Obwohl man mehr an den Staat zahlt ist kein Geld mehr da?

Thane schrieb:
Da muss dann auch mal der Druck auf die Regierung erhöht werden.
Aber nicht für einen Preisdeckel:

Keylan schrieb:
Ich finde es schwer zu schlucken, aber nun mal zu Akzeptieren, das hier einige sagen das sie sich ihren Energieverbrauch nun mal Leisten wollen. Aber die Allgemeinheit für den reuelosen ungezügelten Verbrauch aufkommen zu lassen hat dann nichts mehr mit individueller Freiheit zu tun.
 
wie ich das bisher verstanden haben: die G-7 haben doch RU Staatsgelder eingefroren? Die Gelder befinden sich also ja bei "uns" / "unseren Banken".
Dann nehmen wir uns einfach das Geld, schliesslich ist das ein Spielchen RUs die Energiepreise nach oben zu treiben, und bzgl. "Moral, es ginge ja nicht, Gesetze, Bedenken..." -> die Zeiten haben sich nun mal geändert, paar Notstandsgesetze anpassen, abnicken und gut ist.
 
whtjimbo schrieb:
bzgl. "Moral, es ginge ja nicht, Gesetze, Bedenken..." -> die Zeiten haben sich nun mal geändert, paar Notstandsgesetze anpassen, abnicken und gut ist.
Großartig. Weil jemand anders auf Rechtsstaatlichkeit und internationale Abkommen und Konventionen scheißt machen wir das einfach auch. So wird die Welt gerechter und besser.

Es macht schon einen Unterschied, ob man jemanden den Zugriff auf dessen Besitz zeitweise verwehrt, oder sich selbst daran bereichert.
Das Geld ist in der Regel Privatbesitz und man enteignet damit sozusagen fremde Staatsbürger. Noch dazu, selbst wenn es vertretbar wäre das Besitzrecht abzusprechen. Woher kommt das Recht, das wir das Geld dann für uns nutzen?
Nur weil es bei unseren Geldinstituten lag geht es dann in unseren Besitz über? Ich vermute, das Geld wird am Ende als Reperationszahlungen an die Ukraine zum Wiederaufbau gehen. Aber die Idee wir könnten es einfach uns unter den Nagel reißen finde ich schon sehr verstörend. Ebenso deine Vorstellung wie schön einfach man doch mal bestehende Gesetzeslagen auszuhebeln solle nur weil wir mal nicht die fettesten Jahre haben.
 
Keylan schrieb:
Ich vermute, das Geld wird am ende als Reperationszahlungen an die Ukraine zum Wiederaufbau gehen. Aber die Idee wir könnten es einfach uns unter den Nagel reißen finde ich schon sehr verstörend. Ebenso deine Vorstellung wie schön einfach man doch mal bestehende Gesetzeslagen auszuhebeln solle nur weil wir mal nicht die fettesten Jahre haben.
"Reparationszahlungen" an Ukraine würden nach Deinem Einwand nach nicht gehen.
Man kann's nennen wie man will, wir haben mit RU zu tun, ein Land das uns sein abscheuliches Gesicht gezeigt hat. Gesetze sind dafür da, um angepasst zu werden, passiert täglich. Warum sollten wir so naiv sein, so freundlich und fair sein und irgendeinen Schaden auf uns nehmen, das hilft uns nicht.
 
@Keylan
Jo, dann halt auch keine Hilfen mehr für Niedriglöhner und Leistungsbezieher.
Mal sehen, wie schnell das knallt.

Es geht hier nicht darum, dass Energie zu absoluten Schleuderpreisen verfügbar ist, aber Gas für etwa 30 Cent oder Strom für 60 Cent die kWh ist eben nicht tragbar.
Die Lösung kann halt nicht sein, dass man lebt wie im Mittelalter. Diese Verzichtspropaganda der Grünen ist auch unerträglich.
 
Die Lösung zumindest für Manche wäre es, einen der vielen offenen Jobs anzunehmen.

Wenn ich die Interviews lese, wo Leute sich über höhe Grundsteuern (= haben Eigentum) beschweren oder darüber, dass sie sich kaum noch Zigaretten leisten können, dann sehe ich das große Problem nicht.

Für uns war und ist es normal, dass wir im Winter nur auf 20-21°C heizen, und zwar nicht in allen Zimmern. Dafür läuft man dann halt nicht nur nackig rum. Und wir verdienen ganz ordentlich sechsstellig.
 
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whtjimbo schrieb:
wie ich das bisher verstanden haben: die G-7 haben doch RU Staatsgelder eingefroren? Die Gelder befinden sich also ja bei "uns" / "unseren Banken".
Dann nehmen wir uns einfach das Geld, schliesslich ist das ein Spielchen RUs die Energiepreise nach oben zu treiben, und bzgl. "Moral, es ginge ja nicht, Gesetze, Bedenken..." -> die Zeiten haben sich nun mal geändert, paar Notstandsgesetze anpassen, abnicken und gut ist.
So nachvollziehbar ich diesen Gedanken auch finde, denke ich doch, dass diese Gelder für den Wiederaufbau der Ukraine besser aufgehoben wären...
 
Novar schrieb:
So nachvollziehbar ich diesen Gedanken auch finde, denke ich doch, dass diese Gelder für den Wiederaufbau der Ukraine besser aufgehoben wären...
wäre auch ok das zu teilen, auch natürlich an die Länder, die sich an den Sanktionen beteiligen, dann hält man nächstes Mal noch besser zusammen
 
BridaX schrieb:
(...)Man muss Opfer bringen... (...)
Dieses Wort sollte m. E. in der aktuellen Diskussion verboten werden.

Adressaten von Forderungen sind klar zu benennen, mit Namen und "Opfervolumen".

Die Situation ist immer dieselbe:

Wer ist für saisonale Speicher? (Alle Hände oben.)

Wer ist bereit dafür zu bezahlen bzw. zu verzichten? (98 % der Hände unten.)
 
Ich habe das Gefühl, das bei dem Thema Russland und Gas und Energiepreise einige noch immer nicht verstanden haben, das mehr Geld das Problem nicht löst. Ganz im Gegenteil.

Unser Gas ist nicht so teuer, weil Russland so viel Geld dafür haben will, sondern weil wir Russland keines mehr abkaufen wollen und es deshalb für uns ein knappes Gut wird. Jetzt Geld zu haben um doch wieder mehr Gas auf dem Weltmarkt kaufen zu können spült dies über den gestiegenen Preis auf dem Weltmarkt doch wieder nach Russland.
Es hilft also nur den Gas/Energie-Hunger zu zügeln, einfach weil mehr beschaffen die ganzen Sanktionen unwirksam machte und wir besser einfach gleich weiter nach Vertrag gekauft hätten.

Das Zeug muss teuer sein, damit in einer "freien" Marktwirtschaft ein Anreiz entsteht den Verbrauch zu zügeln und zu substituieren.
Was mich bei dem Thema aber so frustriert ist, das ich zumindest in den Medien nichts sehe, wo seitens der Industrie diese Entwicklung zu Veränderung führt. immerhin brauchen wird Nordstream 1 & 2 nicht um all die Gasherde und Gasheizungen in Privathaushalten zu versorgen.
 
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Keylan schrieb:
(...)Was mich bei dem Thema aber so frustriert ist, das ich zumindest in den Medien nichts sehe, wo seitens der Industrie diese Entwicklung zu Veränderung führt. immerhin brauchen wird Nordstream 1 & 2 nicht um all die Gasherde und Gasheizungen in Privathaushalten zu versorgen.
Wenn im Winter kein russisches Gas mehr fließt werden Unternehmen und Produktionsketten in den Abgrund gerissen. Da geht es nicht um irgendwelche Luxusgüter sondern um Dinge wie Glas (für Babynahrung), Kunststofffolie für Lebensmittelverpackungen usw.
 
@Binalog

Zum Glück lässt sich Gas auch abseits von Pipelines transportieren. Unsere Nachbarn und der Süden Europas hat einige LNG-Terminals, die nicht ausgelastet sind. Ich mache mir da keine großen Sorgen, irgendwie wird das Gas schon zu uns finden - wenn auch für einen nochmals saftigen Aufschlag.

Binalog schrieb:
Adressaten von Forderungen sind klar zu benennen, mit Namen und "Opfervolumen".

Ich denke der Kontext in dem ich "Opfer bringen" gemeint habe, ist Adressierung genug. Aber gerne etwas granularer: Weg von fossilen Energieträgern und hin zum massiven Ausbau der Erneuerbaren. Da wird der ein oder andere, sei dahingestellt ob juristische oder natürliche Person, noch ordentlich auf den Mund fallen. Wünschen tue ich es keinem, aber ich fürchte es wird Opfer geben (oups, verklag mich) - alleine schon aus dem Grund, weil sich Menschen vor Veränderungen fürchten und schlussendlich von der Realität überrollt werden.

Binalog schrieb:
Wer ist bereit dafür zu bezahlen bzw. zu verzichten? (98 % der Hände unten.)

In Summe wird es von der Gesellschaft getragen. 2021 hatten wir ein Rekord Haushaltseinkommen. Der Staat verdient prächtig. Es liegt an der aktuellen Politik, dass unsere Mittel- und Unterschicht dabei nicht ausblutet.

Ich persönlich kann letztendlich nur über mein eigenes Wohl bestimmen. Anstatt einfach nur am Seitenrand zu sitzen und apathisch die kommenden Teuerungen abzuwarten, werde ich aktiv und investiere eben in die Unternehmen, die unsere Zukunft mitgestalten. Rein themenbezogen und im deutschen Raum wären das beispielsweise Unternehmen wie Nordex, Siemens Energy, VARTA, SMA Solar, Encavis, Energiekontor...
 
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Binalog schrieb:
[...]Glas (für Babynahrung)[...]

Bin mir sicher, dass Babys auch vor der Erfindung von Glas ernährt werden konnten.


Und wenn statt Kunststofffolien Alternativen für das Einpacken von Lebensmitteln gefunden werden (müssen), ist das doch hervorragend.
 
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Idon schrieb:
[...] ist das doch hervorragend.

Zumal Kunststofffolien natürlich nur in Deutschland produziert werden können...
 
Keylan schrieb:
Was mich bei dem Thema aber so frustriert ist, das ich zumindest in den Medien nichts sehe, wo seitens der Industrie diese Entwicklung zu Veränderung führt. immerhin brauchen wird Nordstream 1 & 2 nicht um all die Gasherde und Gasheizungen in Privathaushalten zu versorgen.
Mich frustriert, das wie bei jedem Thema, nicht alle im selben Boot sitzen.

Ich bin mir zu 100% sicher, das kein einziger Politiker, seine eigenen idiotischen Sparmaßnahmenvorschläge umsetzen wird.
 
Das klingt nun eventuell überheblich, aber die meisten Politiker haben halt etwas aus ihrem Leben gemacht und das deshalb - so wie z. B. ich auch - einfach nicht nötig.

Klar, mittlerweile gibt's auch 30 Jährige die quasi vom Studium in den Bundestag gewechselt sind, aber viele andere haben ein ordentliches Studium erfolgreich beendet. Und auch die Kids sind halt von irgendjemandem gewählt worden, haben also wohl Wahlkampf betrieben.
 
Idon schrieb:
Bin mir sicher, dass Babys auch vor der Erfindung von Glas ernährt werden konnten.


Und wenn statt Kunststofffolien Alternativen für das Einpacken von Lebensmitteln gefunden werden (müssen), ist das doch hervorragend.
Klar geht das, aber nicht in 100 Tagen.

Ein Ausbleiben der russischen Gaslieferungen im nächsten Winter ist keine geplante, koordinierte und machbare Ernährungs- oder Produktionsumstellung mit Übergangszeiten sondern ein "eiskalter Entzug".
 
Idon schrieb:
Das klingt nun eventuell überheblich, aber die meisten Politiker haben halt etwas aus ihrem Leben gemacht und das deshalb - so wie z. B. ich auch - einfach nicht nötig.
Und wird das in den Interviews genau so benannt? Jeder der sich das Gas nichtmehr leisten kann, soll doch bitte sparen?

Mir kommen die Interviews so rüber, als ob die GESAMTE Gesellschaft angesprochen werden soll.
 
Andy8891 schrieb:
Mich frustriert, das wie bei jedem Thema, nicht alle im selben Boot sitzen.
Damit alle im selben Boot sitzen, würde ich eine "Höchstmenge" an Gas pro Kopf festlegen, die zu einem sagen wir "normalen" Preis bezogen werden kann. Grob in die Richtung ein einzelnes Zimmer kann dann auf 17-18 Grad beheizt werden, lässt sich sicher irgendwie schätzen. Alles was drüber hinaus geht: der Marktpreis. Dann kann jeder besser, auch der einzelne Mieter und die Grossfamilie die Kosten kontrollieren.
Unternehmen sollten Gas nur zum Marktpreis beziehen.
Ergänzung ()

Idon schrieb:
Klar, mittlerweile gibt's auch 30 Jährige die quasi vom Studium in den Bundestag gewechselt sind, aber viele andere haben ein ordentliches Studium erfolgreich beendet. Und auch die Kids sind halt von irgendjemandem gewählt worden, haben also wohl Wahlkampf betrieben.
Reden und Machen sind zwei verschiedene Dinge, jeder der arbeitet hat es schnell verinnerlicht.
Wir brauchen keine Redner sondern Macher. Wir wählen die Leute, weil wir glauben, dass der oder diejenige den Job kann, und erwarten auch entsprechende Ergebnisse.
 
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Hallo

Keylan schrieb:
Was mich bei dem Thema aber so frustriert ist, das ich zumindest in den Medien nichts sehe, wo seitens der Industrie diese Entwicklung zu Veränderung führt.
Die Entwicklung führt bei der Industrie doch mittlerweile zu einer Veränderung:
Chemie-Präsident: Gasversorgung der Industrie wichtiger als von Privathaushalten https://www.focus.de/finanzen/news/...rang-der-privater-haushalte_id_114453778.html

Andy8891 schrieb:
Mich frustriert, das wie bei jedem Thema, nicht alle im selben Boot sitzen.
Wir sitzen doch alle im selben Boot, wir können uns nur unterschiedliche Sitzplätze/Klassen leisten.

Andy8891 schrieb:
Ich bin mir zu 100% sicher, das kein einziger Politiker, seine eigenen idiotischen Sparmaßnahmenvorschläge umsetzen wird.
Wozu auch, die müssen nicht sparen.

Andy8891 schrieb:
Mir kommen die Interviews so rüber, als ob die GESAMTE Gesellschaft angesprochen werden soll.
Ich fühle mich mein Thema Sparen nicht angesprochen, das hat der Klima-/Umweltschutz nicht geschafft und das wird der höhere Preis auch nicht schaffen.

Andy8891 schrieb:
Und wird das in den Interviews genau so benannt? Jeder der sich das Gas nichtmehr leisten kann, soll doch bitte sparen?
Jeder der es sich leisten kann hat sich für den Notfall im Winter schon elektrische Heizlüfter und/oder Holzöfen gekauft, die Lieferanten kommen kaum noch hinterher.

whtjimbo schrieb:
Reden und Machen sind zwei verschiedene Dinge, jeder der arbeitet hat es schnell verinnerlicht.
Wir brauchen keine Redner sondern Macher.
Das kann man nicht dick genug unterstreichen und hervor heben, vollste Zustimmung.
Die einen reden nur darüber wie schlecht es Ihnen geht und wie böse der Kapitalismus und wie schlecht die Politik ist, die anderen machen einfach und sorgen mit Arbeit dafür das es Ihnen besser geht.
Einfach mal etwas mehr Selbstbewußtsein/Eigenverantwortung/Rückgrat an den Tag legen und für sich selber sorgen und weit weg vom staatlich finanzierten/unterstützen Vollkasko all inclusive Leben.
Wir müßten endlich mal ein Ende beim staatlich finanzierten/unterstützen Vollkasko all inclusive Leben einläuten, viele sind alleine ohne Hilfe/Unterstützung vom Staat gar nicht mehr überlebensfähig.

Grüße Tomi
 
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