Recht - Ohne Mahnung gleich Inkasso - Zwickmühle

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Nebulus Jones

Gast
Hallo Community!

Ich habe eine Frage. Und zwar habe ich meinen Stromanbieter gewechselt. Alles klappte reibungslos.

Zum 1. Februar diesen Jahres begann die Lieferung. Da ich den Zahlungstermin für die Vorkasse verbaselte kam am 14. Februar ein Schreiben eines Inkassobüros (Zahlungsweise bei dem Stromanbieter ist Vorkasse für 1 Jahr). Daraufhin rief ich bei der Hotline des Stromanbieters an. Die Frau am Telefon bat mich den ausstehenden Betrag schnellstmöglich an den Stromanbieter zu überweisen - also nicht ans Inkassobüro.

Das tat ich am selben Abend per Onlinebanking und schickte noch eine Überweisungsbestätigung per Fax hinterher.

Außerdem meinte die Frau, das am nächsten Tag ein Mitarbeiter sich bei mir melden würde. Das geschah dann auch. Dieser teilte mir mit, dass ich bei dem Inkassounternehmen anrufen müsse um diesen Bescheid zu geben, dass sie sich bei der Buchhaltung des Stromanbieters melden sollen. Außerdem sagte er, ich wäre bereits auf Mahnstufe 3, müsste also 2 Mahnungen erhalten haben, was aber nicht der Fall ist. (Ich bekam keine Mahnungen!!).

Am gleichen Tag rief ich dann beim Inkassounternehmen an. Die Frau am Telefon teilte mir mit, dass sich der Stromanbieter bei dem Inkassobüro melden müsse.

Also rief ich wieder bei der Hotline an. Diese reagierten "Verständnisvoll" auch wenn ich der Meinung bin, dass dieses nur heuchelei war. Der Mitarbeiter wolle diese Sache an die Buchhaltung weitergeben, obwohl es seiner Aussage nach "unüblich" ist, dass die Kunden vom Inkassobüro zurück zum Stromanbieter geschickt würden ("Das hätte er noch nie gehört"). Außerdem bat ich um eine Faxbestätigung, da die Zahlungsfrist an das Inkassobüro am 23.2 endet und ich ja etwas brauche um zu beweisen, dass ich mich kümmere und die Zahlung nach Anweisung an den Stromanbieter bereits getätigt wurde. Ich gab meine Faxnummer durch, bat den Mitarbeiter die Nummer nochmal vorzulesen. Natürlich war ein Fehler in der Nummer - Ich korrigierte ihn...

Er meinte, dass im laufe der Woche das Fax eintreffen müsste - Daran glaube ich aber nicht, da ich der Überzeugung bin, dass ich an ein Abzockeunternehmen geraten bin. Der Mitarbeiter machte auch nicht wirklich den Eindruck, als dass jetzt nochwas passieren wird. Wirkte alles eher wie eine Telefonseelsorge für 14Cent /min.

Mein jetziger Standpunkt:

Ich habe eine Zahlungsaufforderung eines Inkassounternehmens (+ Inkassogebühren).
Ich habe den eigentlichen Betrag am gleichen Tag wo das Schreiben eintraf an den Stromanbieter überwiesen (Nachdem die Frau an der Hotline mich dazu aufforderte).

Was mache ich jetzt? Vermutlich werden, wenn ich nichts tue Schreiben bei mir eintreffen, die mich auffordern eine natürlich steigende Summe an das Inkassobüro zu überweisen.

Wie kann ich mich absichern? Ich habe nur telefonate geführt und nichts schriftlich. 2 Namen von Hotlinemitarbeitern des Stromanbieters habe ich mir notiert.

Soll ich ein Fax an das Inkassounternehmen schicken, in dem ich eine Stellungnahme wie diese hier schreibe?

Bitte helft mir.

Danke!
 
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Also ich würde dem Inkassounternehmen deine Überweisung faxen und dazu schreiben, dass du nach Rücksprache mit dem Stromanbieter die Summe i.H.v xxx EUR an den Stromanbieter überwiesen hast. Das Inkassounternehmen möchte sich bitte an den Stromanbieter wenden.
 
Falls weitere Forderungen vom Inkassounternehmen eingehen, wie verhalte ich mich da? Einfach ignorieren?

Hab da auch nochwas gefunden und zwar, dass eine original Abtretungsurkunde dem Inkassoschreiben beiliegen muss, da ansonsten die Forderung hinfällig ist.

§§ 174 , 410 BGB

Das würde ich mir aufsparen und bei erneutem Schreiben von denen ein Fax mit der Anforderung der Urkunde an die schicken - oder lieber gleich mit in das erste Fax?
 
Du weisst sofort die Inkassoforderung unter Hinweis auf die fehlende Vollmacht zurück, am besten per Einwurfeinschreiben. Mit "aufsparen" ist da nix. Mehr musst Du nicht tun. Sollten weitere Briefe des Inkasso-Unternehmens kommen, kannst Du diese getrost ignorieren, nur bei gerichtlichen Mahnbescheiden solltest Du Widerspruch einlegen.
Was mir aber unklar ist, wieso schließt man einen Stromversorgungsvertrag, wo man für ein jahr in Vorkasse gehen muss? Was machst Du, wenn die Insolvenz anmelden?
 
Bin eigentlich jemand, der sich wenn er sich z.B. ne neue Grafikkarte oder so kauft haufenweise Testberichte Blättert.

Nunja, ich hatte bei SternTV den Beitrag über Verivox gesehen (Strompreisvergleich). Hab meine Daten angegeben und den günstigsten genommen - Ohne mich vorher zu informieren. Jetzt im Nachhinein, weiß ich auch, dass das scheiße war, aber gleich so ins Klo zu greifen, daran hatte ich im Traum nicht gedacht.

Klar, das Geld wäre dann natürlich weg (bei Insolvenz). Aber wie gesagt, da hab ich überhaupt nicht dran gedacht. Nochmal würde ich sicher keinen Vorkasse-Vertrag abschließen...

Und preislich ist das per Vorkasse für mich und meine Freundin bezahlbar. Ist ja nicht so, dass wir ne Stromrechnung von 1000€ oder so haben. Die eigentliche Rechnung ist 430€.
 
Hast Du mal in die AGB Eures Versorgers geschaut? Vielleicht geben die offene Forderungen sofort an Inkasso-Unternehmen ab, weil sie keine eigene Abteilung für so was haben.

Welcher Versorger ist das denn?
 
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[Firmennamen entfernt]
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Um verunglimpfungen zu vermeiden, habe ich den Namen unkenntlich gemacht.)
ich hab mal bissel gegoogled, also der Stromanbieter scheint soweit i.O. zu sein.

ich denke das Inkassounternehmen wird nicht so seriös sein, vorallem kannst du nicht in 14 Tage Mahnstufe3 sein.
 
Zu welchem Datum mußtest Du denn zahlen? Wenn das der 01.02. war, find ich auch merkwürdig, daß Du 14 Tage später in Mahnstufe 3 bist, also schon zwei Mahnungen erhalten haben sollst.

Schick dem Inkassobüro am besten eine Kopie des Überweisungsträgers mit dem Kommentar, daß die Zahlung an den Versorger erfolgt ist.
 
Hast Du eine Rechtsschutzversicherung?
Meine Empfehlung: Gleich den Anwalt Deines Vertrauens aufsuchen und Lage erklären.
Ein Brief und das Ganze ist fertig.

Ansonsten wird das wohl länger dauern...
weil Recht haben und Recht bekommen... Deutschland halt ;)
 
Kurz zur Nachlese ^^

Einige Schreiben vom Inkasso und Faxe von mir ans Inkasso und es kam nix mehr. Hab denen geschrieben die sollen direkt ne Zivilklage einreichen, da die sonst die Kohle von mir eh nicht bekommen werden. (Natürlich in den ersten Faxen mit Anforderung der Abtretungserklärung etc. Wurde mir nach 5 Briefen aber echt zu dämlich)

Kam nix mehr und nu gehts ab zu eprimo.
 
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Komische Sache.

Ich hab auch mal die Stromrechnung vertrödelt und dann ne Mahnung von nem Inkassobüro bekommen.
Als ich das dann überwiesen und meine Bank dazu aufgefordert habe, eine Bestätigung an den Stromanbieter zu senden, war die Sache erledigt.

Es hat mich nur 1min Onlinebanking + 1min Telefonanruf(kostenlos) gekostet um alles zu klären.

mfg,
Markus
 
Zuallererst: Du bist schuld. Niemand sonst. Denn Du hast die puenktliche Zahlung vergeigt.

Zweitens: einen Anspruch auf eine Mahnung gibt es nicht, theoretisch kann der Anbieter seine Forderung ohne Umweg ueber ein Inkassobuero sofort gerichtlich titulieren lassen.

Drittens: das mit der Vollmachts- oder Abtretungsurkunde ist prinzipiell richtig - eins von beiden sollte dem Schreiben des Inkassobueros beiliegen. Du kannst das Dokument nachfordern (hast Du ja auch) - aber was soll das bringen?

Hast Du Dir den Namen des Mitarbeiters nennen lassen, der Dich zur Zahlung an den Stromlieferanten aufgefordert hat?

Schick (wenn nicht schon geschehen) dem Inkassobuero einen Zahlungsbeleg, verweis auf die Kommunikation mit denen und lehn weitere Zahlungen in der Angelegenheit als gegenstandslos ab. Schaumschlaegerei mit Klageandrohungen wuerde ich mir verkneifen. Per Fax genuegt, alternativ als Einschreiben.

Ach ja: und zahl naechstes Mal puenktlich.
 
Was geht denn?! Hast du noch nie eine Rechnung vergessen/ zu spät beglichen?
 
Doch, natuerlich. Das ist auch nicht der Punkt. Anstoss nehme ich aber an Vokabeln wie "Abmahnverein" und der Unterstellung unserioesen Verhaltens.
 
@JePe

Deine Aussage zu Zweitens ist zu pauschal. In Hinblick auf die spezielle Situation hast du recht, da es einer Mahnung nicht bedarf.

Da bei Strom die Zahlung durch festgelegte Termine erfolgt, bedeutet eine Nichtzahlung zum vereinbarten Termin, dass man sich in Verzug befindet.

Lest mal hier...
 
Ähm Leute...

Wenn Ihr euch mal meinen letzten Beitrag hier durchgelesen hättet, wüsstet Ihr, dass ich nur der Vollständigkeit halber dieses Thema aktualisiert habe. Das Inkassobüro hat letztenendes aufgegeben...

Kurz zur Nachlese ^^

Einige Schreiben vom Inkasso und Faxe von mir ans Inkasso und es kam nix mehr. Hab denen geschrieben die sollen direkt ne Zivilklage einreichen, da die sonst die Kohle von mir eh nicht bekommen werden. (Natürlich in den ersten Faxen mit Anforderung der Abtretungserklärung etc. Wurde mir nach 5 Briefen aber echt zu dämlich)

Kam nix mehr und nu gehts ab zu eprimo.


@JePe

Verstädnis ist dir wohl ein Fremdwort?
 
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Ich hab ja keine einzige Mahnung bekommen!

Stattdessen kam direkt ein Inkassoschreiben mit der Forderung und 50€ Inkassokosten...

Wenn man schon was sinnvolles beitragen will, sollte man zumindest die Beiträge lesen und nicht nur überfliegen.

@Mods - Hier kann geclosed werden - Kommt ja eh nix mehr brauchbares.
 
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