News Opteron 1100: AMD-CPU mit 8 ARM-Kernen und 12 MB Cache bei 32 Watt

strex schrieb:
Dann nimm den Rest, X-Gene, Qualcomm, Cavium,..aber ich weiß die kennst du nicht.

Am A1100 ist überhaupt nichts neu. Klatsch ein paar A57 Cores, paar Extensions für Schnittstellen zusammen und fertig. Er sieht genau exakt aus wie der X-Gene 2 und hat selbe Feature Specs.

Und wo ist das Problem? AMD sieht anscheinend sowohl den Bedarf als auch die Möglichkeiten, das Teil am Markt zu platzieren. Das heißt entweder waren die anderen Hersteller am Markt vorbei mit ihrer Entwicklung oder AMD nutzt eventuell der Name um eben in das klassische Serverumfeld vorzustoßen, was die anderen eben nicht geschafft haben.

Obs funktioniert wird sich zeigen. Dass die klassische x86-Dominanz nicht mehr haltbar ist auf Dauer ist wohl absehbar. Im mobilen Bereich macht X86 mit den Intel Atoms keinen Stich. Warum soll sich durch die immer größere Verlagerung der Rechen- und Speicherkapazität in die Cloud dort nicht auch eine andere Architektur etablieren?

Webservices sind nicht an Hardware gebunden, die Software läuft zum großen Teil schon auf beiden Plattformen.
Wenn dann noch die Leistung und die TCO stimmt, sehe ich da zumindest gute Chancen.

Egal was "Analysten" sagen. Im einen Jahr wird der künftige ARM-Servermarkt auf 50 Milliarden geschätzt, dann eine Milliarde. Das sind auch nur Wahrsager. Wies wirklich abläuft wird die Zukunft zeigen
 
Die Nische ist schon ziemlich klein. Am ehesten geht sowas vielleicht für CDNs mit rein statischem Content oder billige Ceph-Nodes für Unmengen an Object-Storage.

Wobei bei letzterem auch schon die 14 S-ATA-Ports nicht gerade geil sind, wenn der Wettbewerb teilweise > 60 Platten pro Node liefern kann. Ob sich so ein Opteron A1100 mit einem Avago SAS/-S-ATA-Controller zzgl. SAS-Expander so ohne weiteres (auch aufgrund der Treiberproblematik) paaren lässt, ist zumindest fraglich. Und spätestens bei erweiterten Netzwerkoptionen (40/100 Gig Ethernet, Infiniband, Fibre-Channel) sieht es vermutlich zappenduster aus.

Für richtiges Webhosting mit dynamischen Content oder gar Big-Data, sind die popeligen A57 viel zu schwach auf der Brust. Da hätte AMD schon ordentlich customizen müssen (wie Apple A* oder Qualcomm Krait / Kryo), um da wirklich am Markt für Eindruck zu sorgen.
 
swm-kullerkeks schrieb:
Sparsame Webserver brauchen wohl kaum 14x SATA.
Eben und Profi-Storgaes nutzen eher seltener SATA.

Lord_X schrieb:
Jo bei den billigen Intels ist ja dann auch immer 14x SATA und 2x 10GbE-Ports dabei :lol:
Xeon-D hat auch 2x 10GbE, zwar nur 6 SATA Ports, aber viel mehr PCIe 3.0 Lanes.

deo schrieb:
Kann es sein, dass die Konkurrenz beim Intel Xeon D-1540 zu sehen ist.
Eben, Xeon-D wird der Gegner sein und Intel hat die Xeon-D Familie ja noch einmal gewaltig ausgebaut.

rg88 schrieb:
meines Wissens nach nur eine LAN-Schnittstelle
Dann google noch mal oder schau direkt bei Intel nach:

Alleine die fehlende SW-Unterstützung wird den ARM CPUs im Serversegment das Leben schwer machen, ich denke nicht, dass die einen nennnenswerten Marktanteil erzielen werden.
 
rg88 schrieb:
Und wo ist das Problem?

Na du hast doch versucht uns das als innovativ zu verkaufen. Wie ich aber schon aufzeigte ist es das nicht und gab es bereits davor.

rg88 schrieb:
AMD sieht anscheinend sowohl den Bedarf als auch die Möglichkeiten, das Teil am Markt zu platzieren. Das heißt entweder waren die anderen Hersteller am Markt vorbei mit ihrer Entwicklung oder AMD nutzt eventuell der Name um eben in das klassische Serverumfeld vorzustoßen, was die anderen eben nicht geschafft haben.

Bei der Finanzlage sollte das aber einschlagen wie die Bombe. Da man aber nichts anderes macht wie jeder andere auf dem Markt auch, wie soll da AMD rausstechen?

rg88 schrieb:
Dass die klassische x86-Dominanz nicht mehr haltbar ist auf Dauer ist wohl absehbar. Im mobilen Bereich macht X86 mit den Intel Atoms keinen Stich. Warum soll sich durch die immer größere Verlagerung der Rechen- und Speicherkapazität in die Cloud dort nicht auch eine andere Architektur etablieren?

Das wäre AMD überhaupt nicht zu Wünschen und davon geht AMD selbst nicht aus. Aus welchen Grund würde man sonst zig Millionen für die Entwicklung von Zen (Server) stecken wenn man es doch mit ARM könnte. AMD traut selbst nicht den Braten und zielt doch lieber mit x86 auf den Servermarkt.

rg88 schrieb:
Egal was "Analysten" sagen. Im einen Jahr wird der künftige ARM-Servermarkt auf 50 Milliarden geschätzt, dann eine Milliarde. Das sind auch nur Wahrsager. Wies wirklich abläuft wird die Zukunft zeigen

Das sagen keine Analysten, sondern AMD Mitarbeiter selbst. Die müssen schon optimistisch wie geht schätzen.


Simon schrieb:
Für richtiges Webhosting mit dynamischen Content oder gar Big-Data, sind die popeligen A57 viel zu schwach auf der Brust. Da hätte AMD schon ordentlich customizen müssen (wie Apple A* oder Qualcomm Krait / Kryo), um da wirklich am Markt für Eindruck zu sorgen.

Mit den 2 GHz hätte schon gerechnet, aber was hat da unser pipip versprochen, mehr als X-Gene 1/2. Jetzt sind es doch deutlich weniger. Deshalb sieht man heute auch nichts von ihm.

Ich sehe aktuell gar keinen Markt für Server, Network,.. der passend ist. Als Ersatz für virtuelle Instanzen vielleicht im Webhosting Bereich (Endkunde). Da das aber auch nicht bei online.net oder bei Raspberry Pi Hostern der Erfolg war, glaub ich auch daran nicht mehr. Wäre der Preis unter 100$ wäre er vielleicht eine Alternative für Mittelklasse NAS Systeme geworden wo man heute bereits auf ARM setzt. 200$ oder mehr sind dafür einfach zu teuer. Wenn man da denkt was für Rabatt als Hersteller bei Intel mit größeren Mengen bekommt ist auch die Klasse quasi weg.

Da hätte AMD wohl mehr von gehabt, die Ressourcen lieber in einen sparsamen Zen Opteron SoC zu stecken. Der könnte dann wenigsten mit Xeon-D konkurrieren.
 
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pminnieur schrieb:
FPS (...) bei CS ?
Bei 25 Mio. verkaufter Lizenzen für Counter Strike sicher eine berechtigte Frage. Vermutlich wird aber nie jemand die Antwort herausfinden.

Selbst der große Erfolg des Rasberry Pi hat Steam nicht veranlasst, Counter Strike auf ein ARM-Betriebssystem zu portieren. Vom Opteron werden vermutlich weit weniger Geräte in Privathaushalte gehen, als das mit den Pis der Fall war. Dabei wäre es natürlich geil, eine ganze LAN-Party auf nur einem einzigen Gerät abfeiern zu können.
 
Typisch AMD, dass man, obwohl sich dieses Jahr längst die A72-Kerne so langsam am Markt etablieren, trotzdem noch auf die alten A57-Kerne setzt. Die TDP von 32 Watt sind für mich kaum nachvollziehbar, da selbst Smartphone-SoCs in ähnliche Leistungs-Regionen kommen, dafür aber wesentlich effizienter arbeiten. Vermutlich ein schlechtes Herstellungs-Verfahren.

Ich bin gespannt, ob sich das SoC durchsetzen kann. In Anbetracht heutiger Smartphone-SoCs liest sich das jedenfalls wenig beeindruckend.
 
pminnieur schrieb:
wieviel fps krieg ich damit bei cs???!

overninethousand! (Alternativ heißt die Antwort auch: 42!)
 
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Vielleicht habe ich nicht alle Vorteile der ARM Architektur verstanden, aber mit dem was Intel mittlerweile an Prozessoren anbietet scheint es für mich wieder kaum einen Sinn für die ARM Architektur zu geben. Der große Vorteil (für den Massenmarkt) war ja der niedrige Strombedarf, aber da liefert Intel ja nun bis runter zur Cherry-Trail genug konkurrenzfähige Produkte. Darüber hinaus entfällt auch noch die ganze Portierungsarbeit weil man auf x86 bleibt.

Für mich ist die ARM Technik ein Parabelflug. Schneller Aufstieg mit der Smartphone- und Tablet-Ära, weil zu diesem Zeitpunkt x86 nichts anbieten konnte und nun wo Intel auch in diesem Bereich liefern kann geht es für ARM im Massenmarkt wieder stark bergab. Sicherlich wird es weiterhin Nischen geben wo ARM Sinn macht, aber so wie es zur Zeit ist wird es wohl nicht bleiben.
 
SaschaHa schrieb:
Typisch AMD, dass man, obwohl sich dieses Jahr längst die A72-Kerne so langsam am Markt etablieren, trotzdem noch auf die alten A57-Kerne setzt. Die TDP von 32 Watt sind für mich kaum nachvollziehbar, da selbst Smartphone-SoCs in ähnliche Leistungs-Regionen kommen, dafür aber wesentlich effizienter arbeiten. Vermutlich ein schlechtes Herstellungs-Verfahren.

Ich bin gespannt, ob sich das SoC durchsetzen kann. In Anbetracht heutiger Smartphone-SoCs liest sich das jedenfalls wenig beeindruckend.
Typisch SaschaHa, dass man trotz ausführlicher Erklärung in der News, trotzdem solch einen Beitrag schreiben kann, der nur klar hervorhebt, dass du keine Ahnung hast. Das ist mal wirklich peinlich.

Welcher, deine Worte, Smarthphone SoC hat 8 A57 Kerne die bei Last dauerhaft 2000 MHz auf alle 8 Kerne liefert? Dazu 4MB L2 Cache und 8 MB L3 Cache hat. Obendrein noch Dual Channel Speicherinterface der insgesamt 128 GB RAM ansprechen kann. Dazu 14 SATA III, zwei 10 Gigabit Netzwerkanschlüsse und 8 Lanes PCI 3.0 bietet?

Ob nun das Teil toll ist, kann ich nicht wirklich bewerten. Das du aber hier ahnungslosen Mist schreibst, ist klar und deutlich zu erkennen.
 
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rg88 schrieb:
Obs funktioniert wird sich zeigen. Dass die klassische x86-Dominanz nicht mehr haltbar ist auf Dauer ist wohl absehbar. Im mobilen Bereich macht X86 mit den Intel Atoms keinen Stich. Warum soll sich durch die immer größere Verlagerung der Rechen- und Speicherkapazität in die Cloud dort nicht auch eine andere Architektur etablieren?

Ist nicht ganz richtig denn Intel hat mit enormen Aufwand x86 im Tablet Segment neben ARM etabliert. Ausgehend von einem nahezu nicht existenten Marktanteil war das nur über eine Subventionierung der SoCs, Förderung der Gerätehersteller (Produktentwicklung und Marketing) sowie massive Investitionen in die Software (Android für x86) möglich.

Unternehmen welche sich derartiges überhaupt leisten können und gleichzeitig ein ernsthaftes Interesse an ARM basierten Servern haben gibt es nur sehr wenige. Hier voll einzusteigen bedeutet erstmal sehr viel Kapital zu verbrennen und deshalb läuft es bei AMD auf Sparflamme. Es hat schon seinen Grund das die Designs (K12) und jegliche Produkte (wie auch Seattle) nach hinten verschoben wurden. Ein Türöffner kann AMD nicht sein. Für AMD geht es in erster Linie darum sich diesen potentiellen Markt offen zu halten und die Entwicklung im Rahmen des möglichen zu fördern. Also einfach halbwegs bei der Musik zu sein. Hinzu kommt das AMD K12 sicherlich auch im Kontext des Semi-Custom Bereichs entwickelt (beispielsweise zukünftige Konsolengenerationen).

Mit Blick auf die Entwicklung der Marktanteile (nach ISA) im Serversegment der letzten 10 Jahre wird es für die ARM ISA abseits von Web und Storage alles andere als einfach. Wobei selbst dieser Teilbereich kein Selbstläufer ist denn bei Intel hat man nicht geschlafen sondern die Zeichen der Zeit erkannt und entsprechende Produkte auf den Markt gebracht welche die Messlatte sehr hoch gelegt haben.
 
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hier über Effizienz zu werben ist doch etwas gaga.

Hallo, wenn auch "nur" 14 Platten auf einen SOC kommen steht das in keinem Verhältnis. Dann ist es juck ob 5 oder 45W auf den SOC entfallen. Jede drehende Server Platte kommt schnell auf 10W und die idlen ja nicht rum. Dazu die ganzen 10g Switches & Adapter...

Die Frage ist also wo der mega Effizienzgewinn herkommen soll und wie man ihn verargumentiert. Wenn man an einem anderen 100W System 100 Platten betreiben kann ist der Gain wieder nichtig.

Viel eher geht es wieder über den Preis. Und das ist AMDs Krux. Über den Preis gehen geht selten gut und bringt selten viel ein, ist eher ein Notnagel. Intel würde wohl eher nen 8 Kern ATOM mit ner speziellen SB kombinieren (oder nen LSI zb), vollkommen egal ob das dann 35 oder 50W hat Hauptsache so günstig wie möglich zugunsten der Marge und so einfach wie möglich für den Kunden handzuhaben. Bestehende Treiber, Infrastruktur, Software.

Klar, es wird immer irgendwie besser gehen. AMD versucht oft diesen perfekten Weg am Rande des Horizont zu erreichen, schafft das aber nie wirklich. Dabei muss es oft nicht perfekt sein...
 
Bis auf Wenige haben hier wohl doch sehr viele überhaupt keinen Plan von was sie schreiben sollen,
vielleicht sollte sich CB mal bei so einem eingeschränkten Publikum die Änderung von ComputerBase zu ConsumerBase überlegen.

Und sich solche News völlig sparren, die die meisten User überfordern.
 
YforU schrieb:
Ist nicht ganz richtig denn Intel hat mit enormen Aufwand x86 im Tablet Segment neben ARM etabliert.

Naja, etabliert würde ich jetzt nicht gerade sagen. Klar gibt es ein paar, aber Abseits der Business-Geräten mit Windows hat Intel wenig zu bieten. Und diese Business-Geräte stehen eher in Konkurenz zu Intel-Notebooks als zu Android-ARM-Tablets.

YforU schrieb:
Hinzu kommt das AMD K12 sicherlich auch im Kontext des Semi-Custom Bereichs entwickelt (beispielsweise zukünftige Konsolengenerationen).

Prinzipiell durchaus möglich, allerdings sehe ich eher Zen in den Konsolen als K12, denn mit einer Zen-APU mit HBM hat man im Prinzip das, was die Konsolenhersteller wollen sowieso schon in der Entwicklung. Warum also dann das ganze nochmal mit ARM entwickeln. Zudem würde man die Software-Kompatibilität verlieren.

YforU schrieb:
Mit Blick auf die Entwicklung der Marktanteile (nach ISA) im Serversegment der letzten 10 Jahre wird es für die ARM ISA abseits von Web und Storage alles andere als einfach.

Ich glaube auf mehr hat es AMD auch garnicht abgesehen. Für alles andere wird Zen zuständig sein.

YforU schrieb:
Wobei selbst dieser Teilbereich kein Selbstläufer ist denn bei Intel hat man nicht geschlafen sondern die Zeichen der Zeit erkannt und entsprechende Produkte auf den Markt gebracht welche die Messlatte sehr hoch gelegt haben.

Intel hat mittlerweile zwar durchaus passable Produkte in diesem Bereich, aber auch sehr hohe Gewinnmargen. ARM-Designs sind relativ günstig in der Entwicklung (sehr viel günstiger als x86). Das führt dazu, dass AMD selbst bei moderaten Preisen noch gute Gewinne machen kann.

Zudem könnte man auf Basis der K12-Architektur später auch in andere Bereiche expandieren in denen ARM-Architekturen weiter verbreitet sind, z.B. im Automobilbereich oder in Entertainment-Systemen.
 
AMD hat keine Chancen sich gegen Intel im Serverbereich zu behaupten.

Die Aktie ist wieder im freien Fall.
 
Limit schrieb:
Naja, etabliert würde ich jetzt nicht gerade sagen. Klar gibt es ein paar, aber Abseits der Business-Geräten mit Windows hat Intel wenig zu bieten. Und diese Business-Geräte stehen eher in Konkurenz zu Intel-Notebooks als zu Android-ARM-Tablets.

Siehe: http://geizhals.de/?cat=nbtabl#gh_filterbox

Sind 731 gelistete Produkte in der Kategorie Tablet mit einem x86 SoC von Intel. Darunter sind zum einen auch massig günstige Android Tablets und zum anderen ist die Summe aller gelisteten Tablets mit ARM SoC vergleichbar groß. Nach Volumen (abgesetzte SoCs je Hersteller) ist Intel in diesem Segment heute Marktführer.


Prinzipiell durchaus möglich, allerdings sehe ich eher Zen in den Konsolen als K12, denn mit einer Zen-APU mit HBM hat man im Prinzip das, was die Konsolenhersteller wollen sowieso schon in der Entwicklung. Warum also dann das ganze nochmal mit ARM entwickeln. Zudem würde man die Software-Kompatibilität verlieren.

Die ISA der CPU ist bei Konsolen (Emulation) kein großes Problem solange keine Sonderwege (wie bei Sony mit Cell) gegangen werden. Der Abstand zwischen den Generationen ist einfach derart groß (Performance) das der Overhead zu vernachlässigen ist. Genaugenommen ist eine Emulation immer notwendig da nahe an der Hardware entwickelt wird und diese Umgebung für eine Kompatibilität später wieder 1 zu 1 abgebildet werden muss.

Aufgrund der hohen Stückzahlen werden wir in einer richtigen Konsole nie ein Produkt von der Stange sehen. Neu entwickeln ist hierbei durchaus relativ denn AMDs Custom Sparte ist vor allen deshalb so erfolgreich da ein sehr großes Sortiment an IP Blöcken kombinierbar ist. Ob der Kunde eine ARM oder x86 CPU wählt sollte für AMD keinen großen Unterschied machen.

Intel hat mittlerweile zwar durchaus passable Produkte in diesem Bereich, aber auch sehr hohe Gewinnmargen. ARM-Designs sind relativ günstig in der Entwicklung (sehr viel günstiger als x86). Das führt dazu, dass AMD selbst bei moderaten Preisen noch gute Gewinne machen kann.

Dem würde ich nur teilweise zustimmen. ARM Designs sind nur dann in der Entwicklung deutlichst günstiger wenn fertige IP Cores von ARM (wie Cortex A57) eingesetzt werden. Ein eigenes CPU Design (auf Basis jeglicher ISA) welches sich auf dem Niveau von Intels Performance CPUs bewegt ist immer extrem kostspielig. Ohne entsprechende Designs wird man aber nie und nimmer ernsthaft oberhalb des Segments welches Intel vor allen mit Atom SoCs (Server) abdeckt mitspielen können. Die Xeon-D sind einfach schon eine ganz andere Liga.

Zudem könnte man auf Basis der K12-Architektur später auch in andere Bereiche expandieren in denen ARM-Architekturen weiter verbreitet sind, z.B. im Automobilbereich oder in Entertainment-Systemen.

Möglichkeiten sehe ich hier auch viele und deshalb ist das Risiko welches AMD mit der Entwicklung von K12 eingeht vergleichsweise gering. Ist einfach auch eine logische Ergänzung zum bereits vorhandenen großen Portfolio an IP. Sowohl was eigene Produkte, Custom Designs als auch die eventuelle Lizenzierung betrifft.
 
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YforU schrieb:
Nach Volumen (abgesetzte SoCs je Hersteller) ist Intel in diesem Segment heute Marktführer.
Was aber nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass es eben viele Anbieter von ARM CPUs gibt. Das ist natürlich für AMD auch keine gute Nachricht, denn sie müssen damit auch gegen die Produkte anderer Anbieter um den Markt für ARM Server CPUs/SoCs kämpfen, der sich auch erst noch etablieren muss.

YforU schrieb:
AMDs Custom Sparte ist vor allen deshalb so erfolgreich da ein sehr großes Sortiment an IP Blöcken kombinierbar ist.
Eben und wie erfolgreich die Sparte wirklich ist, kann man auch nicht wissen ohne zu wissen welcher Teil der Entwicklungskosten der verwendeten Technologie dafür intern in Rechnung gestellt wird. Die Customchips nutzen ja die Technologie die in den anderen Parten teuer entwickelt wurde, aber wird dafür auch ein fairer Anteil der Entwicklungskosten angerechnet? Wenn nicht ist es einfach die Sparte erfolgreicher und gewinnbringender aussehen zu lassen als sie es wirklich ist.

YforU schrieb:
Die Xeon-D sind einfach schon eine ganz andere Liga.
Die Familien wird aber gerade gewaltig ausgebaut und auch nach unten mit den Pentium-Ds, dagegen werden die ARM Server SoCs antreten müssen, was schon ein Blick auf die Features wie zwei 10GbE Ports zeigt und da wird nicht einfach, die kleinen Modelle gibt es ebenfalls sehr günstig und die haben Technologie die komplett von Intel ist, während AMD sich die Schnittstellentechnologie zukauft.
 
Holt schrieb:
Was aber nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass es eben viele Anbieter von ARM CPUs gibt. Das ist natürlich für AMD auch keine gute Nachricht, denn sie müssen damit auch gegen die Produkte anderer Anbieter um den Markt für ARM Server CPUs/SoCs kämpfen, der sich auch erst noch etablieren muss.

Absolut und im Bereich der LP SoCs sind die Margen allgemein sehr niedrig. Es braucht einfach sehr hohe Volumen und die sind nicht einfach zu erreichen. Aus dem Grund haben sich Hersteller wie TI und Nvidia praktisch in Nischen verabschiedet. Intel hat den ganz großen Vorteil das gesamte Spektrum abdecken zu können. Das große Geld wird in Bereichen darüber eingesammelt und damit kann man sich dann auch problemlos längerfristige Quersubventionierungen (für Marktanteile) leisten.

Eben und wie erfolgreich die Sparte wirklich ist, kann man auch nicht wissen ohne zu wissen welcher Teil der Entwicklungskosten der verwendeten Technologie dafür intern in Rechnung gestellt wird. Die Customchips nutzen ja die Technologie die in den anderen Parten teuer entwickelt wurde, aber wird dafür auch ein fairer Anteil der Entwicklungskosten angerechnet? Wenn nicht ist es einfach die Sparte erfolgreicher und gewinnbringender aussehen zu lassen als sie es wirklich ist.

In erster Linie bringt es natürlich Umsatz und deckt laufende Kosten (Entwicklung). Wirklich viel Gewinn dürfte effektiv dabei nicht reinkommen aber das muss es eigentlich auch nicht.

Die Familien wird aber gerade gewaltig ausgebaut und auch nach unten mit den Pentium-Ds, dagegen werden die ARM Server SoCs antreten müssen, was schon ein Blick auf die Features wie zwei 10GbE Ports zeigt und da wird nicht einfach, die kleinen Modelle gibt es ebenfalls sehr günstig und die haben Technologie die komplett von Intel ist, während AMD sich die Schnittstellentechnologie zukauft.

Meine Aussage war bezogen auf die Performance. Da ist Broadwell gegenüber den üblichen ARM IP Cores oder auch Silvermont in einer anderen Liga angesiedelt. Der aggressive Ausbau des Portfolios an Broadwell SoCs ist für jegliche Konkurrenz ein ziemlicher Dämpfer. Mit ARM IP Cores ist denen nicht beizukommen und wirklich potente Eigenentwicklungen (auf Basis der ARM ISA) sind bis heute Mangelware.

Broadwell-DE ist meiner Ansicht nach das beste Produkt welches Intel seit Jahren auf den Markt gebracht hat. Hohe Integration, hohe Effizienz und dabei auch noch richtig schnell. Wobei ich hier für AMD vor allen mit einem x86 SoC auf Basis von Zen mittelfristig durchaus Möglichkeiten sehe ein Stück vom Markt zu bekommen.
 
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