PC für CFD Simulationen

danielza09

Cadet 2nd Year
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Guten Tag,

und zwar möchte ich mir gerne einen PC zusammenstellen, da ich im Laufe meines Studiums mehr und mehr mit CFD, also der Strömungssimulation arbeiten werde. Mein Laptop mit einem i5 und 8GB RAM reicht da definitv nicht :D

Benutzt soll der PC hauptsächlich für CFD (Ansys, OpenFOAM), CAD(Inventor) und Bild- und Videobearbeitungsprogramme(nur ab und zu) werden.

Das Problem ist, dass ich mich mit Grafikkarten, Gehäuse, Festplatten echt nicht auskenne. Das einzige was ich so gelesen habe ist, dass die meisten auf die Intel Xeon Reihe setzen wenn es um CFD geht. Auch der Arbeitsspeicher beträgt immer mindestens 16GB RAM.
Die Intel Xeon Prozessoren haben ja auch teilweise sogar 8 Kerne, manche aber auch "nur" 4.

Mein Budget für solch einen Computer liegt zwischen 950-1100€.
16GB Ram wären schon wichtig, mehr jedoch natürlich besser.
Meine Berechnungen würden nicht ultra groß sein, wie in der Industrie, jedoch möchte ich mal vereinfachte Pumpen- und Turbinengeometrien flüssig berechnen können.

Muss wirklich ein Intel Xeon mit 6 oder 8 Kernen gekauft werden oder reicht ein i7 mit 4?
Welche Grafikkarte muss dann verwendet werden und worauf muss ich dann achten?

Wäre echt nett wenn sich jemand mal Zeit nimmt und mir paar Sachen erklärt bzw. zeigt, welche Komponenten am besten dafür geeignet sind.

Freue mich auf jede Nachricht.

Beste Grüße
 
danielza09 schrieb:
Muss wirklich ein Intel Xeon mit 6 oder 8 Kernen gekauft werden oder reicht ein i7 mit 4?
Welche Grafikkarte muss dann verwendet werden und worauf muss ich dann achten?

OpenFOAM = CUDA (RapidCFD)
ANSYS = CUDA

Grafikkarte muß also eine von nVidia sein. Beim Prozessor gilt: 6 Kerne kosten nur einmal mehr als vier Kerne, sind aber ab dann immer schneller als vier Kerne. Also i7-5820K oder i7-6800K. Den Rest kann man sich kostensparend darum herum basteln. Gutes 50€-Netzteil, Gutes 25€-Gehäuse usw. Man muß eben hier genau wissen, was man will - und das dann durchziehen, auch wenn 90/100 Leuten Dir gleich 80€-100€-Netzteile und 100€-Gehäuse empfehlen werden :king:. Bei der Grafikkarte wird es so sein, daß Du nur ganz bestimmte Workflows damit beschleunigen kannst. Du solltest vorher nachfragen, wieviel Grafik-RAM diese Prozesse verwenden. Möglicherweise reichen dann die 3GB nicht ganz aus (dann die 6GB-Version nehmen).
 
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Wie viel Threads und RAM du (sinnvoll) nutzen kannst hängt von deinem Modell und der Lizenz ab. An meiner Hochschule gab es für die "normalen" Studenten maximal eine Lizenz für 4 Threads. Wenn dein Netz aber relativ klein ist, dann kann es sein, dass die Simulation auf einem Kern schneller als auf vier läuft. Das kommt daher, dass bei der Berechnung für jeden Kern ein einzelnes Rechengebiet gebildet wird. An den Grenzen der Rechengebiete müssen Werte für das jeweils andere Rechengebiet übergeben werden. Bei wenigen Zellen kann dies dazu führen, dass das ständige Übergeben der einzelnen Werte länger dauert, als wenn es nur auf einem Kern berechnet werden würde.
Zudem war z.B. die ANSYS Fluent Lizenz bei uns auf ein Netz mit maximal 512000 Zellen begrenzt. Für Mitarbeiter oder einzelne Projekte, nach Absprache, gab es auch größere Lizenzen.

Von daher würde ich eher einen hoch getakteten i7 nehmen. Da die während des Studiums üblichen Modelle (zumindest war dies an meiner Hochschule so) nicht so groß sind. Hab aber auch Maschinenbau studiert und keinen reinen Strömungs- oder Simulationsstudiengang, falls es sowas gibt.

Beim RAM kommt es auch sehr auf die Art der Simulation an, ich habe durchaus Strömungssimulationen durchgeführt, die 200000 Zellen hatten aber nicht mal 1 GB RAM benötigten.

Bei der Grafikkarte kommt es ebenfalls auf die Lizenz und die Simulation an. Auch wenn die Lizenz den Einsatz der Grafikkarte ermöglicht muss dies nicht sinnvoll sein.

Wenn du keine, oder nur eine günstige Grafikkarte brauchst, dann wäre ein 6 Kerner mit 32 GB RAM gut möglich. Ein 8 Kerner wäre nur als Xeon E5-2620 v4 möglich, der taktet aber eben nur mit 2,1 GHz / 3 GHz. Bei wenigen genutzten Threads ist der also deutlich langsamer als der i7.


MfG
 
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Okay super Antowrten bis jetzt. Vielen Dank!!

Die Anzahl der Threads die freigegeben sind konnte ich auf die schnelle nicht herausfinden. Aber gut möglich, dass es 4 sind.
Bei mir gibt es im Master extra Vorlesung zur Simulation, im Bachelor leider noch nicht. Ich befinde mich gerade in einem Praktikum und arbeite da an einer Wasserturbine. Der Laptop hat n i7 mit 16GB Ram. Bis jetzt reichten die Elemente bis 5 Millionen, habe das Netz aber noch nicht sehr fein an den Schaufeln ausgelegt, daher wäre mir halt 32 GB Ram dann schon lieber.

Eine grafikkarte hätte ich schon gerne im Pc drin. Welche Grafikkarte kann ich denn dann nehmen ? Reicht die von blöderidiot empfohelene Nvidia dafür aus? Der Kostenpunkt ist ja jetzt auch nicht so groß oder?

Wie sieht es eigentlich aus mit SSD ? Was müsste ich da beachten ?
 
Wenn der RAM bei der Berechnung nicht mehr ausreicht, dann kannst du eigentlich gleich aufhören :D, auch eine SSD wird da nicht viel helfen. Aber für das System sollte natürlich dringlichst eine rein.

Bei der Grafikkarte kommt es auch stark darauf an, ob du Single oder Double Precision rechnest. Pascal hat bei den Consumerkarten nur 1/32 Double Precision Leistung, das ist sehr wenig. Die Profikarten liefern bei Double Precision die Hälfte der Leistung im Vergleich zu Single Precision. Da ich nie über die Grafikkarte gerechnet habe kann ich dir über den Nutzen aber auch nicht wirklich was sagen.


MfG
 
Ne schon klar, dass bei vollem RAM nichts mehr geht :D Aber ne SSD muss rein, wollte nur wissen, ob irgendwo noch auf etwas bei den modellen geachtetet werden muss ;)

Musste erstmal den Zusammenhang zwischen Pascal und Grafikkarten googlen :D
Danke dir für die Tipps !
 
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