News Neues zur Abmahnwelle im Internet

Wenn alle sich auch nur ein bischen an die gesellschaftlichen Spielregeln halten würden, dann hätten die Abmahner keine Chance.

Und alle die nach Meinungsfreiheit schreien, denen sollte bewusst sein, die eigene Freiheit hört dort auf, wo die Freiheit des Anderen anfängt. So ist es z.B. nicht akzeptabel, in irgenwelchen Erfahrungsberichten mit Firmen, die Namen der Mitarbeiter mit denen man dort Kontakt hatte, zu nennen. Genausowenig gehören Schimpfwörter und Mutmaßungen in so einen Bericht. Solange man sich an nachvollziehbare Fakten und Tatsachen hält, hat ein Abmahner kaum eine Chance.
Wichtig ist immer wie man etwas ausdrückt. Wenn ich schreibe, "in der Firma xyz hat von den Mitarbeitern niemand Ahnung" dann ist das eine Behauptung die ich 1.) schwer beweisen kann und 2.) als geschäftsschädigend ausgelegt werden kann. Als Folge wäre wahrscheinlich eine Abmahnung denkbar.
Wenn ich nun aber schreibe, "ich habe das Gefühl, in der Firma xyz hat niemand wirklich Ahnung", dann ist das keine Behauptung, sondern nur eine Beschreibung meiner persönlichen Sichtweise.
So kann man z.B. mit dem Voranstellen von "ich denke", oder "ich meine" den Abmahnern schon ein bischen Wind aus den Segeln nehmen.

Also, vor dem Posten immer schön das Gehirn einschalten und sich nicht von blinder Wut treiben lassen. ;)
Im Zweifelsfall erste einmal darüber nachdenken, wie man reagiert, wenn man plötzlich selber in der Schusslinie steht, wenn man selber derjenige ist, über den in Foren schlecht geschrieben wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wirklich ein witz sowas. Soviel also zu demokratie und freier meinungsäusserung.

@22: ob ich nun schreibe "ich denke das..." oder "Es ist so dass..." was ändert das an der aussage? Das ist doch bloss wieder so eine juristische verdreherei, nichts weiter.


Ausserdem, wenn man schreibt das firma x beipielsweise einen grottenschlechten support hat, warum sollte man dann schreiben das man dies nur denkt? Es ist einfach so, und da kann sich die firma x auch nicht in ihren persönlichkeitsrechten (lol wie sich das anhört) eingeschränkt fühlen.
 
eine sauerei ist es auch noch das firmen die klagen, meist auch noch recht bekommen! man man man, das ist für mich unterstes niv.
Irgendwie sind das für mich schlechte verlierer! wenn´se schrott machen, machen se schrott und da können die machen was sie wollen, da ändert sich eh nichts dran!
 
jo genau, und wenn ich schreiben, "ich hatte einen mitarbeiter der firma xy am telefon und der war total unterinformiert" dann beruht dass eher auf tatsachenbericht als auf böswilliger unterstellung...
aber die urteile sind doch schon mal in die richtige richtung. wenn ein user das urheberrecht verletzt ( das wird immer wieder vorkomemn), und der moderator nimmst dann auch raus, nachdem ers gemerkt hat.... is doch in ordnung
 
ob ich nun schreibe "ich denke das..." oder "Es ist so dass..." was ändert das an der aussage?
Weil du nicht einfach Behauptungen aufstellen darfst, die du nicht beweisen kannst. Das habe ich doch oben versucht deutlich zu machen. Es heisst Meinungsfreiheit. Deine Meinung ist frei, wenn du aber sagts, "der Support der Firma xyz ist grottenschlecht", dann ist das nicht deine Meinung, sondern stellt eine Tatsachenbehauptung dar. Ausserdem kannst du das nicht beweisen. Vielleicht war der Support in deinem speziellen Fall schlecht, aber es gibt garantiert Leute, die damit zufrieden waren, was deine Behauptung dann schon wieder als unwahr herausstellt. Du kannst zwar sagen, "in meinem Fall war der Support grottenschlecht", aber du darfst das nicht globalisieren.

Und wenn du schreibst, "ich hatte einen mitarbeiter der firma xy am telefon und der war total unterinformiert", dann ist das auch in Ordnung, du kannst es ja beweisen, du warst dabei. Du darfst aber nicht schreiben, "alle Mitarbeiter der Firma sind total unterinformiert", denn dazu müsstest du mit allen Mitarbeitern Kontakt gehabt haben, um das beurteilen zu können. Wenn du eine Tatsachenbehauptung aufstellst, dann musst du sie auchbeweisen können. Wenn sich dann aber im Nachhinein herausstellt, daß du bloss zu blöde warst den Anleitungen des Mitarbeiters folge zu leisten, dann siehts auch wieder ganz böse für dich aus. :)
 
tewes schrieb:
Nicht die Richter zu kritisch beurteilen, sonst schreien die auch noch rum. Und CBase hat ne Klage am hals

@News: Finde das total schwachsinnig. Wie schon gesagt, ein Froum is zum diskutieren da. Wozu sonst?

MFG

tewes

Wo wir gerade bei Richtern sind:

c't 2006, Heft 13 Seite 146:
"...Sie setzte einen Gegenstandswert von 33.000 Euro für die Nutzung von neun Fotos an.
...Laut Liste hätte die Nutzung der neun Bilder selbst auf einer hoch frequentierten gewerblichen Webseite maximal 734 Euro gekostet.
...Der Richter bestätigte den veranschlagten Gegenstandswert. Laut Prozessbeobachtern soll er in der mündlichen Verhandlung gesagt haben: 'Rechstanwälte müssen auch leben.'..."

Dazu fällt mir dann auch nichts mehr ein. Und meinen Kommentar zu der Thematik behalte ich lieber für mich. Dauert bestimmt nicht mehr lange, dann darf man nichts mehr sagen oder schreiben. Aber nicht, weil einem der Staat den Mund verbietet, sondern weil man sonst sein Einkommen gleich irgendwelchen windigen Anwälten und Firmen überweisen darf, weil man bewußtlosgeklagt wurde...

Beste Grüße

PS: Mhmm, hätte ich jetzt vorher eine Genehmigung von c't einholen müssen?
 
Zuletzt bearbeitet:
@22

Eigentlich ist es irrelevant in einem Forum, welches NUR subjektive Meinungsäusserungen und Sichtweisen enthält noch auf eine Meinungsäusserung hinzuweisen.

Natürlich ist die Verunglimpfung einzelner namentlich genannter Mitarbeiter nicht akzeptabel, aber eine generalisierte Mitteilung über die Unfähigkeit aller Mitarbeiter dürfte da kein Problem sein. Wenn ich schreibe, bei Media-Markt ist Inkompetenz ein Einstellungskriterium, dann dürfte mir der Media Markt da auch nichts für können.
Eine Firma, welche schlechte Produkte und Leistungen liefert, sollte auch damit klar kommen, wenn man schlecht, vielleicht auch ungerechtfertig negativ über sie schreibt bzw. redet. Man muss sich nur mal bei Heise im Forum die Threads zu jeglicher Telefonfirma anschauen. Es gibt schlechte Erfahrungen und wenn es auch gute gibt, schreiben die Leute das auch.
Eine exakt benannte Einzelperson darf sich natürlich wehren.


(Verdammt... ich wollte nen Unentschieden Costa Rica - Equador und jetzt schiessen die noch eins :( ... ok, laut Tipp will ich ein 2:1 für Equador)
 
Leider kann man auch nichts dagegen machen wenn man so einen Richter erwischt, meiner Meinung nach (...) müsste man sich schon gegen so einen Kommentar zur Wehr setzen können, kann man aber leider nicht. Das ist auch das Problem die meisten zahlen lieber 1000 Euro als zu riskieren in den Bankrott getrieben zu werden weil sie wegen einer minimalen Rechtsverletzung solche Unsummen zahlen müssen wenn sie einen Richter erwischen der Abmahnerfreund ist. Allein die Kosten die man in einem Rechtsstreit vorstrecken muss könnt ich mir als Studi niemals leisten.
Da läuft irgendwas ziemlich falsch in Punkto Rechtsstaat, eher passt Rechtsauslegungsstaat ;-)
 
Kann doch nur gut sein, wenn alle verklagt werden. So kann man wenigstens in einigen Jahren genauso einen Schrott durch die Gegend tragen, wie die Leute aus den armen Ländern mit den ganzen Fälschungen.

Ganz ehrlich jetzt mal. Schon alleine große Hersteller, die durchweg positive Bewertungen haben, sollten sich mal gegen die Sache stellen. Schließlich rückt es die gesamte Branche in ein schlechtes Licht. Niemand wird sich je wieder trauen irgendwas über ein Produkt zu schreiben. Wenn es positiv über zB Intel ist, könnte AMD das ja auch indirekt als geschäftsschädigend sehen. Wo soll das nur hinführen?
 
ein riskanter schritt. mtb könnte ja auf einem amerikanischen server eine hetzkampagne starten, welche dann bei google weit vorne erscheint...
 
ThePikeman schrieb:
[...]
Natürlich ist die Verunglimpfung einzelner namentlich genannter Mitarbeiter nicht akzeptabel, aber eine generalisierte Mitteilung über die Unfähigkeit aller Mitarbeiter dürfte da kein Problem sein. Wenn ich schreibe, bei Media-Markt ist Inkompetenz ein Einstellungskriterium, dann dürfte mir der Media Markt da auch nichts für können.
Eine Firma, welche schlechte Produkte und Leistungen liefert, sollte auch damit klar kommen, wenn man schlecht, vielleicht auch ungerechtfertig negativ über sie schreibt bzw. redet.
[...]
Ist das denn so schwer zu verstehen was STEWI geschrieben hat?:rolleyes:

Generalisierte Aeusserungen sind insofern problematisch da man als Kunde keine Erfahrungsgrundlage hat diese zu belegen. Man hat weder mit dem gesamten support gesprochen, noch alle Produkte eines Herstellers ausprobiert. Du bist im Media-Markt bisher ausschliesslich fuer durch, fuer dich inkompenetes, Personal bedient worden? Es ist dein gutes Recht das zu schreiben, aber es ist immernoch nur eine Stichprobe des Ganzen und laesst auch nur eine entprechende Formulierung zu die nicht pauschalisierend ist.
Keine Aeusserung darf ungrechtfertigt sein.:rolleyes:
 
Das ist übrigens keine juristische Verdreherei, wenn euch Formulierungen angelastet werden, die Stewi euch hier austreiben will, das ist im engsten Sinne ein Hinweis auf falsches Deutsch mit dummerweise rechtlichen Folgen. Denn wer nicht einsieht, dass er mit seiner Sprache mehr belastet, als er eigentlich kann und will, der kennt sich mit exakten Formulierungen eben nicht aus. Daran sollte man arbeiten und nicht dagegen wettern. ;)
 
Hi, weiß einer um welchen hersteller es sich handelt im Falle von MTB-News.de ?
 
Nun.. ich denke wenn Gesetze dazu Missbraucht werden schnellen Profit auf kosten anderer zu machen oder um Unschuldige und Unbeteiligte zu belasten um die eigenen Interessen skurpellos durchzusetzen, dann ist es die Aufgabe der Richter das Gesetz fair auszulegen sodass die in diesem Fall schwächere Partei (der Internetbenutzer) gegen profitgierige Rechtsverdreher und andere Abmahner geschützt werden.
Da kann man nur auf das Verantwortungsbewusstsein und Vernunft der Richter hoffen.

(Und ansonsten müssen Gesetze halt geändert werden wenn man bemerkt dass sie gegen die Bevölkerung eingesetzt werden)
 
Das sieht den ganzen Großkonzernen wieder mal ähnlich,unsummen für Anwälte und gerichtsverfahren auszugeben ansatt das Geld in qualitativere und verbesserte Produkte zu stecken.
 
supersonic schrieb:
Das Problem ist halt, dass man nicht wirklich unterscheiden kann ob zb das Abraten auf eigene Erfahrungen zurückzuführen ist oder einfach aus zb darauf, dass man den Hersteller "unsympathisch" findet. Und dagegen wollen die Hersteller sich wehren.

Ich mein, wie oft liest man hier auf CB "nimm den und nicht den, weil der ist voll sch****" ohne, dass nur eine kurze Begründung dabei steht...? ich finde sehr oft


naja soetwas hat man aber oft. das ist nicht auf dieses forum oder das internet begrenzt. jeder hat sein meinungsbild und gibt es weiter.
du musst halt als leser dann bewerten, was du für glaubwürdig und dir hilfreich empfindest und was nicht.


ich finde das ganze recht fraglich, was da gemacht wird. es ist ja eigentlich kein verstoß seine meinung zu sagen, oder? und wenn ich mich schlecht gegenüber äußere sollte sich der betroffene an mich wenden und nicht an den bereitsteller der diskussionsplattform.

ich kann das ganze nicht so recht verstehen!
 
wird jetzt amazon wegen negativen rezesionen verklagt, ich denke nicht, das scheint wohl eher ein versuch zu sein die kleinen betreiber abzuzocken, echt ärgerlich.

finde das thema sehr interessant, wäre schön mehr zum thema recht im internet bei euch zu lesen.
 
k.stephans schrieb:
c't 2006, Heft 13 Seite 146 ...
...PS: Mhmm, hätte ich jetzt vorher eine Genehmigung von c't einholen müssen?


ich kann den artikel ebenfalls nur empfehlen. (heisst soviel wie: kauft euch die c't. dann wirst du auch nicht abgemahnt^^). dort wird unter anderem von anwälten berichtet, die versuchen sich auf diesem gebiet (teils zusammen mit dem abmahner) eine goldene nase zu verdienen. manche fälle waren schon regelrecht erschreckend und erinnerten eher an organisiertes verbrechen.
 
sagt mir die firmen, die abmahnungen an foren schicken lassen... Bei denen kaufe ich nichts mehr....

Es kann doch wohl nicht sein, dass man nicht mehr seine subjektive Meinung äußern darf. Ob sie begründet ist oder nicht, ist doch vollkommen egal. Wenn ich einem Kumpel rate, diese Graka nicht zu nehmen, weil er Gefahr läuft mit Problemen zu kämpfen, weil der Hersteller schon oft murks gemacht hat, werde ich auch nicht verklagt. Warum sollte das also nicht auch im Internet möglich sein. Es ist halt eine elektronische Konversation. Wo liegt der Unterschied zur Normalen???
Ich finde Beleidigungen müssen nicht getätigt werden, weil es zudem strafbar ist. Aber meine Meinung kundgeben dürfen, muss doch gehen, sonst müsste man an vielen anderen Stellen auch zuschlagen.(z.b. Computerbase, weil ihr Tests macht, die zwar der Wahrheit entsprechen, aber die Firmen, die schlechte Produkte anbieten, schädigen, da ihr Kaufempfehlungen gebt.)

Vielleicht verklagt mich demnächst die SPD, weil sie nicht den Kanzler stellen, nur weil ich meine Stimme für jmd. anderen abgegeben habe. (Ne wahl ist ja auch eine Meinungsäußerung)
 
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