News Qualcomm Dragonfly C1000: Server-CPU mit 250+ Kernen bei >5 GHz plus HBC

Volker

Ost 1
Teammitglied
Registriert
Juni 2001
Beiträge
20.229
  • Gefällt mir
Reaktionen: konkretor, the_IT_Guy, nERdWIN und 3 andere
Das Potenzial der ARM-Architektur ist, insbesondere im Hinblick auf die Energieeffizienz pro Watt, immens. Mittelfristig dürfte sie zudem zu den größten Profiteuren des zunehmenden Wettbewerbs mit den etablierten x86-/x64-Architekturen zählen.
 
Somewhen back in 2021: "Do we need a shrink ?" - "Hell no, we need moa cores !!" :evillol:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: madmax2010
Chesterfield schrieb:
Die ARM-Architektur verfügt über ein enormes Potenzial, insbesondere aufgrund ihrer hervorragenden Leistung pro Watt.
Ist die denn so hervorragend, wenn die Chips vergleichbar ausgelegt werden? Das sehen wir im Server nach wie vor nicht belegt, dass ARM einen großen Vorsprung hätte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: flo.murr, Riverxy, sioh und 4 andere
@stefan92x
Man hat primär weniger Komplexität und Leistungsaufnahme im Decoder. Das war es dann aber auch schon. Hinter dem Decoder ist die ursprüngliche ISA bis auf 1-2 Registerbreiten egal. Da wird nur noch in uOps gearbeitet.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: flo.murr, sioh, Sherman789 und 5 andere
Ist das das nächste Kapitel aus Qualcomms Story mit "im nächsten Halbjahr gibt's die Server. Ja, wirklich!" seit, sind es nun 3 oder 4, Jahren?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: konkretor, madmax2010, Flutefox und 2 andere
@stefan92x Du lässt einen wesentlichen Aspekt außen vor: die deutlich geringeren Kühl- und Stromkosten in großen Rechenzentren – eines der zentralen Argumente für ARM. Dem steht in vielen typischen Workloads nur ein minimaler, oft vernachlässigbarer Performanceunterschied gegenüber.

Für absolute High-End-Server mag das im Einzelfall anders aussehen, im breiten Markt – vermutlich weit über 90 % der Serverlasten – greift dieses Effizienzargument jedoch sehr wohl.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: flo.murr
Der Punkt von Stefan war ja, dass wir aktuell noch keine wirklichen Daten haben, ob ARM im Server wirklich deutlich effizienter ist.

Es wird ja seit Jahren getrommelt, dass ARM Server-Chips super sein sollen, aber wirklich oft kommen die einfach nicht zum Einsatz, weswegen wir da kaum wirkliche Vergleichsdaten haben.

Und weil das Szenario "Laptop mit ARM Chip wo oft nur minimal Lasten anfallen" vs "Server wo man die Hardware 24/7 unter am besten hoher/Voll-Last hat + konstantem hohen Traffic via Ethernet etc." so stark unterschiedlich sind, würde ich hier auch vorsichtig mit Verallgemeinerungen sein: im schlimmsten Fall sind die theoretischen Effizienz-Gains dann nämlich alle wieder weg und man gewinnt gar nix.


Ich bleibe hier auch gespannt, wann Qualcomm nun mal wirklich Server ausrüstet und wie die Chips in der Praxis tatsächlich funktionieren. Ist ja schon etwas her, dass man großspurig angekündigt hatte "wir ballern jetzt auch auf Servern!"... Aber passiert ist dann doch nix.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Riverxy, 12nebur27, sioh und 7 andere
Chesterfield schrieb:
@stefan92x Du lässt einen wesentlichen Aspekt außen vor: die deutlich geringeren Kühl- und Stromkosten in großen Rechenzentren – eines der zentralen Argumente für ARM. Dem steht in vielen typischen Workloads nur ein minimaler, oft vernachlässigbarer Performanceunterschied gegenüber.

Für absolute High-End-Server mag das im Einzelfall anders aussehen, im breiten Markt – vermutlich weit über 90 % der Serverlasten – greift dieses Effizienzargument jedoch sehr wohl.
Es gibt außer der Komplexität des Decoders keinen Grund wieso eine ARM basierte CPU effizienter sein sollte als eine x86 basierte CPU. Der Unterschied liegt eher in den Implementation selbst, das sieht man beispielsweise an Intel Lunar Lake. Die Apple Kerne sind effizient weil es gute, breite Kerne mit großen Caches sind, nicht unbedingt weil sie auf die ARM ISA setzen.

Ich empfehle das Interview von Ian Cutress (ehemals Anandtech) mit Jim Keller (zu ihm muss ich wohl nichts sagen) zu genau diesem Thema:
 
Zuletzt bearbeitet: (Rechtschreibfehler korrigiert)
  • Gefällt mir
Reaktionen: Riverxy, 12nebur27, sioh und 5 andere
Chesterfield schrieb:
@stefan92x Du lässt einen wesentlichen Aspekt außen vor.
Lässt er nicht. Es ist eine Mär, dass die ISA für die Effizienz eine wesentliche Rolle spielt.

Es ist die Microarchitektur die über Performance und Effizienz entscheidet.

Und so hatte Ampere gegen Bergamo in Bezug auf Performance und Effizienz keine Chance.

Was Qualcomm anbelangt ist es eben die Frage wie die Entwicklung der Cores nach dem Abgang der NUVIA Leute weiter gehen wird.
Ergänzung ()

DonDonat schrieb:
Der Punkt von Stefan war ja, dass wir aktuell noch keine wirklichen Daten haben, ob ARM im Server wirklich deutlich effizienter ist.
Der Punkt ist dass klar ist, dass die ISA keine relevanten Einfluss auf die Performance und Effizienz hat. Das sieht man alleine daran wie Apple in den 2010er Jahren den anderen Arm-Kernen in Sachen Performance und Effizienz davon gezogen ist. Arm selbst hatte sehr große Probleme dem zu folgen.

Es gibt eine dezidierte Untersuchung aus dem Jahr 2013, die zeigt, dass die ISA keinen entscheidenden Einfluss auf Performance und Effizienz hat. Es ist die Microarchitektur.

Der Aufwand für das Decodieren ist nur relevant wenn man Microprozessoren mit extrem niedrigen Verbrauch verwenden will. AFAIU ist die moderne Arm ISA für diese extremen Anforderungen auch zu fett.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: DonDonat, stefan92x und Innocience
Oft können Server bzw. die Hardware nicht einfach ausgewählt werden, sondern müssen von Softwareherstellern wie z.B. SAP zertifiziert sein. Da kann eine neue Hardware noch so toll sein. Es werden auf dem Servermarkt nicht primär nicht das schnellste, beste oder günstigste genommen werden, sondern dass, das den täglichen Workload zuverlässig stemmet. Geld spielt da meist auch nicht unbedingt die Hauptrolle.

Das selbe sehen wir ja auch in CAD-Programmen. Diese könnten auch auf Gaming-GPU laufen, aber zertifizierte Treiber gibt es eben nur für die teuren Pro-Karten.

SO funktioniert der Servermarkt...
 
Schon verrückt wie sehr sich die Chipbranche in den letzten Jahren gewandelt hat.
Mehr Spezialisierung, mehr Automatisierung im Design und mehr Integration auf Systemebene statt nur auf Chip-Ebene. Klar höhere Budgets und die Verschiebung der Anwendungsfälle von generellen zu spezialisierten Compute sind der Haupttreiber.
Ich bin echt gespannt wie dieser Markt aussieht wenn wir es in den nächsten Jahren doch wieder aus dem Energie-, Kühlungs-, Speicherbandbreiten-, Lieferketten- und Entwicklungszeitengpass raus schaffen.
Generelles Compute wird nicht verschwinden, aber die Frage welche Architektur die beste/effizienteste/günstigste/schnellste für den Anwendungsfall ist wird nicht nur für Big Tech immer wichtiger werden. Wenn ich da daran denke wie in der Vergangenheit "lazy" spezialisierte Anwendungen mit viel zu viel Hardware erschlagen wurden.
Natürlich bleibt die zweite wichtige Frage wie die Dienstleister die hohen Investitionen der letzten Jahre tatsächlich rechtfertigen und vermarkten können.
 
Benna schrieb:
Oft können Server bzw. die Hardware nicht einfach ausgewählt werden, sondern müssen von Softwareherstellern wie z.B. SAP zertifiziert sein. Da kann eine neue Hardware noch so toll sein. Es werden auf dem Servermarkt nicht primär nicht das schnellste, beste oder günstigste genommen werden, sondern dass, das den täglichen Workload zuverlässig stemmet. Geld spielt da meist auch nicht unbedingt die Hauptrolle.
Natürlich spielt Geld die Hauptrolle.

Einfach Mal die Kosten pro Stunde ungeplanter Ausfall kalkulieren. Die sind bei Servern nicht unerheblich.

In diesen Kosten sind Fehlersuche und das Beheben des Fehlers nicht drin. Diese Kosten sind schwer zu kalkulieren da man nie weiß wie lange es dauert den Fehler zu isolieren. Aus diesem Grund werden auch Wartungsverträge abgeschlossen. Die sind einfach zu kalkulieren
 
Benna schrieb:
Oft können Server bzw. die Hardware nicht einfach ausgewählt werden, sondern müssen von Softwareherstellern wie z.B. SAP zertifiziert sein.
Geht meist noch einfacher: 64bit CPU Intel/AMD egal, aber kein ARM.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: stefan92x
Qualcomm präsentiert Versprechungen die dank PCIe 7.0 Nutzung irgendwann in der Zukunft liegen, China präsentiert ein System das schon seit ein paar Monaten in Betrieb ist.

https://www.computerbase.de/news/pr...nummer-1-system-ist-ein-wahres-monster.98055/

Finde den Unterschied.

Sehe da ein generelles Problem. Im "Westen" wird viel heiße Luft produziert, denn die Aktien-Kurse müssen ja stimmen, koste es was es wolle. (zB: Haben wir heute einen neuen Hitzerekord, oder kommt der erste morgen?)

Wie oft gab es schon die neusten Super-Massenspeicher, -Batterien, ...

Welche Menge Daten sollte noch einmal auf einer Rolle Tesa-Film gespeichert werden können?
 
Wie sieht es denn mit dem Linux Support aus? In den Desktops war der ja mangelhaft. Und Serverhardware ohne ausreichenden Linux Support scheint mir ein kaum relvantes Marktsegment.
 
ETI1120 schrieb:
Der Aufwand für das Decodieren ist nur relevant wenn man Microprozessoren mit extrem niedrigen Verbrauch verwenden will. AFAIU ist die moderne Arm ISA für diese extremen Anforderungen auch zu fett.

ARM muss auch dekodiert werden, aber ARM hat feste Befehlsweiten. Das macht das Decoder-Design gerade bei breiten Decodern doch deutlich komplexer. Deswegen gibt es ja z.B. bei x86 auch teilweise gestückelte Decoder (z.B. Intels E-Kerne oder Zen 5) statt monolithen. Deswegen sind die großen ARM-Kerne auch so schnell bei der Breite an x86 vorbeigezogen.
 
STM64 schrieb:
ARM muss auch dekodiert werden, aber ARM hat feste Befehlsweiten. Das macht das Decoder-Design gerade bei breiten Decodern doch deutlich komplexer.
Das Decodieren ist aber nur ein kleiner Teil des Geschäfts.

Feste Befehlsweite bedeuten aufgeblähten Code da man viel mehr Bytes je Instruktion einlesen muss. Es hat schon einen Grund warum UTF8 als Kodierung von Texten sehr beliebt war.

Die Mikroarchitektur bei X86 CPUs war schlank mit hoher Taktrate und bei Arm CPUs breit mit moderater Taktrate.

Warten wir doch einfach Mal die nächsten Jahre ab was kommt. Denn es ist deutlich Bewegung reingekommen.

Eines der großen Probleme bei X86 war dass da in den letzten 20 Jahren Intel alleine an ISA Erweiterungen herum gemurkst hat. Wie man schon an der X86 ISA selbst sieht, ist so etwas noch nie die Stärke von Intel gewesen. Aber mit der X86 Advisory Group scheint da Kompetenz einzuziehen.
 
@Benna Und? Deine Aussage war Geld spielt keine Rolle.

Wenn Du geschrieben hättest der Preis der Hardware ...
 
Sapphire Forum
Zurück
Oben