[OMV] Scrub/ Ausführlicher Test bremst Windows extrem aus

Konfekt

Lt. Junior Grade
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Hallo beisammen,

in meinem OMV (5.6.26-1) lasse ich regelmäßig, bisher 1x/ Monat den ausführlichen Selbsttest für die vier verbauten HDD im RAID Verbund laufen. Das ist stets mir deutlich spürbaren und sehr nervtötenden Verzögerungen unter Windows 11 (W11 Home 21H2/ 22000.556) verbunden, z.B. öffnet sich der Dateiexplorer sehr langsam, oder Musik vom Netzlaufwerk via AIMP wird mit ständigen Rucklern abgespielt, ebenso zickt Steam extrem bei manchen Spielen.

Ohne den Selbsttest läuft alles problemlos, trenne ich das Netzwerkkabel, reagiert der Rechner auch wieder völlig normal.

Abgesehen davon, dass ich nur den Kopf darüber schütteln kann, dass die es mit W11 immer noch nicht geschafft haben, dass das System bei Netzwerkproblemen einfach normal weiterläuft, statt teilweise für Minuten komplett stehenzubleiben (meine Linuxsysteme und Android-Geräte sind von den Tests völlig unbeeindruckt), frage ich mich, ob ich diesen Selbsttest in OMV vielleicht niedriger priorisieren oder anderweitig konfigurieren kann, damit ich das Netzlaufwerk zumindest normal weiternutzen kann.

Das System läuft auf einem:

intel i5@3.1GHz
8GB RAM
500 GB SSD Systemplatte (SanDisk SSD Plus)
 
Das würde ich, aber dieser Test dauert leider Tage.
 
Öhm... RAID auf Hardware-Ebene, SoftRAID oder RAID-ähnliche Funktionalität der Dateisystems (z.B. BTRFS, ZFS)?
 
Ich glaube, ich habe den Denkfehler in meiner Testplanung gefunden. Und zwar habe ich jeweils zum Monatsbeginn einen ausführlichen Selbsttest geplant, allerdings für alle 4 Laufwerke zeitgleich. Das habe ich nun geändert und nunmehr zeitversetzt gestaffelt, d.h. HHD 1 zum 01. des Monats. HHD 2 zum 07. des Monats, etc., also jede HDD zeitversetzt um eine Woche.

Sofern nichts dagegen spricht, die HDDs einzeln zu testen (oder muss man in einem RAID den Test immer im Verbund durchführen?), könnte das die Ursache für die extreme Auslastung gewesen sein?

Ich werde das mal versuchen. Könnte ja sein, dass jemand mal ein ähnliches Problem hat.
 
Der erste Punkt ist, warum überhaupt ein SoftRAID, wenn BTRFS eine RAID-ähnliche Funktionalität auf Dateisystem-Ebene bietet, die deutlich Ressourcenschonender ist.

Und nein, einzelne Platten kannst Du nicht testen (solange Du nicht die S.M.A.R.T.-Selbsttests meinst), Du überprüfst die Integrität des Arrays. Dies sowie aus ein resilver ist auf Dateisystemebene idR deutlich schneller als auf Hardwareebene.

S.M.A.R.T.-Selbsttests sorgen dafür, daß die Bereitstellung des Datenträgers zeitweilig aufgehoben wird. Idealerweise solltest Du sämtliche Datensätze aus dem betroffenen Array vorher aushängen und die Bereitstellung des Arrays aufheben, sonst ist's während des Tests ggf. in Fehler und nach dem Test in der Überprüfung. Solange jedoch ausreichend Aktivität auf den Platten ist, besteht kein Grund für ausführliche S.M.A.R.T.- Selbsttests.
 
Twostone schrieb:
Der erste Punkt ist, warum überhaupt ein SoftRAID, wenn BTRFS eine RAID-ähnliche Funktionalität auf Dateisystem-Ebene bietet, die deutlich Ressourcenschonender ist.

Ich muss gestehen, dass ich das NAS damals in Eigenregie nur durch Lesen in OMV Foren aufgebaut habe. Gut möglich, dass ich ein sub-optimales Dateisystem gewählt habe.

Twostone schrieb:
Und nein, einzelne Platten kannst Du nicht testen (solange Du nicht die S.M.A.R.T.-Selbsttests meinst), Du überprüfst die Integrität des Arrays. Dies sowie aus ein resilver ist auf Dateisystemebene idR deutlich schneller als auf Hardwareebene.
[...] Solange jedoch ausreichend Aktivität auf den Platten ist, besteht kein Grund für ausführliche S.M.A.R.T.- Selbsttests.
Waren tatsächlich SMART Tests. Ergo kann ich mir die schenken.

Kannst Du mir erklären, wie ich die Integrität des Arrays teste?
 
Wenn das Array mit mdadm (dm-raid) erstellt wurde, schaust Du hier.
Ergänzung ()

Konfekt schrieb:
Gut möglich, dass ich ein sub-optimales Dateisystem gewählt habe.
BTRFS ist schon gar nicht so schlecht. Es macht nur keinen Sinn, ein SoftRAID darunter zu legen. Ein resilver ist auf Dateisystemebene deutlich schneller (solange das Array nicht vollends zugemüllt ist), da das Dateisystem eher weiß, welche Register auch Daten enthalten und welche nur garbage, ein Soft- oder HWRAID kann dies nicht erkennen.
 
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