Reverse Engineering

Gamecard

Lieutenant
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Wie weit kann man beim Reverse Engineering von Hardware und Software mithilfe von KI eigentlich gehen? Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn man alte, bereits totgesagte Produkte („End of Life“) wieder zum Leben erweckt (wegen Updates, für die die Hardware angeblich nicht ausreicht).
 
E:

Von HW? 😅 Nachbau? o.O
Ein 0815-Staubsauger ist einfach, dafür brauche ich keine LLM, aber eine moderne CPU, ja, ähhh, versprechen sollte man sich da nicht zu viel... 💀

Von SW ist halt entweder Nachbau mit Slopcode oder mühseliges Bit für Bit auseinanderfrickeln...
Naja, ich bin kein Programmierer. 🤷‍♂️

Oder meinst du nur Support für ältere HW? Hmja...
 
Gamecard schrieb:
Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn man alte, bereits totgesagte Produkte („End of Life“) wieder zum Leben erweckt
Es gibt immer mehrere Gründe. Auf der einen Seite kann die alte Hardware tatsächlich nicht mehr ausreichend sein um alle neuen Funktionen in ausreichender Qualität auszuführen. Kommerzieller Erfolg ist eine andere Sache. Die neue Soft- oder Hardware will auch verkauft werden und irgendwo müssen alle Entwickler mal einen Strich ziehen.

Inwiefern es jetzt moralisch (oder sicher) ist, diese Lücke mit KI-Slop zu füllen, die bestehende Software 1 zu 1 zu kopieren versucht, darf IMHO jeder selber entscheiden.

Ich finde es beeindruckend, dass man seit dem Aufkommen von KI von KI-Slop und Schrottentwicklung liest, es aber plötzlich gefeiert wird, wenn KI-Kopien von kommerzieller Software auftauchen. Wie viel Hardware, Strom und Wasser wurde gebraucht um eine Kopie von Office zu erstellen? Egal! Es gibt zwar schon 135 andere Office Programme, aber das hier sieht aus wie MS Office!
 
Axxid schrieb:
Ich finde es beeindruckend, dass man seit dem Aufkommen von KI von KI-Slop und Schrottentwicklung liest, es aber plötzlich gefeiert wird, wenn KI-Kopien von kommerzieller Software auftauchen.
Aus welchen Grund kommt nun der Hate?
Man kann das gut oder schlecht finden, also Subjektiv, Fakt ist aber, was das mittlerweile geht ist krass...
 
Naja ein Computer kann Software letztendlich nachkopieren. Was immer daran krass sein soll. Die LLMs haben nur einen Vorteil. Sie kommen ursprünglich nicht aus China, sonst hieße es direkt die Chinesen können nur kopieren. Alles Kwattsch mMn.
 
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Axxid schrieb:
Wie viel Hardware, Strom und Wasser wurde gebraucht um eine Kopie von Office zu erstellen? Egal! Es gibt zwar schon 135 andere Office Programme, aber das hier sieht aus wie MS Office!
Der Bedarf nach Alternativen steigt jedoch mit der Zeit. Das liegt daran, dass erfolgreiche Produkte zunehmend unnötig aufgeblasen werden. Außerdem verschwinden essenzielle Funktionen hinter einer Paywall. Insgesamt verschlechtert sich die App dann auch durch noch mehr Werbung und Datenabfluss an xxx Partner.

Bis auf wenige Ausnahmen habe ich meine Apps nur deshalb ersetzt, weil die Entwickler entweder zu gierig wurden oder ihre Nutzer für zu dumm gehalten haben.

Das Argument mit Strom, Wasser, Umwelt, etc. ist hierbei sehr schwach.
Die Ressourcen wurden aufgewendet, um eine Alternative für Tausende oder Millionen von Menschen zu schaffen, die ihre Produktivität erhöhen oder ihren Lebensalltag erleichtern soll.

Die Doppelmoral hierbei ist, dass genauso viel Strom und Wasser verbraucht wird, um Grafikkarten zu produzieren, damit die Nutzer tausende Stunden lang noch mehr Strom und Wasser für Spiele verbrauchen können.
Der Ressourcenverbrauch für nützliche Apps für die Allgemeinheit erscheint mir sinnvoller als die Bindung von Millionen Menschen an Spiele wie Fortnite, Minecraft, League of Legends, WoW, GTA, etc.

Reverse Engineering durch KI steckt gerade erst in den Kinderschuhen.
Unternehmen wie Adobe mit absurden Kosten für ihre Apps, politisch gesteuerte oder gierige Entwickler (siehe Spieleentwicklung), etc. dürften seit einigen Wochen oder Monaten realisiert haben, dass ihr Platz in Teilen in wenigen Jahren durch KI ersetzt wird.

Ein Grundgerüst (Apps, Mods, Spiele), das ein Mensch ein Jahr lang entwickelt, kann eine KI bereits innerhalb einer Woche erstellen. Der nächste Schritt wird die Optimierung sein (Design, Assets, Performance), sodass nur noch ein kleiner Bruchteil menschlicher Entwickler benötigt wird, um die KI zu steuern oder ihre Fehler auszubessern.


Zur Frage: @Gamecard
"Wie weit kann man beim Reverse Engineering von Hardware und Software mithilfe von KI eigentlich gehen?"

Für einige geht es bereits zu weit. Mittelfristig wird es so weit sein, dass z. B. >50% aller Smartphone-Apps durch KI in einem besseren Zustand kopiert werden.
Besser bedeutet in diesem Fall: kostenlos (ggf. Tokens), keine Werbung, offline, weniger Berechtigungen, ohne unnötige Funktionen, weniger bis keine Datensammlung, etc.

Als Nächstes wird man Menschen brauchen, welche diese Apps auditieren, um die Spreu vom Weizen zu trennen.
 
Mithilfe von KI konnte ich eine sechsteilige Maschinenindustrie retten. Dazu habe ich sowohl die Hardwareteile als auch die Software mit KI nachgebaut. Ich bin immer noch sprachlos.
Ich mache mir aber Sorgen über das Urheberrecht.
 
@K3ks Ich weiß, ich fühle mich nutzlos. Gratuliere!
Aber was ist mit dem Urheberrecht?
Darf ich das?
 
Gamecard schrieb:
@K3ks Ich weiß, ich fühle mich nutzlos. Gratuliere!
Das Gratulieren war unironisch.
Gamecard schrieb:
Aber was ist mit dem Urheberrecht?
Darf ich das?
🤷‍♂️ Wir sind keine Rechtsberatung. Ich rate: Bei der Software vlt. nicht, bei der Hardware vlt. schon. 🤷‍♂️
Ich hab keine Ahnung.
 
Erstmal würde ich mich über Patente kundig machen. Die sind viel, viel teurer.
 
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