News Nokia: Erste Haushalte in Südkorea erhalten 52,5 Gbit/s

Der größte Fehler war es, die Infrastruktur in private Hände zu geben. Stellt euch mal vor, die Straßen wären in privater Hand. "Ne, die Brücke bauen wir nicht aus. Das lohnt sich nicht, nur weil da ein Müllwagen drauf fährt. Das Geld kriegen wir nie wieder rein [Maut]" und die Leute bleiben deshalb auf ihrem Müll sitzen, nur weil das private Unternehmen (natürlich) gewinnorientiert ist.

Ich muss sagen, dass ich meine 10 Mb/s Upload ziemlich lahm finde. Ich kann auf meine Mediathek übers Internet zugreifen, da bräuchte ich einfach mehr UL. Aber das würde wohl auch nicht das Backbone der Telekom hergeben, weil das dann natürlich auch viel mehr Leute machen würden ...
 
Cool Master schrieb:
Achtung bitte genau lesen!

Es handelt sich um Haushalte ergo das wird für Hochhäuser usw. gelten, keiner würde sonst 52 Gbit/s ausnutzen können.

Aber B2T:

Ich finde es genial und zeigt einfach nur das Glasfaser die Zukunft ist. Da muss man die Leitung nicht mehr Upgraden sondern einfach nur die Stellen an beiden Seiten und fertig ist das Upgrade.

Ich glaube, dass es sich nicht um Verbindung vom Knoten zum Verteiler handelt, sondern tatsächlich um Verbindung bis zum Kunden, denn im Originalartikel heißt es ja auch, dass sie die vorliegende Infrastruktur genutzt haben, wo vorher noch bis 2,5 Gbit/s Übertragungsgeschwindigkeit möglich war.
Hieran kann man sehen, dass es wohl nötig ist, sich von Kupferkabel zu verabschieden und auf Glasfaser umzusteigen.
 
Ich glaube, dass es sich nicht um Verbindung vom Knoten zum Verteiler handelt, sondern tatsächlich um Verbindung bis zum Kunden
Eine Mischung aus beidem. Bei GPON wird eine Glasfaser mit einem Prisma aufgesplittet und in mehrere Wohnungen geführt. Die teilen sich dann die Bandbreite.
Bei den 2,5 Gbit (die auch die Telekom hier verwendet) teilen sich 32 Teilnehmer eine Leitung, jeder hat im Extremfall also immer noch knapp 80Mbit zur Verfügung.

Jetzt mit dem 52Gbit PON hat jeder Teilnehmer halt im Extremfall noch 1600 Mbit/s zur Verfügung oder 800 Mbit/s wenn es auf 64 Teilnehmer aufsplittet.

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/kom/1403181.htm
 
Coomassie schrieb:
Ui cool, von sowas kann man in Deutschland echt nur träumen.

Für meine neue Wohnung MITTEN in HH wollte ich mir 50mbit von der Telekom holen, was ist nur verfügbar? 6k... Soviel zu den 50mbit bis 2018^^

Und dabei haben wir heute schon den 31. Dezember 2018. Mensch schon wieder ein Versprechen das nicht gehalten werden konnte.

Telekom hatte versprochen zu Beginn Vectoring nicht in den Großstädten auszubauen. Haben sich daran gehalten.
Gegen Ende des Jahres baut die Telekom 16 Stadtteile Hamburgs aus. Vielleicht ist deiner dabei.
 
@Eneloop

Klar geht es direkt zu den Kunden aber eben nicht nur an ein Kunde bzw. Haushalt sondern eben mehrere. Wie ich ja schrieb z.B. in einem Hochhaus mit z.B. 50+ Wohnungen.
 
fcn4ever schrieb:
OK, unglücklich geschrieben... Ich meinte, es ist lächerlich, dass hier nicht mit ausgebaut wird...
Wenn Kabel zur Verfügung steht, wiso sollte da noch jemand ausbauen?
Das wäre doch ein Doppelausbau.

Herdware schrieb:
Es ist aber schon selten und merkwürdig, dass mit diesem Argument eine technsiche Weietrentwicklung im Computerbereich aufgehalten wird.
...
Beim Netzwerk sind Privatleute aber schon jetzt am Anschlag. Die Übertragungsraten meines NAS (mit ein paar gewöhnlichen, eher langsamen 5000rpm-Platten) werden z.B. vom GBit-LAN limitiert und >GBit-Internetzugänge stehen vielerorts vor der Tür.
...
Nicht zu vergessen bremst der angeblich fehlende Bedarf nach schnelleren lokalen Netzwerken auch nicht den ständigen Fortschritt beim WLAN.
Die wenigsten Privatleute haben entsprechend potente NAS.
Die meisten sind mir ihrem USB Stick an der Fritzbox zufrieden.

Es gibt ja bereits 10GBit/s Geräte. Die sind aber nur für Privatleute zu teuer. Wenn der Bedarf da wäre würden die Hersteller die Komponenten in Massen fertigen und der Preis würde auch fallen. Aber stand heute ist der Otto Normalverbraucher nicht bereit einen größeren Aufpreis bei seinem Laptop für 10GBit/s zu zahlen, bzw. er will eh viel lieber WLAN.

Bis WLAN netto bei stabilen 1GBit/s (bei realen Bedingungen) angekommen ist, dauert es noch was.

Für den (semi-) professionellen Bereich kommen doch jetzt 2,5 und 5GBit/s.
 
ich finde bei diesem Themen die Antworten/Meinungen vieler User echt zu traurig... ala: "Wer brauch so schnelles internet? Es reicht doch 1mbit..."

das waren bestimmt auch die Leute die früher gesagt haben, wozu brauchen wir den 8 GB Festplatten? Die kriegt man doch ehh nicht voll...

Wenn jeder so denken würde, würden wir heute noch mit Flobbydisk 128bytes arbeiten... alles so rückständig... und vieler Politiker/Manager denken genauso... deswegen geht es im Technologie ausbau nicht voran...
 
"Wer brauch so schnelles internet? Es reicht doch 1mbit..."
Naja das ist vielleicht etwas übertrieben, es ging den meisten wohl nur darum das ein einzelner Haushalt keine 52Gig/s braucht, auch in naher Zukunft nicht.
 
paccoderpster schrieb:
Der größte Fehler war es, die Infrastruktur in private Hände zu geben. Stellt euch mal vor, die Straßen wären in privater Hand. "Ne, die Brücke bauen wir nicht aus. Das lohnt sich nicht, nur weil da ein Müllwagen drauf fährt. Das Geld kriegen wir nie wieder rein [Maut]" und die Leute bleiben deshalb auf ihrem Müll sitzen, nur weil das private Unternehmen (natürlich) gewinnorientiert ist.

Ich muss sagen, dass ich meine 10 Mb/s Upload ziemlich lahm finde. Ich kann auf meine Mediathek übers Internet zugreifen, da bräuchte ich einfach mehr UL. Aber das würde wohl auch nicht das Backbone der Telekom hergeben, weil das dann natürlich auch viel mehr Leute machen würden ...


Das Problem ist doch das auf beiden Seiten kein Interesse da war. Die Telekom wollte melken mit kleinem Einsatz. Geht doch jetzt wunderbar weiter mit dem Vektoring Beschluss. Das die EU das auch so akzeptiert...

Über 10 Mbit Upload meckern ist in diesem Thread aber schon echt dreist. Hier gibts einige die wären mit 10 Mbit Download schon nen großen Schritt weiter wären.
 
brainDotExe schrieb:
Die wenigsten Privatleute haben entsprechend potente NAS.

Das traurige ist ja, dass es keiner potenten NAS bedarf. Selbst langsame Platten knacken schon locker die 100MB/s Marke. Gepaart mit einer nicht zu langsamen CPU wird GBIT zum Flaschenhals.

Noch sieht man das nicht oft weil das Netzwerk zu sehr bremst aber einige betreiben schon SSDs im NAS, um ein geräuschloses Gerät zu haben.

Das eigentliche Problem scheint aber zu sein, dass man den Stromverbrauch nicht in den Griff bekommt. Fraglich ist auch, ob die vielen Gebäudeverkabelungen die zum Teil zu Zeiten von 100MBIT CAT5 verlegt wurden die 10GBIT schafft. Sollten neue Kabel nötig sein, dann dürfte das Thema für die meisten gestorben sein.
 
In Deutschland dürfte das Mobilfunknetz mit 5G die Festnetzverbindungen im privaten Bereich bald überholen. Den Mobilfunk interessiert nicht die "letzte Meile", um die es immer den großen Kampf gibt.
 
Wattwanderer schrieb:
Noch sieht man das nicht oft weil das Netzwerk zu sehr bremst aber einige betreiben schon SSDs im NAS, um ein geräuschloses Gerät zu haben.

Ich bin voll im Limit mit 5x5TB WD Red im RAID 6 an meiner DS1515+. Intern packt mein NAS 500+ MB/s. Mein Netzwerk macht aber nur ~110 MB/s mit. Da brauch man keine SSDs. SSDs kauft man auch nicht wegen den Speed sondern der Reaktions- und Zugriffszeit

Wattwanderer schrieb:
Fraglich ist auch, ob die vielen Gebäudeverkabelungen die zum Teil zu Zeiten von 100MBIT CAT5 verlegt wurden die 10GBIT schafft. Sollten neue Kabel nötig sein, dann dürfte das Thema für die meisten gestorben sein.

CAT5 langt nicht für 10 Gigabit. Kabel verlegen ist, wenn man es richtig gemacht hat (Leerrohre), nicht schwer. Das sind also die kleinsten kosten das größte Problem ist aktuell einfach noch die HW für 10 GBit. Ein Port kostet nach wie vor 80 oder mehr Euro an einem Switch und eine NIC für den PC bekommt man nicht für unter 150 €, zumindes nicht in guter Qualität und das ist einfach lächerlich nach 14 Jahre Gigabit LAN.
 
avengerlx schrieb:
habe oft 2 Citrix Sessions bei unterschiedlichen Kunden offen, und diese brauchen ca 256-512kbit/s Upstream...

Wer mit dem Internet Geld verdient, der darf auch gerne mal etwas tiefer in die Tasche greifen. Business-Anschlüsse mit >10mbit up/down gibts von einer Menge Anbieter und sind auch praktisch überall verfügbar. Kostet auch nicht viel mehr wie ein privater Anschluss, dafür ist aber die Serviceleistung erheblich besser, wenn es mal Probleme gibt. Sollte man vielleicht mal drüber nachdenken, wenn man Kunden zu bedienen hat.


Googlook schrieb:
So als Info, selbst in Südkorea gibt es ziemlich wenig FTTH-Anschlüsse, das meiste ist FTTB. In einem Hochhaus sind selbst dann die Kupferleitungen "lange", und die einzelnen Wohnungen bekommen auch nicht sooo viel Bandbreite. Die haben viel mehr Wohnungen in einem Wohnhaus als wir hier bei uns. Da steht ein DSLAM unten im Hochhaus, und die einzelnen Wohnungen sind meistens mit VDSL2 angeschlossen. Die ländliche Gegend in Südkorea (gibt es auch), hat ebenfalls nur sehr sehr langsames Internet. Gibt nun einfach viel mehr Menschen in Städte welche so den Schnitt in die Höhe treiben.

Solche News sind einfach sehr irreführend, vor allem weil dies die meisten hier nicht verstehen.

THIS!
Aber das vestehen die meisten Leute einfach nicht. Die lesen nur 50gbit, sehen dann ihre eigenen 16mbit (oder was auch immer) und dann kommt der Neidreflex.
Das man in D auch teilweise exorbitante Leitungen bekommen kann, interessiert dann schon niemanden mehr. Kostet dann natürlich auch was, aber in Korea bekommst du die High-End Leitungen auch nicht für nen Appel und nen Ei.
Einzelne Pilot-Projekte mal aussen vor - aber die gibts auch hier schon.
 
Casillas schrieb:
Über 10 Mbit Upload meckern ist in diesem Thread aber schon echt dreist.

Ähm ja. Von sowas träum' ich(vielleicht nicht mehr lange ?).

0,55Mbps is gerade aktuell realistisch.

Bildchen vom Speedtest:

Anhang anzeigen 586567

Falls aber der Wechsel klappt, hab ich ab morgen auch DSL 50. :)

Bin also einer derjenigen, bei denen das ausgebaut wurde. Angeblich.
Bin mal gespannt, ob ich ab morgen auch 10 Mbit upload hab ;)


Bin noch leicht skeptisch.
Hab im Kleingedruckten dies hier gelesen:

DSL 50er Pakete beinhalten einen DSL-Internet-Zugang mit einer Bandbreite von mindestens 16.700 kBit/s bis zu 51.300 kBit/s (Download) und mindestens 1.600 kBit/s bis zu 10.000 kBit/s (Upload).

D.h. in echt könnte die DSL 50 Leitung auch mit 16er down und 1,6 up daherkommen und es wäre laut Kleingedrucktem in Ordnung.





Naja, ich hoffe natürlich, dass das maximale auch netto rauskommt. Also 51.300 kBit/s down, 10.000 kBit/s up. :) Mal gespannt.
Und drückt mir die Daumen ! :daumen:
 
D.h. in echt könnte die DSL 50 Leitung auch mit 16er down und 1,6 up daherkommen und es wäre laut Kleingedrucktem in Ordnung.
In der Praxis aber nicht die Regel da beim Ausbau von VDSL ja schon darauf geachtet wird das die Haushalte nahe genug am Kasten sind. Wenn du also nicht gerade in einem Aussiedlerhof wohnst bekommst du auch deine 50Mbit.
 
Das hört sich gut an. Danke für diese Beruhigung. :) :bussi: :D
(Wohne mitten inner Stadt)
 
brainDotExe schrieb:
Die "Industrie" hat eigene Glasfaseranschlüsse und ist somit nicht betroffen.

Die Industrieunternehmen bekommen für das nötige Kleingeld überall in Deutschland einen Glasfaseranschluss.
Privatkundenanschluss von der Stange != Individueller Geschäftskundenanschluss.

Das ist Quark; wie kann man nur derartig naiv sein?

In vielen Gegenden liegen keine für die Industrie nutzbaren Glasfaserleitungen. Sprich da geht es nicht um einen Ausbau bis zum Verteiler am Straßenende, sondern häufig darum, dass da gar keine ausreichenden Glasfaserkapazitäten überhaupt in der Nähe sind. Den Ausbau werden sich dann - wenn überhaupt - wohl nur enorm große Unternehmen leisten.

Es geht hier um Infrastruktur und Standortfaktoren, ist das so schwer zu verstehen?
Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob z.B. selbst jede Mittelgroße Stadt ans Eisenbahnnetz angeschlossen ist und ob alle Großstädte plus Städte in ihrer Umgebung direkte Autobahnanbindungen haben...oder ob es nur in wenigen Städten wirklich gut angebundene Gebiete gibt.

Gerade in der IT ist beispielsweise die Start-Up-Kultur ein wesentlicher, treibender Motor der Wirtschaft. Warum ist der wohl quasi nicht vorhanden in Deutschland, im Vergleich zu anderen Ländern?

Selbst ein 20 Mann Unternehmen wird i.d.R. nicht mal eben für 6-stellige Beträge sich ordentliche Glasfaserleitungen legen lassen. Und ja, das kostet zum Teil so viel: ein Bekannter ist Geschäftsführer bei einem 30-Mann Betrieb, die wegen Digitalisierung *jetzt* Glasfaser benötigten. Kostenpunkt über Telekom für den Ausbau: etwas über 300.000 Eur.

Das belastet die Wirtschaft ungemein und lähmt sie. Warum ist Deutschland wohl in der IT generell ziemlich schlecht aufgestellt?

Ich verstehe ehrlich nicht, wie man so verblendet sein kann...das sich VW zur Not auch eine eigene Autobahnauffahrt zum Werk legen lassen kann, ist klar - und irrelevant. Hat aber auch eine 30.000 Einwohner-Stadt einen direkten Zugang zu einer Autobahn- und Bahnanbindung, dann profitiert selbst der 1-Mann-Tante-Emma-Laden...und ohne diese Logistik sind Unternehmen eben benachteiligt.

Von einer ordentlichen IT-Infrastruktur profitieren alle.


brainDotExe schrieb:
Wie schon gesagt: Kein Bedarf beim Privatmann.

So, du bist also die entscheidende Instanz, um privaten Haushalten "keinen Bedarf an der Gbit-Gesellschaft" zu attestieren?

Kennst du das im Internet herumspukende Zitat von Bill Gates, "640K memory is enough (...)"?
Ob nun wahr oder nicht, Bill Gates selbst hat das kommentiert mit "I've said some stupid things (...)" und "No one involved in computers would ever say that a certain amount of memory is enough (...)".

Erkennst du deinen Fehler? Oder ist der Horizont zu weit entfernt?
 
ascer schrieb:
Selbst ein 20 Mann Unternehmen wird i.d.R. nicht mal eben für 6-stellige Beträge sich ordentliche Glasfaserleitungen legen lassen. Und ja, das kostet zum Teil so viel: ein Bekannter ist Geschäftsführer bei einem 30-Mann Betrieb, die wegen Digitalisierung *jetzt* Glasfaser benötigten. Kostenpunkt über Telekom für den Ausbau: etwas über 300.000 Eur.

Sorry, die Geschichte kaufe ich dir nicht ab! Ich habe schon häufiger mit diversen Providern über neue Internetleitungen für kleinere Standorte von uns verhandelt. Da ging es teilweise um mehrere hundert Meter, wo Leitungen neu verlegt werden mussten. Preislich lagen wir da so zwischen 20.000 und 40.000€. Wenn du jetzt also irgendwo 300.000€ abdrücken musst, dann befindet sich deine Hütte wirklich rechts hinter dem letzten Wald.
Und selbst dann gibt es Alternativen. Eigentlich alle Businessprovider bieten mittlerweile auch Richtfunk an. Wenn man halbwegs Sicht hat, sich also in einem halbwegs hohem Gebäude befindet, dann ist das alles kein Problem. Antenne aufs Dach und los gehts. Kostentechnisch ca. gleich mit einer kabelgebundenen Lösung, nur die Installationskosten sind dagegen minimal.

Und mal ehrlich: Wenn ein 30-Mann Unternehmen plötzlich(!) eine Glasverbindung braucht, was hat sich da geändert? Vorher haben 5mbit gereicht und auf einmal, wegen Digitalisierung (:rolleyes:) braucht man auf einmal Gbit? Entweder stimmt die Geschichte nicht, oder es wurde in Bezug auf Planung (Gebäude und/oder Geschäftsbetrieb) massiv versagt und der Geschäftsführer müsste eigentlich gehen.
Es sollte doch wohl absehbar sein, dass ich in Zukunft erheblich mehr Bandbreite benötige. Und wenn ich für 30 Mann 300.000€ hinblättern müsste, ohne dass ich eine Alternative habe, dann würde wohl ein Umzug anstehen. Der kostet nicht mal annähern so viel Geld!

Davon abgesehen, für den normalen Kram braucht niemand Gbit in ner Firma. Ich hab hier z.B. 3 Standorte mit jeweils 20-80 Mann, die haben zwischen 20 und 50mbit Internet. Und darüber läuft Surfen, Emails, Dokumentenmanagement und Videokonferenzen. Und wir haben kein Performanceproblem. Immerhin zieht man sich darüber ja keine 4K Streams rein, muss Spiele von Steam in Rekordzeit runterladen oder ähnlichen Mumpitz.
 
Loopman schrieb:
Sorry, die Geschichte kaufe ich dir nicht ab! Ich habe schon häufiger mit diversen Providern über neue Internetleitungen für kleinere Standorte von uns verhandelt. Da ging es teilweise um mehrere hundert Meter, wo Leitungen neu verlegt werden mussten. Preislich lagen wir da so zwischen 20.000 und 40.000€. Wenn du jetzt also irgendwo 300.000€ abdrücken musst, dann befindet sich deine Hütte wirklich rechts hinter dem letzten Wald.

Die genaue Geschichte kenne ich nicht; es ging bei dem Unternehmen darum, dass die min. zwei Gbit-Leitungen per LWL wollten, wegen Ausfallsicherheit (was die jetzt letztendlich genau haben, weiß ich auch nicht. Könnte ich bei Bedarf demnächst mal erfragen - ausgebaut wurde aber halt). Bei ihrem Standort gab es aber auf jeden Fall nur einen Outdoor-DSLAM, welcher nicht per Glasfaser angeschlossen war. Die hatten da vorher nur 6mbit. Da musste einiges neu verlegt werden, exklusiv für das Unternehmen.

Loopman schrieb:
Und mal ehrlich: Wenn ein 30-Mann Unternehmen plötzlich(!) eine Glasverbindung braucht, was hat sich da geändert? Vorher haben 5mbit gereicht und auf einmal, wegen Digitalisierung (:rolleyes:) braucht man auf einmal Gbit? Entweder stimmt die Geschichte nicht, oder es wurde in Bezug auf Planung (Gebäude und/oder Geschäftsbetrieb) massiv versagt und der Geschäftsführer müsste eigentlich gehen.
Es sollte doch wohl absehbar sein, dass ich in Zukunft erheblich mehr Bandbreite benötige. Und wenn ich für 30 Mann 300.000€ hinblättern müsste, ohne dass ich eine Alternative habe, dann würde wohl ein Umzug anstehen. Der kostet nicht mal annähern so viel Geld!

Was die genau dort vorhaben, weiß ich auch nicht. Den Bedarf haben sie jetzt, weil sie mit einem anderen Unternehmen kooperieren und seit neustem nur noch in der Cloud arbeiten; haben mit dem Kooperationsunternehmen eine Cloud-Umgebung bei AWS (im RZ Frankfurt), wollen aber auch einige Dienste im Intranet als Ausfallsicherheit haben und wollen deshalb jeden Tag etliche Daten syncen.

Warum die dort vor Ort sind ist relativ simpel: vor dem Joint-Venture waren die deutlich kleiner und das komplette Gelände gehörte dem (vor der Umwandlung in GmbH) "Familienunternehmen". Ist recht groß, Büros sind teilweise schon eingebaut, paar leere Zimmer...Umziehen wäre also vermutlich teurer geworden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Merle schrieb:
Sollte dafür mal nicht ne Behörde/Koordinationsstelle herkommen? Das ist immer wieder das Problem. Straße wird instandgesetzt, 2 Monate später steht ein ausbauwilliger Prodiver da und überlegt, wie er mit minimalem Aufwand da nun LWL rein bekommt.

Da hat die Stadtverwaltung versagt, rechtzeitig VOR den geplanten Maßnahmen die Telkos zu benachrichtigen. Woher sollen die Provider wissen, dass man plant eine Straße neu zu gestalten?

Herdware schrieb:
Nach dem was ich gehört habe, ist es aber wohl auch nicht nur vermeintlich fehlender Bedarf, der 10GBit-Ethernet nicht nur im Consumermarkt sondern auch in vielen (semi-)professionellen Anwendungen aufhält. So gibt es wohl kein Power over Ethernet für den derzeitigen Standard. Noch schlimmer sind die ziemlich stromhungrigen Controller, die 10GBit-Ethernet in Mobilgeräten praktisch unmöglich machen usw.

Das Problem ist der gleiche wie beim Internetausbau. Überall liegt Kupfer, niemand möchte Glasfaser. Leider brauchen die Transceiver um 10Gbit über Kupfer zu übertragen sehr viel Energie sind komplex und entsprechend auch teuer. Bezahlbare 10Gbit Switche gibt es derzeit selbst im professionellen Bereich nur vereinzelt und die Hersteller lassen sich die Technik fürstlich bezahlen.

paccoderpster schrieb:
Der größte Fehler war es, die Infrastruktur in private Hände zu geben...

Na klar! Deshalb haben wir in Deutschland auch spiegelglatte Straßen und keine Staus. Weil alles in öffentlicher Hand liegt...
Ergänzung ()

ascer schrieb:
Was die genau dort vorhaben, weiß ich auch nicht. Den Bedarf haben sie jetzt, weil sie mit einem anderen Unternehmen kooperieren und seit neustem nur noch in der Cloud arbeiten;

DANN ist es aber kein 30 Mann Unternehmen mehr und solche Sachen werden geklärt BEVOR man so eine Kooperation eingeht. 300.000 sind dann halt eine Investition, die sich amortisiert weil man eben nur noch in der Cloud arbeitet und das Büro vermutlich am Arsch der Welt für wenig Miete bekommt.

Zwei LWL Verbindungen wegen Ausfallsicherheit würden nur Sinn ergeben wenn die Leitungen komplett andere Wege und von verschiedenen Verteilstellen kommen. Sonderwünsche kosten nun mal Geld. Optimal hätte man sich eine Backup Verbindung per Richtfunk einrichten lassen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben