Realabschluss = Gymnasiumabschluss 10 Klasse?

Nasenbär schrieb:
Man bricht ja nicht ab, man hat ja einen Abschluss erworben.
Nach deiner Auffassung wäre ja auch ein Realschüler ein Abbrecher, die könnten ja auch ihr Abitur machen.
Außerdem wissen die meisten in der fünften Klasse auch noch nicht, was sie später mal machen wollen.

Im gewissen Maße bricht man aber ab und dein Vergleich mit der Realschule hinkt gewaltig. Warum? Realschule geht nur bis zur 10 Klasse und alles darüber hinaus ist eine andere Schule um einen höheren Abschluss zu erlangen.
Wie lange man braucht um das Abitur zu erlangen brauch ich dir nicht sagen, man beendet aber diese Schullaufbahn nicht sondern bricht vorher ab. ich-halt hat schon recht mit seiner Aussage wenn der Arbeitgeber dich nach den Gründen fragen wird. Im erweiterten Sinne stellt sich der Arbeitgeber nämlich die Frage, ob die Person nicht später die Ausbildung abbrechen tut weil er herausgefunden hat der Job entspricht nicht dessen Vorstellungen.;)
 
@Paradox.13te

ich würde sagen, wenn ein arbeitgeber ein zeugnis eines 10te Klasse schülers eines gymnasiums bekommt mit einem schlechten schnitt, zb. ab 3,5. dann würde das gefühlt entstehen dass er "kein bock" hat auf schule und abbricht. Wenn er aber mit zb. 2.0 sich bewirbt, dann würde er meiner meinung nach vor eienm realschüler bevorzugt werden, der vllt. 1.6 hat.
 
t04stbr0t schrieb:
ich würde sagen, wenn ein arbeitgeber ein zeugnis eines 10te Klasse schülers eines gymnasiums bekommt mit einem schlechten schnitt, zb. ab 3,5. dann würde das gefühlt entstehen dass er "kein bock" hat auf schule und abbricht. Wenn er aber mit zb. 2.0 sich bewirbt, dann würde er meiner meinung nach vor eienm realschüler bevorzugt werden, der vllt. 1.6 hat.

Ich sage jetzt einfach mal das hängt von vielen Faktoren ab z.B. Ausbildungsstelle, Arbeitgeber etc..
In Bayern z.B. hat man in der Realschule Rechnungswesen bzw. Technisches Zeichnen je nach Zweig den man gewählt hat. Da schaut man etwas dumm aus der Wäsche wenn man auf dem Gymnasium war wo dieses Fächer nicht Angeboten werden. (natürlich nur wenn diese Fächer relevant für die Ausbildung sind) ;)

Die Frage warum der Schüler vom Gymnasium mit einem 2.0 Schnitt trotzdem abbricht, trotz der Chance auf Abitur, wird er wohl spätestens im Interview erklären müssen.
 
Ich habe mehrfach Handwerksmeistern in Niedersachsen bei der Auswahl von Azubis geholfen.
Klarer Tenor war 10 Klasse Realschule abgeschlossen heißt Ziel erreicht.
10 Klasse Gymnasium ist nur Etappe und das Ziel Abitur wurde nicht erreicht.
Ein Gymnasiast musste deutlich besser sein oder sehr gute Gründe haben, um in die nähere Wahl zu kommen.
 
Paradox.13te schrieb:
Die Frage warum der Schüler vom Gymnasium mit einem 2.0 Schnitt trotzdem abbricht, trotz der Chance auf Abitur, wird er wohl spätestens im Interview erklären müssen.
Die Frage lässt sich leicht beantworten, eben weil man die Ausbildung machen möchte. Es gibt auch Leute die erst eine Ausbildung machen und dann weiter studieren.
Und deiner Argumentation nach würde ja auch jemand der Abitur hat in erklärungsnot kommen warum er denn nicht studiert sondern eine Ausbildung macht.

Jemandem der eine 2.0 hat, zu unterstellen er würde aus Faulheit kein Abitur machen, das ist doch absurd. Ist ja nicht so dass ab Klasse 11 auf einmal alles so viel schwerer wird.
 
Nasenbär schrieb:
Die Frage lässt sich leicht beantworten, eben weil man die Ausbildung machen möchte.

Mit der Antwort wirst du wohl weniger Blumen gewinnen.

Nasenbär schrieb:
Es gibt auch Leute die erst eine Ausbildung machen und dann weiter studieren.

Und wie hoch ist der Anteil der eine Bäcker Ausbildung macht und anschließend Physik studiert? ;)
Die meisten die nach dem Abitur eine Ausbildung machen und sich letztendlich zum Studium entscheiden, schlagen (sofern sie das Fach /Ausbildung mochten) einen Studiengang ein der etwas mit der Ausbildung zu tun hatte. z.B. Hotelfachmann-> Hotelmanagement
Fremdsprachenkorrespondent --> Übersetzer, Dolmetscher etc...
Natürlich soll es auch vorkommen das man etwas anderes studiert aber wie hoch ist wohl der Anteil?;)


Nasenbär schrieb:
Und deiner Argumentation nach würde ja auch jemand der Abitur hat in erklärungsnot kommen warum er denn nicht studiert sondern eine Ausbildung macht.

Die Frage wird sicherlich auftauchen warum er nicht studiert. Die Situation ist aber eine ganz andere.
1. Er hat die Laufbahn abgeschlossen.
2. Manche Ausbildungen kann man nur mit Abitur machen
3. Die ehrliche Antwort ist das die meisten schlicht nicht wissen was sie studieren sollen.

Nasenbär schrieb:
Jemandem der eine 2.0 hat, zu unterstellen er würde aus Faulheit kein Abitur machen, das ist doch absurd. Ist ja nicht so dass ab Klasse 11 auf einmal alles so viel schwerer wird.

Ich habe das Wort Faulheit nicht in den Mund genommen sondern wie du aus meinem vorherigen Post entnehmen kannst.

Man sollte sich aber dessen schon bewusst sein das man sich das Leben etwas schwieriger gestalten tut
 
Paradox.13te schrieb:
Und wie hoch ist der Anteil der eine Bäcker Ausbildung macht und anschließend Physik studiert? ;)
Die meisten die nach dem Abitur eine Ausbildung machen und sich letztendlich zum Studium entscheiden, schlagen (sofern sie das Fach /Ausbildung mochten) einen Studiengang ein der etwas mit der Ausbildung zu tun hatte. z.B. Hotelfachmann-> Hotelmanagement
Fremdsprachenkorrespondent --> Übersetzer, Dolmetscher etc...
Natürlich soll es auch vorkommen das man etwas anderes studiert aber wie hoch ist wohl der Anteil?;)
Was willst du mir damit sagen? Ist mir schon klar das ein Elektriker höchstwahrscheinlich E-technik studieren wird.
Allerdings meinte ich die Situation das man ohne Abitur Ausbildung macht und danach studiert.

Und es ist wohl eher andersherum, die die nicht wissen was sie tun sollen die studieren.
Und soviele Ausbildungberufe gibts es auch nicht wofür man Abitur braucht. Da allerdings die Firmen unter vielen Bewerbern aussuchen können ists natürlich vorteilhaft.
Aber du scheinst ja deine erfahrungen gemacht zu haben. Ich habe jedenfalls von noch niemandem gehört das er Erklären musste, warum er auf einem Gymnasium mittlere Reife gemacht hatte. Für mich ist es das normalste auf der Welt. Ich mache doch nicht drei Jahre länger wenn ich eine Ausbildung machen möchte die es nicht benötigt...
 
Nasenbär schrieb:
Allerdings meinte ich die Situation das man ohne Abitur Ausbildung macht und danach studiert.

Und dann sind wir wieder da wo man sich sein Leben etwas schwieriger gestalten tut. 3 Jahre Ausbildung heißt komplett aus dem Stoff raus.
Dann sein Fachabitur --> FH oder das allgemeine Abitur --> Uni nachzuholen gestaltet sich wohl etwas schwieriger aufgrund der langen Pause.
 
Ich frage mich wo das Problem ist. Ich habe einige Leute kennengelernt die das so machen und die haben durchweg gute Noten. Ich weiß auch nicht aus welchem Stoff man raus sein soll. Wenn man eine gescheite Ausbildung macht ist man doch genau drin im Stoff, und das eine jahr Schule nach der Ausbildung ist nicht wirklich schwierig. Du tust ja so als wenn man in einer Ausbildung nichts lernen würde...
 
Nasenbär schrieb:
Ich frage mich wo das Problem ist. Ich habe einige Leute kennengelernt die das so machen und die haben durchweg gute Noten. Ich weiß auch nicht aus welchem Stoff man raus sein soll. Wenn man eine gescheite Ausbildung macht ist man doch genau drin im Stoff, und das eine jahr Schule nach der Ausbildung ist nicht wirklich schwierig. Du tust ja so als wenn man in einer Ausbildung nichts lernen würde...

Dann lies noch mal deinen Text. Nur weil du einige Leute kennst kannst nicht von der Allgemeinheit sprechen. Des weiteren schränkst du dich selber schon ein wenn du schreibst "wenn man eine gescheite Ausbildung macht".
Beschreibe mal was in deinen Augen gescheit ist. Wenn ich z.B. an meine Ausbildung zurückblicke da fingen wir in der Berufsschule im Englischen mit dem ABC an, in Mathe haben wir 3 Jahre Dreisatz gehabt. Physik hatten wir nicht gehabt, Chemie wo denkst du hin etc...
Wir hatten Hauptschüler, Realschüler und Gymnasiasten in der Klasse. Das war ein Spaß.

Also ehrlich ich will ja nicht sagen das ich nichts gelernt habe in der Zeit. Zumindest kann ich sagen das meine Ausbildung mir rein gar nichts gebracht hat vom Stoff. Wenn ich nach den 3 Jahren einen höheren Abschluss hätte machen wollen wäre das alles andere als ein Kinderspiel gewesen so wie du das hier beschreibst.

Im Grunde genommen ist es auch egal. Ich persönlich finde wenn man die Chance hat sollte man diese auch wahrnehmen. Danach stehen einem alle Türen offen was will man den mehr?
 
Ich kenne jemanden, der elektroniker für Geräte und systeme gelernt hat. Dort hat er sachen wie MikroController Programmierung, transistorschaltungen, Operationsverstärker usw. gelernt. Der hatte ein bomben Vorwissen.
Und meist muss man ja auch noch die 12te Klasse machen. da hat man dann ja auch schon Fächer wie Elektrotechnik oder technisches Zeichnen. Da bringt einem das Abitur mit Fächern dabei wie Geschichte, Musik/Kunst, Religion... auch nicht mehr.
Natürlich kann ich nicht von der Allgemeinheit sprechen da das Leistungsniveau der Schulen sehr stark unterschiedlich ist, aber genausowenig kannst du davon sprechen.
Und wenn du nicht viel gelernt hast in 3 Jahren Ausbildung dann ist das sehr traurig. Es kann ja nicht sein das auf manchen Berufsschulen das Niveau so niedrig ist, Dreisatz sollte man in der 7/8 ten Klasse drauf haben. Wenn du kein Physik und Chemie hattest dann wird es wohl auch kein technischer Beruf gewesen sein oder?
 
Nasenbär schrieb:
Ich kenne jemanden, der elektroniker für Geräte und systeme gelernt hat. Dort hat er sachen wie MikroController Programmierung, transistorschaltungen, Operationsverstärker usw. gelernt. Der hatte ein bomben Vorwissen.

Ich denke das ist wohl ein sehr gutes Beispiel das es was bringen kann. Sofern man sich dafür interessiert.

Nasenbär schrieb:
Natürlich kann ich nicht von der Allgemeinheit sprechen da das Leistungsniveau der Schulen sehr stark unterschiedlich ist, aber genausowenig kannst du davon sprechen.

Ich klammere einfach mal Technische Berufe aus. Und schon bringt einem die Ausbildung für später zumindest die Fächer quasi nichts mehr.

Nasenbär schrieb:
Und wenn du nicht viel gelernt hast in 3 Jahren Ausbildung dann ist das sehr traurig. Es kann ja nicht sein das auf manchen Berufsschulen das Niveau so niedrig ist, Dreisatz sollte man in der 7/8 ten Klasse drauf haben.

Ich will nicht sagen das ich nichts gelernt habe. Zumindest das was ich gelernt habe und dessen Fächer sind einfach irrelevant fürs Fachabi oder gar Abi da diese einfach zu speziell sind.

Nasenbär schrieb:
Wenn du kein Physik und Chemie hattest dann wird es wohl auch kein technischer Beruf gewesen sein oder?

Das ist richtig, es war kein technischer Beruf.
 
Ah ok. Ich bin jetzt von den naturwissenschaftlich/technischen Berufen/Studiengängen ausgegangen. Da ist das wohl einfacher zu händeln, da man sehr viele Fächer abdeckt bei denen man schnell Probleme bekommt wenn man Lücken aufweist (gerade mathe und Naturwissenschaften). Im kaufmännischen Bereich sollte es auch noch gutgehen da es Schulen gibt in denen man als Leistungskurs BWL hat und auch Fächer wie VWL, Rechnungswesen usw.
Aber du hast Recht, ich denke gerade bei Handwerklichen- oder Pflegeberufen sieht es da nicht so rosig aus.
Ich glaube wir sind ein wenig vom eigentlichen Thema abgedriftet ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei uns in Niedersachsen ist das nicht ganz so. Man bekommt ein Zeugnis, das gleichwertig einem qualifizierten Realschulabschluss ist, auch wenn man einen Schnitt von 4,5 oder so hat.
Zudem kenne ich das von vielen meiner Freunde, die zu uns hochgekommen bzw. die runtergegangen sind, dass man einen Sprung von 2-3 Noten macht (RS 2,0→GYM 4,0-5,0).
 
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