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Modding Passivgehäuse mit einem Gehäuselüfter ausstatten

s123

Cadet 1st Year
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Hallo zusammen

Ich habe ein aktuelles Projekt, bei dem es darum geht einen möglichst edlen, kleinen und geräuschlosen HTPC zu bauen. Dabei bin ich auf das Gehäuse Nanum SE-TC5 (vgl. Test CB: https://www.computerbase.de/artikel/gehaeuse/nanum-se-tc5-im-test.49499/seite-2 gestossen, dass sämtlichen Anforderungen an Ausstattung, Grösse und Aussehen entspricht. Allerdings besteht - wie bei allen passivgekühlten Gehäusen - die Tatsache, dass die Abwärme des Mainboards sowie der RAM nur durch den normalen Kamineffekt abgezogen wird. Dies könnte bekanntlich unter Umständen zu Hotspots oder schlicht etwas zu heissen Temperaturen im Gehäuseinnenraum führen. Meine Überlegung war daher, ob man den Kamineffekt durch einen leisen Gehäuselüfter (<15 dB) verstärken könnte, ähnlich einem Dampfabzug in der Küche.

Meiner Meinung nach gibt es höchstens zwei Möglichkeiten einen Lüfter in dem Gehäuse unterzubringen. Zum einen könnte man einen wohl max. 60x60mm Lüfter im vorderen Bereich zwischen RAM und Gehäusefront (siehe Bild 1) senkrecht aufstellen. Dabei sehe ich aber das Problem - neben der Frage, wie man den Lüfter befestigt - v.a. darin dass der Lüfter keine Frischluft bzw. überhaupt Luft ansaugen kann, und maximal für ein bisschen Verwirbelung sorgen wird. Die andere Position eines Lüfters könnte im hinteren Bereich sein (siehe Bild 2), d.h. den Lüfter waagrecht als bottom-up montieren, sodass er die warme Luft aktiv nach oben zieht, die dann durch die Lüftungsschlitze entweichen kann.

Ich bin selber sehr skeptisch, einerseits was die Realisierbarkeit, andererseits was der tatsächliche Nutzen betrifft. Ich würde daher gerne eure Meinungen dazu hören. Besten Dank bereits im Voraus.

Bild 1:
Nanum 1.jpg
Bild 2:
Nanum 2.jpg
(Quelle: h ttps://www.computerbase.de/2015-06/nanum-se-tc5-im-test/3/)
 
Was soll der HTPC genau leisten?
Wenn du das Gehäuse noch nicht hast, kauf es nicht. Zumindest nicht wenn du es modden willst. Das ist bei so einem Gehäuse einfach keine gute Idee. Da nimmt man ein geeigneteres Gehäuse mit 80-120mm 400rpm Lüfter: den hört man auch nicht. Kostet wahrscheinlich auch die Hälfte.

Um Board und RAM brauchst du dir allerding 0% Sorgen machen. Wenn überhaupt dann um die MOSFETs.
 
Hinsichtlich der Effizienz würde ich versuchen, eher etwas in Richtung 120mm zu nehmen. Die kleineren Formate bieten leider nicht viel Auswahl an sehr leisen Modellen. Zumal das Fördervolunen in der Regel dann auch immens abnimmt (zu geringe Strömungsfläche).
Musst du nur schauen, ob du im Falle von "Bottom-Up" überhaupt genügend Platz in der Tiefe hättest (25mm).

Zum Thema "Kamineffekt":
http://extreme.pcgameshardware.de/luftkuehlung/452370-pc-passiv-mit-kamineffekt-kuehlen.html

PS:
Radial-Lüfter würde ich nur nehmen, wenn die Lautstärke egal ist...
 
Was macht dieses Gehäuse so besonders, dass es keine Alternative gibt? Für einen Bruchteil des Geldes gibt es andere kompakte Gehäuse, durch einen Lüfter der montiert werden soll wird das Passivkonzept hier ad absurdum geführt. Für vernünftige Abluft würde ich Lüftungsschlitze in den Deckel fräsen :D

Der Kabelbinder schrieb:
Musst du nur schauen, ob du im Falle von "Bottom-Up" überhaupt genügend Platz in der Tiefe hättest (25mm).
gibt auch flachere von Noctua, die sind gut und leise.
 
Ich bin von 25mm ausgegangen, weil es das unkomplizierteste Format mit der größten Auswahl ist.
Die Slims von Noctua gibts nur als 92mm oder 40mm. Gibt zwar noch andere 120er mit schmalerem Rahmen, die laufen für Gewöhnlich allerdings etwas lauter.

Am einfachsten wäre es wohl nach wie vor, ein anderes Gehäuse zu wählen.
 
Die größte Auswahl hilft nichts wenn es möglichst kompakt sein soll ;-) Den 92er habe ich auch und den hört man nicht. Da die Wärme der CPU in diesem Gehäuse sowieso passiv abgeführt wird muss das Teil auch nicht sonderlich viel Durchsatz oder Luftdruck haben sondern maximal dafür sorgen, dass die Luft nicht steht.

Dieses hier wäre etwas luftiger: http://geizhals.de/chieftec-compact-ix-04b-a1411728.html ^^
 
Vielen Dank für eure schnellen Antworten!
Das Gehäuse und die Bauteile sind noch nicht gekauft. Einfach ausprobieren geht daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

Was soll der HTPC genau leisten?
klassischer HTPC mit folgenden Aufgaben:
- DVDs/Bluerays abspielen
> gewöhnlich direkt von externer Festplatte, evtl. irgendwann von einem NAS​
> teilweise direkt von der Disc. D.h. ein Laufwerk ist notwendig, Slot-in ist dabei meiner Meinung nach hübscher​
- Musikzentrale (Lautsprecher benötigen optischen Ausgang)
- Client PC für leistungshungrige Spiele via Steam
- Windows 8 Apps (Spiele) müssen logischerweise aber direkt auf dem HTPC laufen
- Bedienung des PC's aus der Ferne mit einer Harmony soll möglich sein, d.h. eine Infrarotblende wäre gut

Bzgl. Ausstattung habe ich daher an folgendes gedacht:
- CPU: intel der 6. Generation aufgrund der deutlich verbesserten Leistungsaufnahme. Die Stromspar-CPU's sind wohl am besten geeignet für passive Gehäuse wie der Intel Core i5-6600T, ansonsten kommen die "normalen" i3 oder i5 Versionen in Betracht
- RAM: z.B. HyperX Fury DDR4-2666 (geringe Modulhöhe, trotz Kühlkörper, Temperaturen unter 40°C)
- Mainboard: ASRock Fatal1ty Z170 Gaming-ITX; leider gibt es (noch) keine MB mit Thunderbolt 3, falls doch mal der Bedarf an einer (externen) Grafikkarte da wäre.
- keine Grafikkarte erforderlich, da Spiele gestreamt werden (müssen)
- SSD: Samsung 850 EVO Basic (250 GB oder 500 GB)
- Laufwerk: Slot-in Blue-Ray, wahrscheinlich dasjenige des Gehäuseherstellers
- Netzteil: noch keine Gedanken gemacht, wahrscheinlich eines des Gehäuseherstellers

Ich würde hier einen flachen Radial-Lüfter einsetzen, der dann durch die Slotblende rausbläst.
Gute Idee, sowas ähnliches habe ich mir auch schon überlegt. Nur hat das Gehäuse, so wie ich das sehe, keine Slotblende.

Bei dem genannten Anwendungsbereich und der Hardwarekonfiguration braucht es vielleicht auch gar keine Lüfter. Ich dachte einfach, dass ein passives Gehäuse gerade in warmen Sommern ein gewisses Risiko auf Überhitzung mit sich bringt.
Nachmessen, wie gross ein allfälliger Lüfter sein darf, kann ich im Moment leider noch nicht. Aber danke für den Hinweis auf Lüfter im Slim-Format.
Löcher in den Deckel fräsen würde bei meinem handwerklichen Geschick wohl nicht sehr hübsch aussehen am Ende.

Natürlich gäbe es Alternativen. Doch habe ich bereits unzählige Stunden mit der Suche nach dem "perfekten" Gehäuse verbracht. Das gibt es wahrscheinlich nicht. Viele Gehäuse im Kompaktformat haben entweder keine Möglichkeit für den Einbau eines Laufwerks (insbesondere Slot-in), oder dann fallen sie optisch durch. Es soll ein schlichtes Gehäuse, möglichst ohne Plastik, am besten aus schickem Alu und gut verarbeitet sein. Eine Breite von 30 cm ist bereits eher zu gross. Das Gehäuse sollte keinen Einblick auf die Hardware gewähren, weshalb Lüfter-Löcher nicht das optimale sind, aber wenn es sein muss hingenommen werden. Das Gehäuse wird auf einem Sideboard hingestellt werden neben einer Soundbar und einer Kugellampe und sollte daher nicht zu klobig wirken. Und aufgrund des geringen Abstands zur Couch keine wirklich hörbaren Geräusche von sich geben, vor allem beim Filme schauen. Ich bin aber natürlich gerne offen für Alternativen :D

> kein Laufwerk
> Von der Farbe her wurde silber gewünscht.
> Lochgitter gibt deutlichen Einblick in den Innenraum
Ihr seht, es ist nicht ganz einfach :lol:
 
Spricht denn irgendwas gegen ein Gehäuse im Hifi-Format?

Von der Grösse (Breite) her an der oberen Grenze.


Naja ich seh da oben aber schon einen großen geschlitzten Auslass wo man schön innen was anbringen und dann da rausleiten kann.

Ja stimmt, das könnte man versuchen. Leider ist das Gehäuse gemäss Anfrage erst in 4-6 Wochen (in silber) lieferbar. Ich überleg mir es dann einfach zu bestellen, Hardware einzubauen, Temperaturmessungen durchzuführen und dann schauen, ob Lüfter nötig werden und wenn ja, welche ich wie unterbringen könnte. Ohne Gehäuse kann man nichts ausmessen und wohl auch keine klaren Aussagen machen, was geht und was nicht.

Was denkt ihr von der Hardware her. Meiner Meinung nach könnte oben beschriebene Hardware für die genannten Zwecke ausreichen und je nachdem keinen Lüfter erforderlich machen. Falls ihr das ganz anders seht, ist ein Kauf des Gehäuses doch noch mal zu überlegen.
 

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