Fireplace April 2026

News RAM-Knappheit bis 2030: Acer-Chef hält das für „unmöglich“

Alphanerd schrieb:
Robotisierung gibt es seit Jahrzehnten, smart devices auch seit einem.

Und kein, nicht in jedem Haushalt wird ein Tesla Optimus stehen. Auch nicht in jedem tausensden. Auch nicht der chinesische Optimus Konkurrent, der den Markt x Jahre früher flutet.
Du wirfst da zwei völlig verschiedene Welten in einen Topf. Klassische Industrieroboter und bisherige Smart-Devices sind starre Automation – die fahren vordefinierte Schleifen und brauchen kaum Speicher.

Was jetzt kommt, ist Embodied AI (physische KI). Und dafür ist das Argument mit dem Haushalts-Optimus völlig irrelevant. Die Nachfrage entsteht in der Logistik, Agro-Tech, autonomen Mobility und Industrie.
Damit ein Roboter multimodale Modelle (Vision-Language-Action Models / VLA) lokal ausführen kann, reicht kein billiger Mikrocontroller.

Aus zwei physikalischen Gründen muss KI auf diesen Geräten lokal laufen (Edge AI):
Kein autonomes Fahrzeug und keine Lieferdrohne kann Entscheidungen in Echtzeit treffen, wenn sie auf die Cloud warten muss. Zudem erzeugen Lidar und Kameras Terabytes an Daten – das packt kein Funknetz.
Um multimodale KI-Modelle (Vision-Language-Action) lokal auszuführen, reicht kein Billig-Chip. Laut IEEE-Studien zur KI-Inferenz ist hier Speicherbandbreite der Hauptflaschenhals. Jedes Gerät braucht extrem schnellen lokalen Speicher (NPU, LPDDR5X, SSDs).

Gartner prognostiziert, dass bis 2030 rund 40 % aller Unternehmens-KI-Inferenzen an der Edge (direkt auf dem Gerät) stattfinden. Es geht nicht darum, ob Oma Erna einen Roboter kauft. Es geht darum, dass Millionen physischer Systeme weltweit von dummer Mechanik auf lokale KI aufrüsten. Und jedes einzelne frisst Wafer-Kapazitäten und DRAM im großen Stil. Von wegen Überproduktion!
 
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Chilisidian schrieb:
Nö. Es werden im Jahr knapp 300 Millionen Desktops, Laptops und Workstations verkauft. Das ist eine signifikante Anzahl.
Ich meine die aktuelle DRAM Verteilung liegt zurzeit grob bei etwas über 50 % Server (Rechenzentren), 20% Smartphones, < 10 % (Notebook, Desktop), Rest (Auto, TV, Konsolen..).

Bei der Aussage von Chen wird mit in einigen Monaten sehen ob sie stimmt.
 
@MaverickM also deine Logik ist mir zu weit entfernt sorry. Also Nvidia lässt bei tsmc produzieren aber Entwicklung der Chips machen sie selbst aber wenn adata das macht ist es wieder was ganz anderes?!?

Alles klar!
 
PS828 schrieb:
Und das ist ein schöner Gedanke. Streichelt euren RAM, er muss noch ein bisschen durchhalten aber der doppelte Boden eines günstigen Ersatzes kommt näher. Wie nahe er schon ist kann keiner sicher sagen aber das er kommt ist sicher :D
Ja hier liegt eigentlich bis auf RAM und CPU alles für ein neues System rum. Bis dahin wird mein 58er X3D mit 64GB schon noch durchhalten.
 
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Verak Drezzt schrieb:
also bei Mindfactory ist in den letzten Tagen das "günstige" Patriot 32GB 6000CL30 von 449 auf 479€ gestiegen, keine Ahnung in welchem prallel Universum der gude Jason Chen unterwegs ist, aber ja, verfügbar ist DDR5 Ram...

muss halt nur wieder bezahlbar werden, aber dahingehend sieht man nicht wirklich Licht am Ende des Tunnels
Acer kauft den Ram im Mitternachtsshopping auf Mindfactory. Pünktlich 6 Uhr taiwanesicher Zeit klingelt der Wecker.
Framework konnte auch Ram sichern. Das sind aktuelle Lieferungen. Wer jetzt abnehmen muss, hat in der größten Angst bestellt obwohl noch keine Verwendung absehbar war. Chips für deine Patriot sind vor Monaten vom Band gefallen. Sprit steigt verlässlich mit dem Ölpreis obwohl die Lieferung Tage her ist.

Analysten hatten vorausgesagt, dass die Nachfrage durch hohe Preise einbricht und zwangsläufig die Preise fallen müssen.
 
@Combine und das hilft uns in der zweiten Jahreshälfte 2027 dann genau wie ? wenn ein 32GB Kit bei 800€ liegt und Ende 2027 vielleicht bei 750€, joa ganz großes Kino, wenn es denn wie gesagt so kommen sollte...
 
Nachfrage bröckelt schon in 2026. Computerbase muss ein anderes Thema für Rage Bait finden.
 
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Roy Schwarz schrieb:
Also Nvidia lässt bei tsmc produzieren aber Entwicklung der Chips machen sie selbst aber wenn adata das macht ist es wieder was ganz anderes?!?

ADATA betreibt kein R&D, sondern kauft lediglich fertige Bauteile ein und bastelt die zusammen. ADATA hat keine eigenen Chip-Designs. Das ist ein eklatanter Unterschied zu nVidia. Weiß nicht, was es daran nicht zu verstehen gibt.
 
PhiE schrieb:
Deine Aussage legt nahe, dass du den Artikel nicht vollständig gelesen hast.

"Für Käufer bedeutet die bessere Versorgung allerdings noch nicht unmittelbar sinkende Preise." - siehe auch Titel "Marge statt Mangel". Der Acer-Chef hält es für eine künstliche Verknappung.
Du hast Makroökonomie nicht verstanden. Verknappung -> kein größeres Angebot -> stagnierende oder steigende Preise.
 
Die Chinesen werden sich im DDR4 und DDR5 Markt breit machen. Über den Preis kommen sie da aktuell gut rein.

Bei DDR6 wird man dieses hohe Preisniveau möglichst lange halten wollen.

Der Schweinzyklus wird auch wieder in die Ramsch Phase kommen. Nur eben sehr viel später als in der Vergangenheit. Kommt drauf an, wann die Kartenhäuser im Bereich KI umfallen und es a la dotcom blase auf ein gesündere Niveau schrumpft. Allein schon von der Umweltbelastung her, ist das ja kaum haltbar, was da in Planung ist.

Die hohen Preise halten sich ja vor allem weil sich viele nicht vorausschauend zu billigen Preisen eingedeckt haben und Panikkäufe machen.
Mein Office PC hat 64GB DDR4 RAM und der RAM hat 100 eur gekostet.
Wenn der PC erst 2033 gegen was neues ersetzt wird, ist das für mich auch noch ok.
Die Preise sinken natürlich schon viel früher, aber ich denke das erst nach 2030 wieder Preise von unter 70 eur für 32GB normal sein werden.

SSD ist etwas entspannter: Mein Vorrat an 970 evo 2TB schwindet langsam, aber dann muss ich mal ein paar Backup Laufwerke frei machen....
 
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