openSUSE 10.3 und die Netzwerkeinrichtung

Tunguska

Commander
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Ich habe folgendes Problem und komme einfach nicht weiter (Linux ist nicht meine Stärke):

Linux-Computer soll ins Internet über Netzwerkkarte -> Router -> Internet (DSL)

openSUSE 10.3 installiert und größtenteils konfiguriert. Bei der Konfiguration der Netzwerkkarte über YaST -> Netzwerkgeräte -> Netzwerkkarte der gefundenen Netzwerkkarte (eth0) IP-Adresse, Subnet-Maske, DNS-Server und Gateway zugeordnet (DHCP ist aus, IPv6 ebenfalls und Netzwerkaufbau erfolgt über den Networkmanager, Firewall deaktiviert).

Allerdings kann ich keine Verbindung ins Internet aufbauen, da anscheinend die Netzwerkkarte nicht aktiviert wurde (wie und warum auch immer, im Konfigurationsmenu soll die Aktivierung mit dem Systemstart erfolgen).

Der Networkmanager zeigt bei den kabelgebundenen Geräten zwar meine Netzwerkkarte an (über PCI-e Bus und MAC-Adresse), aber bei IP-Adresse, Subnetmaske und Broadcast steht nur 0.0.0.0 und unter Aktiv ein NEIN.

Wie kann ich die Netzwerkkarte aktivieren, wenn es auf dem normalen Weg irgendwie nicht zu funktionieren scheint?
 
Ist das modul für die Karte geladen, der Router im Internet und warum ist dhcp aus ?

Hast du die Karte schon per Hand konfiguriert?

In etwa so, du musst nur die richtigen Ip Adressen nehmen.


Code:
ifconfig eth0 192.168.1.100 up

route add default gw 192.168.1.1

echo "nameserver 192.168.1.1" >> /etc/resolv.conf
 
Gerade die Netzwerkeinrichtung ist bei der 10.3 schon während der Installation vollständig automatisiert.
Dies ist ein neues Feature um schon während der Installation auf die Online Repositories zugreifen zu können.
Ebenso wird sofort, wenn gewünscht, ein Online Update durchgeführt.
Deshalb kann mit der 1-CD Version der komplette Paketumfang wie auch von DVD installiert werden, die fehlenden Pakete eben online.

Ob das Netwerk eingerichtet werden soll, wird während der Installation abgefragt.
Hast du diesen Punkt übersprungen, oder abgewählt, oder gab es einen Fehler?

Hinter einem Router gibt es mit DHCP eigentlich überhaupt gar keine Schwierigkeiten.
Der Konfigurationsaufwand ist praktisch gleich Null. Das geht alles automatisch.

Und warum der Networkmanager?
Wechselst du ständig deine Netzwerke?

Ansonsten bei nachträglicher Konfiguration in den Netzwerkeinstellungen die
"Traditionelle Methode mit ifup"
wählen.

Bei Hostname
"Hostnamen über DHCP ändern"
wählen.

Bei Nameserver die IP vom Router eintragen.

Unter Routing / Standardgateway die IP vom Router eintragen.

Dann sollte es funktionieren.

Wenn du nicht DHCP verwenden möchtest, dann musst du eben, wie aterius geschrieben hat, die IP Adressen manuell eintragen.
Nameserver und Gateway nicht vergessen. Das ist die IP des Routers.
Dabei muss der Router sich im gleichen Netz befinden, sonst kann er nicht gefunden werden.
Die Netzwerkadresse des Routers, steht entweder auf einem Aufkleber auf der Unterseite, oder im Handbuch.

Im übrigen ist das Ganze kaum anders, als unter Windows einzurichten.
Die Netzwerkgrundlagen sind komplett die gleichen.

Have fun...

gruss, limoni
 
Zuletzt bearbeitet:
limoni schrieb:
Ob das Netwerk eingerichtet werden soll, wird während der Installation abgefragt.
Hast du diesen Punkt übersprungen, oder abgewählt, oder gab es einen Fehler?
3 mal NEIN. Allerdings kann ich mich nicht erinnern, dass die Netzwerkkonfiguration schon während der Installation abgefragt wurde.

limoni schrieb:
Im übrigen ist das Ganze kaum anders, als unter Windows einzurichten.
Die Netzwerkgrundlagen sind komplett die gleichen.

Das genau ist ja die Tatsache, die mich hier verzweifeln läßt. Hier bei mir laufen 1 Server und 6 Clients (alle auf Windows-Basis) einwandfrei. Unter Windows konfiguriere ich seit Jahren Netzwerke. Bei Suse Linux 10.1 gab es im Menu einen Eintrag "Netzwerkkarte konfigurieren" (oder so ähnlich). Angeklickt, die notwendigen IP-Adressen eingegeben und schon lief alles.

Die manuelle Variante habe ich auch schon ausprobiert - aber die Netzwerkkarte läßt sich nicht aktivieren! Ganz deutlich auch daran zu erkennen, dass kein Lämpchen leuchtet (und im Networkmanager eben die Karte zwar angezeigt wird, aber unter Aktiv ein NEIN steht).

Ein Hardwaredefekt liegt mit Sicherheit auch nicht vor, da im selben Computer (auf einer abgeklempten Festplatte) ein Windowssystem einwandfrei seinen Dienst verrichtet.

Mein Problem sind meine geringen Kenntnisse über Systemanalysen bei Linux, sodass ich nicht erkennen kann, was meine Netzwerkkarte daran hindert, aktiv zu werden.
 
Hast du dein Windows im Hibernate heruntergefahren?
Hast du WakeOnLan eingestellt?
Oder es gibt irgendwo eine Option, sie beim herunterfahren zu deaktivieren.
Dann ist die Netzwerkkarte auch deaktiviert und sie wird von Linux nicht richtig erkannt.
Irgendwo hatte ich dieses Verhalten schon mal gelesen. Finde ich jedoch nicht mehr.

Also noch mal Windows starten, NIC aktivieren und normal herunterfahren.
Dann in YaST / Netzwerkgeräte / Netzwerkkarte neu erkennen lassen.

Ansonsten Google mit der Bezeichnung? deiner Karte und Linux.

Doku:
http://www.novell.com/documentation/opensuse103/opensuse103_startup/data/sec_trouble_netconfig.html
und
http://www.novell.com/documentation/opensuse103/opensuse103_reference/data/sec_basicnet_manconf.html

gruss, limoni
 
Zuletzt bearbeitet: (Doku)
Irgendwo hatte ich dieses Verhalten schon mal gelesen. Finde ich jedoch nicht mehr.

ist so ++

einfach mal in windows, ein bißchen surfen & den energie-sparmodus in der systemsteuerung von der netzwerkkarte deaktivieren, dann dürfte es klappen (vorausges. es liegt daran)
 
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