Quietschende Tür, Scharniere schlecht zugängig - Schmieröl oder Silikonspray?

TriceO

Captain
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Hallo zusammen,

kennt sich jemand mit Schmieröl, Silikonspray oÄ aus?

Neuerdings quietscht die Kühlschranktür und es ist mir nicht möglich, die Tür auszubauen; schon an die Scharniere selbst ist schwer heranzukommen.

Insofern wäre meine Frage, ob sich Schmieröl oder Silikonspray besser eignet, wenn ich quasi auf gut Glück arbeiten muss und hoffe, dass sich das eine oder das andere Mittel seinen Weg zum Ziel sucht oder am besten gleich trifft.

Und ich frage deshalb, weil ich beides nicht im Haus habe und kaufen müsste.

Grüße
 
bei solchen sachen nehm ich das allheilmittel nummer 1-WD 40
 
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Nehme besser Silikonspray
 
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Vielen Dank für eure Antworten!

chris12 schrieb:
In die WD-Richtung hatte ich jetzt spontan auch gesucht.

WinFan schrieb:
Nehme besser Silikonspray
Mein Gedankengang war, dass Öl sich eventuell seinen Weg sucht, allerdings kenne ich es vom letzten Mittel an Zimmertür-Scharnieren, dass es tropft und verläuft und längerfristig "saut".
Und insofern war auch meine Hoffnung, dass Silikonspray eventuell die sauberere Variante ist.

Incanus schrieb:
Ich würde da höchstens Ballistol probieren, das ist lebensmittelecht
Danke, daran hatte ich nicht gedacht.

Hab mir gerade mal die Datenblätter (witzig) der WD-40 Öl/Silikon-Sprays angeguckt und die werden als NSF H2 kategorisiert, was wohl bedeutet:
H2 Produkte sind zu verwenden, wenn in und um lebensmittelverarbeitende Bereiche keine Möglichkeit des Lebensmittelkontakts besteht oder erlaubt ist.
Deute das auch so, dass die lebensmittelnah wohl allesamt Tabu sind.

Insofern werde ich mal schauen, dass ich im Baumarkt fündig werde.

Vielen Dank euch allen!
 
ich nehm WD 40 im prinzip für alles was quietscht, sowohl beim roller als auch im haushalt.
einfach nur ganz kurze sprühstösse und dabei ein küchentuch drunter halten.
es ist ein röhrchen dabei, so dass man punktgenau sprühen kann.
 
Bei WD40 muss man etwas aufpassen das dies nicht auf die Dichtung oder ähnliches geht. Besteht nämlich auf Benzin Basis, daher natürlich auch lebensmittelnah tabu ;)
 
Es geht doch um die Scharnier. Wenn du ganz große Sorgen hast, hängst dir ein Handtuch vor das Staufach vom Kühlschrank, dann sprühst in Richtung Scharnier, putzt alles was raus läuft weg. Dann machst die Tür paar mal zu und wieder auf und putzt alles weg, was raus läuft und wo du so besser dran kommst. Danach schmeißt das Handtuch in die Wäsche.

Das klassische WD40 ist kein Schmierstoff. Das ist in D primär Petroleum mit einigem anderen. Das löst wunderbar alles mögliche an, ist aber selbst flüchtig.
Ich würde an der Stelle auch ein Silikonspray oder Kriechöl verwenden. Ballistol geht auch.
 
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Vielen Dank für eure Tipps und Anteilnahme ;).

Ballistol gab es im Baumarkt leider nicht. Bei Amazon hätte ich es bekommen, aber gleich fünf Flaschen kaufen müssen.

Insofern war ich abenteuerlustig und habe doch WD-40 Silikonspray genommen, den Bereich abgeklebt, großflächig mit Auffangtüchern umhüllt und dann zwei Sprühstöße später und nach etwas Getupfe quietscht es nicht mehr. Mit Innenraum und Dichtungen kam es nicht in Kontakt, daher hoffe ich, dass das insoweit ok war. Werde nachtragen, falls die Tür morgen abfällt.

Trotzdem fand ich den Hinweis mit Ballistol sehr wertvoll.
 
Necrol schrieb:
Das klassische WD40 ist kein Schmierstoff. Das ist in D primär Petroleum mit einigem anderen. Das löst wunderbar alles mögliche an, ist aber selbst flüchtig.
richtig, das klassische ist kein Schmierstoff. Davon abgesehen greift das auch wunderbar diverse Kunststoffe an und zum lösen ist das auch nur bedingt bis garnicht geeignet, weil das Mittel flüchtig ist.
Wer das an seinem Motorrad oder KFZ nutzt kann schön beobachten wie nach einigen bspw. Jahren der Mantel an mit eingesprühten Fahrzeugleitungen spröde wird.
Will man verrostete Schrauben/Muttern lösen gibt es wesentlich bessere Mittel dafür. Das hilft eigentlich nur an Stellen wo man altes, ausgetrocknetes oder harzhaltiges Fett anlösen will. Allerdings kann man in dem Fall auch direkt zum Service- oder Bremsenreiniger greifen.
Will man damit was schmieren löst man lediglich das alte Schmiermittel wieder an und spült jedes mal auch etwas davon aus, bis nichts mehr vorhanden ist.
Die letzte Dose von dem klassischen WD40 hatten wir vor über 15 Jahren.

Für Schrank- oder Fensterbeschläge nutze ich ein einfaches Feinöl (z.B. Nähmaschinenöl).

Für die Türbeschläge von Zimmertüren hänge ich die Tür aus, reinige die Beschläge und dann verteile ich an jeden Zapfen etwa ein erbsengroßes Stück harzfreies Mehrzweckfett, hänge die Tür wieder ein und wische ggf. überschüssiges Fett anschließend ab.
 
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Graphitöl ist auch nicht verkehrt wenn Metall auf Metall reibt.
 
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WD ist kein Schmierstoff.

Graphitöl, wenn's da ist. Sonst Nähmaschinenöl, Fahrradkettenöl, was auch immer greifbar ist. Funktionieren tut es alles mehr oder weniger gut.
 
Das Öl oder Fett sollte halt nur nicht harzhaltig sein.
Ansonsten ist man in der Wahl recht frei, da keine großartige beanspruchung durch Druck oder Temperatur besteht.
 
WD40 regelt.. :D
 
Skatch schrieb:
Das klassische WD 40 ist allerdings (wie bereits erwähnt) kein Schmiermittel sondern eher ein Penetrationsmittel, v.a. Gut geeignet um angerostete Teile zu lösen.
Ist viel Benzin drin, da hält die schmierende Wirkung nur sehr kurz.

Ich habe das Zeug auch hier, nehme es aber nur zum Lösen von Schrauben/Muttern.

Zum Schmieren nutze ich für feine Teile ein Silikonöl vom gleichen Hersteller, bisher sehr zufrieden damit, egal ob Scharniere von Türen, Fenstern oder andere kleine bewegliche Teile, vor allem dank dem Strohhalm-Applikator sehr präzise aufzubringen.

Für größere/gröbere Sachen mit viel Kontakt zu Feuchtigkeit wie Fahrradketten oder Gartentor habe ich noch ein Kettenfett hier.
 
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Sowohl WD-40, als auch Silikonspray dürften nur für eine begrenzte Zeit Linderung liefern. Besser wäre es, wenn Du ein klassisches Türfett nehmen würdest. Wenn das wirklich unmöglich ist, kannst Du auch Sprühfett kaufen. Das ist nach dem Einsprühen etwas fester als die anderen Sachen.
 
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Die Frage ist nur bei eingehängter Tür wie gut kriecht das in die Ritzen zwischen Zapfen und Stift, da wird ja so konstruiert sein, dass sich die Tür um einen Punkt dreht.

Bei Graphitöl und sonstigen flüssigeren Stoffen hat man halt den Vorteil der Kapillarwirkung.

Fette und Co sind natürlich optimal, wenn man die Tür ausbauen kann.
 
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