Piraten kapern Schiff aus Bremen

Könnte es sein, dass die Art und Weise wie 'Wir' unsere Interessen in der Welt definieren, durchsetzen und schützen diese 'Ordnungsprobleme' hervorruft?

Aber 'brutal'? Klar, die Mittellosen greifen uns 'brutal' an, wie sonst: Wir sind doch denen ausgeliefert und müssen uns ständig wehren.

Sonst sehr schwache Eröffnung, bald wird geschlossen.
 
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alex_k schrieb:
Fr jedes gekaperte Schiff eine Atombombe auf Somalia, und jeden Toten Seemann eine Bombe hinterher....

Ich bin da auch für "den schnellen Prozess" gegen die Piraten. - Also Exekution auf See, und dann im Meer versenken. - Dann kosten Sie wenigstens kein Geld noch mehr für Gerichtsverfahren, usw....

Sorry, aber was für ein geistiges Dünnpfiff!
Erstens, gibt die Piraterie in diesen Gebieten schon länger. Zweitens, erstmal die Ursachen verstehen, dann Cowbowsprüche klopfen.

Die Piraterie ensteht dadurch, dass man wirtschaftlich nichts anderes machen kann. Die Küste vor Somalia ist ziemlich leer gefischter Seeregion. Und wer hat es abgefischt? Richtig, wir! Und da die Fischer in Somalia nichts bzw. kaum was dagegen machen können gehen sie zu den Piraten.

Ganz ehrlich, schaltet euren Hirn an, bevor ihr mit Stammtischsprüchen a la "schnellen Prozess" kommt. Das ist erstens peinlich und zweitens zeigt von wenig Ahnung.
 
@dustyOn3
Was soll das bringen? Denk doch mal ein paar Schritte weiter.
Man rüstet die Schiffe (mit was genau?) auf. Und dann?

Was denkst, was es dann ändert, was es für Reaktionen hervor ruft, wie sich die Lage verändern wird? Denk einfach mal fünf Schritte mit Aktion und Reaktion weiter und beschreibe sie hier.
 
barista schrieb:
Könnte es sein, dass die Art und Weise wie 'Wir' unsere Interessen in der Welt definieren, durchsetzen und Schützen diese 'Ordnungsprobleme' hervorruft?
Iwo ;)

So siehts mal aus. Und wir philosophieren hier über eine Schutzbesatzung. Ich möchte mal den deutschen Vadder im Aldi sehen, wenn er dann 10 Cent mehr für seine Erdbeeren zu Weihnachten zahlen muss, weil der Frachter, auf dem sie gekommen sind, unter Geleitschutz stand. Welches Produkt wird dann wohl gekauft werden? Wohl doch eher die (meinetwegen) Früchte, die günstiger geliefert und dann im Idealfall günstiger zu kaufen sind. Damit sind wir schon wieder beim Konsumverhalten etc. Das ist ein Thema ohne Boden.

Ganz ehrlich, schaltet euren Hirn an, bevor ihr mit Stammtischsprüchen a la "schnellen Prozess" kommt. Das ist erstens peinlich und zweitens zeigt von wenig Ahnung.
Er ist wenigstens ehrlich. Die Ermordung der Seeräuber wäre letztlich lediglich eine Fortführung unserer Ausbeutung, nur mit anderen Mitteln. Um das jetzt mal föllig sarkastisch zu überbetonen.
 
@Zwirbelkatz
Die Operation Atalanta sollte dir bekannt sein. Wir bezahlen schon 'mehr' Geld, da das Geld für den Militäreinsatz aus dem Steuertopf stammt.
 
Das Problem ist nicht ganz neu. Da sich auch von Seiten der Reedereien nichts geändert hat unterstelle ich einfach mal das man da ein kalkuliertes Risiko hin nimmt. Die Versicherungen für die Schiffe werden teurer, die Frachtkosten steigen, der Endkunde, also wir, zahlt am Ende seinen Teil der Zeche. Vergleiche ich unsere Situation mit der der Somalis habe ich für meinen Teil da kein Problem mit nen paar Cent mehr zu zahlen. Wären wir in deren Situation würden die meisten von uns nicht anders handeln.

Einen Vorteil hat das ganze aber. Wenn die Fischer lange genug Piraten bleiben erholen sich die Fischbestände vor Somalia wieder ;)
 
Die Russen hatten mal vor, so eine Art Safarie zu veranstalten.
Grundgebühr (auf einem Schiff irgendeiner Reederei) für 14 Tage 5000 dollar (mit Frühstück), dann kann man diverse Waffen dazu mieten: Raketenwerfer 200 Dollar, Sniper 150 Dollar, Granaten 112 Dollar usw.
Da könnten dann irgendwelche Möchtegern-Rambos mal Luft ablassen.
Wäre doch korrekt; die Reederei verdient sich ein Zubrot und ist gleichzeitig vor Piraten geschützt.
Internationale Gewässer...Auge um Auge...
 
killerpixel schrieb:
Ich frag mich nur, wo hier die USA sind...sonst spielen sie doch bei jedem Mist Weltpolizei...und Schiffe haben die genug.

Wegen den Gesetzeslagen und den Dortigen Regierungen, denn auch die USA die du so Unpassend als Weltpolizei darstellst kann nicht machen was sie will.
Es sei die Regierungen der Länder von denen die Piraterie ausgeht bitten die UN um Hilfe die wiederum die USA um Hilfe bitten.
Außerdem können die USA nicht immer alles Alleine stemmen, auch Europa muss mit Anpacken, die USA haben schon in der Vergangenheit genug geleistet (Europa/Deutschland von Hitler befreit, dem Völkermord in Serbien einen Riegel vorgeschoben und und und..) Zeit das sich mal andere für eine Sichere Welt einsetzen.
 
CPat schrieb:
@dustyOn3
Was soll das bringen? Denk doch mal ein paar Schritte weiter.
Man rüstet die Schiffe (mit was genau?) auf. Und dann?

Was denkst, was es dann ändert, was es für Reaktionen hervor ruft, wie sich die Lage verändern wird? Denk einfach mal fünf Schritte mit Aktion und Reaktion weiter und beschreibe sie hier.

Du hast schon Recht, dass die Reaktion auf eine Aufrüstung von Abwehrtechnik der Schiffe, sehr negativ ausfallen kann. Zumindest von den "Piraten". Aber denk du auch mal bitte ein paar Schritte weiter.

Wenn die Schiffe weiterhin so durch die Weltmeere schippern, wie bisher, wie wird sich das Ganze denn ausbreiten? In der Hinsicht haben die Piraten ja freie Hand und können (sichtbar) ohne Probleme, weiterhin Schiffe kapern.

Wäre es nicht eine Überlegung wert, statt Sicherheitspersonal, etwas Geld in grundsolide Abwehrtechniken zu stecken?

Siehe hier: Abwehrtechniken für Schiffe
 
Nein, zum dritten Mal: Mehr Abwehr löst das Problem nicht. Hilfreich wäre es, wenn man den strukturschwachen Gebieten nachhaltig unter die Arme greifen könnte, damit Piraterie gar nicht erst entstehen muss. Bloß das ist verdammt schwierig.

In deinem Link stehts doch:
Zu den gefährdeten Regionen zählen nicht mehr nur der Golf von Aden und die Küste von Somalia, sondern auch die albanischen Mittelmeergewässer, Marokko, die Karibik und Brasilien. Vor allem wachsende Armut und Arbeitslosigkeit treiben Menschen dort in die Kriminalität. Der anwachsenden Zahl potentieller Piraten steht eine ebenfalls steigende Zahl an Fahrtenseglern aus Wohlstandsländern gegenüber: Allein in der Karibik kreuzen Schätzungen zufolge während der Hochsaison 10.000 Yachten.
 
@dustyOn3
Nur im Vergleich zwischen der Anzahl der Schiffe, die auf den Weltmeeren herum fahren zu denen, bei denen es Zwischenfälle mit Piratenübergriffen gibt, zeigt sich, dass es Problem gerade zu winzig ist.

Es ist halt etwas für die Sensations-Presse, weshalb ein solcher Vorfall über Tage und Wochen ausgeschlachtet wird. Das macht solche Übergriffe aber nicht zu einen größeren Problem. Das macht nur die Menschen zu einem Größeren Problem, die nicht dazwischen unterscheiden können.

edit:
Wenn du tatsächlich daran interessiert bist das Problem zu lösen, dann geh zum Ursprung. Wo sind diese Übergriffe? Wieso sind sie genau dort? Welche Menschen sind daran beteiligt? Wieso ausgerechnet sie? Was könnte sie dazu treiben und was könnte man dagegen tun?
Löse das Problem bei der Wurzel und investiere nicht in ein Wettrüsten, dass du eh nicht gewinnen kannst und das auch nichts gegen das eigentliche Problem hilft.
 
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Ich habe ja nicht behauptet, dass derartige Maßnahmen das Problem an den Wurzeln packen. Allerdings würde es dem Personal der Schiffe eine kleine Chance geben, sich zu wehren und auf Hilfe zu warten. Vielleicht können somit Menschenleben gerettet werden.

Langfristig gesehen, hast du natürlich 100%ig Recht. Man müsste den Gebieten intensiv helfen. Nur wo anfangen?
 
Zitat Zwirbelkatz: "Hilfreich wäre es, wenn man den strukturschwachen Gebieten nachhaltig unter die Arme greifen könnte, damit Piraterie gar nicht erst entstehen muss. Bloß das ist verdammt schwierig."

Besonders schwierig ist es, weil das nicht der Zweck unsere Gemeinwesen ist, überall in der Welt verträgliche Verhältnisse einzurichten - eigentlich auch nicht in der eigenen Nation - sondern nur produktive, gewinnbringende Verhältnisse und das heißt nun mal durch Sortierung in Reichen und Armen, Besitzenden und Nicht-Besitzenden (für alle die diesem Satz zustimmen würden: Das ist keine objektive Feststellung, sondern eine Kritik).
 
Zuletzt bearbeitet:
Was her muss ist eine Art Seepolizei, das Problem ist nur das man alle Länder Afrikas die an den Schifffahrtswegen angrenzen dazu bewegen kann mit Europa, USA, Asien und den arabischen Staaten eine Legitime und Anerkannte Eingreiftruppe aufzustellen wo Menschen aus den Unterzeichneten Ländern Personal stellen. Das andere Problem wären dann die Kosten die Hauptsächlich von den anderen Ländern getragen werden müssten da die Afrikanischen Länder eh nicht das Nötige Geld für Patrollienschiffe, Helikopter, Uniformen und Waffen aufbringen können, außerdem muss man auch die Sozialen Missstände in Somalia und co bekämpfen.
 
Die Piraterie ensteht dadurch, dass man wirtschaftlich nichts anderes machen kann. Die Küste vor Somalia ist ziemlich leer gefischter Seeregion. Und wer hat es abgefischt? Richtig, wir! Und da die Fischer in Somalia nichts bzw. kaum was dagegen machen können gehen sie zu den Piraten.

Du kannst aber 2 falsche Sachen nicht gegeneinander aufwiegen. Nur weil wir mal was negatives getan haben dürfen die anderen dann uns angreifen.

Besonders schwierig ist es, weil das nicht der Zweck unsere Gemeinwesen ist, überall in der Welt verträgliche Verhältnisse einzurichten

dito

Hilfreich wäre es, wenn man den strukturschwachen Gebieten nachhaltig unter die Arme greifen könnte, damit Piraterie gar nicht erst entstehen muss. Bloß das ist verdammt schwierig.

Also das ganze liest sich in meinen Augen so als ob wohnt in meiner Nachbarschaft nen Gewaltverbrecher der gestört ist und ich soll mich dann darum kümmern, dass es ihm besser geht, vllt was schönes kaufen oder ne Therapie bezahlen.

In meinen Augen nonsens
 
Besonders schwierig ist es, weil das nicht der Zweck unsere Gemeinwesen ist, überall in der Welt verträgliche Verhältnisse einzurichten - eigentlich auch nicht in der eigenen Nation - sondern nur produktive, gewinnbringende Verhältnisse und das heißt nun mal durch Sortierung in Reichen und Armen, Besitzenden und Nicht-Besitzenden (für alle die diesem Satz zustimmen würden: Das ist keine objektive Feststellung, sondern eine Kritik an die bestehenden Verhältnisse).

Zitat Rach78: "und ich soll mich dann darum kümmern, dass es ihm besser geht [...] In meinen Augen nonsens"

Aber klar: Abknallen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Besonders schwierig ist es, weil das nicht der Zweck unsere Gemeinwesen ist, überall in der Welt verträgliche Verhältnisse einzurichten

(für alle die diesem Satz zustimmen würden: Das ist keine objektive Feststellung, sondern eine Kritik).


Na Gott sei dank ... Dann reg ich mich jetzt schnell wieder ab ;)

Rach78 schrieb:
In meinen Augen nonsens
Aha, super. Aber für Argumente reichts bei dir nicht, oder was?
 
Ich denke, man muss da radikal gegen die Piraten vorgehen, zum einen um es uninteressant für Nachfolger zu machen - zum anderen um andere abzuschrecken es gar nicht erst zu versuchen!

Und die Meere wurden leergefischt, weil keine Gesetze auf See beachtet wurden und werden (hier stehen die Asiaten an vorderster Front mit ihrem Bedarf, der nicht mehr gedeckt werden kann - aber auch die Futtermittelindustrie, die die Meere ohne Sinn und Verstand ausbeutet)!
Aber auch weil Länder wie Somalia ihren eigenen Fischern nicht den Fisch zu gesteht sondern lieber Kasse gemacht hat und anderen Nationen das Fischrecht verkauft hat!
Vermutlich um dann mit dem Geld Waffen zu kaufen mit denen, unter anderem, jetzt die Piraten unterwegs sind (natürlich nicht nur, in Afrika kämpft man ja auch gern mal gegen den Nachbarn oder das eigene Volk).

Was also tun? Naiv stelle ich mir erstmal vor, dass man tatsächlich agressiv gegen die Piraten vorgehen sollte - aber nicht Präventiv, sondern erst, wenn die tatsächlich angreifen im Rahmen der Selbstverteidigung! Ist natürlich erst mal eine Gefahr, aber schauen wir uns doch mal an was passieren würde, wenn 2-3 Monate hintereinander jeder Angriff der Piraten in einem Desaster für die Piraten enden würde - die Leute sind auch nicht dämlich, die würden es sein lassen!
Im gleichen Moment müßte man natürlich massiv etwas für das Volk in Somalia unternehmen, damit die Leute auch die Option haben, etwas anderes zu machen als Schiffe zu überfallen!

Und da wird es schwierig - denn schickt man Geld nach Somalia, ist es weg und nix kommt da an, wo es hin soll!

Entwicklungshilfe vor Ort ist auch oft nicht gewünscht oder möglich, also was tun?

Es bleibt also schwer und eine einfache Hilfe oder Lösung für das Problem gibt es nicht - meiner Meinung nach.

Doch das größte Problem ist die fehlende Internationale Absprache! Die Amis würden tatsächlich am liebsten nur rumballern, am besten mit fern gelenkten Waffen! a) weil die Waffen von den führenden republikanischen Politikern selbst herstestellt werden - und somit an jeder Rakete persönlich verdienen
b) weil es keine eigenen Opfer kostet, das wäre nämlich das einzige, was für einen US-Politiker selbst den politischen Kopf kosten könnte

Und Europa, die würden erst mal 10 Jahre für einen Entwurf eines Plans benötigen, den dann ein einzelner Winz-Staat letztendlich kippt, um zu zeigen was für Macht er in Europa hat und was für ein Held der Politiker des Winz-Staates ist, indem er alle anderen Euro-Nullen im Amt düpiert!

Fazit: Hoffnungslos, wenn das Land nicht selbst was ändert.......
 
Es ist ja nicht das erstemal, dass es einen Dampfer von Beluga trifft. Was nun auch daran liegt, dass die gerne in dem Seegebiet unterwegs sind und relativ kleine Schiffe viel gefährdeter sind als relativ grosse.
Mein Vater ist selber Leitender Ingenieur auf Containerschiffen und ist zwar aktuell nicht in diesem Seegebiet unterwegs, ist es aber schon häufig gewesen aber eventuell bald wieder sein.
Auf den Dampfern wo er unterwegs war und den anderen den Reedereien gehörenden Schiffen sind letztlich alle Piratenangriffe gescheitert, weil die gängigen Sicherheitshinweise beachtet wurden, oder die Besatzung eben einfach aufgepasst hat.
So sind es die Schiffbesatzungen meisten auch selber Schuld wenn ein Angriff klappt oder es überhaupt zu einem kommt.

Letztlich sind die Seeleute (ich erlaube mir einfach mal fuer die Allgemeinheit zu sprechen) froh an Bord unbewaffnet zu sein und dies auch zu bleiben. Niemand dort ist ausgebildet mit Waffen umzugehen und es ergäbe sich an Bord ein unkalkulierbares Gefahrenpotential.
Vom rechtlichen Rahmen eines Waffeneinsatzes mit Todesfolgen mal ganz abgesehen.
Daran würde auch Sicherheitspersonal nichts ändern, zumal das ganze in einem Wettrüsten enden würde.

Die einzige Lösung ist, dass die dort eingesetzten Kriegsschiffe eben zuerst schiessen und dann fragen ob es sich wirklich um Piratenschnellboote gehandelt hat.
Ich meine, was haben Enterhaken, Seile, Leitern und dergleichen an Ausrüstung auf Booten zu suchen die vermeintlich zur Fischerei genutzt werden? Versenken und fertig.
Aber nein, es muss erst gewartet werden bis man die Piraten unmittelbar beim Angriff erwischt.

Ich weiss, dass ist wieder eine radikale Ansicht und rechtlich natürlich zweifelhaft, aber imho die einzige Alternative. Allein der dadurch erzielte Abschreckungseffekt würde einiges nützen.
 
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