Patch- und Crossover. Muss man darauf noch achten?

D.Adams

Cadet 1st Year
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Hi Leute,

demnächst möchte ich selber ein paar Netzwerkkabel crimpen. Muss ich da noch auf die unterschiedlichen Anschlüsse achten? Damals gab es doch noch Unterschiede, Stichtwort Patch- und Crossoverkabel. Da ich lediglich typische Netzwerkkomponenten miteinander verbinde, ist doch "crossover" nicht mehr relevant? Und wie schaut es aus, wenn ich eine Netzwerkdose anschliesse. Muss ich dort was beachten oder ebenso 1:1 in der selben Richtung wie die Stecker am Kabel? Die Farbreihenfolge ansonsten ist mir bekannt.

Danke & Gruss,

D.A.
 
Kannst einfach alles 1:1 crimpen. Crossover wird nur gebraucht, wenn kein Switch vorhanden ist (oder damals um 2 Switches miteinander zu verbinden).
Ausserdem unterstützen afaik mittlerweile alle Switches beide Verdrahtungen, egal was angeschlossen ist (Auto-MDI-X)
 
demnächst möchte ich selber ein paar Netzwerkkabel crimpen.

Brrr. Wozu? Patchkabel kauft man möglichst vorkonfektioniert. Schont die Nerven & vermeidet Fehler. Ist zudem auch nicht wirklich teurer, außer du brauchst jetzt exakt 50 Kabel in einer nicht erhältlichen Sonderlänge, die keinen Zentimeter länger oder kürzer sein dürfen.

Zur Frage: Ist heutzutage egal. Beherrscht eins der beiden Geräte Auto-MDI/X (jede Gbit-NIC, die aller-allermeisten 100Mbit-NICs), drehen sich die Geräte das selbstständig hin.

Und wie schaut es aus, wenn ich eine Netzwerkdose anschliesse. Muss ich dort was beachten oder ebenso 1:1 in der selben Richtung wie die Stecker am Kabel? Die Farbreihenfolge ansonsten ist mir bekannt.

Gehe bei Dosen nicht nach den Steckern, sondern nach dem aufgedruckten Standard. Entscheide dich für 568A oder 568B und leg dann an beiden Enden nach diesem Standard auf.

edit: Du kommst hoffentlich aber nicht auf die Idee an ein Ende des Kabels eine Dose und am anderen Ende einen Stecker anzubringen?
 
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livedili schrieb:
Ausserdem unterstützen afaik mittlerweile alle Switches beide Verdrahtungen, egal was angeschlossen ist (Auto-MDI-X)

und selbst die meisten Netzwerkkarten ebenfalls.

@t-6

schon mal dir angekuckt was n 50 cm Netzwerkkabel im Handel kostet? da kommste mit ner 100 m rolle ink Stecker und Crimpzange um knapp 50 % billiger, außerden kannst du so das gleich passend machen, anstatt noch ein paar Schlaufen rumliegen zu haben, weils zu lang ist und die nächst kürzere Strippe zu kurz ist.
 
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schon mal dir angekuckt was n 50 cm Netzwerkkabel im Handel kostet? da kommste mit ner 100 m rolle ink Stecker und Crimpzange um knapp 50 % billiger, außerden kannst du so das gleich passend machen, anstatt noch ein paar Schlaufen rumliegen zu haben, weils zu lang ist und die nächst kürzere Strippe zu kurz ist.

Dann crimp mal so viele Patchkabel dass es sinnvoll wird ohne die Nerven zu verlieren oder Fehler reinzuhauen ;)

Und mehr als 1 € pro Kabel muss man nicht unbedingt bezahlen, wenn man ein paar mehr abnimmt.
 
t-6 schrieb:
Gehe bei Dosen nicht nach den Steckern, sondern nach dem aufgedruckten Standard. Entscheide dich für 568A oder 568B und leg dann an beiden Enden nach diesem Standard auf.

OK.

t-6 schrieb:
edit: Du kommst hoffentlich aber nicht auf die Idee an ein Ende des Kabels eine Dose und am anderen Ende einen Stecker anzubringen?

Die Dose sollte schon an die Wand. ^^

Sebbi schrieb:
schon mal dir angekuckt was n 50 cm Netzwerkkabel im Handel kostet? da kommste mit ner 100 m rolle ink Stecker und Crimpzange um knapp 50 % billiger, außerden kannst du so das gleich passend machen, anstatt noch ein paar Schlaufen rumliegen zu haben, weils zu lang ist und die nächst kürzere Strippe zu kurz ist.

Ebent. Und da ich ca. 400 mtr. Kabel für die unterschiedlichsten Strecken in einem Bunker brauche, kauf ich sicher nicht vorkonfektionierte.

Danke für die Tipps!
 
Moment, für deinen Anwendungsfall nimmt man aber keine Patchkabel mehr, sondern Verlegekabel welche an beiden Enden mit Dosen (oder Patchpanel) abgeschlossen werden.
Dose+Stecker geht schief: Einerseits ist normales Patchkabel nicht für die üblichen LSA-Klemmen von Dosen geeignet. Andererseits ist aber Verlegekabel in aller Regel nicht für die günstigen Crimpstecker geeignet.

Was hast du denn jetzt genau vor?
 
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t-6 schrieb:
Dann crimp mal so viele Patchkabel dass es sinnvoll wird ohne die Nerven zu verlieren oder Fehler reinzuhauen ;)

einfädelhilfe ftw ^^ .... und wenn du dass paar man gemacht hast und ortentliches werkzeug benutzt, haste so nen Stecker unter 2 Minuten am Kabel.

Zwecks dem was D.Adams vorhat:

ja eigentlich wird das mit Verlegekabel + Dosen gemacht, aber man kann es auch mit ganz normalen Patchkabeln und Steckern machen. Sieht zwar eher hingeschludert aus, aber funktioniert. Nur das man da genug Reserver einplanen sollte, da man ca. aller 6 Monate je nach Beanspruchung neue Stecker ranbasteln kann. Außerdem ist die Gefahr von Kabelbrüchen erhöht, wenn sich das Kabel immer wieder in Bewegung befindet. Und das ist nicht so schnell gewechselt wie ein kabel, was vom Netzwerkgerät zur Dose führt.

Übrigens das Patchkabel nicht für LSA Kemmen geeigent ist, stimmt nicht. die Klemmen sind eng genug um bist aufs kabel zu schneiden beim dünneren Patchkabel. Auch ob Vollkupfer oder Litze macht nix aus.
 
einfädelhilfe ftw ^^ .... und wenn du dass paar man gemacht hast und ortentliches werkzeug benutzt, haste so nen Stecker unter 2 Minuten am Kabel.

Selbst mit Einfädelhilfe ist das ein Krampf. Ich ziehe jede LSA-Leiste einem Crimpstecker vor. Ich hab genug Stecker mit EFH gecrimpt um zu wissen, dass ich gerade viel Zeit verschwende.

Und du hast es ja angesprochen: Der Stecker wird mit Sicherheit ersetzt werden müssen, und wo ist er dann? Irgendwo hinterm Equipment.

Übrigens das Patchkabel nicht für LSA Kemmen geeigent ist, stimmt nicht. die Klemmen sind eng genug um bist aufs kabel zu schneiden beim dünneren Patchkabel. Auch ob Vollkupfer oder Litze macht nix aus.

Der Kontakt ist durch den durchweg geringeren Querschnitt von Patchkabel-Adern nicht so stramm. Außerdem ist die flexible Litze einfacher beseite zu drücken als starre Ader. Und man läuft Gefahr eine oder mehrere Adern der Litze abzuschneiden. Da sind (schleichende) Kontakfehler vorprogrammiert. "Kann funktionieren, muss aber nicht" ist kein Kriterium für "geeignet".

Da stehste dann da, mit deinen insgesamt 400 Metern Patchkabel in/an der Wand und realisierst, dass das eine grundbescheuerte Idee war. Pfusch halt.
 
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Meine persönlichen Freunde sind da Feldkonfektionierbare Stecker, die auch Cat.7-Kabel aufnehmen können, sowie etwas, was sich "keystones" nennt...

Wenn man über mehrere Patchfelder arbeitet und nicht allzu wüsten Kabelsalat haben möchte, sind die feldkonfektionierbaren eine angenehme Lösung. Aber nur in Massen kaufen. Ohne ordentliche Mengenrabatte und Skonto zahlt man da sehr schnell einen Arm und beide Beine.
 
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