News Quantencomputer: AT&T löst Netzwerkproblem in 15 statt 3.600 Sekunden

Minthera schrieb:
Was ist denn schneller? Etwas mit 2 km/h oder mit 7,0 m/s? ;-)
Interessant, wie nimmst Du diese Ausdrücke denn intuitiv wahr? Allgemein wäre für mich die größere Zahl die "falsche Fährte", also intuitiv auf die 7 zu tippen. Allerdings ist das in dem Fall ja auch physikalisch korrekt. Wirst Du tendentiell eher durch die "größeren" Einheiten (Kilometer statt Meter, Stunde statt Sekunde) in Richtung "das klingt größer" assoziiert? Wäre mal interessant zu wissen, ob es da bei Menschen komplett unterschiedliche Wahrnehmungsmuster gibt, Gruppe A sieht primär die Zahlen, Gruppe B die Einheiten.
 
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Korrregiert mcih gerne... aber NISQ-Quantenannealer (wie der von D-Wave) ist kein Rechner, sondern ein fest verdrahteter, analoger Schaltkreis(mehr oder weniger). Da ist ncihts Programmierbar, um verschiede Problemefelder zu lösen. Der Output im Analgogewertbereich ist bekannt, das Problem darauf zugeschnitten und wird zur Lösung desen verwendet oder?

Beispiel, wen wen ich ne Kartoffel, etwas Draht eine Glühbirne nehme, das zusammen schalte und mir damit bei dunkelheit den Weg nach Hause leuchte, dann hat mir bei diesem Problem, auch nicht ein "Kartoffelcomputer" geholfe oder? Sondern es war eiine odinäre McGyver Kartofellampe! Und von nem Schaltkreis zum Computer, da fehtl doch noch was? Oder habe ich das falsch verstanden?

Und ein KeyGen der auf Zerfall beruht, um echte Zufallszahlen zu geneieren, nicht unwichtig für Cryptologie, kann man sich dann in den den PCIE slot stecken... ja da finden dann echte AnalogeQUantenprozesse statt. Für nen Physiker wäre das dann ein Quanten"Computer"... weil für die Rechnungen, Operationen, die Lösung, auf Quantisierte zustände zurückgegriffen wird, die echte nicht determnistische Zufallszahl....

Aber jeder InformatikProf haut mir zurecht auf den Kopf wen ich das einen Quantencomputer nenen würde. Warum ist das dann aber hier nicht der Case?
 
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Yosup schrieb:
Interessant, wie nimmst Du diese Ausdrücke denn intuitiv wahr? Allgemein wäre für mich die größere Zahl die "falsche Fährte", also intuitiv auf die 7 zu tippen. Allerdings ist das in dem Fall ja auch physikalisch korrekt. Wirst Du tendentiell eher durch die "größeren" Einheiten (Kilometer statt Meter, Stunde statt Sekunde) in Richtung "das klingt größer" assoziiert? Wäre mal interessant zu wissen, ob es da bei Menschen komplett unterschiedliche Wahrnehmungsmuster gibt, Gruppe A sieht primär die Zahlen, Gruppe B die Einheiten.
Mist, ich wollte eigentlich 7 km/h oder 2 m/s schreiben. Ändert jetzt nichts, zeigt aber vielleicht deutlicher was ich meinte.

Es geht mir dabei auch nicht um Wahrnehmungsmuster, vielmehr um das Training mit Zahlen umzugehen. Und es ist halt auch unlauter, Zahlen mit unterschiedlichen Größen in Bezug zueinander zu setzten oder zu vergleichen. Das verzerrt halt letztlich das Bild.

Gleiches wird auch in der Politik gemacht um Aussagen zu verzerren:
„Wir haben den größten Haushalt der Geschichte“ - Ja, den haben wir jedes Jahr.
„Ausgaben sind um X % gestiegen.“ - Dabei wird aber verschwiegen, dass entweder die Wirtschaftsleistung auch gestiegen ist ODER die absolute Zahl wird weggelassen, weil sie eigentlich trotzdem lächerlich gering ist im Vergleich zum Restvolumen.

Würden wir Einheiten (und zusammengesetzte Einheiten) in ihrer Si-Größe angeben und damit täglich umgeben sein, dann könnte es sein, dass wir auch damit umgehen können. Gleiches gilt fürs Dezimalsystem, es ist erwiesen, dass Kinder die Rechnen lernen auch das Binär-, Octa- oder Hexadezimalsysrem verstehen können, wenn sie nicht zunächst durchs Dezimalsystem schon diesen Weg „verbaut“ hätten.

Ich bin keine Psychologin, ob und wie sich das auf Wahrnehmungsmuster auswirkt kann ich nicht sagen. Ich bin Lehrerin mit naturwissenschaftlichen Fächern und sehe halt täglich, ob der Umgang mit Zahlen, Einheiten und Diagrammen gelingt. Und leider sehe ich immer häufiger, dass das nicht mehr der Fall ist.
 
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Minthera schrieb:
Würden wir Einheiten (und zusammengesetzte Einheiten) in ihrer Si-Größe angeben und damit täglich umgeben sein, dann könnte es sein, dass wir auch damit umgehen können.
Nun, ich habe mich dazu gezwungen, beim Energiegehalt meiner Lebensmittel in kJ und nicht mehr in Kalorien zu rechnen. Genauso hat mein Auto kW und nicht PS. War für mich eher ein "Just for the LOL"-Selbstexperiment, und ich mag halt das SI-System. Es dauerte allerdings Jahre (zumindest wenn man wie ich erst im Erwachsenenalter damit beginnt), bis man das wirklich ausgeschlichen hat. Immerhin: Es geht.

Beim Segeln verwende ich allerdings auch die Seemeile, weil es einfach enorme Vorteile bei der Errechnung von Koordinaten hat. Um das auf SI umzustellen, müsste das Koordinatensystem der Erde entsprechend angepasst werden, ein aussichtsloses Unterfangen.

Minthera schrieb:
Gleiches gilt fürs Dezimalsystem
Klar, das Dezimalsystem ist alles andere als optimal, die Zehn kommt uns nur aus Gewohnheit "natürlicher" als andere Basen vor - und womöglich, weil wir 10 Finger haben. Es wäre interessant, wie Menschen mit Zahlen umgingen, wenn sie von Kindheit an im Oktal oder gar Binärsystem denken würden.
 
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Weyoun schrieb:
Sekunde ist nun mal eine SI-Einheit.
Wir können auch einfach 9 192 631 770 Hz der Feinstruktur des Elektron von Cäsium sprechen. Dann wären wir noch viel korrekter.

Sprich nur weil etwas offiziell ist, muss es nicht zwangsläufig verwendet werden.
 
Rawday schrieb:
Wir können auch einfach 9 192 631 770 Hz der Feinstruktur des Elektron von Cäsium sprechen. Dann wären wir noch viel korrekter.
Genauer, aber nicht korrekter!
Hz ist nur eine abgeleitete SI-Einheit, die somit nicht zu den sieben SI-Basis-Einheiten gehört. :schluck:
 
Dann sagen wir 9 192 631 770 Perioden. Jedenfalls ist das der zugrunde liegende Wert worauf deine SI-Sekunde basiert. ;)
 
Ist gut Jungs, könnt ihn wieder einstecken. ;)

Minthera schrieb:
Ich bin Lehrerin mit naturwissenschaftlichen Fächern
Deswegen auch MINThera? :)

Jedenfalls, finde ich alles mit Quanten sehr spannend und sehr verwirrend und hoffe dass uns die KI Quantenroboter nicht bald alle ausrotten.
 
Lindar schrieb:
"Problem des Handlungsreisenden" mit ein paar Extraoptionen und das ist alles andere als trivial und überschaubar.
Ich habe nicht behauptet, dass das Problem mathematisch trivial sei. Ich meine bloß, dass es dafür bereits ausgereifte, völlig ausreichende "Lösungen" gibt, die auch problemlos auf nem einfachen office-Rechner laufen. Denn im Verhältnis zu den Reise- und Arbeitszeiten von menschlichen Technikern, deren geographischer Dichte (Du musst nämlich den in Köln und den in Berlin nicht in der selben Iteration einteilen), und unzählig vielen Unbekannten (Bearbeitungszeiten von Störungen sind nicht konstant), ist es vollkommen zu 1000000% Wumpe, ob der PC für die tägliche Einteilung der Routen 2 Sekunden oder 20 Minuten braucht.

Für diesen speziellen Zweck Quantencomputer zu "brauchen" ist sehr weit hergeholt. Nicht vergessen: Das haben vor wenigen Jahren Menschen "manuell" erledigt, mit nichtmal völlig miserablen Ergebnissen.
 
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Yosup schrieb:
Klar, das Dezimalsystem ist alles andere als optimal, die Zehn kommt uns nur aus Gewohnheit "natürlicher" als andere Basen vor - und womöglich, weil wir 10 Finger haben. Es wäre interessant, wie Menschen mit Zahlen umgingen, wenn sie von Kindheit an im Oktal oder gar Binärsystem denken würden.
Das Dezimalsystem nicht optimal? Hmm, ich finde, das ist ziemlich gut auf den Menschen optimiert.

Die Maya hatten zumindest Basis 20, aber wir können niemanden mehr Fragen ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Maya-Zahlschrift

Aber das sagt Claude dazu:
Die Basis ist reine Notationskonvention, sie berührt die numerische Kognition kaum. Subitizing (das sofortige Erfassen von 1–4 Objekten), das approximative Mengengefühl mit seiner Weber-Fechner-Charakteristik, die Fähigkeit zu vergleichen und zu schätzen – all das ist sprach- und notationsvorgängig. Und die Mathematik selbst natürlich auch: Primzahlen bleiben Primzahlen, π bleibt irrational.


Empirisch ist das übrigens belegt, weil Menschen tatsächlich in anderen Basen aufgewachsen sind: die Yuki in Kalifornien zählten oktal (sie zählten die Zwischenräume zwischen den Fingern), die Maya vigesimal, die Babylonier sexagesimal. Deren Zahlverständnis war nicht schlechter, nur anders organisiert.


Was sich ändern würde


Welche Zahlen sich „rund" anfühlen. Runde Geburtstage lägen bei 16, 32, 48, 64 Jahren. Ein „Jahrhundert" wäre 256 Jahre. Preise endeten auf …FF statt auf …99. Prozent hieße vermutlich „pro 256". Unser Gefühl, dass 100 eine bedeutsame Zahl ist und 128 eine beliebige, ist vollständig arbiträr – es fühlt sich nur deshalb nicht so an.
[...]
 
"Mit zunehmender Zahl von Variablen steigt die Menge möglicher Kombinationen stark an"

Naja, wie man es nimmt. Je mehr es ko-Kriterien gibt (etwa: ohne Qualifikation x geht das nicht), wird diese Matrix auch schnell nur noch sehr dünn besetzt mir steigender Parameterzahl.
 
Minthera schrieb:
Weil es bei Vergleichen nunmal zu Irritationen kommt, wenn nicht die gleichen Einheiten genutzt werden.
Minthera schrieb:
Was ist denn schneller? Etwas mit 2 km/h oder mit 7,0 m/s? ;-)
Also wenn es dich irritiert, ob denn nun 15 Sekunden oder 1 Stunde die jeweils längere Dauer angibt, dann ist da wahrscheinlich nicht die Einheit dran schuld. :hammer_alt:

Minthera schrieb:
Es geht mir dabei auch nicht um Wahrnehmungsmuster, vielmehr um das Training mit Zahlen umzugehen. Und es ist halt auch unlauter, Zahlen mit unterschiedlichen Größen in Bezug zueinander zu setzten oder zu vergleichen. Das verzerrt halt letztlich das Bild.
"Hallo, ich bin Jürgen, 22.600.991 Sekunden alt, und das ist meine Tochter, Anna, vor 262.000 Sekunden geboren. Ich hätte ja gesagt, dass ich 43 bin, und sie 6 Monate alt, aber ich wollte Sie nicht mit den unterschiedlichen Einheiten verwirren, bzw. das Bild verzerren.

Ich hatte auch überlegt einfach zu sagen, dass ich 516 Monate alt bin, aber Monate sind leider keine SI-Einheit."

Weyoun schrieb:
Sekunde ist nun mal eine SI-Einheit.
Minthera schrieb:
Würden wir Einheiten (und zusammengesetzte Einheiten) in ihrer Si-Größe angeben und damit täglich umgeben sein, dann könnte es sein, dass wir auch damit umgehen können.
Gucken wir doch einfach mal gemeinsam in die Broschüre:

For a particular quantity different units may be used. For example, the value of the speed v of a particle may be expressed as v = 25 m/s or v = 90 km/h, where metre per second and kilometre per hour are alternative units for the same value of the quantity speed.
4 Non-SI units that are accepted for use with the SI
[...]
Nonetheless it is recognized that some non-SI units are widely used and are expected to continue to be used for many years. Therefore, the CIPM has accepted some non-SI units for use with the SI; these are listed in Table 8.
[...]

QuantityName of unitSymbol of unitValue in SI units
timehourh1h = 60min = 3600s

Abseits der Korinthenkackerei: Ich bin auch Fan standardisierter Einheiten, eben weil sie einem das Leben/das Rechnen einfacher machen. Sie auf Teufel komm raus durchzudrücken, nur weil man so ein korrekter Michel ist, hilft da niemandem, und macht die SI am Ende eher unpopulärer als umgekehrt.

Und da von euch keiner im Alltag Zeiträume in der Größenordnung von Stunden mit der Einheit Sekunde angibt, könnt ihr den erhobenen Zeigefinger auch brav wieder einpacken. Solltet ihr nicht wissen, wohin: Einfach per PN melden, ich hab da Vorschläge. :D
 
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