OCZ RevoDrive - Löschen - wie?

FrankyStonky

Lt. Junior Grade
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Hallo liebe Community,

ich habe eine von diesen älteren Steckkarten von OCZ, das RevoDrive OCZSSDPX-1RVD0120
Die Speicherkarte hat ja bekanntlich einen RAID-Controller onoard.

Ich stehe jetzt vor dem folgenden Problem: Ich will die Karte verkaufen und da sind noch meine Daten drauf. Wie kann ich denn die Karte löschen? Im BIOS kann ich sie sehen und auch davon booten. Wenn ich aber den Rechner von irgendeinem anderen Medium boote (z.B: andere Festplatte mit Windows, Acronis-BOOT-CD, Paragon-BOOT-CD), wird die Karte nicht erkannt und ich kann sie folglich auch nicht löschen.

Hat vielleicht jemand einen Tipp für mich?
 
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Linux
 
Linux kann mindestens die Revodrive device ids anzeigen und darauf zugreifen, also auch alles löschen falls es kein Secure Erase gibt.
 
Ich glaub ich habs. Ich hatte noch eine Gparted Boot-CD hier rumliegen, damit scheint es zu gehen.

Vielen dank für den Tipp mit Linux!
 
Nimm doch einfach DISKPART und CLEAN ALL. Wenn es die System-SSD ist oder es aus sonst einem Grund unter Windows nicht geht, boote von der ein Windowsinstallations- oder Recoverymedium und drück dabei die Tastenkombination Shift+F10, um eine Eingabeaufforderung zu öffnen, dann gib folgende Befehle ein:

  • diskpart
  • list disk
  • select disk x (x steht für die Nummer des Laufwerks aus list disk, die richtige Platte sollte an der Kapazität zu erkennen sein, sonst andere Platten besser vorher abklemmen um Datenverlust zu vermeiden)
  • clean all (clean löscht nur alle Partitionierungsinformationen, clean all überschreibt wirklich alles mit 00 und dauert entsprechend länger, man kann danach auch nichts mehr wiederherstellen)
  • exit
Die Daten werden zwar nicht sofort gelöscht, aber beim Überschreiben des LBA werden die Daten die diesem vorher zugeordnet waren vom Controller also Ungültig markiert und danach dann irgendwann gelöscht, man kann auch nicht mehr mit normalen Mitteln auf die zugreifen man müsste schon die Chips ablöten und gerade beim Sandforce, der ja die Daten immer auch verschlüsselt, ist es selbst dann fast unmöglich da war wieder herzustellen. Wenn also keine Staatsgeheimnisse drauf sind und der Käufer keinen Schlapphut trägt, reicht diese Methode vollkommen aus um eine SSD so gut zu löschen, dass kein normaler Käufer mehr an die Daten kommen kann und es gibt auch bei allen SSDs, also auch bei solche die z.B. kein Secure Erease ermöglichen etc.
 
Leider habe ich mich zu früh gefreut.
die dev/sda bzw /dev/sdb kann ich nicht löschen, weil Permission denied. Ist auch logisch, da dies die Teilfelder des vom OCZ-Controller verwalteten Raid0 Arrays sind.
Wie kann ich unter Linux das gemappte Laufwerk ansprechen? In meinem Fall ist das /dev/mapper/langer_buchstabensalat

EDIT
Linux meldet immer Permission denied, selbst wenn ich den Pfad vom gemappten Laufwerk nehme :(

EDIT2
Man muss dem User immer etwas zeit lassen, oft kriegt er es selber hin :) Sag ich zumindest immer.

Ich hab sudo nicht vorgeschrieben. Mit sudo klappt jetzt alles einwandfrei.

Hier das Commando falls es mal jemanden interessieren sollte:
sudo shred --iterations=2 -v /dev/mapper/langer_buchstabensalat

Man kanns auch 7 mal drüber laufen lassen, wenn man Paranoia hat :)
 
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Nur um das auszuschließen, hast du root Rechte?

Bzw., welche Befehle hast du denn jetzt ausgeführt?
 
Was versuchst Du denn unter Linux genau zu machen? Ein Secure Erease? Das könnte wegen des RAID Controller unmöglich sein, aber unter Linux kannst Du doch ebenso wie mit DISKPART und dessen CLEAN ALL (siehe #6) die SSD überschreiben, einfach mit dd bs=128k if=/dev/zero of=/dev/sdx (/dev/sdx eben entsprechend ersetzen).
 
Danke Leute, ich hatte keine root-Rechte, hab mein vorletztes Posting bearbeitet.
 
Einmal löschen reicht bei einer SSD vollkommen aus, denn wirklich überschreiben kann man die Daten in den NANDs ja niemals, der Controller schreibt dann immer die Daten an eine andere Stelle und wenn er eine Datenkompression nutzt wie der Sandforce, dann braucht er nicht einmal viel Platz wenn es keine unkomprimierbaren Zufallsdaten sind, wird also nicht einmal gezwungen aus Platzmangel die alten Daten noch während des Vorgangs zu löschen. Wieso man trotzdem schon nach nur einmaligen Überschreiben nicht mehr an die Daten kommt, steht in #6.
 
Holt schrieb:
dd bs=128k if=/dev/zero of=/dev/sdx
Ich hatte irgendwo mal gelesen, dass auf SSDs /dev/urandom besser wäre, weil man z.B. mit SandForce Controllern nicht sicher sein kann, was die intern zusammenkomprimieren.
Ich weiß nicht wirklich ob da etwas dran ist, aber wenigstens limitert in dem Fall die Schreibgeschwindigkeit der Platte nicht mehr :D

//edit: Ich habe gerade deine #11 gelesen. Theoretisch würde dann ja auch ein blkdiscard reichen. Wobei dann immer noch das befriedigende Gefühl einer tatsächlich vollständig überschriebenen Festplatte fehlt. Aber das wird es wohl mit SSDs sowieso nie geben, weil zuviel Zauberei im Controller geschieht.
 
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Siehe #6, besser wäre /dev/urandom schon, aber es ist unnötig und vor allem auch langsamer.
 
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