Regierung plant Steuersenkungen - Umfrage: Totaler Irrsinn oder längst überfällig?

Bundesregierung plant Steuersenkungen: völlig Irre oder längst überfällig?

  • völlig Irre

    Stimmen: 100 73,5%
  • längst überfällig

    Stimmen: 36 26,5%

  • Umfrageteilnehmer
    136
  • Umfrage geschlossen .
@Onkelhitman

Ich würde ja meinen, dass das Haus dann an den Staat fiele, er es aber versteigern müsste. Der meistbietende erhält dann den Zuschlag. Es werden dann keine anderen Reichen kaufen können, denn die gibt es ja nicht mehr: Es gibt ja kein Erbe mehr. Selber gebaut kann ja immer noch werden, warum denn nicht? Große Unternehmen haben ja auch immer Eigentümer, die ihren Besitz beim Tod abgeben müssen und dieser dann versteigert wird.

Das ist natürlich alles nur eine Idee meinerseits, bei der ich denke, dass sie viele Vorteile hätte. Jedoch muss diese Idee niemand teilen!
 
Kein Erbe = Nicht reich?

Das stimmt doch nicht. Wie oben geschrieben, wenn das Kind das überschrieben bekommt, dann ist das das Haus des Kindes oder wenn das Kind Geld bekommt dann ist das Geld doch auch weg oder?

Und wenn ein Häuslebauer ein Haus baut und er stirbt, seine Frau lebt noch muss das Haus versteigert werden? Oder es ist ein 60qm Haus und unten leben die Eltern , aufm Dachboden lebt das Kind, und die Eltern sterben, dann ist das Kind gezwungen auszuziehen und das Haus zu verkaufen? Tut mir Leid, finde ich einfach nicht richtig.

Ja, ich verstehe es, und ja, es ist ein Unterschied ob es nur eine Art Lebensgrundlage in der Art von: "Hier wohn ich, warum verkaufen?" oder "Ich hab jetzt 100 Hochhäuser geerbt."

Ich würde ja meinen, dass das Haus dann an den Staat fiele, er es aber versteigern müsste. Der meistbietende erhält dann den Zuschlag.
Ja was denn nu? Also das Haus geht sofort in den Besitz des Staates und der muss das Haus verkaufen?

Wie ich schon sagte, wir kommen dem Kommunismus damit sehr Nahe.... Denn dann ist es nicht mehr weit, bis ein neues Gesetz gilt ala:
Wenn jemand in ein Altenheim kommt, wird es verkauft.
Wenn jemand arbeitslos wird, wird es verkauft.
Wenn jemand länger als 6 Monate im Auslang lebt, wird es verkauft.....
 
Ja, also solche Schlupflöcher mit überschreiben usw. müssten dann vielleicht unterbunden werden.

Pass auf, mir geht es gar nicht darum, die Armen zu enteignen. Dein Argument mit der Witwe scheint mir auch einleuchtend. Es geht vielmehr darum, dass viel Kapital in den oberen Schichten zusammenkommt und von Generation zu Generation weitervererbt wird. Damit meine ich jetzt nicht unbedingt ein kleines Häusle sondern richtiges Vermögen in Form von Immobilien, Wertpapieren und Cash. Dadurch wird einfach extrem viel Wirtschaftskraft gebunden, weil das Geld hier nur seinem Selbstzweck dient: der Erhaltung. Außerdem ist es - wie bereits erwähnt - ungerecht, dass es so manchen superreichen Großerben gibt, der keinen Handschlag dafür tun musste.

Das Erbe würde dann in die Hand des Staates fallen, der damit beauftragt wird, des zu veräußern. Der Erlös kommt dem Staat und damit dem Allgemeinwohl zugute.
 
@Topflappen,

Die demografischen Entwicklungsperspektiven werden in Öffentlichkeit und Medien zu einem wahren Schreckensszenario verdüstert. Mittels der Forderung nach (mehr) Generationengerechtigkeit werden soziale Ungerechtigkeiten innerhalb aller Generationen in einen “Kampf von Alt gegen Jung” umgedeutet. Der politische Kampfbegriff “Generationengerechtigkeit” lenkt von einer hier wie in anderen Teilen der Welt dramatisch wachsenden Ungleichheit innerhalb aller Generationen ab. Kinderarmut wird als geistig-politischer Hebel benutzt, um Alte und Junge, aber auch Eltern und Kinderlose gegeneinander auszuspielen. Ähnliches gilt für Diskussionen zum demografischen Wandel, zur “Vergreisung” unserer Gesellschaft und zu den daraus (angeblich) erwachsenden Finanzierungsproblemen für das System der sozialen Sicherung. Insofern degeneriert die Demografie zur Ideologie und fungiert als Mittel einer familien- und sozialpolitischen Demagogie. Dabei fehlen keine Babys, sondern Beitragszahler/innen, die man etwa durch eine konsequente(re) Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die Erhöhung der Frauenerwerbsquote, die Erleichterung der Zuwanderung und/oder die Erweiterung des Kreises der Versicherten gewinnen kann. Statt zu klären, wie man aus einer längerfristigen Veränderung der Altersstruktur resultierende Schwierigkeiten solidarisch (z.B. durch die Aufhebung/Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze und/oder die Verbreiterung der Basis des Rentensystems, also die Einbeziehung von Selbstständigen, Freiberuflern und Beamten) bewältigen kann, benutzt man sie als Hebel zur Durchsetzung unsozialer “Sparmaßnahmen”.
Leistungskürzungen sind keine Sozialreform, sondern ein Rückfall ins vorletzte Jahrhundert, als die Gesellschaft ihre Mitglieder nicht vor allgemeinen Lebensrisiken aufgrund fehlender Ressourcen zu schützen vermochte. Heute ist sie so reich wie nie und der Wohlfahrtsstaat für die Gesellschaft insgesamt und erst recht für sozial Benachteiligte unverzichtbar. Gerade die Bundesrepublik, deren exportorientierte Wirtschaft zu den Hauptgewinner(inne)n des Globalisierungsprozesses zählt, kann sich einen entwickelten Sozialstaat aufgrund ihres kontinuierlich wachsenden Wohlstandes, der allerdings immer ungleicher verteilt ist, nicht nur weiterhin leisten, sondern darf ihn auch nicht abbauen, wenn sie einerseits die Demokratie und den inneren Frieden bewahren sowie andererseits konkurrenzfähig bleiben will. Selbst im Rahmen der neoliberalen Standortlogik gibt es gute Gründe für eine – im Vergleich mit anderen, weniger erfolgreichen “Wirtschaftsstandorten” – expansive Sozialpolitik.
 
@maddin91

Und genau da sind wir wieder. Wo ziehst du den Strich? Muss eine Person, deren Eltern jetzt verstorben ist Miete bezahlen in dem Haus, in dem er groß geworden ist, und in dem er momentan lebt? Oder nein, wenn es ja dem Staat gehört wird er einfach "aufgekündigt". Er hat 1 Monat Zeit aus der Wohnung zu ziehen, und der Staat verkauft dann das Haus.

Warum dann nicht direkt auf einen Schlag ALLE enteignen und zur Miete zwingen? Dann braucht die Miete ja nicht mehr hoch sein. Wie wäre es mit 1€ pro qm?

Ebenso kann doch dann nur jemand so etwas kaufen, der entweder Geld hat, oder viel Geld verdient. Aber das wäre ja auch ungerecht, wenn jemand mehr verdient oder etwa nicht? Ein Müllfahrer wird schlecht bezahlt. Ein Kanalreiniger wird gut bezahlt. Ein Beamter wird sehr gut bezahlt. Ne das ist ja ungerecht, denn der Müllmann kann sich ja dann weniger leisten als der Beamte oder Kanalarbeiter. Also Einheitsgehälter. Mit Einheitsgehältern kann aber niemand mehr bezahlen für z.B. eine große Eigentumswohnung. Weil er ja genausoviel verdient wie jeder Andere.

Wie du siehst, das Konzept geht nicht auf.

Klar ist das alles Utopie, aber genausogut könnten wir darüber sprechen einfach überhaupt kein Besitz mehr zuzulassen und kein Gehalt, keine Steuern und alles einfach dem Staat überlassen. Das wird so niemals funktionieren in Zeiten des Kapitalismus.
 
Ich glaube nicht unbedingt, dass das alles Utopie ist. Natürlich bin ich gegen Einheitsgehälter: Der Markt muss doch zeigen, wo Fachkraftmangel vorherrscht und wo nicht. Und alle auf einen Schlag enteignen möchte ich auch nicht - was soll das denn bringen? Ich möchte versuchen, ein Modell zu entwickeln, indem nicht die Schicht, in der man geboren wird, entscheidet wie gut man gestellt ist, sondern alleine die eigene Leistung und wieviel der Arbeitsmarkt bereit ist, für diese Leistung zu bezahlen. Also ein Prinzip, welches die Eigenverantwortung fordert und fördert und keines, wo Vater Staat für einen sorgt. Ich möchte auch jedem freilassen, so reich zu werden, wie er will - wenn er es denn durch eigene Leistung und durch eigene Ideen schafft.

Zu deinem Beispiel mit dem Sohn und den gestorbenen Eltern: Nunja, ich würde denken, er müsste aufgekündigt werden mit einer Frist von vielleicht 3 Monaten. Alternativ kann er das Haus auch übernehmen, muss für die Bezahlung allerdings einen Kredit aufnehmen. Bedenke auch hier wieder: die Häuserpreise wären insgesamt sehr günstig aufgrund des großen Angebots und jeder Mensch hätte viel mehr Geld zur Verfügung, weil der Staat einen Großteil seiner Einnahmen nun auf anderem Wege bezieht. Schließlich wäre es in diesem Prinzip nur eine stete Umverteilung der Reichen an das gesamte Volk. Es werden ja keine Werte vernichtet!
 
@maddin91

Im Grundsatz möchtest du vorhandenes Vermögen nach dem Tode des Besitzers quasi enteignen, das geht einfach nicht.

Was meinst du, was passieren würde, wenn das durchgesetzt werden würde? Richtig, die Gelder würden ins Ausland fliessen , weil jeder sein Kapital ins Trockene bringen wöllte.
Es würde wohl auch nicht einfach so hingenommen werden.

Das kann man nicht ernsthaft verlangen.

Wie ich schon bereits sagte, sollte zuerst mal das gesamte Steuersystem in Deutschland vereinfacht werden. Damit fiele ein enormer Verwaltungsaufwand weg, der zwar Arbeitsplätze kosten, aber einen haufen Geld sparen würde. Schlupflöcher gäbe es keine mehr, jeder Steuerzahler leistet seinen Beitrag und fertig, niemand braucht mehr eine Steuererklärung zu machen, denn man kann sich nichts mehr zurückholen.
Was meint ihr, warum wurde Friedrich Merz´s Vorschlag (man erinnere sich an die Steuerrechnung, die auf einen Bierdeckel passen würde) nicht umgesetzt? Man will es einfach nicht, warum auch immer.
Man hätte die Steuern ohne Wenn und Aber gezahlt und fertig, dabei (weil ja der Verwaltungsaufwand wegfiele und sich keiner was zurückholt) könnte man die Steuern ordentlich senken.

Ich wäre dafür, dass man das Parlament verkleinert. Warum leisten wir uns das grösste demokratisch gewählte Parlament der Welt? Warum muss ein MdB durchschnittlich 10 Mitarbeiter beschäftigen? Das sind alles Gelder, die unnötig verballert werden.

Wie ich auch bereits schrieb, sollte aufgepasst werden, wie die Steuergelder eingesetzt werden. Es kann nicht sein, dass auf der einen Seite gekürzt werden muss, aber auf der anderen Seite das Geld sinnlos verprasst wird.

Ich wäre ausserdem für eine PKW-Maut, somit werden auch ausländische PKW´s zur Kasse gebeten, die unsere Autobahnen nutzen. Die Nachbarländer machen das ja auch fleissig, also sollten wir es auch machen. Die Strassen zu unterhalten ist teuer und das muss finanziert werden. Im Gegenzug sollte die Kfz-Steuer verringert oder ganz gestrichen werden.
Gut, man könnte nun argumentieren, dass die Spritschlucker dann bevorteilt werden, aber die Vignetten könnte man ja auch staffeln, je umweltschädlicher und grösser das Gefährt, desto teurer die Vignette.

Man sollte Krankenkassen schliessen, denn kein Mensch braucht soviele. Jede KK hat ihre Hauptverwaltungen (nicht selten "Prunkbauten"), Fillialen, Verwaltungen und Vorstände. Würde man die Zahl der KK auf ein ordentliches Maß reduzieren, hätte man viel Gelder gespart, die den Beitragszahlern zugute kämen.

Nicht zuletzt sollte man die wirklich Reichen beteiligen, wie ich bereits sagte.

Wenn man das zusammennimmt, kommt einiges an Geld in die Kassen. Man kann seine Schulden abbauen und hätte mehr Geld für Bildung, Sozialwesen etc. pp und könnte die Steuern sogar noch senken, ohne dass das Geld hinterher wieder fehlen würde.
Wie ich auch bereits schrieb reicht es nicht aus, die Raucher und Autofahrer immer mehr auszupressen, denn bei denen ist bald auch ichts mehr zu holen. Wir müssten wirkliche Reformen einleiten und durchziehen. Das würde aber leider schon am Parlament scheitern, weil sich erst wie im Kindergarten gestritten wird und dann nichts dabei rauskäme, wie so oft.

Dass etwas passieren muss ist klar, nur hoffentlich bald. Bevor man an Steuersenkungen denkt, hat man erstmal aufzuräumen und zwar ordentlich.
 
@_Systemfehler_

Ja, die Kapitalflucht wäre ein Problem, auf welches ich schon in vorangegangen Posts eingegangen bin. Ich weiß nicht, ich finde die Idee echt gut, aber anscheinend ist die Gesellschaft dafür noch nicht reif genug. Hat halt niemand was zu geben, wenn's zugunsten der Allgemeinheit ist, daher würde so ein Gesetz auch nicht durchgeboxt werden können. Die Vorteile dessen habe ich jedoch schon genannt. Wie gesagt: Man muss sich auf den Gedanken einlassen - auch ich habe das vorerst vehement abgestritten. Inzwischen denke ich, dass es gut für die Gesellschaft wäre. Aber ich will hier ja niemanden missionieren, nur Meinungen austauschen.

Ansonsten: Coole Vorschläge, die du da hast! Glaube mir, jede einzelne habe ich mir davon auch schon durch den Kopf gehen lassen und stimme dir in allen Punkten zu! Vor allem das mit der PKW-Maut und den Krankenkassen ist unbedingt fällig. Stattdessen wird der Pseude-Wettbewerb unter den gesetztlichen Kassen von der FDP auch noch gefördert. Ich glaube, wenn man die gesetzliche KK staatlich laufen lassen würde, wären die Einsparungen aufgrund der Skaleneffekte so enorm, dass selbst die ineffektivsten Staatsdiener nicht schlecht genug arbeiten könnten um diese auszugleichen ;).
 
Ich hätte noch mehr Vorschläge, z.B. Energiesektor, Infrastruktur etc komplett in staatliche Hand, dass die Preistreibereien aufhören usw., aber meine Punkte oben wären schonmal ein Anfang.

Ich gründe eine Partei und nehme alle Punkte ins Parteiprogramm auf. :lol:

Wenn das mal so einfach wäre und selbst wenn, dann scheitert es an Streitereien im Parlament, weil wir nunmal ein Mehrparteiensystem haben und jeder will Recht haben, also kommt nichts dabei raus.
Es ist alles nicht so einfach, obwohl man es einfach haben könnte.
Eine klare Linie und fertig. Nichts von wegen Häppchen vor den Wahlen verteilen und am anderen Ende wieder erhöhen, weil es vorne und hinten fehlt. Das wird (leider) wohl immer ein Wunschtraum bleiben, alles läuft weiter wie bisher.
 
Da würde ich direkt mitmachen bei deiner Partei. Ich bin immer für eine Veränderung und ich denke eine Vereinfachung des gesamten Systems wäre für alle von Vorteil.
 
Ich würde sowas auch wählen. Ich denke vor allem, dass schon viele Menschen keinen Bock mehr auf die aktuellen Politiker haben, daher sehe ich sogar reale Chancen für sowas.

Verstatlichung aller privaten Monopole finde ich auch gut. Wenn Monopol, dann staatlich! Wenn der Staat daran verdient, dann tut man immerhin noch etwas für das Allgemeinwohl. Ansonsten bin ich eher dagegen, dass sich der Staat in die Wirtschaft einmischt - ich bin kein Kommunist! Im Gegenteil ;).
 
@systemfehler, ich habe auch in etwa die gleichen Ansichten wie du, meine Befürchtung ist jedoch das dieser Wunschtraum erst nach einer Katastrophe Wirklichkeit werden kann. Wenn die selbst ernannte Elite die Gier kurz vergisst und zu Verstand kommt. Wie nach dem zweiten Weltkrieg.
 
Das die unteren und mittleren Einkommen entlastet werden, glaube ich nicht so recht. Es wird wieder eine Regelung sein, die alle entlastet und am Ende haben die Reichen mehr davon, da andere Regelungen nicht durchsetzbar seien...
Da dann aber wieder ein Loch gestopft werden muß, wird eine Steuer erhöht, wo wieder alle zahlen und die unteren bis mittleren Einkommen haben unterm Strich weniger als vorher.

zur FDP:
Den Vorsitzenden Herrn Rösler haben wir es doch zu verdanken, das wir weniger Netto vom Brutto haben! Das die geplante Steuererleichterung das ausgleichen wird glaube ich nicht.
 
memphisray schrieb:
Wenn die selbst ernannte Elite die Gier kurz vergisst und zu Verstand kommt. Wie nach dem zweiten Weltkrieg.

Die Elite kam nach dem Zweiten Weltkrieg nicht zu Verstand, sie wurde nur dank Mitläufer- und Täterschaft kurzzeitig eingebunkert, direkt währenddessen und danach wurde bereits für die Zukunft geplant und neue Netzwerke Richtung USA geschaffen.
In die Katastrophe, aus unserer Sichtweise, steuern wir allerdings wirklich. China wird uns und den Großen Bruder in 30-50 Jahren wirtschaftlich völlig abgehängt haben. Dahinter steckt was Krieg betrifft kein Problem, Asien neigte nie dazu die "Welt erobern" zu wollen, China im speziellen hat zuviele Probleme im Innern um so etwas je zu planen. Die Preise werden sie allerdings diktieren können, da kann auch unsere "Elite" nichts daran ändern, die ohnehin am liebsten überhaupt nicht an den nächsten Tag denkt, weil es bequem ist, nichts zu verändern, es höchstens anderen aufzuzwingen.
 
Eben @Schrammler, da gebe ich dir recht. Leider wird nicht an das Morgen gedacht, fröhlich werden wieter Schulden ohne Ende gemacht.
Man hätte so viel Potential zu sparen, ohne die Abgaben erhöhen zu müssen, nur will es keiner.

Zum eigentlichen Thema geplante Steuersenkungen:

Der Herr Schäuble hat sich zu Wort gemeldet und hat folgendes zu dem Thema gesagt:
"Die Energiewende wird zu Mehrausgaben führen, für den europäischen Stabilitätsmechanismus müssen wir ab 2013 Leistungen bereitstellen", mahnte der Minister. Zudem sei man von dem Ziel, die Neuverschuldung des Bundeshaushalts bis 2016 auf 0,35 Prozent zu begrenzen, "noch weit entfernt". Er verwies darauf, dass die Steuerbelastung in Deutschland unter dem Durchschnitt der anderen Industriestaaten liege. Von daher sehe er auch keine "zwingende Notwendigkeit" für Steuersenkungen.

Er hat sich aber bereit erklärt, über das Thema "kalte Progression" gerne reden zu wollen um Lösungen zu finden, diese zu beseitigen.

Im Gespräch war wohl auch die Abschaffung des Soli, aber das hat Schäuble generell abgeleht, der wird weiter bis zum Ende des Jahrzehnts gezahlt. Dass dann noch nicht Ende ist (weil es ja eine gute Einnahmequelle ist und wir bis dahin wohl nicht weniger Schulden haben werden), versteht sich ja fast von selbst.

Quelle: tagesschau.de

Ob wir unterdurchschnittlich Steuern zahlen, wie der Herr Schäuble behauptet, kann ich aus dem Stegreif nicht sagen, aber wenn ich mir die Doppelbesteuerungen bei beispielsweise Sprit sehe, glaube ich es icht so recht. Man zahlt für den Liter Benzin Ökosteuer und auf den ganzen Betrag dann nochmal Mehrwertsteuer. Das läuft auch bei Kaffee, Tabak etc pp so.
Seine Aussage wird wohl auch stimmen, was die direkten Steuern angeht, aber ansonsten sind wir bestimmt nicht unter dem Durchschnitt.

Dass wir im Moment keine Steuern senken können hatte ich ja auch gesagt und da kann ich dem Hernn Schäuble nur recht geben.

Laut Tabellen des Finanzministeriums sind zwar die direkten Steuern im internationalen Vergleich moderat, aber die Sozialabgaben sind im Vergleich ziemlich hoch, was das schon wieder ausgleicht, also ist die Abgabenlast allgemein in Deutschland doch nicht so unterdurchschnittlich.

Das Finanzministerium sagt ja selbst:
Die Steuerbelastung insgesamt ist in Deutschland kein generelles Problem, die Belastung mit Sozialabgaben ist im internationalen Vergleich hoch, ihr steht allerdings auch ein gut ausgebautes soziales Sicherungssystem gegenüber.

Wo man überall sparen könnte, um die Abgabenlast zu senken und um das Sozialsystem trotzdem aufrecht erhalten zu können, hatte ich in den vorherigen Beiträgen ja geschildert.

Ich kann nur wiederholen: Steuersenkungen wären ein Tropfen auf den heissen Stein und das Geld würde wieder fehlen, welches der Staat wieder reinholen müsste.
Im Moment haben Schuldenabbau und Energiewende den Vorrang.
Der permanente Rettungsschirm steht auch noch auf dem Plan für 2013, wo Deutschland wieder kräftig Barzahlungen und Bürgschaften leisten muss. Wir können es uns also nicht leisten.

Dass über die Abschaffung der ungerechten kalten Progression nachgedacht wird, finde ich sehr gut, nur ob etwas daraus wird bei den obligatorischen Streitereien, glaube ich erst, wenn konkrete Pläne vorliegen und beschlossen sind. Man darf also gespannt sein.
 
Ich frag mich sowieso, wieso das Thema wieder derart hochgepusht wird. Eine Steuerreform muss sowieso durch den Bundesrat und das wird nicht klappen, wenn eine Reform nach Vorstellung der FDP rauskommt und ich bezweifle stark, dass das irgendetwas mit den propagierten mittleren und kleinen Einkommen zu tun haben wird. Das kann man erst glauben, wenn es schwarz auf weiß festgeschrieben steht und selbst dann besteht die realistische Chance, dass das nur Taktik ist und man spekuliert, dass es trotzdem im Bundesrat scheitert. Spätestens nach Westerwelles Hartz4-Rede sollte man wissen, was man von den gelben erwarten kann. Zumal es eh nicht viele Möglichkeiten gibt über die Steuer besonders die mittleren und kleinen Einkommen zu entlasten, da naturgemäß die Spitzenverdiener die meisten Steuern bezahlen.

Von der genauen Gestaltung abgesehen, stimme ich der Mehrheit hier zu, dass wir so oder so kein Spielraum für irgendwelche Steuersekungen haben. Vor allem wenn wir weiter unser Geld in das Fass ohne Boden namens Griechenland werfen, das Gesundheitssystem immer teuerer wird und die Energiewende finanziert werden muss, um nur einige Pukte anzusprechen. Und wenn Griechenland noch bankrott geht - und fast alle ernsthaften Ökonomen sagen, dass das nicht u verhindern ist - weiß auch noch keiner, was das für uns für Auswirkungen haben wird (zumindest interpretiere ich die stark widersprüchlichen Aussagen so).

Aber um noch was Positives zu sagen: Wenn ich mir so die Medienlandschaft anschaue, find ich es sehr erfreulich, dass man in Deutschland dazu gelernt hat und nicht mehr reflexartig jubelt, wenn uns der Staat Geld schenken will.
 
Welcher Arbeitnehmer sollte wegen 15€ mehr im Monat in Jubel ausbrechen? Das sind heute noch 3 Schachteln Kippen, ein vernünftiges Essen in einem besseren Restaurant, etwa 9,5L Sprit für die Karre, in zwei Jahren gewiss noch weniger. Jene 180€ pro Jahr hat die Mehrwertsteuererhöhung auf 21% schon längst mehrfach aufgefressen und die Zeiten werden nicht rosiger, trotz "Superaufschwung", die Probleme der Zukunft schauen schon zur Tür herein, und wir haben relativ planlose Politiker, die keine Ahnung haben, wie sie mit den kommenden (auch globalen) Veränderungen umgehen sollen.
Da passt es doch, das unsere lieben Abgeordneten mal wieder ihre Diäten erhöhen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Um nochmal auf die Sache mit der Erbschaftssteuer zurückzukommen. Investmentlegende Warren Buffet, mit 52 Mrd. $ zweitreichster Mensch der Welt, meint dazu ebenfalls:

Warren Buffet schrieb:
"Unser Steuersystem bevorzugt die Reichen", rügt der viertreichste Mann der Welt. Oder er kritisiert die nichtsnutzige Generation der Erben: "Sollen die etwa privilegiert sein, nur weil sie dem Klub der glücklichen Spermien angehören?" Seine drei Kinder müssten arbeiten, sagt Buffett.

Auf dem Nummernschild seines Autos, so will es der Buffett-Mythos, steht immer noch "thrifty". Geizig. Doch ohne zu Zögern, entschied er sich 2006, 85 Prozent seines Vermögens sukzessive zu verschenken. Für ihn war es ein logischer, ein rationaler Schritt. Er überschrieb es der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, die damit zur finanzkräftigsten Stiftung der Welt wird.

Quelle: *Klick

Weiterhin:

Warren Buffett, 72 Jahre altes Börsenidol und Eigentümer der Investmentfirma Berkshire Hathaway, hat sein Testament schon gemacht. Der mit 40Milliarden Dollar zweitreichste Mann der Welt wird danach sein Vermögen einer Stiftung für Geburtenkontrolle und gegen Atomwaffen vererben. Seine drei Kinder hat er enterbt, damit sie selbst lernen, richtig Geld zu verdienen. Denn sein großes Vermögen würde ihnen den Antrieb dazu rauben. In Deutschland sind Kinder kaum zu enterben, denn sie bekommen einen Pflichtanteil.

Quelle: *Klick

Wie man sieht, ist es auch so manchem Reichen wichtig, dass aus den eigenen Kindern was wird, in dem sie sich ihren Lebensstandard selbst erarbeiten müssen. Die Ungerechtigkeit mit dem Erbe wird mit dem Klub der glücklichen Spermien ganz gut beschrieben :). Hätte ich Kinder und wäre ich reich (ich bin 20, aber kann ja noch alles werden), würde ich meinen Kindern auch nichts vererben. Ich werde mich mal schlaumachen, wie das mit diesem perfiden Pflichtanteil in Deutschland ist.
 
@maddin91

Du siehst das alles zu einfach und denkst nur Schwarz-Weiss. Klar haben die Erben in der Regel ihr Vermögen nicht selbst erarbeitet, aber du kannst denen doch nicht alles wegnehmen. Wo kämen wir denn hin? Man müsste den Kapitalismus abschaffen und den Kommunismus einführen.

Dass, was du vorhast ist schlicht Enteignung und das geht einfach nicht.

Ich habe (wenn auch nicht lange, naja immerhin FDJ :lol:) in einem sozialistischen und kommunistischen System gelebt und deshalb weiß ich, dass sowas nicht gut gehen KANN.

Den reichen Leuten alles wegnehmen funktioniert nicht, ob erarbeitet oder nicht.

Sie sollten einen Beitrag zur Wirtschafts- und Sozialsystems-Stabilität beitragen JA, aber denen alles wegnehmen wollen? NEIN.

Man muss doch nicht enteignen, um von dem Reichen einen Teil zu bekommen.
Wie gesagt würden den 924.000 Millionären nichts fehlen, wenn sie 5 oder 6 % abgeben müssten, aber alles wegnehmen kann und sollte man auf keinen Fall.
 
maddin91 schrieb:
Außerdem ist es - wie bereits erwähnt - ungerecht, dass es so manchen superreichen Großerben gibt, der keinen Handschlag dafür tun musste.
Das ist nicht ungerecht, sondern der Sinn von Erbschaften. :rolleyes: Ich würde mich ganz bestimmt nicht jetzt so bemühen, ein Vermögen aufzubauen, wenn Vater Staat nach meinem Ableben den größeren Teil meines bereits versteuerten Vermögens abgreifen würde.
Es ist ja auch mit Ziel eines (hoffentlich) jeden, seinen Kindern eine bestmögliche Zukunft zu ermöglichen.
 
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