Gary12345 schrieb:
Jop ich werde auf jedenfall Informatik studieren und habe mir dazu auch ein fettes Buch gekauft, das von zwei ehrenvolle Professoren geschrieben wurde. Dein Buch werde ich mir mal ansehen. Danke!
Früher habe ich programmiert. Und vor ner Woche ist mir erst klar geworden, was Informatik eigentlich bedeutet. Rechnerarchitekturen wohl das spannendste, gefolgt von spannender Programmierung (+ Assembler [... genau das richtige ...]) , etwas Mathematik und noch viele weitere spannende Themen. Ich versteh nicht, warum viele den ersten Studiengang abbrechen (soweit ich das gehört habe - haben sie wohl das falsche Studienfach gewählt). Mathematik + Informatik => Genialität, die sich mit der Zukunft IMMER weiter entwickeln wird.
Gute Nacht
Kommt drauf an was du genau studierst. Machst du Angewandte Informatik an einer FH (früher Allgemeine Info), dann wirst du durchaus programmieren und zwar ziemlich viel ! Anfangen wird es mit den Basics, geht dann über Rekursion die immer schwieriger wird, über Listen, Sortieralgorhitmen (Suchbaum, Heap, B-Baum usw.). Diesen Krams wirst du programmieren müssen. Die meisten brechen das Studium wegen der Programmierung ab ! Am Ende saß ich mit 3 weiteren Leuten im Praktium PC Raum, obwohl die Vorlesungen immer voll sind. Proggen hatte bei uns immer wöchentlich 2 Vorlesungen, der Rest 1. Gab auch doppelt so viele CreditPoints wie für ein anderes Modul.
Das ganze wird dann abgerundet mit (1. Semester) Technik. Also Logikschaltungen, AND, OR, NAND, XOR Chips etc. - solche Schaltungen mussten wir dann zusammen basteln, live und mit Noten. Wenn du Assembler gesehen hast, müsste dir das bekannt vorkommen :>
Später geht es dann weiter mit Netzwerken und Router Zeugs, also mit Cisco Routern Netzwerke einrichten im Praktikum.
Darunter fallen auch Verschlüsselungen, Zertifikate und sonstiger Krempel. Später geht es dann weiter mit Rechner Architekturen, also wie die Hardware aufgebaut ist und wie sie funktioniert. Das steigert sich dann immer weiter, Betriebssysteme (keine Bedienung dieser, war das härteste Modul bei uns !), Compiler Bau usw...
Kurz gesagt, Techink+Programmierung. Mathe ist geringfügig und mitunter noch eines der billigsten Module.
Normal kommt der übliche Schulkrempel zuerst, Graphen, Schnittpunkte, Interpolation bla blub. Alles mit Formeln und anwenden. Der Schwierigkeitsgrad ist kaum höher als im Abi, es geht nur zack zack. Was du damals in 1-2 Monaten gelernt hast, wird im Studium in einer Woche gemacht. Aber bei weitem nicht so pingelig - die Profs juckt es nicht wenn du dich verrechnest etc. bekommst nur 0.5 Punkte weniger. Geht darum es zu verstehen und proggen zu können, der Rechner rechnet dann für dich. Das würde dir ein Schullehrer nie sagen, genauso wenig wie sie zugeben würden das alle Fächer außer Mathe, Englisch und Info für ein Informatik Studium zu 100% nutzlos sind. Hätte ich das gewusst, hätte ich die anderen Schulfächer vernachlässigt und mehr Mathe gelernt. Die Endnote im Abi ist auch Latte, da Informatik fast nirgends einen NC hat - 60% der Leute fliegen eh noch vor dem 3ten Semester raus ^^
Dann kommen Matrizenrechnungen, also einfach umzusetzende Lösungswege für viele Gleichungen auf einmal, und hinterher die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Immer wieder wirst du etwas zum programmieren bekommen, wo du dieses Wissen brauchst: Plotter, OpenGL Schattenberechnungen mit Matrizen/Vektoren usw.
PS:
Datenbanken kommen auch dran, sowie bischen Web Programmierung.
Wenn du Üben willst, setzt den bereits gelernten Mathe Krams in Code um. Z.b. eine analoge Uhr programmieren, dafür brauchst dann cosinus / sinus , Winkel und Einheitskreis...
Am besten man sucht sich eine FH / Uni aus und besorgt sich die Unterlagen. Geh einfach nach Vorlesungen in die Rechner Räume und frag irgend wen, der gibt dir sicher die Links zu den Vorlesungsfolien / Praktika Übungen.
PPS:
Sollte es Mathe Vorkurse geben, nicht schocken lassen. Was die da plappern ist für die Katz, blubbern dich als Anfänger mit Zeug aus dem 3ten Semester etc. voll.