Richtfunk o.ä. über ca. 2KM

br3adwhale

Lt. Commander
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Hallo zusammen,

hier mal meine leidvolle Vorgeschichte:

Seit 2006 ist hier bei uns auf dem Land DSL 2000 verfügbar, seit dem hat sich rein gar nichts getan in Sachen Geschwindigkeitssteigerung, während ringsum die Ortschaften alle ausgebaut werden, auf 50 MBit und mehr.

Habe mich bisher damit abgefunden, größere Downloads dauern halt oder werden woanders runtergeladen.
Zum zocken hat es ja gereicht, bis jetzt: denn in GTA Online macht das Schlamassel besonders bemerkbar. ~100kb/s gehen halt leider nicht durch nen 25kb/s Upload-Kanal sondern resultieren in Verbindungsabbrüchen in großen Sessions oder wenn z.B. dutzende Cops in einer Mission synchronisiert werden müssen.

Nun hab ich in letzter Zeit immer mal wieder daran gedacht, zwischen mir und einem Kumpel eine Richtfunkverbindung aufzubauen. Dieser wohnt Luftlinie 2km weiter, hat 50 MBit/s, Sichtverbindung zu mir und dagegen hat er auch nichts.

Dank GTA Online würde ich das jetzt gerne angehen, hab aber leider keinerlei Ahnung von der Hardware die dazu benötigt wird, wie das eingerichtet wird und was ich sonst so vergessen habe dazu.

Hätte mir jetzt laienhaft zwei davon gekauft, eine bei mir und eine bei ihm aufgehängt: https://shop.omg.de/ubiquiti-networks/5-ghz/ubiquiti-nanobeam-m5-5ghz-25dbi-mimo-nbe-m5-400/a-13347/

haut das hin?
 
Wenn ihr tatsächlich Sichtverbindung habt, möglichst wenig in die Sicht hinein ragt und ihr die Antennen ordentlich hoch hängen könnt, habt ihr gute Chancen. Vorher wissen kann man das nicht. Selbst Profis werden in dieser Situation nichts anderes machen können als aufbauen und gucken, was geht. Als Hardware hätte ich auch Ubiquiti empfohlen.

Edit: In den normalen WLAN-Bändern braucht man keine Genehmigung, auch nicht über Grundstücksgrenzen hinweg.
Edit 2: Hier noch ein Link dazu:
http://wiki.freifunk.net/FAQ_Rechtliches
Bei nicht kommerzieller Nutzung ist es auch nicht notwendig, Funkverbindungen, die Grundstücksgrenzen überschreiten bei der Bundesnetzagentur (ehem. RegTP) anzumelden.
 
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Sowas hier!?
[h=1]APC 5M-18[/h]

The APC 5M-18 delivers the highest performance and stability available in the 5 GHz unlicensed band CPE device range. This product combines a robust IP-66 compliant enclosure with a highly advanced 802.11n radio core containing MIMO 2x2 technology along with an integrated high-gain dual polarization directional antenna. The device is powered by a reliable, advanced, and feature-rich operating system, allowing the creation of very high throughput and stable wireless networks quickly, safely, and effectively. In addition, the APC 5M-18 supports access point operating mode which extends application scenarios and makes the APC 5M-18 suited for both point to point and point to multipoint networks operating in a 5 GHz unlicensed band frequency.
The robust software engine allows the APC 5M-18 to work as bridge or as a router, provides a user-friendly Adobe Flex - based GUI with instant changes, includes useful installation tools (Site survey, Antenna alignment, Delayed reboot, Spectrum analyzer), and also is compatible with Wireless Network Management System for one of the most advanced management tools on the market.

Dafür brauchst Du keine Genehmigung, wenn Du dich an die max. Sendeleistung hältst!
 
Dafür brauchst Du keine Genehmigung, wenn Du dich an die max. Sendeleistung hältst!

Es juckt nicht die bohne was der Hersteller sagt / verspricht ;p sondern was die Bundesnetzagentur sagt ;p
Bei dem Datennetzwerk, das auf dem Funknetz aufsetzt, sieht die Sache schon etwas anders aus. Wenn man Dritten (amtsdeutsch für Bekannte, Freunde, Nachbarn usw.) über ein eigenes Datennetzwerk den Zugang zum Internet, evtl. sogar VOIP ermöglicht, so betätigt man sich aus Sicht des Gesetzgebers als Kommunikationsdienstleister. Solche Betätigungen, egal ob man sie als Privatmann, Verein oder Firma ausführt, sind bei der Bundesnetzagentur (BNetzA, Früher RegTP) anzumelden.

Für kleine Netze mit weniger als 1000 Teilnehmern war einige Zeit eine Bagatellklausel im Gespräch. Dazu gibt es aber derzeit keine weiteren Informationen. Also sollte man davon ausgehen, das jedes derartige Netz meldepflichtig ist. Durch die Anmeldung entstehen einem als kleinem Netzbetreiber i.d.R. keine Nachteile, die Vorteile sind aber ebenso dünn gesät. Im Grunde hat man nur seiner Bürgerpflicht Genüge getan.

Eine Grauzone sind von Vereinen betriebene Netze, bei denen sämtliche Teilnehmer gleichzeitig Mitglied im Verein sind. In dem Fall handelt es sich bei dem Vereinsnetz um eine nicht-öffentliche Kommunikationseinrichtung, vergleichbar mit einem firmeninternen Netzwerk. Firmennetze sind nicht-öffentlich und somit im Grunde auch nicht meldepflichtig. Ebenso besteht zwischen dem Verein und seinen Mitgliedern i.d.R. kein Dienstleistungsverhältnis. So kann man argumentieren, daß der Verein auch keine Kommunikationsdienstleistung erbringt.

Da die Firma - in diesem Fall der Verein - jedoch zu dem Zweck gegründet wurde ein solches Netz zu errichten, zu betreiben und seinen Mitgliedern zur Verfügung zu stellen, könnte dies wieder eine Meldepflicht zur Folge haben. Hier hilft wohl nur eine Nachfrage im Einzelfall bei der zuständigen Außenstelle der BNetzA.
 
na aber Vorsicht eine "Freifunk" öffentliches freies WLAn ist keine Richtfunkstrecke! Die Fallstricke liegen in den Details und es gibt positive und negative Gerichsturteile dazu ... Also immer Einzelfallabhängig, insbesondere wenn es zu Störungen kommt.
 
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Okay, aber wo wird zwischen einer isotropen oder Richtantenne Unterschieden? Man muss sich nur an die Sendeleistung halten. Und die muss man eventuell bei Umrüstung von isotrop auf gerichtet reduzieren.

Edit: Zu Störungen: Ja, bei 5 GHz sollte die Hardware DFS beherrschen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dynamic_Frequency_Selection
 
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Nein ich hab keine Genehmigung, weiß aber auch nicht ob ich eine brauche? Wer kann mir das klar beantworten? Google mir auch schon einen Wolf..
 
ich sag ja nur das das immer Einzelfall abhängig ist und man sich lieber vorher informiert, sonst kann das am Ende ein teurer Spaß werden.

Nehmen wir mal an meine Firma liegt dazwischen ;p deine Hardware ist mies oder falsch konfiguriert, ich habe Maschinenausfälle Stillstandszeiten, wende mich an die Bundesnetzagentur die finden deine Antennen als Störquelle, dann bist du die Antennen los und ich kann dich in Regress nehmen ... damit dürfte dein restliches Leben dein Einkommen beim Existenzminimum angekommen sein.
 
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Luxuspur schrieb:
Es juckt nicht die bohne was der Hersteller sagt / verspricht ;p sondern was die Bundesnetzagentur sagt ;p

http://ardrone-forum.com/support/threads/2151-Maximale-Sendeleistung-im-2-4-ghz-und-5-8-ghz-Funknetz

dort stehen 200 mw für 5GHZ Netze also eine Sendeleistung laut Tabelle von 23 dbm ... er müsste halt die Leistung reduzieren das er "konform" ist. Aber blicke da in der schnelle auch nich 100 % durch denn es wird auch von 25 mw geredet.

Und nein er muss es nicht anmelden !
 
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Wichtig ist auch: Die Leistung ist die Abstrahlleistung eines EIRP Strahlers. Verwendest Du Richtfunk, also einen Antennengewinn, muß die Leistung reduziert werden.

Und das war es dann mit den 2km.
 
Sorry ich versteh da nur Bahnhof :D Ich dachte das Ubiquiti Ding da ist Plug & Play? Anstecken, ausrichten, freuen?
 
Richtig, nicht die Sendeleistung ist begrenzt sondern die Strahlungsleistung. Wenn die Antenne 20dBi Gewinn hat, musst du die Sendeleistung um 20dB reduzieren. Also auf ca. 2mW.
Vergiss die Sache.
 
Ich dachte das Ubiquiti Ding da ist Plug & Play? Anstecken, ausrichten, freuen?

Was glaubst du wohl warum du die so selten siehst ? wäre ja das einfachste und billigste Lösung wenn man auf dem Land lebt ... die Realität sieht aber eben anders aus.
 
Luxuspur schrieb:
Was glaubst du wohl warum du die so selten siehst ? wäre ja das einfachste und billigste Lösung wenn man auf dem Land lebt ... die Realität sieht aber eben anders aus.

Und wie schauts aus mit Genehmigung? Geht sowas überhaupt durch? Was kostet sowas?
 
Eine weitere Möglichkeit ist die optische Datenübertragung über FSO o.ä.
Der Preis für kommerzielle Lösungen geht allerdings im deutlich vierstelligen Bereich los. Selbstbau ist ebenfalls möglich, 2km sollten hiermit noch zu überbrücken sein: http://en.wikipedia.org/wiki/RONJA (10 MBit/s full duplex; rd. 100 EUR Materialkosten)
 
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