Powerline Verbindung eigentlich gut, dennoch Probleme

jensxp schrieb:
die Datengeschwindigkeit über das Netzwerk auf meinen PC im 1. OG sind 6MByte/s.
Schön. Und von wo kam die kopierte Datei? Vom NAS oder vom Receiver?
Um den SAT Receiver, der am potentiell instabilen Powerline hängt, aus der Gleichung zu nehmen, könntest Du doch einfach mit dem NAS im Stundenrhythmus alle neuen Aufnahmen vom Receiver abholen lassen und die Dateien generell nur vom NAS abspielen und nicht direkt vom Receiver.
 
Ich kann die Probleme nachvollziehen, die Du schilderst, da es mit meiner Powerline Config ähnlich war.

Nach intensiver Recherche und vielen Tests konnte ich den schuldigen schliesslich in meinem AVM 1240 PL Adapter ausfindig machen.

Trotz aktuellster FW scheint dieser Adapter immer mal wieder für Aussetzer im PL Netz verantwortlich zu sein, die sich in meinem Fall nur durch Resets (ausstecken und wieder einstecken) lösen liessen.

Für den Fall dass Du einen 1240 im Einsatz haben solltest, entferne diesen mal und teste erneut ob Das Fehlerbild bestehen bleibt.

VG
das_ICH
 
@das_ICH Nein, ich habe nur 1220E und sporadisch einen 1260E am laufen.
@bender_ Die Daten habe ich vom Receiver, über Powerline und dann LAN, auf meinen PC gezogen. Die Dateien sind völlig in Ordnung, und können auch problemlos vom NAS wiedergegeben werden wenn der Receiver per LAN verbunden ist (langes Kabel durch den Raum). Es geht aber nicht, bzw. nicht mehr, über powerline.
 
Hast Du denn wirklich alles geprüft was an Geräten (inkl. Verlängerungskabeln und 3er Steckdosen etc!) dazugekommen ist? Heizung erst jetzt eingeschaltet? Andere LED Birne irgendwo reingeschraubt?
In einem EFH sollte man den Grund finden können. Ansonsten Adapter Testweise austauschen, wenn ein Reset nicht funktioniert.
 
jensxp schrieb:
Es geht aber nicht, bzw. nicht mehr, über powerline.
Dann ist die wohl kaputt oder durch einen oder mehrere der x-Verursacher, die dir hier im Thread genannt wurden gestört oder der Client puffert zu wenig, oder, oder oder. Kopieren ist halt was anderes als streamen.
Ein Lösung ohne Neukauf hatte ich dir in #21 vorgeschlagen.
Als Alternative zum langen LAN Kabel im Dach, könntest Du auch ne WLAN-Bridge aufbauen anstatt dem PowerLAN Zeugs. Aber auch das ist wieder nur eine Notlösung, die jedoch sehr wahrscheinlich besser und stabiler funktionieren wird, wenn Du vernünftige Geräte dafür verwendest. Ich würde 2 Telekom Speed Home WiFi vorschlagen. Die sind günstig und leistungsfähig. Alternativ kannst Du das auch teurer und weniger leistungsfähig mit je 2 AVM 1750e oder 2400 testen.
 
Ich habe bereits eine WLAN-bridge probiert, bestehend aus zwei dlink DAP-1522, genau der gleiche Mist. Ich werde nun nochmal eine bridge probieren (AVM 4040 und TP-Link TL-WR802N).
Ich werde aus deinem Vorschlaf #21 nicht schlau: Die Aufnahmen vom NAS abspielen ist doch genau das Problem weswegen ich diesen thread aufgemacht habe (?).
 
leg doch probehalber mal ein Lan Kabel aus. Fritz Router?
 
Per LAN-Kabel funktioniert es.
 
jensxp schrieb:
Ich habe bereits eine WLAN-bridge probiert, bestehend aus zwei dlink DAP-1522, genau der gleiche Mist.
2 uralte Wi-Fi 4 Kisten. Und die vergleichst Du mit HomePlug AV2 1200+ Powerline Geräten.
jensxp schrieb:
Ich werde nun nochmal eine bridge probieren (AVM 4040 und TP-Link TL-WR802N).
Machs ordentlich oder lass es. Der TP-Link ist auch ein Krücke. Willst Du eine stabile Bridge, dann auf Basis von Wi-Fi 5 mit mindestens 2x2 MIMO. Also 2 FB 4040 zum Beispiel, besser 2 1750e oder AVM2400 oder die Speed Home WiFi APs mit 4x4 MIMO.
jensxp schrieb:
Die Aufnahmen vom NAS abspielen ist doch genau das Problem weswegen ich diesen thread aufgemacht habe
Was willst Du von wo gehostet, wo abspielen? Deine Probleme scheinen nämlich vielschichtig. Auszug gefällig?
jensxp schrieb:
Das kuriose ist, dass ich wunderbar Aufnahmen von meinem NAS ansehen könnte. Kein Ruckeln, keine Tonaussetzer, aller wunderbar.
jensxp schrieb:
im Wohnzimmer kann ich problemlos alle Aufnahmen ansehen.
jensxp schrieb:
Die Verbindung ist einwandfrei, ich bekomme zw. 5,9 und 6,2 MByte/s hin. Das ist wirklich gut.
jensxp schrieb:
Die Daten habe ich vom Receiver, über Powerline und dann LAN, auf meinen PC gezogen.
problemlos vom NAS wiedergegeben werden wenn der Receiver per LAN
Da blickt doch kein Mensch durch, oder bin ich einfach zu blöd???
Ich verstehe das so, dass der SAT Receiver die Aufnahmen tätigt, die Du wo auch immer anschauen willst. Hosted das NAS ist alles schick, hosted der Receiver wirds rucklig. Deshalb die Empfehlung, alle Aufnahmen zuerst aufs NAS zu verschieben und nur das als Host zu verwenden, da es beim streamen vom Receiver als Host Probleme gibt.
 
Nein, du bist nicht zu blöd. Ich habe die Situation offenbar zu undeutlich beschrieben.
Wenn du bitte nochmal auf meine Darstellung des Netzwerks schaust:
Heimnetz.JPG
Ich habe zwei Sat Receiver. Einen im EG, Kathrein UFS926 mit interner HDD und Gigabit LAN, und einen weiteren Satreceiver im Dach, einen Kathrein UFS925 mit 100er LAN, ebenso mit interner HDD. Dieser im Dach ist der, der mit powerline verbunden ist.
Nun kommt es öfter vor, dass ich mit dem Receiver im EG eine Sendung aufnehme, auf mein NAS im Keller. Und bisher konnte ich diese Sendungen dann auch ohne Probleme auf meinem Receiver im Dach, per LAN und powerline mit dem Netzwerk verbunden, ansehen. Und DAS geht nun nicht mehr, Ruckeln und Tonaussetzer.
 
Im Grunde hast du ja bereits die Hauptfehlerquelle in deinem Netzwerk gefunden,
die dafür sorgt, dass du beim Streamen von Videoinhalten, die auf deinem NAS gespeichert sind,
ein Ruckeln/Aussetzer hast.

Dadurch, dass du den SAT-Receiver (den SAT-Receiver im Dachgeschoss) testweise mal per Kabelverbindung in deinem Netzwerk angeschlossen hast, hast du ja salopp gesagt die Verbindungsstrecke der beiden Powerline-Adapter überrückt bzw. diese ausgeschlossen.

Die Datenraten, die man bei Verbindungsstrecken aus Powerline-Adaptern am Ende raus bekommt,
sind schon mal gerne eine Überraschung wert und vor allem können die sich bei kleinsten Änderungen im Stromnetz der betreffenden Elektroinstallation (in der betreffenden Wohnung/dem betreffenden Haus) auch mal (zum Negativen) verändern (also auch verringern). Selbst, wenn der Nachbar ein (sehr) schlecht abgeschirmtes Elektrogerät in seiner Wohnung/Haus anschließt, kann das Auswirkungen auf das Powerline-Netzwerk im eigenen Heim haben.

Die Verbindungsstrecke bestehend aus den beiden Powerline-Adaptern sollte jetzt durch eine zuverlässigere (stabilere), leistungsfähigere (schnellere) Lösung ersetzt werden. Mir würde da auch wie "bender_" eine WLAN-Brücke hergestellt durch zwei "AVM Fritz Repeater 1750E" einfallen, das könnte schon gut funktionieren. Der Bestfall wäre natürlich eine Kabelverbindung (schnell, stabil), aber das kommt ja für dich nicht in Frage, wenn ich das richtig verstanden habe.

Noch eine Sache zu deinem Netzwerk, die mir aufgefallen ist:
Der SAT-Receiver im Dachgeschoss sowie sämtliche Geräte (PCs, mobile Geräte),
die mit der FritzBox im 1. OG verbunden sind, teilen sich die zur Verfügung stehende Bandbreite (falscher Begriff, aber sagt man ja so im Volksmund :p) der Kabelverbindung zwischen dem linken Powerline-Adapter (bezogen auf deine Netzwerk-Skizze) und der FritzBox im Keller.

Falls der besagte "FRITZ!Powerline 1220E"-Adapter einen 1GBit-Link zur FritzBox (die im Keller) hat,
dann teilen sich also die Geräte im 1. OG sowie der SAT-Receiver im Dachgeschoss diese 1GBit. 1GBit stehen aber auch nur dann zur Verfügung, wenn der LAN-Port der FritzBox, mit dem der betreffende Powerline-Adapter verbunden ist, auch mit 1GBit/s läuft. Im "Power Mode" läuft ein LAN-Port bei FritzBoxen mit 1GBit/s, im "Green Mode" mit 100 MBit/s (der schlechtere Fall). Wenn der betreffende LAN-Port mit 100 MBit/s läuft (Green Mode), dann sollte dieser auf jeden Fall auf GBit/s umgestellt werden.

Dazu kannst du wie folgt vorgehen:
Auf deinen FritzBox (also auf allen 3 FritzBox würde ich das mal überprüfen) könntest du mal unter "Heimnetz" --> "Netzwerk" --> "Netzwerkeinstellungen" nachschauen, ob die LAN-Ports alle im "Power Mode" laufen (1GBit/s). Früher wurden die FritzBoxen per Default immer mit LAN-Ports im "Green Mode" (100 MBit/s) ausgeliefert. Ob das immer noch der Fall ist weiß ich nicht, deshalb würde ich das auch mal überprüfen.

Der "FRITZ!Powerline 1220E"-Adapter kann laut AVM-Webseite 1GBit/s, das ist schon mal gut:
https://en.avm.de/products/fritzpowerline/fritzpowerline-1220e-set/technical-specifications/

Hinweis noch:
Je nachdem, was deine Geräte im Netzwerk so machen kann der GBit-Link auch mal komplett "dicht" sein,
weil zu viel Daten über die besagte Leitung gehen, so dass für das Streaming nicht mehr genug vorhanden ist.

Deshalb wäre es auch gut, wenn du beim Streaming darauf achtest, dass auf der besagten Leitung in Richtung FritzBox (im Keller) nicht "so viel los" ist, wenn du gerade von deinem NAS streamen möchtest.

Vielleicht hast du da ja bereits drauf geachtet, wollte es halt trotzdem erwähnt haben.

Die Powerline-Adapter erstmal wie gesagt durch was Anderes ersetzen und dann weiter schauen ist mein Vorschlag. Die Punkte von oben als i-Tüpfelchen einfach mal überprüfen ;).
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey @Datax , erstmal danke für deinen ausführlichen Kommentar. Ich staune und freue mich immer wieder, wie sehr sich die Member hier in die Probleme andere eindenken und einbringen (tue ich natürlich ebenso). DANKE!

Ja, die PCs im 1. OG teilen sich 1Gbit. Das sind die PCs meiner Frau und mir, die laufen nicht 24/7 sondern nur wenn wir daran etwas arbeiten (oder ich zocke, oder youtube und so normalen Kram eben).
Der AVM1220E schickt das GBit über beide Schnittstellen 1:1 durch, ich bekomme auf mein NAS unverändert um die 110-113MByte/s Durchsatz. Genau so, als ob ich den Adapter rausnehme und die LAN-Dosen per Patchkabel verbinde.
Ja, alles FB laufen im Powermode. Und wenn wir im Dach eine Sendung ansehen wollen, die auf dem NAS liegt, dann sind wir beide im Bett und die PCs sind aus. Netzwerktechnisch ist also überall Ruhe im Karton.
Was ich nicht verstehe ist, dass das vor kurzem einwandfrei funktioniert hat! Ich habe damals das Netzwerkkabel, das aus bautechnischen Gründen vom 1. OG ins Dach, und erst von dort in den Keller gezogen wurde, aufgetrennt und eine Doppeldose gesetzt (https://www.computerbase.de/forum/t...iert-nicht-mit-powerline-fehlersuche.1900037/)

Warum habe ich auf die Version mit den zwei 1220E gesetzt?
a) ich kann mein LAN über die Gbit Schnittstelle durchschleifen
b) habe keine zusätzliche Steckdose frei, der 1220E hat eine integrierte Dose, damit verliere ich keine Steckdose
c) ich kann die LEDs ausschalten, was im Schlafzimmer ein Segen ist. Man staunt, wie hell so eine einzige LED macht wenn man es dunkel haben will.
e) last but not least, der Stromverbrauch ist minimal

Tja, nun stehe ich da ...
 
Die Speed Home WiFi APs haben auch 2 Anschlüsse. Sowie einige UAP AC ebenfalls.
 
Bender, ich habe doch keine Steckdose frei. Und ich brauche kein dauerhaftes Geblinke oder Leuchten. Der Vorteil bei der "Krücke" von TP link ist, dass die Stromversorgung über USB des Receivers kommt. Receiver aus - Adapter aus. Und ja, dass das keine Superlösung ist weiß ich auch. :rolleyes:
Ergänzung ()

Okay, das hier könnte auch was sein @bender_ oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß ja nicht, was Du sonst so empfohlen bekommst. Ich versuche mir immer Mühe zu geben um möglichst alle Aspekte zu erschlagen und setze dabei ein wenig Eigeninitiative beim Fragesteller voraus. Dann hättest Du herausgefunden dass:

Prio sollte doch die stabile Verbindung haben, oder? Darauf solltest Du dich auch konzentrieren und nicht auf relativ einfach zu lösende Nebenbaustellen.

Die TP Link RE 360 könnten auch funktionieren. Du bist halt in der Platzierung eingeschränkt, was eine nachträgliche Optimierung quasi unmöglich macht.
 
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