Paketverlust abends; Bandbreite nicht betroffen

rebe123

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Hallo, bin mittlerweile ziemlich ratlos bei folgendem Problem:

- Paketverlust ohne nachvollziehbaren Grund (Auslastung meinerseits) in den Abendstunden seit etwa Ende März
- dabei ist die Bandbreite nicht verändert und die Latenz in absoluten Zahlen nur leicht erhöht (von 15ms auf 25ms etwa)
- zeitlich niemals vor 18:30, niemals nach 23:30 aufgetreten
- mal von 19:00-23:00, am nächsten Tag von 20:30-23:00, dann von 20:20-22:20; sehr selten auch gar nicht (2x im Mai)
- Ping an Fritbox unauffällig, Ping an BRAS zeigt bereits den Paketverlust (im Screen entsprechend 1. und 2. Graph)
- anderer Router zeigt selbes Problembild; auch andere Endgeräte, sowie Lan/Wlan haben keinen Einfluss
- Störsicherheit in Fritzbox hochsetzen (Störabstandsmarge von über 15) bringt keine Verbesserung
- Anwendung/Zielserver hat keinen Einfluss


- ADSL 2+ (ITU G.992.5) Annex J ; Broadcom 163.247
- 16k Vodafone, synchronisiert mit ~12,3k und 1,6k
- kein Bitstrom nach arcor Verfügbarkeitsprüfung
- verwendet wird eine gemietete Fritzbox 7490
Fritzbox Info
Fritzbox Spektrum

Woran kann das liegen? Hotline zeigt sich stur, weil ja die Bandbreite nicht betroffen ist und auf Paketverlust kann/will man wohl nicht testen.

Danke für eure Mithilfe.
 
entweder weiter lästig sein bei der hotline oder provider wechseln
der loss tritt lt deinem screen ja erst ab dem 1 infrastrukturgerät auf - 88.79.30.162 - mit 48%

lass dich zu ner technisch höheren stelle verbinden
kennst du nachbarn die ebenfalls bei vodafon sind? haben die das gleiche verhalten (wenn die über den selben knoten gehen?)
 
Hmm das ist ein Anzeigefehler von Pingplotter. Mein Router wird hier gar nicht angezeigt, der 1. und 2. Hop sind das BRAS vom ISP (allerdings ist die doppelte Anzeige nicht zutreffend, Pathping und andere Tools zeigen das korrekt an). Der Paketverlust entsteht bereits auf dem Weg von meinem Router zum BRAS (siehe Multiping, andere Tools zeigen das auch so korrekt an, eben nur Pingplotter nicht).

Die 48% bei 88.79.30.162 (1. Hop im IP-Backbone von Vodafone) sind kein tatsächlich vorhandener Paketverlust, sondern primär auf Nichtantwort/Depriorisierung von ICMP Anfragen des Routers zurückzuführen.
 
Das Problem liegt bei Vodafone. Und es liegt nicht an daran, dass sie dir nicht hoffen wollen - sie können schlicht einfach nicht. Mein Hotline-Mitarbeiter war da sehr offen mit der Beantwortung meiner Anfrage. Der vom internen Support genannte Zeitraum für Verbesserung lag irgendwo in Q3/Q4, Konkretes gibt es da dann aber nicht. Wenn du nicht warten willst: Kündigen und welchseln.

Vodafone hat in Teilen der versorgten Gebiete schlicht zu wenig Ressourcen für zu viele Verträge im Backbone eingeplant und eingekauft.

Bei mir gehen die Fehler soweit, dass einer der ersten Server im Backbone keine Antwort liefert. Die Folge: Pings im 100-300ms Bereich, je nach Qulität der neu gerouteten Hops.
 
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Hi!,

DSL ist extrem anfällig bei externen Beeinflussungen. Läuft denn abends irgendetwas, was sonst nicht läuft? Auch Powerlines können Störungen ala' CRC verursachen (schon oft erlebt). Da es, aus meiner Ansicht nach, kein Problem mit dem Port sein wird (so wie ich das Spektrum interpretiere, läuft dein Anschluss sogar etwas "sauberer" als meiner), einfach mal bei Vodafone anrufen und Fragen, ob die den Techniker losschicken können. Anbieterwechsel muss nicht helfen, wenn es sich um ein Problem mit der Leitung handelt, da der neue Anbieter möglicherweise die gleiche Leitung verwenden wird.

Du aber auch einen etwas längeren Leitungsweg zum nächsten Amt/Hauptverteiler, kein Wunder, dass da keine vollen 16k ankommen :-D
 
Sehe ich das richtig, dass wir hier von 1-2% Packet Loss reden?
Das ist noch völlig zu vernachlässigen. Hast du den irgendwelche großartigen Einschränkungen?
 
brainDotExe schrieb:
Sehe ich das richtig, dass wir hier von 1-2% Packet Loss reden?
Das ist noch völlig zu vernachlässigen. Hast du den irgendwelche großartigen Einschränkungen?

3% Paketverlust im Durchschnitt über 4 Stunden sind signifikant, weil es periodisch immer wieder so zum Ausdruck kommen wird über 10 Minuten.

Was glaubst du, wie es da bei Sprachanwendungen oder Onlinespielen bezüglich Einschränkungen aussieht?
 
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Du kannst nur kündigen/ Sonderkündigen (Die Sonderkündigung wird aber nicht angenommen, da Vodafone keine Latenzen garantiert sowie packet loss für die ein Fremdwort ist, deine Bandbreite muss unter dem im Infodok 120 stehendem minimum liegen, dann kannst du Sonderkündigen)
Du bist über Bitstream versorgt, dort hat Vodafone so gut wie überall in Deutschland Kapazitätsengpässe am Telekom-ZISP.
Das letzte mal 2012, hat über ein Jahr gedauert bis das Netz wieder überall nutzbar war.
Derzeit wird es noch länger dauern, da man teilweise in den Gebieten, wo nur hohe Latenz und packet loss vorhanden ist, die Bandbreite aber noch zu mindestens 50% anliegt, nicht ausgebaut. Zumindest ist nichts geplant.
Der Ausbau bei mir dauert seit Beantragung mittlerweile 6 Monate, Problem besteht jedoch seit einem Jahr und seit einem 3/4 Jahr so extrem, dass Abends nur noch 1,5 Mbit von 100Mbit geliefert werden können.
 
Julz2k schrieb:
Du bist über Bitstream versorgt, dort hat Vodafone so gut wie überall in Deutschland Kapazitätsengpässe am Telekom-ZISP...Abends nur noch 1,5 Mbit von 100Mbit geliefert werden können.

Bei meinem Anschluss handelt es sich explizit NICHT um Bitstrom. Dies wurde mir am Telefon auch mitgeteilt, TAL und DSLAM gehören Vodafone. Des Weiteren ist ja bei mir gerade die Besonderheit, dass die Bandbreite nicht beeinflusst ist. Ich kann ohne Einbußen im Vergleich zum Rest des Tages downloaden, 1080p streamen, etc. Isolierter Paketverlust ist das Problem.
 
rebe123 schrieb:
Bei meinem Anschluss handelt es sich explizit NICHT um Bitstrom.

Wenn du nicht über Bitstrom versorgt bist, dann kann es das Problem trotzdem geben, dann nicht am T-ZISP, sondern eben bei Vodafones eigenen Technik.

Ich war bevor ich auf Bitstrom VDSL gestellt wurde auch auf einem 16k Anschluss mit Vodafone eigener Technik. Die Latenzen gingen Abends immer von 15ms auf 25, wie bei dir auch, packet loss war auch vorhanden. Das deutet auf eine Überlast hin, zumindest kann man dies zu 100% sagen, falls hinter dem ersten backbone auch noch packet loss besteht (Provider internes Netz) manchmal werden imcp Anfragen einfach nicht beantwortet, eine Rate von 50% nicht beantworteter Anfragen ist jedoch immer zu hoch.

Bei mir wurde es Ende des letzen Jahres, wo es kälter wurde noch schlechter mit der Verbindung, Latenzen bei über 90ms, DL Raten mittlerweile auch betroffen. Wurde dann erst im Januar besser, nachdem eine zusätzliche 100Mbit Anbindung ans Netz ging.

Du hast das Problem ja selbst schon erkannt und weißt, dass du nichts machen kannst, auch keine Sonderkündigung einreichen, siehe Mindestbanndbreite Infodok 120.
 
rebe123 schrieb:
Was glaubst du, wie es da bei Sprachanwendungen oder Onlinespielen bezüglich Einschränkungen aussieht?
Das ist mir schon klar, beantwortet aber die Frage nicht. ;)
Hast du Probleme in diesen Anwendungen?

ICMP Pakete (Pingplotter) werden meist von Providerroutern niedriger priorisiert und im Falle einer starken Auslastung als erstes verworfen zu werden.
 
brainDotExe schrieb:
Hast du Probleme in diesen Anwendungen?

ICMP Pakete (Pingplotter) werden meist von Providerroutern niedriger priorisiert und im Falle einer starken Auslastung als erstes verworfen zu werden.

Ja, der angezeigte Paketverlust am final Hop in Pingplotter deckt sich mit auslesbarem Paketverlust in Teamspeak (entsprechend abgehackt klingt der Gesprächspartner/Wörter bzw. halbe Sätze werden verschluckt) und erlebten Standbildern in Shootern und MMOs.
 
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