PC startet erst nach mehreren Kaltstarts und dann über das UEFI

eddy131

Ensign
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Hi,

ich habe schon seit mehr oder weniger Anfang an Probleme beim starten. Aber seit etwa einer Woche hat sich das Verhalten zum schlimmeren verändert. Es ist aber mehr oder weniger wiederholbar.

Vorher war es so, dass er beim Neustart bzw. kompletten herunterfahren und dann neuem Starten in etwa 1/3 der Fälle normal gestartet ist. Die restlichen Fälle blieb der Monitor schwarz und hat kein Eingangssignal bekommen, die Lüfter im PC waren aber durchgängig auf max. Nach etwa 30-60 Sekunden hat der PC sich von alleine ausgeschaltet. Dann:
  • PC fährt erneut automatisch hoch, startetet aber mit Fehlermeldung über nicht richtiges Herunterfahren
  • UEFI mit F1 öffnen
  • Erweiterte Einstellungen aktivieren
  • Zum "Beenden" Reiter navigieren
  • Änderungen verwerfen und neu starten
  • PC startet direkt normal

Änderungen verwerfen ist wichtig, weil er bei Änderungen einen Neustart macht und das ganze dann wieder von vorne anfängt.
Eine Weile war das meine Routine, wenn ich mal für ein Update oder einen Urlaub den PC komplett herunterfahren musste. Ansonsten ging der bei mir immer in den Standby, weil da das Problem nie entstand und er sich aus dem Standby immer vernünftig zurück gemeldet hat.

Seit etwa einer Woche aber ist das nicht mehr der Fall. Auch nach dem Standby fährt der PC nach dem Aufwachen nicht mehr hoch, sondern es kommt jetzt immer erst mal ein schwarzer Bildschirm, Lüfter auf hochtouren und Monitor geht nie an, auch nach Minutenlangem warten. Habe bis zu 10 Minuten gewartet ohne das sich etwas getan hat. Es kommt also anders als vorher nie der Moment wo er selber merkt, dass etwas nicht stimmt und sich neu startet.
Die einzige Möglichkeit jetzt den PC hochzufahren ist:
  • Kaltstart (An/Aus-Knopf 5 Sekunden gedrückt halten)
  • Warten bis das System komplett zur Ruhe kommt
  • Nochmal neu starten
  • manchmal bleibt der Monitor hier wieder schwarz, dann Kaltstart wiederholen, ansonsten ->
--> Das gleiche Prozedere wie davor:
  • PC fährt erneut automatisch hoch, startetet aber mit Fehlermeldung über nicht richtiges Herunterfahren
  • UEFI mit F1 öffnen
  • Erweiterte Einstellungen aktivieren
  • Zum "Beenden" Reiter navigieren
  • Änderungen verwerfen und neu starten
  • PC startet direkt normal

Beim letzten hochfahren hab ich mir die Statusleuchten auf dem Mainboard etwas genauer angeschaut. Ich musste ihn zweimal kaltstarten. Beim ersten leuchtete die VRAM Diode Orange und das änderte sich nach Minuten nicht. Kaltstart -> CPU Diode leuchtet Rot. Hier kann es sein, dass ich etwas zu schnell neu gestartet habe, aber ich habe fast eine Minute gewartet. Kaltstart -> CPU erneut Rot, aber nach etwa 10~15 Sekunden springt es auf die VRAM Diode in Orange, um 5 Sekunden später auf VGA in blau zu wechseln und direkt sofort auf BOOT mit weiß. Die Farben sind vermutlich so festgelegt und normal, kenne mich da nicht gut genug mit aus. Es scheint aber so, dass der Start am VRAM hängen bleibt.

Bin mir nicht sicher ob das hier hilfreich ist, daher in Klammern. Es hat aber mit dem VRAM zu tun und da bleibt der Startvorgang ja scheinbar hängen.

Ich nutze den PC auch für KI, vor allem kreatives Schreiben. Wenn ich dabei ein LLM ins VRAM lade dass knapp reinpasst, dann habe ich manchmal das Problem, dass er bei etwa 80% anfängt sehr langsam zu werden, den gesamten PC ausbremst und die FPS des Systems auf deutlich weniger als 1 Frame pro Sekunde verlangsamt. Maus ist noch etwas schneller, das System reagiert aber extrem langsam auf Eingaben. Wenn ich den Ladevorgang rechtzeitig unterbreche ist alles ok. Ich sehe im Taskmanager, dass der VRAM noch nicht voll ist, er sich aber immer langsamer anfängt zu füllen. Es wird auch nie voll, egal wie lange man wartet, die Prozentangabe in der Eingabeaufforderung wird auch nie die 100% erreichen. Erst ein Neustart des PCs lässt mich wieder das LLM wie gewohnt und erwartet vollständig laden, wenn ich es nach dem Abbruch noch mal versuche, laufe ich in das gleiche Problem.
Falls an der Stelle interessant: Ich nutze als Framework/UI SillyTavern mit TabbyAPI als Backend und zum Starten den STL (SillyTavern-Launcher), der auch das LLM per Eingabeaufforderung in den VRAM lädt. Wenn das Problem auftritt nutzt das System weniger als 1GB VRAM (alle anderen Programme sind dann immer geschlossen) und das Modell hat eine größe von 17GB, mit meinem eingestellten Context kommen noch mal 4-5 GB dazu. Insgesamt weniger als 23GB. Sollte also alles bei meiner RTX 4090 mit 24GB reichen; was es auch normalerweise tut. Das Problem tritt eher selten auf, ich vermute wenn noch Altlasten im VRAM von anderen Programmen drin sind, die aber nicht mehr als aktiv angezeigt werden. Der VRAM von irgendeinem Programm also nicht richtig geleert wurde.

Ich habe in den letzten Wochen nichts am PC geändert und kann nicht nachvollziehen warum er sich so verhält. Auch warum er davor Probleme beim hochfahren hatte weiß ich nicht, obwohl ich damals einiges probiert und online gesucht hatte.
Den PC hab ich selber zusammengebaut mit der Anleitung hier auf dem Board für Gaming PCs und habe mich auch hier beraten lassen. Abseits davon läuft er auch zuverlässig.

Hier die Geizhals-Liste mit den Komponenten die ich dann gekauft hatte: https://geizhals.de/wishlists/3772615

Irgendeine Idee woran es liegen oder was ich machen könnte? Ist auf Dauer nervig den PC so hochzufahren, mein gespeicherter Monitor vom Standby geht jedes mal verloren und das kann für die Komponenten im PC auf lange Sicht doch auch nicht gut sein.
 
Hallo @eddy131
Sollte dein PC aktuell laufen, bitte einen Screenshot der Datenträgerverwltung.
 
Mag bei dir an was anderem liegen (weiß nicht mehr, welche LED bei mir leuchtete), aber ich hatte ein zumindest ähnliches Problem. Einschschalten, Lüfter laufen an, Monitor bleibt schwarz. Reset gedrückt, manchmal bootete er dann, ansonsten gleiches Problem, wieder Reset nötig. Manchmal fuhr er aber auch ohne Probleme hoch. Lösung bei mir war, die CPU nochmal aus- und wieder einzubauen, seitdem nie wieder Probleme in der Richtung gehabt.
 
PonJoe58 schrieb:
Hallo @eddy131
Sollte dein PC aktuell laufen, bitte einen Screenshot der Datenträgerverwltung.
Ja, wie gesagt, starten kann ich den immer. Maximal nach zwei Kaltstarts hatte ich den immer am laufen bekommen. Und ich nutze den ja auch gerade um hier zu antworten.

Anbei ein Screenshot meiner Datenrägerverwaltung.
 

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Krausetablette schrieb:
Das System bleibt beim RAM hängen. Das kann an fehlerhaften Einstellungen, BIOS-Problemen oder RAM-Inkompatibilität liegen. Ein CMOS-Reset und BIOS-Update sind gute erste Schritte. Wenn das nicht hilft, wäre ein RAM-Tausch der nächste sinnvolle Test.
Sicher, dass es das RAM ist? Bin mir recht sicher, dass auf dem Mainboard neben der Diode "VRAM" steht. Dann müsste ich ja wenn dann die Grafikkarte austauschen, oder? -> Oh, hast recht. Hab grad nochmal nachgeschut, da steht tatsächlich "DRAM". Der Bereich ist schwer einsehbar, und mit der hellen Diode daneben sah es wie ein V aus. Ist ja auch alles sehr klein geschrieben. Dann kann ich meine Grafikkarte als Schuliden also ausklammern? Das wäre ja ne Erleichterung, da mit Abstand die teuerste Komponente.
 
Arcaras schrieb:
Mag bei dir an was anderem liegen (weiß nicht mehr, welche LED bei mir leuchtete), aber ich hatte ein zumindest ähnliches Problem. Einschschalten, Lüfter laufen an, Monitor bleibt schwarz. Reset gedrückt, manchmal bootete er dann, ansonsten gleiches Problem, wieder Reset nötig. Manchmal fuhr er aber auch ohne Probleme hoch. Lösung bei mir war, die CPU nochmal aus- und wieder einzubauen, seitdem nie wieder Probleme in der Richtung gehabt.
Ich vermute, dass er bei mit als ich bei der CPU Diode den ausgeschaltet hab, einfach noch etwas gebraucht hätte. Bisher habe ich immer eine Orange Diode gesehen. Wenn ich also davon ausgehe, das Orange immer für den DRAM steht, dann hoffe ich, das die CPU in Ordnung ist. Würde ungern nur auf verdacht die wieder ausbauen und einbauen^^ Wenn sich aber nichts anderes findet wird das wohl eine Option sein die ich am Ende machen werde.
Wo bin ich hier schrieb:
VGA oder DRAM? (mit deiner VRAM-Thematik bist du ziemlich sicher auf einer falschen Spur)

Firmware für Blackscreens könntest du mal prüfen:
https://nvidia.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/5411/?=&linkId=100000163736896

Schnellstart auch mal deaktivieren bei solch einem Verhalten.
Ja, habe es auch schon gesehen, dass da DRAM dran steht. Bis VGA kommt die Diode ja nicht, und wenn, dann springt es direkt ins BOOT.
Firmware dann einfach Updaten? Ich schaue gleich ob es eine neue Version gibt und mache das.
Schnellstart deaktiviert man im UEFI? Kannst mir zufällig sagen wo genau der Punkt bei meinem ist?
Ergänzung ()

Stahlseele schrieb:
BIOS Batterie leer eventuell?
Der PC wurde Anfang 2024 gekauft. Ich würde mich also schwer wundern, wenn das der Fall wäre. Und müsste er dann nicht immer nicht starten?
Ergänzung ()

Skysurfa schrieb:
XMP im BIOS mal ausschalten.
Soll ich erst das probieren oder lieber erst ein Update machen? Weil XMP hat doch Performance Vorteile?
Ergänzung ()

Wo bin ich hier schrieb:
Hab das Tool laufen lassen, ist alles Up to Date. Darum kümmert sich aber doch schon die NVIDIA APP die mit dem System startet.
 
Zuletzt bearbeitet:
eddy131 schrieb:
Soll ich erst das probieren oder lieber erst ein Update machen?
Erst ausschalten, dann updaten, dann testen
 
eddy131 schrieb:
Soll ich erst das probieren oder lieber erst ein Update machen? Weil XMP hat doch Performance Vorteile?
BIOS updates macht man in der Regel bei einem stabilen System. Früher hat man sich sonst schnell sein Board gebricked. Die letzten 3% Performance sind erstmal egal.
 
@eddy131
Ich hatte ähnliche Probleme schon bei mehreren Computern und es war immer die Batterie gewesen.
Ausserdem ist ein Batterietausch billig, schnell und einfach, also kann man das immer gern mal versuchen.
 
Ok, ich hab EXPO im UEFI jetzt deaktiviert und das scheint das Problem gelöst zu haben! Ich habe einen Neustart versucht, den PC herunter und wieder hochgefahren und habe den Standby getestet. In allen Fällen ist das System wie gewünscht normal hochgefahren. Liegt es also am RAM?
 
Schrauben etwas lößen vom CPU-kühler ,das kann hier der ehm.. zu tief gebohrte wurm drin sein :D
der Endorfy Fortis 5 hat laut pics die ich finde keine "Federschrauben" um "sich selber" zu justtieren
 
Stahlseele schrieb:
@eddy131
Ich hatte ähnliche Probleme schon bei mehreren Computern und es war immer die Batterie gewesen.
Ausserdem ist ein Batterietausch billig, schnell und einfach, also kann man das immer gern mal versuchen.
Kann das immer noch das Problem sein? Weil was du sagst stimmt schon, ich würde lieber die Batterie als den RAM tauschen. Zumal ich 64GB hab.
Ergänzung ()

Quafe schrieb:
Schrauben etwas lößen vom CPU-kühler ,das kann hier der ehm.. zu tief gebohrte wurm drin sein :D
der Endorfy Fortis 5 hat laut pics die ich finde keine "Federschrauben" um "sich selber" zu justtieren
Also einfach etwas lockern? Aber ist jetzt nicht schon sicher, dass der RAM der Schuldige ist? Oder verstehe ich hier was falsch?
 
Theoretisch sollte die Batterie, wenn der Rechner nicht komplett via Kabel ziehen oder Stromschalter am Netzteil drücken komplett still gelegt wird an sich nicht passieren können . . aber leider musste ich auch
bei meinen eigenen Rechnern feststellen, dass das was nicht sein sollte dennoch mal passieren kann.

Du hast den nicht zufällig an so einer Verlängerungssteckdose mit Schalter dran mit den Monitoren und so
und schaltest da immer abends wenn du ins Bett gehst aus?

Bevor du austauscht starte mal den Computer nur mit einem einzigen RAM Riegel und beobachte, was da
passiert.

@eddy131

Edit:
Ah, grade gelesen, dass Expo abschalten das Problem gelöst hat.
 
@Stahlseele
Ja, ich nutze tatsächlich ne eigene Lösung für das Anschalten. Der PC steht nicht direkt am Arbeitsplatz, also hab ich mir einen extrenen Netzschalter gekauft und den rüber zum Tisch gezogen. Bzw. in den Schrank neben dem Tisch. Sollte aber soweit ich das sehe genau so funktionieren wie der Netzschalter am Gehäuse, da ich ja die gleichen Steckplätze auf dem Mainboard dafür nutze wie der Gehäuseschalter vorher hatte. Der Schalter am Gehäuse ist bei mir also ohne Funktion. Meinst du das? Oder meinst du eine Steckerleiste wo alles dran hängt, ob ich die ausschalte? PC, Monitor und sonstige Peripherie hängt an einer Steckdosenleiste, ja. Die schalte ich aber nie aus. Gerade weil ich ja immer in den Standby gehe und der ja dann seinen Strom braucht. Aber auch das sollte den PC ja nicht in einen Blackscreen schicken. Sondern wie nach dem Kaltstart in eine Fehlermeldung, dass der PC nicht ordnungsgemäß heruntergefahren wurde.

Wenn XMP das Problem war, muss ich jetzt damit Leben oder mir einen neuen RAM kaufen? Oder welche Optionen habe ich? Wird die Leistung des RAMs ohne XMP nicht deutlich eingeschränkt? Soweit ich das verstanden habe, ist das ohne XMP quasi eine Schutzvorrichtung damit der RAM auf jeden Fall läuft, auch wenn ich einen älteren und schwachen RAM verbaue. Und daher wird die Leistung künstlich auf das begrenzt was auch diese alten und schwachen Speicher noch stabil leisten können. Richtig so?
 
@eddy131
Nein nein, ich meinte den kleinen Kippschalter am Netzteil selbst, den große Computer haben.
Kleine Minirechner haben sowas nicht, Notebook und vergleichbare Größe Kleinstrechner USFF und so.
Der Power-Schalter vorne am Gehäuse schaltet den Computer nicht stromlos. Da ist immer noch Saft drauf,
wenn du mal die LEDs von GPU und Netzwerkkarte etc. beobachtest.

XMP macht auch nicht so den Unterschied, wenn du nicht tatsächlich auf Krampf Benchmark-Rekorde
jagst, dann hast du in Spielen kaum eine Auswirkung ohne . .
 
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