Neuer Sample Streaming Rechner / Musik-Workstation

@ice-tux: Ja, das ist auf jeden Fall Overclocking. Der Mainboard-Hersteller macht es in diesem Fall Dir einfach, aber Du verlässt die Intel-Spezifikation. Und wie Du schon sagst, "wenn ich Glück habe", d.h. beim ersten Lasttest (Rendern eines Videos, Musikproduktion, ... ;)) macht das System die Grätsche oder Du merkst es gar nicht, weil einfach ein Bit falsch interpretiert wird (ohne dass dies zum Systemabsturz führt - die Datei ist nun trotzdem fehlerhaft im Inhalt).
 
hört sich ein wenig nach panikmache an ;) wenn es sogar beim mainboard- und der ram-hersteller innerhalb der specs liegt... aber man kann ja mal ne nacht lang nen ram test laufen lassen.

aber wie gesagt: mit bclk-strap sollte es kein oc sein. damit läuft egtl wirklich alles innerhalb der specs. oder?
 
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da_reini schrieb:
die bandbreite ist unabhängig von der latenz. also schneller getakteter ram hat immer eine höhere bandbreite, egal welche latenz. das heißt: bei kleinen datenpaketen ist die (reale, die sowieso bei fast jedem ram sehr ähnlich ist) antwortzeit wichtig. hier ist es also egal welchen ram man nimmt. bei großen datenpaketen, wo durch pipelining trotz latenzen der ram immer beschäftigt bleibt, ist die bandbreite wichtig und hier ist schnellerer ram sehr wohl performanter.

Ich hatte hier im Forum vor ein paar Tagen auch eine Diskussion über SSDs. Da haben wir auch festgestellt, dass Sample Streaming eher
auf kleine Datenpakete ausgerichtet ist und deshalb nicht der sequentielle Datendurchsatz der SSD entscheidend ist, sondern die IOPS (4k-64k), weil hier viele kleine 4K- 1MB Samples geladen werden.
Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstanden habe, aber ich sehe eine Parallele zwischen SSDs IOPS und RAM Latenz.
Sprich, auch beim RAM ergibt es dann mehr Sinn einen mit niedriger CL zu kaufen (wie hier schon erwähnt), weil durch die kurze Latenz viele kleine Samples schneller geladen werden als bei RAM mit hohem Takt (eher für große Datenpakete)?
 
die reale latenz (also die zeit in nanosekunden, nicht die taktzyklen) ist sowieso bei fast allen ram riegeln recht ähnlich. aber wenn du schnelleren ram in deinem system betreiben kannst. dann hast du vorteile bei der bandbreite und das bei einem vernachlässigbaren aufpreis heutzutage.

hier eine gegenüberstellung von crucial. wie man sieht ändert sich bei der realen latenz kaum was seit ddr1 zeiten:
http://pics.crucial.com/wcsstore/CrucialSAS/images/campaigns/c3-speed-vs-latency-table.png

Formel zum selber rechnen:
true latency (ns) = clock cycle time (ns) x number of clock cycles
und
clock cycle time = 1/ram frequency (achtung reale frequnz, das ist bei ddr ram die hälfte)

fazit: an der realen latenz kannst du sowieso nicht wirklich etwas andern. die wird immer so zwischen 12-14ns liegen. an der bandbreite des rams kannst du aber schon was ändern. von 2133 auf 3000MHz ram sind es einfach 40% mehr bandbreite.
 
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Mainboardtechnisch bin ich jetzt beim Asus X99-A II gelandet. Das reicht vollkommen.
Jetzt werde ich mich mal beim RAM recherchieren...
 
Lass dir einfach von da_reini erklären, warum bei Broadwell-E der Speichercontroller eine Bandbreite von 76.8GB/s aufweist, was ziemlich genau der Bandbreite von 4 Stck. RAM-Modulen mit 2.400MHz entspricht und warum dann bei 40% Bandbreitenzuwachs der Controller nicht zum Nadelöhr wird.
 
JB1994 schrieb:
Lass dir einfach von da_reini erklären, warum bei Broadwell-E der Speichercontroller eine Bandbreite von 76.8GB/s aufweist, was ziemlich genau der Bandbreite von 4 Stck. RAM-Modulen mit 2.400MHz entspricht und warum dann bei 40% Bandbreitenzuwachs der Controller nicht zum Nadelöhr wird.

bei sandybridge bei meinem i5 liegt die maximale speicherbandbreite des imc bei 21GB/s laut specs. das entspricht genau den spezifizierten 1333MHz. Trotzdem kann ich (und viele andere) 2133MHz RAM damit problemlos betreiben (das sind ca 34GB/s). mit teilweise guten Geschwindigkeitsgewinnen.

kannst du das erklären?

ich hätte eine erklärung: die spezifikation die intel rausgibt ist halt genau die von intel abgesegnete max. ram frequenz * anzahl der ram channels (dual oder quad) * 8 (byte of bit). und das ist ja sehr oft nicht das ende der fahnenstange.
 
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Hätte hier noch ein 16GB Quad-Kit DDR4 - 2400 rumliegen.
Aber denke du willst mehr GB.
 
tOTT1 schrieb:
Hätte hier noch ein 16GB Quad-Kit DDR4 - 2400 rumliegen.
Aber denke du willst mehr GB.

Ja, es sollen 64 und später 128GB werden, aber danke trotzdem :)


EDIT: wenn ich mir die Real World Resultate von DDR4 Overclocking anschaue, dann nimmt sich das nicht viel: http://www.anandtech.com/show/8959/...-3200-with-gskill-corsair-adata-and-crucial/4

Und das scheint auch ein sehr fundierter Artikel, der sich mit dem Anandtech-Test beschäftigt:
http://www.extremetech.com/extreme/...g-ddr4-to-3200mhz-improve-overall-performance
 
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jep stimmt. kommt halt auf das anwendungsgebiet an. aber wahrscheinlich ist man, da es quad channel ist, sowieso schon gut bedient. bei dual channel ist darum vielleicht mehr performancegewinn zu verzeichnen. wie gesagt, wenn kaum ein aufpreis ist, würde ich den schnelleren ram nehmen. sonst würde ich drauf verzichten.
 
Wow, cool, danke dir slsHyde. Wie krass ist das denn? Das MSI hat ja super DPC-Werte. Wieso das Deluxe allerdings vor dem X99-A liegt, ist mir ein Rätsel. Da ist ja viel mehr Schnick-Schnack verbaut.
 
Hi!
Vielleicht eine blöde Frage, aber warum möchtest Du denn überhaupt einen neuen Rechner anschaffen?
Soweit ich das jetzt rausgelesen habe, möchtest Du Deinen aktuellen PC durch einen etwas schnelleren ersetzen, bist Dir aber nicht sicher, ob Du nicht auch mit der nur minimal schnelleren CPU auskommst?
Wo ist beim neuen der Mehrwert?

Btw zur CPU-Auslastung - wo liegst Du denn mit der CPU-Auslastung in Deinen Projekten, das sollte Dir doch ziemlich genau sagen, was Du brauchst? Bei reinem Sample-Streaming müsste sich eine aktuelle CPU doch langweilen - wie sehen Deine Projekte denn typischerweise aus? Rein aus Interesse.
 
Phunkberater schrieb:
Hi!
Vielleicht eine blöde Frage, aber warum möchtest Du denn überhaupt einen neuen Rechner anschaffen?
Soweit ich das jetzt rausgelesen habe, möchtest Du Deinen aktuellen PC durch einen etwas schnelleren ersetzen, bist Dir aber nicht sicher, ob Du nicht auch mit der nur minimal schnelleren CPU auskommst?
Wo ist beim neuen der Mehrwert?

Nein, nicht ganz. Mir stellte sich die Frage, ob man einen 6800K überhaupt bemerkt im Vergleich zu einem 3930K.
Deswegen habe ich mich jetzt für einen 6900K entschieden.

Phunkberater schrieb:
Btw zur CPU-Auslastung - wo liegst Du denn mit der CPU-Auslastung in Deinen Projekten, das sollte Dir doch ziemlich genau sagen, was Du brauchst? Bei reinem Sample-Streaming müsste sich eine aktuelle CPU doch langweilen - wie sehen Deine Projekte denn typischerweise aus? Rein aus Interesse.

Da hast du in er Tat Recht. Die meiste Arbeit erledigen die SSDs und der RAM. Aber es kommen auch mal Synths (Spectrasonics, Diva, Zebra, Reaktor, etc...) dazu oder ziemlich viel Percussion. Da kommt es schon mal zu CPU Peaks.
Wichtiger ist mir allerdings eine Verkürzung der Projektladezeit.
 
Du kaufst also primär einen neuen PC, um die Projektladezeit zu verkürzen? Geht's da um SATA 6Gb vs. 3Gb? Kann mir gerade nicht vorstellen, was da eine signifikante Verbesserung bringen sollte.
CPU-mäßig kratze ich ja bei meinen Projekten mit einem 6700K noch nicht einmal an den 50%. Arbeitest Du in 88/96K?
 
Ja, genau. Mein Board hat zu wenig SATA6 Ports und ich muss ein paar SSDs am SATA3 Controller betreiben.
Wobei der Bottleneck wahrscheinlich wirklich die CPU/Chipsatz ist, weil die Daten nicht schnell genug verarbeitet werden.
Ich fahre ein ziemlich großes Orchester-Template und wenn da viele Noten gleichzeitig wiedergegeben werden, dann kann es schon mal etwas turbulenter werden. Nee, ich arbeite in 48/16.
​Ich bin mal gespannt, wie hoch der Geschwindigkeitszuwachs ist bei dem neuen System.
 
Wie muss ich mir das denn vorstellen? Die zu ladenden Samples eines Projekts sind verteilt über mehrere (physikalische) HDDs/SSDs? Und weil die Datenspeicher per Chipsatz angebunden sind, müssen sie alle durch das DMI-Nadelöhr (ist die Verbindung zwischen CPU und Chipsatz) hindurch und dort ist der Engpass?

Wenn Du ein Projekt lädst, wie sieht denn die Auslastung der System-Komponenten aus (CPU, RAM, Plattenzugriffe)?
 
Ja, genau, die Sample Libraries sind auf mehreren SSDs verteilt und werden dann nach und nach geladen. Das mit dem CPU-Nadelöhr ist zumindest eine Vermutung, ich erhoffe mir einfach eine rundum schnellere Performance.
Beim Laden ist es so, dass ein CPU-Kern bis zu 100% ausgelastet ist (ca. 10-20% gesamt). Ich vermute mal, dass hier der Lade-Prozess in Cubase nicht auf Multi-Processing optimiert wurde.
 
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