alfbaer: Bis man die 800W benötigt kann aber schon längst wieder ein anderer Kabelstandard vorhanden sein den dein NT nicht mehr hat, somit hat man umsonst seine 800W gekauft. Dazu produzieren solche starken Netzteile immer mehr Abwärme was bedeutet das sie so oder so besser gekühlt werden müssen was bedeutet das sie lauter sind. Das ein 800W nicht zwingend mehr Strom zieht ist klar und hat Soulpain auch schon festgehalten ...
 
Ein 800W Netzteil, das mit weniger Leistung betrieben wird, wird nicht so heiß, der Lüfter läuft langsamer und das NT hält länger.
Wieso sollte das Netzteil mehr Abwärme produzieren? Die Abwärme hängt nicht davon ab, was das NT kann, sondern was das NT gerade leistet.
Da ein größeres NT für höhere Leistung gebaut ist dreht der Lüfter bei weniger Leistungsabgabe langsamer.
Ich würde aber nie bei einem System das z.B. 430W braucht ein 450W Netzteil einbauen. Das müßten dann schon 500W sein.

Was nicht besagt, das er ein 800W Netzteil braucht. Die Frage war nur, warum in einem Testystem 800W drin sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe ja sogar ein 860W Netzteil, das sehr kühl bleibt, ohne das der enorme Delta Lüfter alzu stark aufdrehen muss und große Netzteile haben nicht selten auch ein besseres Kühlungskonzept. Für die Preise kann man dann eine große Kühlkörpermasse bereitstellen. Und die Lautstärke äußert sich eben auch kaum, weil ich es geringfügig auslaste. Im Zweifel erstmal auf die Qualität achten und dann erst, ob nicht auch weniger Watt reicht.
 
Ich habe mal gelernt, das man elektronische Bauteile um mindestens 50% überdimensioniert.
Wenn man alleine mal bedenkt, das sich Halbleiter bei Erwärmung teilweise ganz anders verhalten als im Normalzustand ist das auch ganz richtig.
Ich habe zeitweise Überwachungsgeräte für Schiffe gebaut, die bei Loyds in die Eisklasse eingestuft wurden und da wurde jedes Bauteil 4fach überdimensioniert. Mußte wohl seinen Grund haben.
Ein normaler PC hätte keine Chance auch nur von denen geprüft zu werden.
Und wenn man da noch an der Leistungsgrenze rumfummelt um evtl. 1 € zu sparen sind Fehler vorprogrammiert.
Wenn es wichtiger ist, das der NT-Lüfter beleuchtet ist, als etwas mehr für gute Komponenten zu bezahlen versteh ich das nicht mehr.
Gerade wenn man wenig Geld zur Verfügung hat sollte man es für wichtigere Dinge als Kaltkathoden, LED`s und bunte Gehäuse verwenden. Das Netzteil ist nun mal eines der wichtigsten Teile im PC.
mfg alfbaer
 
Wenn man sich die theoretische Statistik anschaut, ist es ja tatsächlich so, dass das Spannungsoptimum meist bei mittlerer Last erreicht wird und das auch der Wirkungsgrad dort oftmals seine Spitze erreicht. Auch ist dann bei hoher Last die Restwelligkeit leider höher und der Lüfter dreht eben weiter auf.

Die meisten Leute wollen jetzt Kabelmanagement und LED-Lüfter, die möglichst auch noch leise sind. Alles nur Randgebiete und Optik. Das lässt sich wohl leichter nachvollziehen als gute Technik.
 
Kabelmanagement ist eigentlich gar nicht so falsch. Wenn ich den Kabelwust von meinem Fortron Bluestorm II ansehe überkommt mich das kalte Grausen.
Wenn ich mal viel Zeit hab und die Garantie ist rum bau ich mir das Teil auf Kabelmanagement um. Die benötigten Kabel stell ich mir dann selbst zusammen und zwar genau auf die benötigte Länge.
Kann ich allerdings nur, weil ich eine Kiste voll entsprechender Molexkontakte, die zugehörige Quetschzange und die Steckergehäuse habe.
Wollte schon die angebauten Kabel kürzen aber was mach ich wenn ich den PC mal aufrüste? Dann kauf ich mir ein neues Netzteil?
Bin im Moment dabei bei meinem Coolermaster Wavemaster die Verdrahtung der Frontelemente (Schalter, LED`s etc) die aus Einzeldrähten besteht in ein Mehrfachkabel umzurüsten. werd die ganze Sache mal fotografieren (vorher/nachher).
 
Wenn man ein wenig Zeit hat brauch man kein Kabelmanagement, die übrigen Kabel (wovon nicht so viele übrig bleiben sollten bei einem normalen System) kann man sehr gut mit Kabelbindern am Deckel fixieren (also zwischen Netzteil und Laufwerk).
 
Man braucht auch keine beleuchteten Lüfter oder Kaltkathoden. Was man braucht ist ein PC der ordentlich aufgebaut ist und an dem man auch mal was austauschen kann ohne gleich 3 Std. alles abbauen zu müssen.
Unter Modden versteh ich das man mit eigenen Ideen und eigenen Händen den Kasten verbessert. Lämpchen kaufen und Stecker draufstecken kann (fast) jeder.
Aber warum was wie funktioniert das ist für einige (viele) schon ein Problem.
Ich kenne PC`s noch aus den Zeiten, wo man sich mit einem 8086, mehreren Bauteilen und einem Lötkolben tagelang in sein Kämmerchen zurückzog und stolz dann die Kiste mit 32k Ram und der damals riesigen Festplatte von 10 MB vorführte. und das alles mit 14" Monitor.
Wenn man es genau nimmt haben die heutigen PC`s vom Aufbau her immer noch das gleiche Prinzip wie die ersten Intel Computer.
Es hat sich bisher noch niemand getraut diese Kopatibilitätskrücke mal aufzuräumen.
Das wäre mal Modding vom feinsten.:evillol:
 
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