Hallo,
Bein einem Crash verschieben sich entweder die Platten unter dem Spannring und die Tracks sind nicht mehr konzentrisch zur Motormitte. Oder die Köpfe schlagen auf und die empfindliche Aufhängung verbiegt sich, was zur Folge hat, dass die Flughöhe sich verändert und die Magnetfelder auf de Platte nicht mehr gelesen werden können.
In den selteneren Fällen ist es die Platte selbst, wenn die Spuren am äusseren Rand beschädigt wurden, die enthalten die reservierten Bereiche, die zum Starten nötig sind...ansonsten werden nur Datensektoren/spuren beschädigt.
In der Fertigung kann als Nacharbeit das entsprechende Bauteil wieder ausgebaut werden. Allerdings erfolgt das immer mit dem Löschen aller Platten und späterem Neudefinieren der Tracks auf dem Servowriter.
Die Spinpoint hat auchkein Ramp Load/Unload, deshalb kann der Actuator nicht so leicht ausgetauscht werden wie bei Hitachi/WD und den aktuellen 2.5" Drives. Beim herkömmlichen Parken auf der Platte befindet sich der Kopf am Innendurchmesser und "parkt" auf einer mit Laserbeschuss "aufgerauhten" Landezone. Ein Schieben über stehende Platte würde die Kopfaufhängung verbiegen, was den gleichen negativen Effekt hat, wie oben beschrieben.
Platten mit Köpfen, die auf der Platte landen, müssen daher bei laufender Platte entladen werden, dazu benötigt man Vorrichtungen, die eine Art Kamm zwischen die Platten führen, auf den die Suspension (der Federarm, an dem der Kopf am Ende hängt) geschoben wird, nachdem der äussere Crashstop entfernt wurde. Liegen die Suspension auf dem Kamm, wird die ganze Vorrichtung aus dem Plattenstapel geschwenkt. An andere Stelle wird dann ein ähnlicher Kamm zwischen die Suspension geschoben, so dass man den Actuator von dem ersten Kamm herunternehmen kann. Anders herum muss der neue Actuator auch so wieder eingebaut werden...
Das wäre die einzige Möglichkeit, mit "Bastlergeschick" einen Versuch zu wagen, ist aber auch nur ein Versuch. Da die Spuren ja erhalten bleiben sollen, müssen die Achsen der Köpfe noch zufällig in einer Position stehen, in der die Track Following Funktionalität erhalten bleibt, also innerhalb einer gewissen Toleranz den Servospuren folgen kann. Die Feineinstellung (Gain Control) der neuen Köpfe muss zufällig in etwa gleich sein, wie die der vorherigen...und und und...
Wenn es die PLatten verschoben hat, gibt es keine Möglichkeit für Bastelmethoden. Das Loch in der Platte ist um einige Zehntel größer als das der Motornabe....die Plattenspuren sitzen in einem Abstand von wenigen tausendstel Millimetern nebeneinander, einmal ausser Mitte oder der Spannring vom Plattenstapel entfernt und die Konzentrität ist verloren, bei mehreren Platten geht, noch schlimmer, die dreidimensionale Zylindrische Zuordnung verloren . Den ganzen Stapel mitsamt Motor kann man auch nicht austauschen, weil... man kommt nur an die Schrauben, die den Motor halten, wenn man...die Platten abnimmt.

leider beisst sich hier die Maus in den Schwanz.
Dann viel Spass beim Basteln..
Gruss Pete