PC startet erst nach mehreren Kaltstarts und dann über das UEFI

@Stahlseele Ah, ok. Es hieß halt in mehreren Anleitungen, dass man unbedingt dran denken sollte XMP/EXPO zu aktivieren, weil einem sonst einiges an Leistung flöten geht. Ich hab meine Komponenten mal in ChatGPT reingeworfen und ihn gefragt was ich an Leistung verliere. Keine Ahnung wie zuverlässig er hier antwortet (spuckt mindestens genau so oft unsinn aus wie sinnvolles und ich nutze die AI-Bots regelmäßig), aber das ist seine Antwort:

"Mit deinen Komponenten (Ryzen 7 7800X3D, DDR5-6000 CL36, B650-Board) ergibt sich ein klarer Vergleich zwischen aktiviertem EXPO (DDR5-6000 CL36) und Standardbetrieb ohne EXPO (vermutlich DDR5-4800 CL40, JEDEC-konform).

Leistungsdifferenz EXPO vs. ohne EXPO (konkret für dein System):​

Spieleleistung (FPS, 1080p/1440p, GPU-entlastete Szenarien):

  • +8 % bis +15 %, besonders in CPU-limitierten Titeln wie:
    • Rainbow Six Siege, CS2, Far Cry 6, DOTA 2, StarCraft II

Spieleleistung (4K, GPU-limitiert):

  • +0 % bis +3 % – kaum Unterschied, da GPU das Bottleneck ist.

Produktivität (Rendering, Kompression, Videocodierung):

  • +3 % bis +8 %, z. B. bei:
    • Blender, 7-Zip, Adobe Premiere, Handbrake (H.264/H.265)

Systemlatenz / Responsiveness (AIDA64, LatencyMon, 1% Lows):

  • Latenz sinkt von ~80 ns (JEDEC DDR5-4800) auf ~60 ns (EXPO DDR5-6000 CL36)
  • 1% Low FPS verbessern sich teils deutlich (+10–20 %), besonders bei CPU-lastigen Szenarien

Fazit konkret für dein Setup:

  • EXPO aktiviert bringt dir mess- und spürbare Vorteile, speziell im Gaming – genau dort, wo der 7800X3D durch seinen großen L3-Cache bereits optimiert ist.
  • Ohne EXPO läuft dein RAM mit spürbar niedrigem Takt und hoher Latenz, was diesen Vorteil wieder teils aufhebt.
Empfehlung: EXPO aktivieren, Stabilität mit Memtest86+ oder Karhu RAM Test prüfen."

Bis zu 15% Leistung und sogar 25% bei der Latenz klingt für mich schon nach nicht wenig. Und ich hab ja jetzt nicht so viel Geld dafür ausgegeben um dann auf die Leistung zu verzichten ^^

Oh, und den An-Aus-Schalter hinten am PC-Gehäuse nutze ich eigentlich nie. Nur wenn ich am PC rumbastel oder als ich für mehrere Wochen in den Urlaub gefahren bin, da mache ich den aus. Wäre auch zu umständlich, ist zu schwer zu erreichen.
 
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@eddy131
Schalt XMP aus,
probier die Sachen die du normalerweise machst aus.
Wenn du einen Unterschied merkst, dann kann man noch mal drüber nachdenken.
Dann muss man sehen, ob es ein einzelner Riegel vom RAM ist der Probleme macht oder generell das Board mit XMP Probleme macht aus irgend einem Grund.
Man kann auch ohne XMP mal nach einem UEFI Update für das Board suchen.
 
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Stahlseele schrieb:
Man kann auch ohne XMP mal nach einem UEFI Update für das Board suchen.
Das ist der richtige Ansatz. Wenn der Rechner jetzt stabil läuft, dann mach ein BIOS Update. Oftmals ist eine Verbesserung der Speicheranbindung damit einhergehend.

Es kann aber durchaus sein, dass dein Speicher nicht i.O. ist. Dann den Speicher beim Verkäufer reklamieren oder neuen kaufen. Da der Speichercontroller in der CPU sitzt, kann es aber auch sein, dass Du bei der Siliziumlotterie pech hattest. EXPO/XMP ist overcklocking und muss nicht zwingend funktionieren.
 
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Ach ja . .
DDR5 hat ja jetzt diese Dämlichkeit mit RAM Controller in der CPU . .
Dann kann tatsächlich Degradierung des Siliziums zu solchen Problemen führen.
Speziell wenn die CPU durch das XMP mehr am Limit betrieben wird.
Technisch gesehen ist das Übertakten und nicht mal von der Gewährleistung / Garantie abgedeckt . .
 
Aber wie kann das übertakten sein, wenn ich nur so die vom RAM beworbene Leistung nutzen kann? Und in so ziemlich jeder Anleitung wird das als essenzieller Schritt angegeben. Und teils sogar sich beschwert wird, wenn Systemintegratoren bei fertigen PCs das XMP vergessen zu aktivieren.

Gibt es denn eine Möglichkeit ohne Austausch der Komponenten herauszufinden, woran es jetzt genau liegt? Und kann es wirklich an der CPU liegen? Ich meine, ich nutze den PC regelmäßig und der läuft auch einige Stunden am Tag. Aber die meiste Zeit mache ich nichts intensives, Office, Internet, Filme. Gelegentlich KI und Games sind das höchste der Gefühle hier. Und KI ist ja nicht sehr Leistungshungrig für die CPU. Gaming kann schon, aber ich spiele ehrlich gesagt zu selten dass das wirklich für starken Verschleiß sorgen könnte. Vielleicht alle 1-3 Monate mal nen Tag, dann aber meist grafisch anspruchsvolle Titel. Was ja auch eher die GraKa fordert, weniger die CPU. Und gekauft habe ich den PC vor knapp über einem Jahr, alles neu. Da sollte doch auch nichts großartig passiert sein können? Außer ich hatte halt Pech und ein Montagsprodukt erhalten... Was mich wieder zur ursprünglichen Frage bringt: Kann ich das herausfinden ohne neue Komponenten zu kaufen und einzeln auszutuschen und zu testen? Den PC in die Reparatur zu geben damit die den durchchecken ist keine Option, ich bin auf das Gerät angewiesen.
 
eddy131 schrieb:
Aber wie kann das übertakten sein, wenn ich nur so die vom RAM beworbene Leistung nutzen kann?
Der RAM Controller sitzt in der CPU und AMD garantiert folgende Geschwindigkeiten. Alles was darüber hinaus geht ist nicht garantiert.
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eddy131 schrieb:
ich bin auf das Gerät angewiesen.
Dann musst du beim nächsten Mal darauf achten, dass du deinen PC im Systemhaus im 24/7 vor Ort Service kaufst.
 
Skysurfa schrieb:
Der RAM Controller sitzt in der CPU und AMD garantiert folgende Geschwindigkeiten. Alles was darüber hinaus geht ist nicht garantiert.
Für mich wirkt das eher wie Etikettenschwindel. Weil wie soll ich das als Kunde wissen? Der Patriot Viper den ich gekauft habe wird mit DDR5-6000 beworben. Und dafür habe ich dann auch mehr Geld bezahlt. Dann sollte ich auch erwarten können, dass ein kompatibles Mainboard (das ich ja ebenfalls habe) auch diese Leistung erbringt. Eigentlich sogar ohne dass ich dafür im BIOS das XMP aktivieren muss. Oder wissen muss, was ein XMP ist. Das kann man von einem normalen User jetzt nicht unbedingt erwarten. Gerade beim RAM, den ja auch eher unerfahrene Nutzer öfter und eigentlich leicht mal selber tauschen. Ich würde das in die Kategorie Betrug einordnen. Aber naja.

Skysurfa schrieb:
Dann musst du beim nächsten Mal darauf achten, dass du deinen PC im Systemhaus im 24/7 vor Ort Service kaufst.
Ich hab mich ja bewusst dafür entschieden den PC selber zu bauen. Mich dafür auch über ein halbes Jahr lang vorher da eingelesen, Videos geschaut und mich schlau gemacht was alles geht und wie es geht. Und nach meinem Dafürhalten habe ich auch alles richtig gemacht.
PC selber zusammenbauen wollte ich vor allem, weil es mir Spaß macht. Und klar, kosten spart es natürlich auch, aber ich konnte mir den PC so zusammenstellen wie ich ihn haben wollte, und hatte eben meine Freude daran mich da einzuarbeiten und das dann letztlich selber zusammenzubauen. Das würde ich nicht abgeben wollen. Und vor Ort Service kann ich ja auch jetzt noch bestellen, kostet dann vermutlich etwas mehr, aber gibt's auch unabhängig vom Einkauf. Ich will es aber wie gesagt selber schaffen ^^ So lerne ich auch was für die Zukunft.
 
eddy131 schrieb:
Ich will es aber wie gesagt selber schaffen
Dann kauf Dir neuen RAM und probier aus, ob es am Speicher liegt. Alternativ musst Du die Spannungs vom aktuellen Speicher etwas anheben, EXPO einschalten und dann mit MemTest86 schauen, ob es stabil bleibt.
 
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Restart001 schrieb:
Genau eben das man grundsätzlich NICHT auf die volle Garantie verzichten sollte, wenns schon um einen 4K€ Build geht. Würde ich NIE als alter Schrauber machen, und die Patriot hätt ich auch nicht genommen.
Wo hab ich auf Garantie verzichtet? Ich habe doch die Garantie aller Teile? Für den Zusammenbau den ich selber mache bekomme ich doch nirgendwo Garantie... Ich könnte höchstens eine Versicherung dafür abschließen, die dann viel zu teuer wäre.
Und welchen RAM würdest du empfehlen? Die Patriot wurde damals hier auf CB empfohlen und ist auch heute noch in den teuren Zusammenstellungen als Hauptempfehlung drin: https://www.computerbase.de/forum/t...g-pc-spiele-pc-selbst-zusammenstellen.215394/
Außerdem hab ich keine 4k, sondern 3k für den Rechner ausgegeben. Die Preise für die 4090 waren damals bei 1850€ als ich den gekauft habe. Die Liste habe ich nur hier reingestellt, damit man nachschauen kann welche Komponenten ich verbaut habe, nicht wie teuer die damals waren bzw. heute sind. Zumal der Preis doch auch nichts mit dem Problem zu tun hat das ich habe.
Skysurfa schrieb:
Dann kauf Dir neuen RAM und probier aus, ob es am Speicher liegt. Alternativ musst Du die Spannungs vom aktuellen Speicher etwas anheben, EXPO einschalten und dann mit MemTest86 schauen, ob es stabil bleibt.
Werde ich dann vermutlich machen. Wenn sich nichts ändert kann ich den ja wieder zurück schicken. Zumindest ist das Wechseln des Speichers nicht ganz so umständlich wie bei der CPU. Danke für den Tipp und den Namen der Software zum Testen.
 
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