Qualität von ddr4 Ecc-Reg Ram von verschiedenen Anbieter ?

h00bi schrieb:
Nicht alles was sie verbauen sind eigene Chips, aber sie produzieren seit DDR4 Zeiten auch selbst.

Kingston hat keine Chipfertigung.

Bei "Packaging und Testing" hört es bei denen auf.
 
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Ich finde die QVL Listen vom Mainboard eh witzlos. Es gibt dutzende bis hunderte verschiedene Module pro Hersteller. Das kann niemand alles testen.
Es gibt den JEDEC Standard und in 99,9% der Fälle wird jeder Speicher im JEDEC Standard auf jedem Board laufen.
Es wird erst interessant, wenn man vom JEDEC Standard abweicht.
 
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Banned schrieb:
Abgesehen davon wurde schon richtigerweise gesagt, dass die Geschwindigkeitsunterschiede bei Quad-Channel-Anbindung ohnehin nicht viel ausmachen. Also man könnte ohne merkliche Leistungseinbußen auch langsameren nehmen, sofern er denn deutlich günstiger wäre.

Beim Threadripper Pro der auf das Board des OP kommt hast du ja sogar Octachannel, wobei zumindest bei den 3000ern die kleinen CPUs mit 2 CCDs (also 16c und weniger) intern nur direkt Quadchannel nutzen (da die eine Seite der CPU quasi "leer ist") und damit realistisch in der Bandbreite iwo zwischen Quad- und Octachannel landen. Dennoch mMn für quasi alle Anwendungen ausreichend bzw. ist der Singlecore eher der limitierende Faktor.


oskdueh schrieb:
eine frage zu speicher.de::
wie kann man sich das vorstellen ?
bauen die ihr eigener speicher zusammen ?
oder wie kommt es, dass die keine lieferschwierigkeiten haben ? wie zb kingston ?

Um das nochmal etwas genauer auszuführen:

Die Lieferschwierigkeiten waren/sind eigentlich nur für DDR5 der noch aktiv produziert wird, eben weil die Neuproduktion von Ram zu HBM verschoben wird (um die ganzen AI-Beschleuniger zu bestücken) und zeitgleich die ganzen Server/ AI-Farms ja auch mit "regulärem" DDR5 RDimm bestückt werden müssen. Dadurch ist Ende November erst einmal eine Panik entstanden wo die Lager für DDR5 von Serverbetreibern, OEMs (zB Lenovo, Dell, HP usw) sowie Privatkunden leergekauft wurden. Indirekt hat sich das dann natürlich auch auf schnelle DDR4-Kits (und Intel 12-14th Gen + Ryzen 5000) übertragen weil die Leute hier noch schnell zuschlagen. Die Shops haben dann sofern sie nicht ausverkauft waren halt soweit ihre Preise angezogen dass bei DDR4 der Lagerbestand vergoldet wird und bei den wenigen DDR5-Kits die reinkommen halt die Nachfrage gedeckt wird. DDR4 kommt quasi nur noch aus irgendwelchen Lagerhallen, entweder bei iwelchen Shops oder den Herstellern selbst.

Die Situation mit DDR4 RDimms ist/ war erstmal dass die ganzen Server die damit im professionellen Umfeld laufen eig zum Großteil ausgemustert wurden. Epyc und Xeon Scalable wurden (wie üblich) deutlich früher als Desktops/ Mobile chips auf DDR5 umgestellt und hängen insb. in der Effizienz (= Kostenersparnis und Platzersparnis) und Featuresets die älteren Generationen deutlich ab, lediglich Epyc Milan mit DDR4 ist noch halbwegs kompetitiv. Das bedeutet dass die bestehenden DDR4-Server soweit nötig/ sinnvoll auf 3200er-RDimms in hohen Kapazitäten (also 32-256GB per Stick) ausgebaut wurden einfach weil diese Sticks bereits im Ausverkauf waren bzw. durch Abbau älterer Systeme (Epyc lief zB ab der ersten Gen 2017 mit 3200er-Sticks) vorhanden waren. Die langsameren Sticks waren wirklich regelrechte "Abfallprodukte" und nur einen Bruchteil von UDimms oder eben den schnellen Sticks wert - 2024 hab ich schon 16GB RDimm mit 2400 mt/s für unter 10€/Stück gekauft und im Sommer 2025 habe ich noch 32GB 2666 mt/s für 17€/Stück gekauft.

Durch die Knappheit und extreme Verteuerung von DDR5 wurden jetzt halt Systeme die eig ausgemustert werden sollten bzw. schon waren wieder attraktiv (DDR5 RDimm ist mittlerweile so teuer dass du selbst als Privatperson mit 30ct/kWh für den Preis eines(!) 64GB Sticks einen Epyc-Server für ein Jahr unter Vollast betreiben kannst). Vor allem bei Privatpersonen/ kleineren Unternehmen sind diese Server also entweder wieder in Betrieb gegangen oder vorsorglich aufgerüstet worden aber selbst größere Serverbetreiber haben DDR4-Maschinen noch länger beibehalten und der Markt für DDR4 RDimm wurde erstmal leergefegt. Es liegen aber nach wie vor unglaublich viele Sticks iwo auf Lager die halt jetzt für absurde Preise nach und nach eingestellt werden. Websites wie speicher.de und die ganzen anderen Shops kaufen große Batches aus ungetestetem Ram von iwelchen Serverbetreibern oder direkt ausgemusterte Server aus dem Lager von Unternehmen, nehmen den Ram raus und verkaufen ihn dann für hohe Preise an diejenigen weiter die nicht dieselbe Möglichkeit haben.

Grad vor dem Hintergrund würde ich dir erneut empfehlen stattdessen zu gucken ob du entsprechende Sticks von Privat kaufen kannst. DDR4 RDimm liegt nach wie vor viel in iwelchen Bastelkisten weil sie für mehrere Jahre wirklich nicht mehr viel wert waren und Leute in ihrem Alltagsstress oftmals nicht dazu kommen sie zu verkaufen.

Manche Server sind bei Mischbestückung zickig aber sofern du Sticks mit der selben Kapazität, Ranks und Banks hast (also zB 8x 16GB 1rx4) wird es laufen, im Zweifel halt einfach auf der Geschwindigkeit des langsamsten Riegels. Du kannst dir also bedenkenlos auch Sticks aus verschiedenen Quellen zusammenkaufen, wenn ich mal so bei Ebay reingucke kommst du dann für 8x 16GB 3200 mt/s bei unter 700€ raus. Immer noch sehr teuer aber weitab von dem was die ganzen professionellen REseller für ein Matched Kit haben wollen.

Und ich würde nochmal explizit nachfragen was du mit dem Gerät vorhast, weil wie schon anfangs im Post erwähnt hast du mit Threadripper Pro wirklich sehr hohe Ram-Bandbreite, insb. wenn du die "großen" CPUs mit 24-64c nimmst. Ob dann der schnelle Ram den du wahrscheinlich gar nicht voll ausfahren kannst den rd. doppelten Preis (>300€) wert ist musst du beurteilen.
Ergänzung ()

SavageSkull schrieb:
Ich finde die QVL Listen vom Mainboard eh witzlos.

Da geht es erstmal darum im B2B-Bereich die Verantwortung abwälzen zu können. Im größeren Unternehmen kaufst du halt den "offiziell getesteten" Ram (auch wenn der funktional identisch zu günstigeren Angeboten ist) weil sonst der jeweilige Entscheider dafür verantwortlich gemacht wird wenn was nicht läuft und der Hersteller-Support sagt "ihr müsst qualifizierte Hardware nutzen". Bzw. zeitgleich wird damit halt auch ausgeschlossen dass wirklich iwo ein 1-in-a-million Fehler am (sonst funktionierenden) Ram liegt der am Ende ewig braucht um entdeckt zu werden.

Für Privatanwender wirklich sinnlos.
 
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Prof.Theorie schrieb:
Beim Threadripper Pro der auf das Board des OP kommt hast du ja sogar Octachannel, wobei zumindest bei den 3000ern die kleinen CPUs mit 2 CCDs (also 16c und weniger) intern nur direkt Quadchannel nutzen (da die eine Seite der CPU quasi "leer ist") und damit realistisch in der Bandbreite iwo zwischen Quad- und Octachannel landen. Dennoch mMn für quasi alle Anwendungen ausreichend bzw. ist der Singlecore eher der limitierende Faktor.
hi, ich habe mich gerade ein wenig erschrocken, weil ich octa-chanel haben wollte.

a) also was ist die erste/guenstigste tr-cpu, die auch intern octa-chanel nutzt bei der 3000er reihe ?
b) bei der 5000er reihe nutzen alle cpus intern octachannel ?

vielen dank für dein hinweis.

ich habe gerade rumtelefoniert und ich kan noch die 3945WX zurückschicken. ist ja auch völlig unbenutzt.
 

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oskdueh schrieb:
hi, ich habe mich gerade ein wenig erschrocken, weil ich octa-chanel haben wollte. also was ist die erste/guenstigste tr-cpu, die auch intern octa-chanel nutzt ?
Um das kurz zu erklären: du hast generell bei allen Modellen Octa-Channel die an den Memory-Controller angebunden sind, limitiert wird hier durch die Anbindung der einzelnen CCDs an den IO wodurch du auf einem bzw zwei CCD nicht die volle Bandbreite die zwischen Memory-Controller und Ram vorhanden ist ausnutzen kannst. Erst ab Epyc/Threadripper CPUs mit 4 CCDs (in deinem Fall also Threadripper Pro 3975/3995/ 5965/ 5975/ 5995 mit mindestens 24 Kernen) ist die kumulierte Anbindung zwischen CCDs und IO größer als die maximale Bandbreite die du im Octachannel erreichen kannst.

Deswegen würde ich halt gerne fragen wofür das System denn genutzt werden soll. Sofern du keine Anwendungen hast die extrem viel Bandbreite brauchen oder das System für mehrere VMs mit hohen Anforderungen nutzen möchtest lohnt es sich halt nicht wirklich den doch hohen Mehrpreis für den schnellen Ram, dicke CPU usw auszugeben. Du kombinierst halt effektiv die SC-Leistung von 2019 mit enorm hohen Bandbreiten
 
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Prof.Theorie schrieb:
Sofern du keine Anwendungen hast die extrem viel Bandbreite brauchen oder das System für mehrere VMs mit hohen Anforderungen nutzen möchtest lohnt es sich halt nicht wirklich den doch hohen Mehrpreis für den schnellen Ram, dicke CPU usw auszugeben. Du kombinierst halt effektiv die SC-Leistung von 2019 mit enorm hohen Bandbreiten
du hast mein ego vergessen :-)
es soll sodann der 5965WX-er werden.
der nutzt sicher auch intern octa-channel, ja ?
 
Was so ein Sys im Idle aus der Dose lutscht ist Dir auch klar?

Mit ca. 300W je nach Ramtakt und Systembestückung musst Du rechnen.
 
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@IBISXI ich habe aktuell ein epyc system was ähnlich lutscht.
die aktuelle epyc-cpu hat zwar lediglich 140 statt 280 watt aber....was solls, ich habe kein auto oder sonstige kostspielige hobbys :-)
(der jetztige cpu-umstieg beeinflusst das nicht, beide schlucken 280watt, sowohl der 3945WX-er als auch der 5965WX-er)

und ich baue zwei von denen... :-)
 
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Das gibt sicher schone Maschinen.
Ich hatte auch mal ein Fettes Threadripper Sys. im Vollausbau mit 48 Festplatten.

Da mir der Stromverbrauch aber die Haare vom Kopf gefressen hat, bin ich dann später auf AM5, mit weniger, aber größeren Festplatten umgestiegen.
 
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oskdueh schrieb:
du hast mein ego vergessen :-)
es soll sodann der 5965WX-er werden.
der nutzt sicher auch intern octa-channel, ja ?
Streich das mit dem "internen Quad/Octa-Channel" am besten, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Es geht einfach nur darum dass die einzelnen CCDs nur eine maximale Bandbreite von ~64 GB/s zum IO-Die haben während DDR4 3200 im Octa-Channel theoretisch ~200 GB/s liefern kann. Das ist nicht nur bei Epyc/ Threadripper so sondern generell bei allen Zen Chiplet-CPUs (bei den neueren AMDs mit DDR5 sind es jetzt ~100 GB/s per CCD), bei Intel liegt die Bandbreite theoretisch etwas höher aber wird für die einzelnen Kerne dann auch wieder durch den Cache limitiert, genaue Zahlen kann ich dir da nicht nennen. Zudem hast du auch noch pro Kern weitere Limits (ich vermute vor allem durch den Cache) weswegen real die tatsächlich genutzte Bandbreite eines Threads nochmal unter dem theoretischen Maximum liegt.

Deswegen hast du bei den Xeon Scalable 1-3 gen auch "nur" 6 Memory-Channel, bei den normalen 3rd gen sowie 1+2 gen Threadrippern nur 4 Channel weil mehr einfach keinen Sinn gemacht hat und auch die "dicken" aktuellen Epycs und Xeon S können ihre 12 Channel DDR5 nur über die ganze CPU verteilt ausfahren und haben pro Kern deutlich weniger Bandbreite. Es gibt mittlerweile spezielle Epyc-CPUs deren CCDs doppelt an den Memory-Controller angebunden sind und damit >200 gb/s Bandbreite pro CCD erreichen können aber da sprechen wir von Neuwagen-Preisen (und nochmal ein zweiter Neuwagen dazu für den DDR5).

Das heißt auch konkret: wenn du keine Anwendungen hast die parallel auf >4 Cores (und auch dann nur wenn sie nicht untereinander agieren müssen weil dann wieder Daten über den Interconnect geschoben werden) maximale Bandbreite fordern (und die einzelnen Kerne bzgl. Compute mithalten) bringt es dir halt abgesehen von Bragging-Rights nichts eine entsprechend dicke CPU + schnelle Vollbestückung aller 8 Channel anzustreben. Die CPUs sind vor allem für stark parallelisierte Aufgaben gedacht.

Aus persönlicher Erfahrung: wenn dir Compute auf einer VM zugeteilt wird seitens einer Firma oder Universität hast du am Ende realistisch auch deutlich geringere Bandbreite selbst wenn die Hostsysteme iwelche Monster sind weil du dir die 6-12 Channel halt mit anderen Leuten teilst und es klappt ja trotzdem, am Ende ist meistens die reine Compute-Leistung der limitierende Faktor. Persönlich nutze ich meinen PC mit Ryzen 7900X3D (trotz 20 Kernen weniger rd. 2/3 der Leistung eines 5975WX) mit 64GB DDR5 6000 mt/s auch als Host für 2-3 (Gaming-)VMs aber auch ein paar anspruchsvollere Anwendungen (nicht für mich) und bevor Ram-Bandbreite hier zu einem Problem wird (kann durchaus sein dass in einigen Spielen da weniger Frames bei rumkommen aber das ist eher mess- als spürbar) geht der CPU oder Grafikkarte die Puste aus oder es scheitert am insg. verfügbaren Ram.

Am Ende natürlich deine Entscheidung, ich wollte es nur nochmal erläutern bzw. auch sagen dass es wahrscheinlich wenig Unterschied macht (wofür das System genutzt wird kann ich aus dem Thread nicht nachvollziehen) bevor du jetzt fast 1k€ für die CPU und nochmal 500-1k€ für Ram ausgibst.

Kleiner Tipp am Rande: wenn du dich mit teils proprietärer Hardware anfreunden kannst macht es finanziell ggf. mehr Sinn dein vorhandes Mainboard zu verkaufen und Ausschau nach einem Lenovo P620 mit Threadripper Pro deiner Wahl zu gucken, die gibt es immer wieder inkl. teils ganz guter GPU + SSD und mit ~64GB Ram für 1700-2500€ (je nach Threadripper-Generation) und nach Verkauf der nicht benötigten Teile kommt man da auf quasi unschlagbare Preise für das Gesamtsystem.


IBISXI schrieb:
Was so ein Sys im Idle aus der Dose lutscht ist Dir auch klar?

Mit ca. 300W je nach Ramtakt und Systembestückung musst Du rechnen.

Wobei das ja auch sehr abhängig vom System/ Mainboard ist, gibt durchaus Boards mit denen Epyc Milan + 8 Dimms deutlich unter 100w bleiben, ein Lenovo P620 braucht lt. Tests zB auch nur rd. 150w im Idle trotz dicker Grafikkarte
 
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Prof.Theorie schrieb:
Streich das mit dem "internen Quad/Octa-Channel" am besten
ich habe gestern schon die kleine cpu zurückgeschickt.
ich will endlich ein rechner mit dem ich zufrieden bin.
ich habe mich vor fünf jahren einlullen lassen und ein epyc rechner zusammengebaut mit supermicro mb.
ich habe einiges gelernt aus dieser erfahrung aber dieses sever-setup ist doch nichts für mich.
 
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