PCIexpress vs. USB -> wer ist der Latenzchampion?

Da die interne den kürzeren und direkteren weg zum Lautsprecher hat die interne PCI-Express-Karte.
 
danke euchXero und buxtehude. Woher kommt die Information, buxtehude? -> "Vorteil PCI: Dank paralleler Übertragung und hoher Datentransferrate kann der Puffer hier i.d.R. kleiner eingestellt werden als bei USB- oder thomann Firewireinterfaces, wodurch die Latenz verringert wird."

Für Spieler ist das sicherlich wenig interessant. Für Profispieler aber dennoch. Diese sollten die gleichen Soundkarten(DAC`S) verwenden wollen, wie Musiker.

Doch warum sind dann so viele Profi-Musiker DAC´s ODAC´s mit USB mit dem PC verbunden. Oder selten auch Firewire. So etwas z.B. wird von den Kommentaren als geringe Latenz bestätigt: http://www.thomann.de/de/native_instruments_komplete_audio_6.htm & ist per USB 2.0 mit dem PC verbunden. Hier wird der als Low-Latenz angepriesen: "Please note that a professional audio interface which provides its own ASIO driver usually performs better than using ASIO4ALL with a generic audio interface. Typically, audio interfaces designed specifically for music recording and production have better audio quality, better performance and are equipped with ASIO drivers specific to the device. Native Instruments offers a number of professional interfaces with ASIO drivers designed for different purposes, such as KOMPLETE AUDIO 6 (music production) or TRAKTOR AUDIO 10 (DJ performance). "
Q: https://www.native-instruments.com/...671/windows-tuning-tips-for-audio-processing/

Klar, auch das ist ein Grund für externe Soundkartennutzung(Störungsfreiheit):
https://www.youtube.com/watch?v=d1rXcJuEsy0
...jedoch die Latenz ist ja nochmal wichtiger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Latenz ist bei USB höher. Wieso? Weil der USB per PCIe angebunden ist, intern. Man hat bei USB also die Latenz von PCIe + die vom USB.

Das vieles vom Profi-Audio Zeug per USB dran hängt liegt daran dass die Latenz jetzt nicht soooo wichtig ist, und USB einfach "einfacher" ist. Versuch mal eine PCIe-Karte in einen Laptop zu stecken...

mfg
 
Zuletzt bearbeitet:
Für Profispieler sind Audiolatenzen irrelevant. ASIO ist das Stichwort. Dieses Treibermodell ist für Profimusikhardware notwendig. Weil dies die beste Synchronität gewährleistet. Das ist aber für die Welt der Spiele ohne weitere Bedeutung.
 
PCIe kann per DMA direkt auf den Hauptspeicher zugreifen, ein direkterer, mit noch weniger Latenz arbeitender Zugriff ist nicht möglich*. Hingegen funktioniert USB über Polling seitens des Hosts zum Endgerät. Daher aller Zeitintervall x initilaiisiert der Host das Abholen bzw. ausliefern von Daten zum Gerät. Dieses Polling ist je nach USB Version unterschiedlich schnell, jedoch immer um Größenordnungen mit mehr Latenz versehen als DMA via PCIe.

https://de.wikipedia.org/wiki/Universal_Serial_Bus#.C3.9Cbertragungsmodi



* Ich weiß nicht, ob bei der Verwendung von I²S evtl. eine noch geringere Latenz möglich ist. Aber an dieses Bus heranzukommen wäre sowieso ein recht komplexer Hack.
 
danke euch. Ich merke schon, das Thema ist recht kompliziert.

I²S ?

"Auch ein Sänger, der sich im eigenen Kopfhörer mit einer leichten Verzögerung hört, wird sich nicht wohl fühlen, da sich thomann das Direktsignal, dass er u.a. über seine Schädelknochen hört mit dem zeitversetzten Signal auf dem Kopfhörer überlagert. In diesem Fall kann aber leicht mittels Direct-Monitoring Abhilfe geschaffen werden. Der Sänger bekommt einfach ein analog oder direkt hinter dem Wandler abgegriffenes Signal, und hört sich somit nahezu verzögerungsfrei. Dieses thomann sogenannte Directmonitoring gehört mittlerweile zu Standardausstattung von Audiointerfaces."
Der Wandler ist die Soundkarte. Das ist doch ner normale weg, dass dahinter dann abgegriffen wird, also dort der Kopfhörer drinsteckt z.B. Oder was ist damit gemeint?

BlubbsDE schrieb:
Für Profispieler sind Audiolatenzen irrelevant. ASIO ist das Stichwort. Dieses Treibermodell ist für Profimusikhardware notwendig. Weil dies die beste Synchronität gewährleistet. Das ist aber für die Welt der Spiele ohne weitere Bedeutung.
Warum irrelevant? Wenn der Spieler etwas eher wahrnimmt, kann sein Gehirn sich eher eine Strategie überlegen - wie: "Klicke ich jetzt oder lasse ich es". Asio gibt es ja auch für Spiele.

Bei diesen Boxen käme ja über die USB-Verzögerung nochmal eine Verzögerung hinzuaddiert:
"Die neuen NuPro-Lautsprecher nehmen automatisch eine Laufzeitkorrektur vor und synchronisieren die Wiedergabe zwischen den Kanälen selbstständig. Das ist auch notwendig, da die DSP-Bearbeitung des Tonsignals und die Weiterleitung an den rechten Kanal zu einer kleinen Verzögerung führt. Die Laufzeitkorrektur umfasst auch den NuPro AW-350, wenn er denn angeschlossen wird."
Q: https://www.computerbase.de/artikel/audio-video-foto/nubert-nupro-a100-a200-aw350-test.2545/seite-6
Wären diese also für Musiker ungeeignet - oder für Pro-Gamer? Oder entsteht sogar insgesamt ein Latenzvorteil, weil kein Soundkartenweg entsteht: "In den letzten Jahren sind die DSPs immer leistungsfähiger geworden. Mittlerweile gibt es einige Interfaces, die auf ihrem DSP auch thomann Effekte wie Equalizer, Kompressoren oder Hall berechnen können. Dies geschieht wie auch das Directmonitoring nahezu latenzfrei, da die Audiodaten nicht durch den Samplepuffer des Computers geschleust werden müssen."
Q: http://www.thomann.de/de/onlineexpert_page_audiointerfaces_was_ist_latenz.html
Oder hat der zitierte Thoman-DSP-Weg nichts damit zu tun?
 
Zuletzt bearbeitet:
im profimusikbereich oder bei konzerten wird das anders gelöst und hat mit usb vs pcie wenig am hut.

die usb variante hat was mit mobilität zu tun (ein usb-gerät kannst du an jeden pc oder lappi anschliessen, sogar plattformübergreifend) und das zeitverzögerte dabei irrelevant. bis heute habe ich noch nie eine band gesehen die mit usb angeschlossenene geräte (mic, headset) ein konzert gegeben haben...

ich vermute bei dir eher ein falsch interpretieren/durcheinanderbringen von latenz für audio und latenz beim online-gamen...
 
Und wie geben die ein Konzert - über welchen Anschluss?

Wo ist denn der entscheidende Unterschied zwischen Audio-Latenz bei einem Spiel & beim Aufzeichnen von Musik? Bei beiden kommt es doch auf geine möglichst geringe Latenz an.

Ich bringe mal einen neuen Champion ins Spiel:
Optischer S/PDIF-Ausgang
Dieser Anschluss erlaubt Ihnen, Ihren PC mit Lautsprechern,
Kopfhörern oder Sony / Phillips Digital Interconnect Format (S/PDIF)-kompatiblen
Geräten zu verbinden.
Q: http://dlcdnet.asus.com/pub/ASUS/mb...WEB.pdf?_ga=1.247603975.1287743460.1465570307

Wo ordnet sich dieser(Optischer S/PDIF) ein?
1. PCIexpress
2. PCI
3. USB

KainerM schrieb:
Latenz ist bei USB höher. Wieso? Weil der USB per PCIe angebunden ist, intern. Man hat bei USB also die Latenz von PCIe + die vom USB.
Wobei man da ja auch differenzieren muß - die meisten modernen Asus-PCI-Express-Soundkarten intern widerum per USB angebunden sind. -> Headset/Kopfhörer-Mikro-Kombi Gaming
 
Zuletzt bearbeitet:
o0Julia0o schrieb:
Warum irrelevant? Wenn der Spieler etwas eher wahrnimmt, kann sein Gehirn sich eher eine Strategie überlegen - wie: "Klicke ich jetzt oder lasse ich es". Asio gibt es ja auch für Spiele.

Eigentlich sagt dieser Satz ja alles aus. Bei einer Latenz von 10 ms und weniger redest Du von reagieren und Strategien? Das Thema ist bei Spielen irrelevant. Oder hast Du irgendwo in einem Spiel auch nur Ansatzweise das Gefühl, Ton und Bild sind nicht synchron? Wenn ja, dann hast Du ein anderes Problem. Das liegt aber nicht begründet in der Tatsache, wie komme ich noch weiter unter 10 MS bei der Audiolatenz.

Was nutzen die Profigamer denn für Audiohardware? Das sind sehr oft USB Headsets. Nicht besonderes. Ganz normale PC Hardware.

Ein einfacher Reationstest.

http://www.bernhard-gaul.de/spiele/reaktion/reaktion.php

Wenn Du da unter 100 MS bist, dann bist Du schon sehr gut. Nur mal, um eine Vorstellungen davon zu bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
10ms wären schon etwas mies. Bei Latenz übers Netz wirklich nochmal 10ms drauf zu hauen wäre durchaus im Bereich von einer Beinträchtigung anzusiedeln. Jedoch bewegt sich selbst USB als Bus mit der höchsten Latenz im Bereich von reichlich 100µs bis wenige hundert µs. Das ist beim Zocken wirklich nicht ansatzweise relevant. Diese Latenz ist schlicht Größenordnungen unter allen anderen Latenzen angesiedelt.

Mit solchen Latenzen sind bei Audio nur für die Produktion relevant bei solchen Sachen wie zeitversetzter Aufnahme von mehreren Spuren.
 
o0Julia0o schrieb:
Für Spieler ist das sicherlich wenig interessant. Für Profispieler aber dennoch. Diese sollten die gleichen Soundkarten(DAC`S) verwenden wollen, wie Musiker.
Sorry aber das ist totaler Schmarrn... Auch Profispielern im Shooter Genre (wo man die Sounds vielleicht noch zur Ortung benötigt) nutzen USB Headsets.
 
Deine Maus ist doch sicherlich auch per USB angeschlossen, merkste da irgend eine Latenz? Ich nicht.
 
BlubbsDE schrieb:
Eigentlich sagt dieser Satz ja alles aus. Bei einer Latenz von 10 ms und weniger redest Du von reagieren und Strategien? Das Thema ist bei Spielen irrelevant. Oder hast Du irgendwo in einem Spiel auch nur Ansatzweise das Gefühl, Ton und Bild sind nicht synchron? Wenn ja, dann hast Du ein anderes Problem. Das liegt aber nicht begründet in der Tatsache, wie komme ich noch weiter unter 10 MS bei der Audiolatenz.

Was nutzen die Profigamer denn für Audiohardware? Das sind sehr oft USB Headsets. Nicht besonderes. Ganz normale PC Hardware.

Ein einfacher Reationstest.

http://www.bernhard-gaul.de/spiele/reaktion/reaktion.php

Wenn Du da unter 100 MS bist, dann bist Du schon sehr gut. Nur mal, um eine Vorstellungen davon zu bekommen.
yeah - Platz 8 ;) Wobei das ja über das hinaus geht, was Audio verusacht. Monitorlatenz, Mauslatenz, meine Latenz ist ja auch mit drin - nicht nur vom Sehen bis zur Aktionsentscheidung, sondern auch die Aktion - wie schnell ich meine Muskeln anspreche und diese sich Bewegen. Also einiges mehr als ein Audiosignal, welches einen Pro-Gamer auch nur dazu veranlassen kann, nichts zu tun. Stehen sich 2 identische Pro-Gamer gegenüber - der mit 10 MS früherer Entscheidungsmöglichkeit erhält das Geld.

Mextli schrieb:
Sorry aber das ist totaler Schmarrn... Auch Profispielern im Shooter Genre (wo man die Sounds vielleicht noch zur Ortung benötigt) nutzen USB Headsets.
Beim Online-Gamen auch? Dort wo sie diese präsentieren müssen, sicherlich. Vielleicht sind sie dann auch so daran gewöhnt, dass online(wenn Niemand zuguckt) sich ein umgewöhnen nicht lohnt.

ToniMacaroni schrieb:
Deine Maus ist doch sicherlich auch per USB angeschlossen, merkste da irgend eine Latenz? Ich nicht.
Ich bin ja auch kein Pro-Gamer ;) Und ich habe keinen Vergleich.. ich kann mir ja mal eine PCI-Express-Maus basteln, wo dann der PC mi dranhängt ;)

chrigu schrieb:
über den an jedem PA-Anlage findbaren Monitor-aux anschluss.
Also ist AUX besser(latenzfrier) als PCIe?

Wo ordnet sich dieser(Optischer S/PDIF) ein?
1. AUX
2. PCIexpress
3. PCI
4. USB
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn du eine PA-anlage zuhause hast, ist monitor-aux besser als usb-kopfhörer oder eine pci-e-karte. baust du eine pci-e soundkarte direkt in die PA-Anlage, damit du ein usb-gerät anschliesst, bist du entweder ein genie oder du hast mindestens 50'000euro in den sand gesetzt.
 
o0Julia0o schrieb:
Beim Online-Gamen auch? Dort wo sie diese präsentieren müssen, sicherlich. Vielleicht sind sie dann auch so daran gewöhnt, dass online(wenn Niemand zuguckt) sich ein umgewöhnen nicht lohnt.
Ja natürlich auch zu Hause bzw. in der Nicht Öffentlichkeit. Wenn der USB Bus nicht ausgelastet ist (was er bei Audiodaten nicht ist) hast Du eine maximale (und zugleich minimale) Latenz von 1ms. Und jetzt google mal was Dein Gehirn für eine Latenz hat (wenn man Reaktionsgeschwindigkeit so ausdrücken will). Ich geb Dir mal ein Tipp, rangiert so von 160 bis 200ms. Und jetzt denk mal drüber nach was es da ausmacht ob der USB Bus jetzt 1 oder 2ms hat. :rolleyes:
 
Es geht auch darum welche latenz man wahrnimmt, und vom recording ausgehend hört man es so ab >10ms würde ich sagen(mit dem gehör kann latenz auch früher wahrgenommen werden als mit den augen).
Aber um ein praktisches beispiel zu geben, wie sich zu hohe audio latenz beim spielen auswirken würde:

(Mit 120fps aufgenommen u. mit halber geschwindigkeit gerendert - einmal so wie es sich ge"hört", und einmal problematisch mit "Razer Surround" in diesem Fall, welches bei mir eben diese audio-latenz-probleme verursacht)

https://www.youtube.com/watch?v=0R6NFxgIk-o

Das schussgeräusch ist bei letzterem nicht mehr mit dem mündungfeuer synchron, und dann hat man wirklich ein problem mit der audio latenz.
Alles andere ist zu vernachlässigen, und bringt praktisch keinen vorteil mehr, solange gesehenes und gehörtes synchron wahrgenommen werden.
 
Zurück
Oben