Organ spenden

ich habe auch einen ausweis - und das kreuz bei "[x] NEIN, ich widerspreche einer Entnahme von Organen oder Geweben" gesetzt... kann es nicht mit meinem gewissen vereinbaren, _nicht komplett_ im feuer bestattet zu werden!
 
Darf ich mal alle befürworter der Organspende fragen was sie zum Aktuellen Skandal sagen?

Das sind doch genau die Fälle vor denen die Menschen Angst haben, und von denen es immer geheißen hat es gibt sowas nicht, weil die Kontrollen so steng sind.

Meine Meinung: Bei Organen gehts genau wie mit anderen Waren nur ums Geschäft!
Ich bin gespannt ob das schon alles war was bisher rausgekommen ist.
 
Bin Österreicher und finde das System gut.
- Viele Menschen wissen einfach nicht wie man Spender werden kann (de)
- Andere sind zu faul (de)

Gibt es irgendwo Zahlen wieviel % in Österreich ablehnen oder wieviel
% in Deutschland Spender sind ? Wäre für moch interessant zu wissen.
 
Bin Österreicher und finde das System gut.
- Viele Menschen wissen einfach nicht wie man Spender werden kann (de)
- Andere sind zu faul (de)
Hmm, hast Du auch einen Grund warum Deiner Meinung nach nur die deutschen zu faul und uninformiert sind oder sind das nur Deine allgemeinen Vorurteile?
 
Haha ne, komme selber aus Deutschland (lebe zur Zeit in Österreich)

Österreicher sind genau so faul/uninformiert.
Kenn mich auch nicht besonders gut damit aus, woher den auch ?
In Österreich würde es wohl kaum anders sein als in Deutschland wenn nicht jeder
Spender wäre.

PS. Mach zurzeit Urlaub in Deutschland :O (falls du noch immer glaubst das ich schlecht über deutsche denke) :)
PPS. Das faul und uninformiert ist auch nicht böse gemeint
 
Zuletzt bearbeitet:
Da ich keinen Einfluss auf die Person habe welche meine Organe erhalten würde, so kann ich es nicht mit meiner Einstellung vereinbaren zu spenden.
 
F!o schrieb:
Darf ich mal alle befürworter der Organspende fragen was sie zum Aktuellen Skandal sagen?

Das sind doch genau die Fälle vor denen die Menschen Angst haben, und von denen es immer geheißen hat es gibt sowas nicht, weil die Kontrollen so steng sind.

Meine Meinung: Bei Organen gehts genau wie mit anderen Waren nur ums Geschäft!
Ich bin gespannt ob das schon alles war was bisher rausgekommen ist.

vereinzelnd wird es immer wieder so fälle geben, aber was ändert es? Die Organe werden trotzdem gebraucht. Ob sich jetzt jmd vor gedrängelt hat oder nicht.
Steuerhinterzieher wird es auch immer geben, so sind wir Menschen halt. Wenn sich die Gelegenheit bietet wird halt vor gedrängelt ausgenutzt und abgeräumt...egal ob im Supermarkt im Krankenhaus oder im Bundestag. Deswegen jetzt nicht zu Spenden ist genauso falsch wie sich vor zu drängeln.

Dieser ach so schlimme Skandal überrascht mich nicht die Bohne, das gabs schon immer und wird meine Einstellung diesbezüglich nicht ändern.

Bin dafür übrigens, und würde es auch besser finden wenn automatisch alle Spender sind und man sich melden muss wenn man es nicht sein will.
Aus dem einfachem Grund weil so Leute wie ich noch keine Spender sind weil sie einfach zu Faul oder noch keine Zeit hatten sich darum zu kümmern.
 
Das sind doch genau die Fälle vor denen die Menschen Angst haben, und von denen es immer geheißen hat es gibt sowas nicht, weil die Kontrollen so steng sind.

Meine Meinung: Bei Organen gehts genau wie mit anderen Waren nur ums Geschäft!
Ich bin gespannt ob das schon alles war was bisher rausgekommen ist.
Naja es ist ja nun nicht so, dass in Göttingen man sich ne Leber für 5.000€ kaufen konnte. In Göttingen geht es ja um die Manipulation der Warteliste, so dass Leute die auch schon auf der Warteliste hinten gestanden haben (und damit so oder so früher oder später ein Spendeorgan benötigen) durch manipulierte schlechtere Blutwerte eine höhere Dringlichkeit zugewiesen bekommen haben. Insofern haben halt nicht diejenigen ihr neues Organ zuerst bekommen, die es am bittersten nötig haben/hatten sondern eben Patienten eines gewissen Oberarztes.
Das grundsätzlich Falsche ist in meinen Augen, dass da an einen Chefarzt Prämien für jede erfolgte Transplantation erfolgten. Das ganze ist ja kein Verkauf einer Versicherung oder eine IGeL sondern eine dringend notwendige Operation, die so oder so durchgeführt werden muss. Dafür dann Prämien auszuzahlen finde ich pervers. Zumal es ja nun nicht so ist, dass alle Transplantationszentren komplett ausgelastet sind und Tag und Nacht nur am trasplantieren sind und ohne Prämien da Organe verschimmeln.

Trotzdem kommt ja mein Organ jemandem zu Gute, der es braucht. Zwar nicht so dringend vielleicht wie jemand anderem, aber sinnlos und unnütz ist das ja trotzdem nicht. Es bleibt aber trotzdem ein ungutes Gefühl und da ja eh schon viele Menschen der Transplantation skeptisch gegenüber stehen, verringert das natürlich nicht gerade die Skepsis.

Der große Punkt für die viele Menschen ist ja die Angst, vorzeitig für hirntot erklärt zu werden, weil die Ärzte sehen, dass man Organspender ist und dann man vielleicht eher mal für gehirntot erklärt wird als jemand, der eine Organentnahme verweigert hat. Dieser heikle Bereich ist ja durch den aktuellen Skandal nicht betroffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
morphium schrieb:
ich habe auch einen ausweis - und das kreuz bei "[x] NEIN, ich widerspreche einer Entnahme von Organen oder Geweben" gesetzt... kann es nicht mit meinem gewissen vereinbaren, _nicht komplett_ im feuer bestattet zu werden!

Bei solchen Menschen wie dir hoffe ich immer das sie ihre Einstellung auch damit vereinbaren können das sie im zweifelsfall KEIN Organ bekommen.

Wer bereit ist zu spenden hat auch ein Anrecht eins zu bekommen, würde vieles in der Transplantationsmedizin extrem vereinfachen.
 
An meiner Grundeinstellung hat sich nichts geändert... "Ich bin tot, macht mit dem Kadaver was ihr wollt. Mir kanns egal sein."

Es geht ja bei der Sache nicht darum, dass noch zu rettende Patienten vorzeitig für tot erklärt wurden um ihnen Organe entnehmen zu könne.
 
GregoryH schrieb:
Bei solchen Menschen wie dir hoffe ich immer das sie ihre Einstellung auch damit vereinbaren können das sie im zweifelsfall KEIN Organ bekommen.

klar nehme ich eins an wenn ich eins brauche... bin ja nicht blöd :)
 
Ich will den Thread mal wieder aufwärmen.

Es hat jeder für sich Recht, der auf eine Organspende im Todesfall verzichtet.

Bis...er selber betroffen ist!

Ich habe mir nie auch nur die geringsten Gedanken über so etwas gemacht.
Selbst im TV und Radio hat man nur mit einem halben Ohr hingehört und dann auch gleich wieder vergessen.
Anno 2001 bekam ich Probleme mit dem Herzen, die sich mit hunderten Untersuchungen und Aufenthalten im Krankenhäusern bis zum Jahre 2007 hinzogen.
Mein Herz war dann so schlecht drauf, das man mir dazu riet, einen ICD zu implantieren. Gesagt getan.

Ab Ende 2007 lief ich also mit dem Teil in der Brust umher, Kfz führen war gegessen - also werde ich Disponent. 2010 wurde trotz ICD mein Herz so schlecht, man gab mir nur eine Chance, ein neues Herz. Die "Tauglichkeitsuntersuchung" für eine Transplantation endete für mich auf der Intensivstation, weil mein Herz mehrfach versagte, trotz ICD.
Auf der Selben verbrachte ich die nächsten drei Monate.(kann das ganze Personal nur äußerst lobend erwähnen). In diesen drei Monaten wurde jede Woche einmal eine "Tauglichkeitsuntersuch" mit Rechtsherzkatheder(sehr unangenehm) durchgeführt. Diese wurde dann von Eurotransplant auf alle 6 bzw. 8 Wochen verschoben, um die Patienten zu schonen.

Auf der ITS bin ich 3x weg gewesen, einmal von einer Ärztin und zweimal von meinem ICD zurückgeholt worden.
Darauf hin bekam ich für 41Tage eine IAPP, eine externe Pumpe die über einen Venenkatheder in der Leiste eine Blase in der Lungenvene auf- und leer pumpt, um das Herz zu unterstützen.

Ihr wollt gar nicht wissen, wie scheiße das ist, wenn du diesen durgehenden piiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiip von der Maschine hörst, an der du selber dran hängst!

Nach diesen ersten drei Monaten wurde ich auf die "Wachstation"(mit Intensivstation vergleichbar) verlegt.
Hier durfte ich gelegentlich aufstehen.
Fast täglich kam früh eine Schwester oder Pfleger mit dem Ausdruck von meiner Überwachung mit den Herzstillständen, nicht unbedingt schön.

Alles bis hier her war das schlimmste, was ich erlebt habe in meine fast 43 Jahren.

Diese ganzen Untersuchungen, gepiekse, geschnippel, tägliche Röntgen möchte ich nie wieder erleben.

Auf dieser Wachstation habe ich die nächsten drei Monate verbracht, bis ich endlich am 24.08.2011 um 1:30Uhr geweckt wurde.

"Herr...., wir haben ein Organ für sie"

10Uhr war ich endlich Ganzkörperrasiert im OP angekommen.

Und wie ihr selber lest, hat das ganze geklappt!

Nun zu dem Spenderausweis. Ich selber habe meinen ausgefüllt, als ich auf der ITS gelegen habe.
Und natürlich haben mich die Ärzte nicht sterben lassen, damit die mich ausschlachten können.

Das schlimme an der ganzen Sache mit diesem Ausweis ist, das es ihn gibt.

Der Staat bevormundet uns in so vielen Sachen, nur in so einer wichtigen nicht.

Warum ist nicht automatisch jeder Spender, der es nicht explizit ablehnt, in so vielen Ländern(auch die zur EU gehören) ist das so.
So ein Scheiß wie Nummernschildgrößen sind EU-weit vorgeschrieben, Organspende nicht!?

Warum auch!

Man kann nicht nur ein Leben retten, sondern Dutzend oder sogar noch mehr. Schließlich kann man nicht nur Herz, Leber und Niere spenden, sondern auch Glieder, Knochenmark, Augen, und und und

naja, erst mal gut von mir.
 
Schön das es bei dir im Endeffekt geklappt hat:-)
Und natürlich haben mich die Ärzte nicht sterben lassen, damit die mich ausschlachten können.
Tja, das ist ja immer die Befürchtung...
Natürlich lassen die niemanden einfach so sterben. Das glaube ich nicht. Aber wenn lebensverlängernde Maßnahmen nur geringe Aussicht haben und dadurch die Organe verloren gehen könnten?!? Ich könnte mir vorstellen das hier das Gewissen einiger Ärzte in Konflikt kommt.

Ich habs für mich so geregelt: Ich trage keinen Ausweis mit rumm, habe ihn aber bei meiner Frau hinterlegt.
Außerdem wissen alle Freunde und Verwandte wie ich dazu stehe.

Mir solls recht sein. Ich spende meine Ersatzteile lieber einem Menschen der damit weiter leben kann als irgendwelchen Würmern oder Bakterien. Früher oder später landen sie eh in der Erde oder dem Feuer.

Zu den Skandalen:
Schon ein riesen Mist! Aber an meiner Grundhaltung ändert das nix.
Ich würde ein explizites Opt Out auch besser finden als das deutsche Opt In Verfahren.
 
Hallo !

@Herby

Respekt vor Deiner Geschichte und alles Gute für die Zukunft ! :)

Ich selbst habe einen Organspendeausweis dabei. Wer aus moralischen, persönlichen und ethischen Gründen nichts "alles" spenden will, kann ja auch die Entnahme nur bestimmter Organe verfügen.

Viel schlimmer ist, wie mir u.a. mein Hausarzt sagte, die ganze Sache im Zusammenhang mit einer Patientenverfügung (die ich auch habe, ich will nicht jahrelang an Schläuchen hängen oder verblödet aufwachen).
Wenn man in der Verfügung nämlich lebenserhaltende Maßnahmen etc. ablehnt...dürfen die auch nicht gemacht werden. Unter Umständen...ist das aber auch das Ende einer Organspende. Schnell entnehmen und schnell irgendwo einsetzten klappt nämlich nicht. Und kein Arzt wird sich einer Klage von Angehörigen aussetzen.
Eine Lösung habe ich noch nicht. Vermutlich Patientenverfügung zerreissen (oder auf eine abgeänderte Form hoffen) und jemanden suchen, der mich im Fall der Fälle "abklemmt".

LOL..und meinem Nick nach bin ich ja bald dran :D
 
Zuletzt bearbeitet:
@all

Danke erst einmal!

das mit den lebenserhaltenden Maßnahmen ist ganz einfach.

Irgendwann ist das Hirn hin und dann wird halt nur noch der Körper am Leben erhalten.
Nur weil du im Koma liegst, wirst du nicht ausgeweidet, sondern irgendwann die Maschinen abgestellt bis dann zwangsläufig Schluss ist.

In deiner Patientenverfügung kannst du das alles schreiben wie du das handhaben willst.

z.B. bei mir, wenn abzusehen ist, das ich irgendwelche geistigen Schäden zurückbehalten sollte, wird nur soweit am Leben erhalten wie die Organe brauchbar sind.

Meistens sind die durch die Medis eh soweit geschädigt, das man kaum Verwendung dafür hat.

In dem halben Jahr waren meine Nieren durch die Medikamente eh an der Grenze zum Versagen.
Aus erster Quelle weiß ich, das solche Komapatienten die wenigsten Spender hervorbringen.
Die Meisten sind Unfallopfer, die eigentlich schon mehr tot als lebendig in die Klinik kommen.

Mein Herz habe ich z.B. von einem Unfall-Opfer, soweit hat man mir verraten.

Kein Arzt kann vorhersehen, hat der eine Patientenverfügung oder nicht, also wird erst mal geholfen.

Ich habe leider auch miterleben dürfen, wie drei meiner mitwartenden Leidensgenossen sterben mussten, einer davon sogar im Nachbarbett.

Ist nicht schön, glaubt mir.



Ich war sogar im Fernsehen, weil ich solange in der Klinik hab warten müssen!
 
Ich habe eine entsprechende Vollmacht an meine Frau gegeben. Sie darf dann in meinem Interesse handeln – mein Interesse – nämlich die Einstellung lebenserhaltender Maßnahmen – aber mit Schmerzstillenden Mitteln ist dort ebenso genannt. Meine Frau darf dann auch den Vormund übernehmen.

Es kommt dabei auch auf die Lebenssituation an. Im Alter von Herby evtl. mit noch jungen Kindern etc. hätte ich auch gekämpft. Wäre mir das mit 70+ passiert hätte ich „den Stecker“ auch selber gezogen wenn möglich.

Und wenn ich Tod bin können die mit mir machen was immer sie wollen. Das was nicht gebraucht wird soll eingeäschert werden. Ich kann weder an übermäßigem klammern am leben noch am seinem Körper verstehen. Dahinter ist wohl der Glaube, dass man dann im Himmel ohne Eingeweide ankommt...
 
genau so hab ich das mit der Vollmacht-Patientenverfügung.

Diese sind sogar im Krankenhaus. Damit kann z.B. kein Familienangehöriger gegen meinen Willen entscheiden.
 
Irgendwann ist das Hirn hin und dann wird halt nur noch der Körper am Leben erhalten.
Nur weil du im Koma liegst, wirst du nicht ausgeweidet, sondern irgendwann die Maschinen abgestellt bis dann zwangsläufig Schluss ist.
Zu Punkt eins Deines Satzes - hatten wir doch gerade letzte Woche! Da wird kurz gemessen, keine Hirnaktivität festgestellt und die Patientin wacht im Leichenschauhaus wieder auf.
Klar, bei einem Spender muß noch ein weiterer Arzt das Formular unterschreiben, aber wie läuft sowas denn? Wohl zu oft nicht anders als woanders auch, schnell ne Unterschrift und gut!

Vor ein paar Jahren haben die hier nicht weit entfernt eine Exhumierung auf einem Friedhof gemacht - ging glaube ich um eine Leichenumbettung einer Frau die vor einigen Jahren verstorben war - bei der Öffnung des Grabes hat man dann gesehen, dass das Holz des Sarges von innen komplett zerkratzt war und die Leichenreste zusammengekauert im Sarg lagen - also das denkbar schlimmste passiert was passieren kann, im Sarg aufzuwachen!

Es tut mir leid, mir ist die Medizin einfach nicht zuverlässig genug und nenn es Paranoia, aber ich möchte lieber eingeäschert werden als irgendwo künstlich am Leben erhalten zu werden um noch jemanden zu finden der meine Ersatzteile gebrauchen kann! Frei nach dem Motto, kurz und schmerzlos!

Da gab es auch mal einen Bericht im TV - da wurde einer über ne Woche künstlich am Leben gehalten um die Organe für eine Transplantation frisch zu halten und plötzlich hatte er wieder Gehirnwellen die sich keiner erklären konnte.
Klar, alles Einzelfälle - aber wo Menschen arbeiten, passieren Fehler und im Krankenhaus arbeiten viele Menschen..........

Ist aber nur meine persönliche Panik, ich will hier niemanden in eine Richtung drängen und habe Hochachtung vor denen, die Organe spenden!
Tut mir leid für meine Meinung die sehr eigensinnig ist und auch nicht unter Beachtung der Bedürfnisse anderer.

edit: ach ja, da wäre immer noch die Sache mit dem Organhandel in Hamburg, wo reiche Scheichs sich mal eben ne Niere haben machen lassen - das war nur kurz in den Nachrichten, da gab es keinen Skandal - offensichtlich spielt Kohle und Beziehungen immer noch die größte Rolle in diesem Land - wobei ich nichts unterstellen möchte, in dem ein oder anderen Fall mag dass ja alles seine Ordnung haben, aber ein fader Beigeschmack bleibt........
 
Zuletzt bearbeitet:
Du meinst den Unfall?

Passieren kann immer was, dafür sind wir Menschen (ist nur ein anderes Wort für Fehlbar).

Ich für meinen Teil lasse meine Überreste verbrennen, egal was passiert.

Mit dem Sarg der komplett zerkratzt war, halte ich für ein Gerücht. Überlege mal, wie wenig Luft in der Kiste ist!!
Also ich glaub das erst, wenn ich es gesehen habe. Nichts für ungut, aber....

Das mit der Woche am Leben halten für die Organe geht gar nicht!

Wenn du richtig TOT bist ist nichts mehr, da hilft nichts nur das Blut weiter durch die Leitungen zu schuppsen.
Also muss noch irgendwas gewesen sein.

Ich bin mir auch ziemlich sicher, das die da keinen absichtlich sterben lassen.

Und ganz genau das ist die Panikmache die eigentlich gar nicht gebraucht wird.
Diese ganzen Skandale finde ich so dermaßen Panikmache, hoffentlich kommen die Idioten von Reportern und Chefs derselben mal in die Verlegenheit eine Spende zu brauchen.

Im Endeffekt haben die nur die Werte vor der Medi-vergabe genommen, damit die schlechter waren.

Wenn du da liegst, wäre dir auch Recht wenn die auf dem Parkplatz vor der Tür einen passenden Spender in die Birne schießen, damit du wieder rauskommst!!

Entschuldigt bitte diese Worte, aber es ist so.
 
Moin !

Über dieses Thema könnte man echt ein wenig mehr diskutieren, viele halten es lieber, wie so oft bei unangenehmen Dingen, für ein Tabu.
Meine Erfahrungen und weiteren Meinungen sind auf niemanden persönlich gemünzt (und nicht alles zu ernst nehmen, ich habe einen Hang zum Sarkasmus) !

Zitat:
"Wäre mir das mit 70+ passiert hätte ich „den Stecker“ auch selber gezogen wenn möglich"

Grosser Irrglaube. Der Mensch hat einen extremen Erhaltungstrieb. Sicher bestätigen Ausnahmen die Regel, aber 99 % ziehen den Stecker nicht.

Zitat:
"Tut mir leid für meine Meinung die sehr eigensinnig ist und auch nicht unter Beachtung der Bedürfnisse anderer."

Keinem braucht irgendetwas leid zu tun. Jeder hat das Recht, so zu handeln, wie er es für richtig hält. Ich habe meine Organspende (noch und leider) auch aus bestimmten Gründen auf bestimmte Organe begrenzt. Aber genau diese Organe werden am häufigsten benötigt, also weg damit. :)

Zitat:
"ach ja, da wäre immer noch die Sache mit dem Organhandel in Hamburg, wo reiche Scheichs sich mal eben ne Niere haben machen lassen"

Wenn ich wirklich tot bin..ist mir das sowas von schei**egal, wer diese Organe bekommt. Sicher fände ich es besser, wenn alles mit legalen Dingen zugeht, aber da nennt mir bitte mal EINEN Bereich, wo es so ist. Gibt es auf diesem Planeten nicht.
In der Kiste zerfressen mich Würmer...im Ofen verkokelt alles. Wieso sollte mich interessieren, wer die Niere etc. bekommt ?

Zitat:
"...hoffentlich kommen die Idioten von Reportern und Chefs derselben mal in die Verlegenheit eine Spende zu brauchen."

Genau das sind die, die dann aber zuerst schreien: HIER...ICH ! Ich bin in meinen Einstellungen immer extrem, ergo: kein Organspendeausweis...kein Organ für diese Person. Pech gehabt.

Zitat:
"genau so hab ich das mit der Vollmacht-Patientenverfügung. Diese sind sogar im Krankenhaus."

Da liegt sie gut. Hilft Dir nur nichts, wenn Du in ein anderes Krankenhaus kommst und niemand weiss davon und niemand ist erreichbar (wie es bei mir wäre). Am Mann...immer am Mann (bzw. Frau) . Lästig und schwer, aber ich habe immer eine dabei. Oder wenigstens einen Hinweis in der Geldbörse, dass sie existiert und wo sie liegt: Handschuhfach...Kofferraum...Klorolle Hutablage. :D

Und die Sache mit den (bedauerlichen !) Einzelfällen: es sind Einzelfälle. Nehme ich alle "Geschichten", sind das vielleicht 0,1 %.

Inzwischen habe ich mich auch für's Verbrennen entschieden. Würmer fressen mich auf...och nöööö, selbst als absoluter Tierfreund nicht mein Ding.
Ups...ich widerspreche mir...sollte mir ja auch schei**egal sein. :) Ich bin ja tot. Naja, leider arbeitet das Hirn im Augenblick noch und da widerstrebt mir diese olle Holzkiste.
Oder ich tue noch was ganz Gutes: nehmt die Reste und füttert die Löwen im Zoo. Bleibt wenig "Restmüll" übrig. :D

In diesem Sinne....schönes WE
 
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