Das Problem ist, da es nicht genau geklärt ist, ob das Anschauen auch illegal oder eben nicht ist, dass folglich jemand mit Anwalt in einem Gerichtsverfahren ein Resultat erbringen muss, indem der Richter diese Unklarheit in einen Gesetz klarstellt.
Und hier ist das Problem: Niemand kann dir jetzt sagen, ob diese Unklarheit im Nachhinein als legal ausgelegt wird. Dies entscheidet nämlich der Richter und diesen kann entweder dein Anwalt von deiner Sichtweise überzeugen oder eben der andere (weitaus besser bezahlte) Anwalt der, z.B., Musik- oder Filmindustrie.
Und ganz ehrlich: Wäre ich richtig, würde ich die Gesetzgebung so beschließen, dass auch das Konsumieren von illegalen Produkte nicht gebilligt wird, ähnlich Drogen. Wohingegen Ähnliches in anderen Bereichen erlaubt ist. Du siehst selbst, das Thema ist nicht einfach und nur Wenige von uns kennen sich gut mit der Problematik aus.
EDIT: Zudem gibt es einen technischen Punkt, welcher außer acht gelassen wurde: Es wird ja ausgesagt, dass man die Produkte nur konsumiert, aber nicht besitzt (eine Kopie): Technisch ist es aber nicht möglich, eine Sache zu konsumieren (z.B. einen Film zu gucken), ohne ihn zu besitzen. Irgendwelche Bits müssen auf den Monitor übertragen werden und daraus resultiert, dass wenn ich z.B. einen Film komplett auf einem Streaming-Portal geguckt habe, zwingend den Film (auch wenn nur sehr kurz) gespeichert hatte. Folglich, wenn man die Produkte summiert, hat eine komplette Kopie des Filmes auf der Festplatte, worauf wieder das Gesetz wirken kann.