nur 20 GB und dennoch verzweifelt

Hi werkam,

obwohl es gestern dann schon spät war, habe ich diese Kombi schon probiert.

Aber heute nachmittag bin ich etwas wacher und nicht mehr ganz so geschockt und werde es nochmal in Ruhe alles durchspielen. Die Platte an sich hat er bei keiner mir bekannten Kombi erkannt.

Folgende Szenarien habe ich durchgespielt:

1.) Defekte Platte Master - Primary: geht nix
2.) gute Platte Master - Primary: geht
3.) gute Platte Master - Primary defekte Platte Slave - Primary: geht nix
4.) gute Platte Master - Pimary defekte Platte Master - Secondary: geht nix

Mehr sinnvolle Kombinationen fallen mir so nicht ein.

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In einem anderen Rechner noch mal testen, sonst wird sie wohl die ewigen Jagdgründe aufgesucht haben. Evtl hilft es ja doch noch mit einem externen Gehäuse über USB, 100€ kosten die auch nicht, es gibt bereits welche für 25-30€. Du kannst ja auch mal den Händler an Deiner Ecke bitten, ob er es nicht versuchen kann, sie in einem externen Gehäuse zu testen., wenn es geht kannst Du es ja immer noch kaufen. Wenn nicht findet er evtl einen Grund warum das Laufwerk nicht geht. Es kann auch einfach daran liegen, das die kleine Platte nicht mit der großen zusammen läuft, oder haben sie das vorher auch?
 
in den letzten drei Jahren lief die 20 GB alleine.
Davor war die kleine als Master für's OS die größere für die Daten da.
Aber die kleine war mir irgendwann zu laut. Seit dem lief die größere (natürlich entsprechend partitioniert) alleine...

Bis gestern :(
 
Die Platte im "HOT PLUG" an den internen Controller zu hängen ist eine wirklich FALSCHE Entscheidung. Die internen IDE ANschlüsse unterstützen kein Hot-Plug, und im Betriebssystem würdest Du wegen der BIOS Erkennung (wahrscheinlich, ich war nie verrückt genug das auszuprobieren) nichts erkennen. Deine Festplatte hat einen Defekt, das ist sicher, es liegt nicht am Controller, Motherboard, etc.
Das externe Gehäuse bietet eben durch den USB->IDE/FIREWIRE->IDE Controller diese Hot-Plug Möglichkeit. Dadurch wird die Platte beim Anstecken und Abziehen am BUS-Strom verbunden/getrennt (nicht zu verwechseln mit der Versorgungsspannung, bei 3,5" Platten reicht der USB-/Firewire-Strom nicht für den Betrieb der Festplatte aus). dadurch kann das Laufwerk eventuell noch mal anspringen und als Wechseldatenträger gelesen werden. Es ist hier auch möglich, die Platte eventuell noch mal dazu zu bewegen angesprochen zu werden, indem man (NICHT IN KURZER REIHENFOLGE) die Versorgungsspannung an- und ausschaltet.

Wie gesagt: Es ist eine Chance, keine Garantie, wir hatten sehr viel Erfolg mit dieser Methode. Aber sicher ist, wenn Du darauf zugreifen kannst, rette schnellsmöglich die Daten, denn ein endgüliger Defekt ist mehr wahrscheinlich.

P.S.: XALLOBJ = Access to all objects :rolleyes:
 
Evtl hilft es auch die Platte mal für 2 Stunden in die Kühltruhe zu legen, danach anschließen und wenn Du Zugriff darauf bekommst schnell die Daten sichern.
 
Immer cool bleiben, aber das nützt wohl in diesem Fall nichts mehr.
 
werkam schrieb:
Evtl hilft es auch die Platte mal für 2 Stunden in die Kühltruhe zu legen, danach anschließen und wenn Du Zugriff darauf bekommst schnell die Daten sichern.

Also die Platte in die Kühltruhe zu legen halte ich für enorm Riskant. Zum einen wärend der Testphase am Rechner kann es durch das auftauen zu Kondenswasserbildung und somit Kurzschlüssen kommen die auch den Rechner killen, andererseits besteht durch das komprimieren durch die Kälte (Platten und Elektronik zieht sich zusammen) zu Haarrissen in der Platine kommen da sich Leiter, Bauteile und Platine unterschiedlich stark zusammenziehen, ausserdem die große Gefahr daß anschliessend der eigentliche Datenträger auch proffesionell nicht mehr wiederherstellbar ist
 
Kopf hoch MASH! Und nicht von den Pessimisten hier beeindrucken lassen, die dir die Platte tot reden wollen, du schaffst das schon!

Bei mir wars ne NEUE WD80JB mit NTFS und die lief nach diesem Absturz und letztlich erfolgreichen Versuchen der Wiederbelebung wieder ganz normal, als waere nichts gewesen.

Nur um festzustelen, ob du wirklich dasselbe Problem wie ich damals hast:

-Kannst du nach booten von einer Notfalldiskette per kommandozeile auf die Festplatte zugreifen? :(
-Sind es NTFS-Partitionen? :eek:
-Was genau bedeutet bei dir "geht nix"? An welcher Stelle genau haengt er denn? :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo ist nur FIONA?

Ob sie gerade schreiend durch die Wohnung rennt in Anbetracht von Vorschlaegen wie "Festplatte Hot Plug'en" und "Festplatte in die Tiefkuehltruhe tun"?
 
Du solltest meinen Vorschlag mit der Kühltruhe ruhig ernst nehmen. Man muß die Platte ja anschließend nicht in den PC einbauen, sondern kann sie auch ausserhalb des PC betreiben, solange die Kabel lang genug sind.
Dieser Vorschlag wurde bereits mehrfach getestet und brachte in einigen Fällen die Platte dazu noch ein Backup zu machen. Eben weil sich die Platte so verhalten hat, wie @NobbZ oben gepostet hat.

https://www.computerbase.de/forum/threads/festplatte-im-ar-hab-ich-recht.38840/

@Writeprotected, es gibt auch einen Editbutton, Mehrfachpostings hintereinander sind nicht erwünscht. Regeln mal lesen hilft.
 
Hallo Write Protected.

Der Fehler liegt leider, wenn Du den Thread ganz durchliest, vor allen die Antworten von MASH, an der Hardware selbst.
Ich möchte MASH keine Angst machen, aber leider weiss ich, dass diese Probleme kritisch sind, deshalb habe ich auch den Aufbau mit dem externen Gehäuse vorgeschlagen. Es ist eine erprobte Sache, womit wir schon Daten auf Festplatten retten konnten, die nicht mal mehr einen Mucks gemacht hatten. Der Vorteil ist einfach, dass man öfter den Einschaltstrom provozieren kann, als es ein standart BIOS vornimmt. Bitte nicht missverstehen: Ein- und ausschalten bedeutet nicht hektisch den Schalter zu bedienen!!!
Die Stromzufuhr einschalten, beobachten ob Windows die Platte mountet, wenn es nicht erfolgsversprechend ist, die Platte ausschalten, die Fehlermeldungen von Windows beantworten, 5 Sekunden Stossgebet und wieder einschalten. Das ganze kann man so oft wiederholen, bis alle Daten gerettet, oder die Sache als erledigt betracheten. In meiner Praxis gab es auch einen Fall, wo die Platte erst beim 3. mal erkannt wurde, während des Transfers sich 5 mal trennte und trotzdem alle Daten gerettet werden konnten.

Ansonsten: Sorry, thats the worst case... :skull_alt:

P.S.: Die Defekte der Fujitsu Platten sind bekannt, und wirken sich langsam wegen zu grosser Hitze aus. Der heisse Sommer letztes Jahr war datentechnisch eine Katastrophe, über 10 Festplatten jeglichen Typs gingen dabei hinüber. Die Auswirkungen spüren wir noch immer, denn nicht jeder Hitzeschaden tritt sofort zu tage.
 
Also ich fasse es nochmal kurz zusammen,

ich werde die Platte nicht in die Kühltruhe legen auch wenn es verlockend klingt ;)

Die Platte wird gar nicht erst als Hardware erkannt.
Weder bei Autodetect noch sonst irgendwie.

Folglich kann ich zwar booten von Diskette oder mit anderer PHYSIKALISCHER Platte, aber die 20 GB Fujitsu ist für die Maschine nicht da.
Formatiert ist sie in FAT32 aus "historischen Gründen" es existiert noch eine Partition mit Win98. Aber wie gesagt, die Platte ist physisch noch nicht mal da.

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Also eine gute und eine schlechte Nachricht:

Ich habe hier eine 20 und eine 40 GB Platte von Fujitsu. Beide werden an internen IDE Anschlüssen vom BIOS nicht mehr erkannt und sobald die Platten eingebaut sind kann der Testrechner nicht mehr booten.

Fujitsu MPG3204AT Date 2001-03 20.49GB
Fujitsu MPG3409AH Date 2001-07 40.98GB

Habe jetzt beide Platten im externen Gehäuse via Firewire angeschlossen.

40 GB Platte: Ich konnte zugreifen, hätte auch Daten retten könne, aber war ja nur ein Test. Die Platte ist mir während des Zugriffs 2mal getrennt worden, aber nach aus- und wieder einschalten hat Sie es wieder getan. Die Platte macht teilweise kratzende Geräusche, aber für die Datenrettung hätte es gereicht.

20 GB Platte: Keine Antwort vom Laufwerk. Die Platte stammt aus dem DEMO Rechner und hat jetzt etwas mehr als 3 Jahre Ihren Dienst verrichtet. Dann gestern Mittag war einfach Schluss. Es sind auch keine Laufwerksgeräusche mehr zu vernehmen.

Fazit: Das externe Gehäuse ist ein wirklich gut gemeinter Rat. Wir haben mit Adapteranschlüssen auch Daten von Notebook Festplatten noch retten können. Sollte das versagen, ist deine einzige Chance noch ein professioneller Datenretter, das ist aber nur sinnvoll, wenn die Daten wirklich mehrere 100€ wert sind. Dieser kann in einem Reinraum das Laufwerk öffnen und direkt auf die Plater zugreifen.

Ich wünche Dir noch viel Glück.

Axel
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Axel,

danke für Deinen Tip, ich werde demnächst versuchen, das Laufwerk mal an verschiedenen Rechnern [z.B. Linux] bzw. auch die Variante mit dem externen Gehäuse. Die Selbstversuche hier zu Hause waren eher enttäuschend.

Die Platte läuft zwar, auch wieder im "alten Rechner", aber wird von beiden hier ansässigen Rechnern verschmäht.

Ich melde mal, wie sich das Drama weiterentwickelt.

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