Neuer Sample Streaming Rechner / Musik-Workstation

Stevie

Lt. Commander
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Juli 2001
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Hallo zusammen,

momentan nutze ich noch einen 3930K@3,2GHz als DAW und bin mir etwas unschlüssig,
ob ein 6800K reicht oder lieber ein 6900K. Da ich nicht übertakten will (Produktivsystem und
es muss Silent sein), habe ich eher den 6900K im Auge. Vor allem, weil der dann hoffentlich eine Weile
reicht. Und so, wie ich gelesen habe, ist der 6800K im Vergleich zum 3930K nicht so der Quantensprung.

Aus dem alten System werden übernommen:
Radeon 3450 Grafikkarte, 5 SSDs, DSP Karte, Soundkarte

Meine aktuelle Zusammenstellung ist die hier:

1 ASUS X99-Deluxe II (90MB0QB0-M0EAY0)
1 Intel Core i7-6900K, 8x 3.20GHz, boxed ohne Kühler (BX80671I76900K)
1 Thermalright HR-02 Macho Rev. B (100700726)
1 G.Skill RipJaws V rot DIMM Kit 64GB, DDR4-2666, CL15-15-15-35 (F4-2666C15Q-64GVR)
1 be quiet! Dark Base 900 silber, schallgedämmt (BG012)
1 be quiet! Straight Power 10-CM 500W ATX 2.4 (E10-CM-500W/BN234)

Unschlüssig bin ich mir noch beim RAM, ob man da höher geht as 2666MHz. Aber das würde ich davon abhängig machen,
ob man in der Realität etwas vom schnellerem RAM merkt, oder, ob auch 2666MHz reichen.

Beim Netzteil hatte ich auch überlegt, ob ich zur 400W Version greifen soll, aber die ist dann nicht modular und irgendwie befürchte ich, dass im Dark Base 900 die überflüssigen Kabel alle unten rumliegen.
 
Warum das "Deluxe" Mainboard? Teuer ist nicht gut, sondern nur teuer. Hast du die DPC Latenz irgendwo nachgesehen?
Die Ripjaws sind nur geeignet wenn du übertaktest aber selbst dann sehr schlecht: viel zu hoch. Du musst DDR4-2400 kaufen und niedrig. Also z.B. Crucial Ballistix Sport.
Ausser du kaufst dir das 900 explizit wegen dem Aussehen: Finger weg. Da gibt es Günstigeres.

Wenn es dir wirklich um "Stabiliät" und Produktivsystem geht, kommst du um einen Xeon mit ECC RAM nicht herum. Aber der Xeon ist ~doppelt so teuer.
 
bezüglich RAM-Takt:
https://www.alternate.at/Intel(R)/Core(TM)-i7-6900K-Prozessor/html/product/1269375 schrieb:
Die Desktop-CPU Core™ i7-6900K basiert auf Intel®'s 14-nm-Broadwell-E-Architektur und unterstützt DDR4-RAM bis max. 2400 MHz.

Willst du mehr, musst du übertakten. Höherer Takt bedeutet aber immer höhere Latenzen, welche den Vorteil des höheren Taktes wieder auffressen. RAM übertakten bringt also eher wenig bis nix.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum RAM: Da Du nicht übertakten möchtest, dann nimm RAM, der zur Broadwell-E Spezifikation von Intel passt, damit da nix anbrennen wird! Bei diesen CPUs hat man maximal DDR4-2.400.
 
HominiLupus schrieb:
Warum das "Deluxe" Mainboard? Teuer ist nicht gut, sondern nur teuer. Hast du die DPC Latenz irgendwo nachgesehen?

Nee, ich muss gestehen, dass ich das ASUS aus Gewohnheit ausgewählt habe. Stimmt, das Deluxe muss gar nicht sein.
Habe aktuell ja auch das Pro. Ich muss mal schauen was die Unterschiede sind.
Die DPC Latenz habe ich noch nicht gecheckt. Gibt es da eigentlich eine Datenbank?

Die Ripjaws sind nur geeignet wenn du übertaktest aber selbst dann sehr schlecht: viel zu hoch. Du musst DDR4-2400 kaufen und niedrig. Also z.B. Crucial Ballistix Sport.

Okay, sehr gut, das wollte ich hören :)

Ausser du kaufst dir das 900 explizit wegen dem Aussehen: Finger weg. Da gibt es Günstigeres.


Nee, nicht wegen des Aussehens, sondern wegen der Modularität und weil es sehr leise sein soll.
Wenn es etwas Besseres gibt, dann gerne her damit. Wichtig wäre mir vor allem auch ein umfassender Staubschutz mit Filtern.
Momentan habe ich ein P182 und das staubt an allen Ecken und Enden ein.

Wenn es dir wirklich um "Stabiliät" und Produktivsystem geht, kommst du um einen Xeon mit ECC RAM nicht herum. Aber der Xeon ist ~doppelt so teuer.

Das war mehr so gemeint, dass ich keine OC-Spielchen auf dem Rechner veranstalten werde. Mein 3930K läuft auch sehr stabil.
Von daher passt das mit dem 7900K.
Ergänzung ()

@Faust2011 und ice-tux

Danke euch, dann achte ich dieses Mal auf niedrige Latenzen und 2400MHz
 
ice-tux schrieb:
bezüglich RAM-Takt:
Willst du mehr, musst du übertakten. Höherer Takt bedeutet aber immer höhere Latenzen, welche den Vorteil des höheren Taktes wieder auffressen. RAM übertakten bringt also eher wenig bis nix.

das stimmt so nicht. habe mich diesbezüglich ein wenig eingelesen. und es ist so:

wenn sich der ram takt erhöht dann erhöht sich auf die cas latenz (CL) das stimmt. die gibt an wieviele taktzyklen der ram benötigt um befehle zu verarbeiten. das heißt die reale antwortzeit (bzw. reale latenz) ist bei einem doppelten so schnellem takt aber doppelter Cas latenz gleich. die reale latenz ändert sich sowieso in summe kaum zwischen ram der mit hoher oder mit niedriger frequenz betrieben wird. ist einfach technisch so. also hier auch wichtig CL gibt die taktzyklen an! CL5 bei 1000MHz RAM ergibt die gleiche reale Latenz wie CL10 bei 2000MHz RAM.

allerdings ist die reale antwortzeit in nanosekunden bzw die reale latenz nicht der einzige performancefaktor.

die bandbreite ist unabhängig von der latenz. also schneller getakteter ram hat immer eine höhere bandbreite, egal welche latenz. das heißt: bei kleinen datenpaketen ist die (reale, die sowieso bei fast jedem ram sehr ähnlich ist) antwortzeit wichtig. hier ist es also egal welchen ram man nimmt. bei großen datenpaketen, wo durch pipelining trotz latenzen der ram immer beschäftigt bleibt, ist die bandbreite wichtig und hier ist schnellerer ram sehr wohl performanter.

Fazit: schneller getakteter Ram ist sehr wohl schneller. die antwortzeiten bzw realen latenzen sind vielleicht gleich/sehr ähnlich. aber die bandbreite ist größer und das kann ebenfalls einen großen einfluss haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein es gibt leider keine Datenbank. http://www.thesycon.de/eng/latency_check.shtml
Aber: es kann auch kaum eine geben. Es reicht schon ein neues UEFI und die Latenzen sind total anders. Oder ein Gerät ist eben an, oder eben nicht, etc.

Leise wird es nicht wirklich durch das Gehäuse und Dämmung, sondern durch gute Auswahl der Komponenten. Eben dein HR-02 der (fast) passiv laufen kann.
Schau dir ein R5 PCGH Edition an.
 
Danke, @da_reini, für die Erläuterung und Richtigstellung mit den Latenzen. Es ist manchmal erschreckend, wie einfach nur Zahlen interpretiert werden ("Große Latenzwerte? Na, das muss ja schlecht sein!"), ohne die Hintergründe dazu zu kennen.

Bei einem Quad-Channel hat man in der Regel auch schon bei 2.133 / 2.400 genug Bandbreite. Für den TE ist es letztlich nur noch wichtig, Module mit niedriger Latenz zu kaufen.
 
da_reini schrieb:
Fazit: schneller getakteter Ram ist sehr wohl schneller. die antwortzeiten bzw realen latenzen sind vielleicht gleich/sehr ähnlich. aber die bandbreite ist größer und das kann ebenfalls einen großen einfluss haben.

Würdest du trotzdem zu 2400er RAM raten? Wie gesagt, übertakten werde ich das System nicht.
Ich dachte aber, dass man den RAM durch XMP unabhängig von der CPU betreiben kann.
Ergänzung ()

HominiLupus schrieb:
Leise wird es nicht wirklich durch das Gehäuse und Dämmung, sondern durch gute Auswahl der Komponenten. Eben dein HR-02 der (fast) passiv laufen kann.
Schau dir ein R5 PCGH Edition an.

Die Dämmung hat mich beim 900er auch gar nicht so überzeugt. Es waren mehr die Lüfter, die da verbaut sind.
Das sollen ja schon sehr gute sein. Das R5 hatte ich vorher in Erwägung gezogen, bis jemand geschrieben hat (sinngemäß):
gute Verarbeitung und R5 sind 2 Gegensätze.
 
Bei Boradwell-E nimmst Du auf jeden Fall 2.400er RAM, aktivierst das entsprechende XMP-Profil im BIOS und gut ists.

Beim Übertakten von RAM wird nicht nur der RAM übertaktet, sondern (wie HominiLupus bereits erwähnte) Du musst auch den IMC der CPU über das BIOS einstellen (I/O-Spannung, SysAgent-Spannung, ...). Da fangen dann die Instabilitäten an, weil das der Bereich des Overclockings ist und jeder IMC einer CPU verschieden gut ist. Kein Parameterset dafür einer CPU lässt sich auf eine andere CPU übertragen.
 
Danke dir, ja, da lasse ich definitiv die Finger weg. Hab meine 3930K damals versucht zu undervolten. Das war echt ein Gefrickel mit Spannungen und Prime-Tests...
 
Stevie schrieb:
Würdest du trotzdem zu 2400er RAM raten? Wie gesagt, übertakten werde ich das System nicht.
Ich dachte aber, dass man den RAM durch XMP unabhängig von der CPU betreiben kann.

RAM nehmen der so schnell ist, wie der Chipsatz des Mainboards bzw. das mainboard maximal unterstützt (und auch noch preislich einigermaßen vertretbar ist). rauf bis 3200MHz DDR4 sind ja kaum unterschiede. dein mainboard unterstützt max 3333 MHz. ich würde darum schon 3000 oder 3200 ram nehmen. Wenn das Mainboard bis dahin spezifieriert ist, musst du dir auch nicht wirklich sorgen um instabiliäten machen.

Intel cpus sind bis zu einer gewissen RAM-Geschwindigkeit spezifiziert. Das ist aber keine technische Limit sondern lediglich eine von Intel garantierte Obergrenze. In der Praxis stellen auch deutlich höhere RAM-Taktfrequenzen kein Problem dar.

ich habe einen sandybridge i5 2500K. diese cpus sind für ram bis 1333MHz spezifiert. Ich und auch viele andere verwenden aber weit schnelleren speicher. bei allen P und Z mainboards für sandy und ivy bridge läuft mit der CPU 2133MHz RAM und das auch stabil und ohne an irgendwelche extra spannungen drehen zu müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jetzt bin ich verwirrt! An anderer Stelle wurde gesagt, dass es egal sei, was das Mainboard unterstützt, weil der RAM-Controller in der CPU sitzt und die CPU eben ohne OC nicht mehr als 2400 kann?!? Aber wenn das so wäre, wieso gibt es dann so viele X99 Mainboards, die mehr als 2400MHz unterstützen?
 
Erwischt, ich bin auch verwirrt!
 
Die Boards für Haswell-E und Broadwell-E sind durch die Bank weg alles OC-Boards, zumindest haben sie die Möglickeit dafür, da jede CPU hier eine unlocked CPU ist. Was liegt dann näher für die Mainboard-Hersteller, entsprechend mit RAM-OC zu werben? Das ist der Hintergrund dazu.

Wenn Du nun ein RAM-Kit kaufst, das ein XMP-Profil für 3.000er RAM dabei hat und Du im BIOS alles auf 'Auto' lässt und dieser RAM auf der Kompatibilitätsliste des Mainboard-Herstellers steht, dann stellt das BIOS alle Parameter für Dich ein. Die Auswahl an Modulen ist jedoch für jedes Board sehr speziell und das Thema RAM-OC ist bei Haswell-E ein recht schwieriges Unterfangen, weil der IMC einfach zickig ist. Deshalb sind diese RAM-Freigabe-Listen der Mainboard-Hersteller umso wichtiger.
 
Faust2011 schrieb:
das Thema RAM-OC ist bei Haswell-E ein recht schwieriges Unterfangen, weil der IMC einfach zickig ist.
interessant aussage. gibt es belege dafür? (also wirklich weil ich nichts dazu auf die schnelle gefunden habe...)
 
Faust2011 schrieb:
Wenn Du nun ein RAM-Kit kaufst, das ein XMP-Profil für 3.000er RAM dabei hat und Du im BIOS alles auf 'Auto' lässt und dieser RAM auf der Kompatibilitätsliste des Mainboard-Herstellers steht, dann stellt das BIOS alle Parameter für Dich ein.
Kann man das schon OC nennen? Automatisches OC des IMC ohne irgendwas einstellen zu müssen? Beispiel: Ich brauche dafür nur ein Board, das 3000er-RAM unterstützt und 3000er-RAM mit einem entsprechenden XMP-Profil und der IMC läuft (wenn ich Glück habe) trotzdem sofort auf 3000MHz?
 
Komm vorbei, dann zeige ich Dir die Probleme live an meinem i7-5930k. Ansonsten findet man eigentlich recht schnell ganz viel dazu im Netz, wenn man nach Forenbeiträge sucht.
 
Warum gibt es eigentlich kein eSATA mehr bei Boards? Noch nicht mal bei dem Deluxe.
 
kann schon sein dass sich haswell-e cpus etwas anders verhalten. ich würde aber trotzdem, wenn der preisunterschied klein ausfällt, zum schnelleren ram greifen. langsamer kann man ihn ja immer noch betreiben und dann auch entsprechend die latenzen schärfer einstellen.

wenn man glück hat (bei den normalen desktop plattformen braucht man anscheinend kein glück bei haswell-e vielleicht schon, ka), dann hat man gratis ein schnelleres system und sonst auch nichts verloren. der ram hat zusätzlich einen etwas höheren wiederverkaufswert ...
Ergänzung ()

Stevie schrieb:
Warum gibt es eigentlich kein eSATA mehr bei Boards? Noch nicht mal bei dem Deluxe.

gibt ja usb3 bzw usb3.1
Ergänzung ()

Hier hab ich auch noch etwas interessantes gefunden:

http://www.hardwareluxx.de/index.php/news/hardware/arbeitsspeicher/32557-haswell-e-das-mysterium-der-ddr4-taktfrequenzen.html

also man kann anscheinend recht einfach den ram bei haswell-e mit der maximalen frequenz betreiben. man muss nur den bclk-strap richtig einstellen. aber an den meisten fällen macht das das xmp profil sowieso automatisch.
 
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