Richtig miserabler Lebenslauf - Trotzdem Berufchancen?

Ich seh das ganze auch viel positiver.

Nicht umsonst beginnt man heute Lebensläufe mit dem Neuesten und das wird bei Dir das abgeschlossene Studium sein.

Abi-Note interessiert dann nicht mehr so großartig, und die Bundeswehr-Benotung schonmal garnicht, einfach nur die Dienstzeit-Bescheinigung beipacken.

Abgebrochenes Studium: Wenn Du Dein Lehramts-Studium abschliesst wirst Du nicht mehr als Abbrecher eingeordnet, sondern hast auch eine Menge Einblicke in Jura "genossen", evtl. abgeschlossenes Grundstudium? oder ein paar Scheine? Zumindest war Du so konsequent, etwas zu beenden, das für Dich nicht das richtige war...kann nicht jeder von sich behaupten!

cya tactixz
 
Sorry aber ich halte diese Aussage für Blödsinn und würde sie gerne mal anhand harter Fakten belegt sehen.

Da ich selber Chef bin, sind mir Leute die Lebenserfahrung gesammelt und sich die Hörner abgestossen haben sehr viel lieber als die Leute die immer brav alles vorgeplant haben und nicht wissen was es heisst sich die Finger schmutzig zu machen.
Da spielt dann auch soziale Kompetenz eine Rolle, das geht den meisten die den Weg Schule > Studium > Berufsleben gehen, meiner Erfahrung nach, komplett ab = sowas werde ich nie wieder einstellen, weil dadurch das Betriebsklima vergiftet wird, bzw. in meinem Fall mehrfach wurde!

Aber ich bin auch nicht im öffentlichen Dienst, deshalb hilft es dem TE nicht ;)

Edit: Für mich spielt es auch eine große Rolle ob jemand Zivil- oder Bundeswehrdienst geleistet hat.
Am liebsten noch ein FSJ, denn die Leute sind zumeist Teamfähiger und können mit anderen Menschen umgehen!
 
Zuletzt bearbeitet:
@Fischkopp
In welcher Branche arbeitest du denn?

Ich verstehe immer noch nicht ganz was Faulheit, Demotivation und schlechte Noten mit Lebenserfahrung zu tun haben?
 
Musikbranche (Tonstudios) und seit neuestem zusätzlich Gastronomie.

Ich verstehe immer noch nicht ganz was Faulheit, Demotivation und schlechte Noten mit Lebenserfahrung zu tun haben?

Ich redete nicht von Faulheit, aber da ich selber als Kind/Jugendlicher ADHS und entsprechende Schulzeugnisse hatte ( ja das gab es schon vor vierzig Jahren!) weiss ich, das schlechte Noten und miserable Lebensläufe nicht zwingend etwas mit Faulheit oder Demotivation zu tun haben. Eher mit Desinteresse!
In anderen Bereichen und erst recht in der Praxis, war ich dafür sehr gut!
Noten sagen nichts über die Befähigungen eines Menschen "on the Job" aus.
Aber ich musste auch erst ein paar Jahre im Ausland arbeiten, um diese Weisheit in mich aufzunehmen ;)

Mir sind Leute lieber die sich in der Jugend ausgetobt haben und sich dafür später fangen, als Leute denen mit 30 einfällt das sie noch nie etwas unvernünftiges gemacht haben und dann unzuverlässig werden!
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ehrlich, so schlecht ist dein Lebenslauf doch nicht, wenn man die Pausen und den Studienabbruch gut genug formuliert und kreativ umschreibt.

Für die monatelangen Pausen schreibe einfach, das du im Ausland Erfahrungen gesammelt hast, z.B. Arbeiten in Australien oder so. Das prüft keine Sau und klingt interessant. Und obs wirklich so war ... wer weiß ;).

Und ein abgebrochenes Studium ... ist egal. Es gibt keine schlechten Lebensläufe, nur schlecht geschriebene.
 
Für die monatelangen Pausen schreibe einfach, das du im Ausland Erfahrungen gesammelt hast, z.B. Arbeiten in Australien oder so. Das prüft keine Sau und klingt interessant. Und obs wirklich so war ... wer weiß .
Alter Schwede:freak: Das ist doch das erste was ein Personaler fragt. Über das Thema "Australien" kann man doch wunderbar ins Gespräch kommen. Mal abgesehen davon spricht man nach 4 Monaten Australien absolut flüssig Englisch.... Hier sollte man sich definitiv etwas anderes "ausdenken". (oder zur Abwechslung ehrlich sein)


Ansonsten: Warum ziehst du dich selbst so runter? Dein Lebenslauf ist doch in keinster Weise schlecht.
Wenn du aktuell keinen Meter siehst und noch nicht arbeiten willst, mach eben noch ein Lehramtsstudium dazu. Diese Türe steht dir immer offen.:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Sherman123 schrieb:
Alter Schwede:freak: Das ist doch das erste was ein Personaler fragt. Über das Thema "Australien" kann man doch wunderbar ins Gespräch kommen. Mal abgesehen davon spricht man nach 4 Monaten Australien absolut flüssig Englisch.... Hier sollte man sich definitiv etwas anderes "ausdenken". (oder zur Abwechslung ehrlich sein)...

Alter Schwede, das war ein Beispiel, keine 1:1 Anleitung für seinen Lebenslauf ;). Und ob es Australien sein muss, dann eben Südafrika oder sonstwo. Und eine plausible Geschichte sollte man sich schon zurechtlegen;außerdem wird doch eh nur 2-3 Minuten darüber gesprochen. Man kann ja auch sagen, das man keine guten Erfahrungen gemacht hat und das Thema umschiffen. Phantasie ist gefragt bei einem miesen Lebenslauf.

Und ob man nach monatelangen Aufenthalt fließen englisch spricht ist die Frage, ich kenne mehrere Leute, die nach 5 Monaten Seatle nicht fließend englisch sprechen, sondern immer noch nur gebrochen und nur etwas besser als Schulenglisch, ein Auslandsaufenthalt ist kein Garant für fließende Sprache, nach einigen Monaten muss man nicht fließend die Sprache beherrschen. Je nachdem wo man arbeitet und mit wem vor Ort.
Warum sprechen sonst millionen Ausländer nach Jahren in D noch kein fließendes Deutsch?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@Fu Manchu:

Das ist auch eine Frage des Umgangs im Ausland!
Als ich ein Jahr in Amiland gearbeitet habe, war ich allein und konnte mich ausschließlich auf Englisch verständigen.
Mit der Zeit fängt man sogar an auf Englisch zu denken!
Da lernt man die Sprache sehr schnell und intensiv, das ging soweit das man mir nicht mal mehr anhörte das ich kein Englischer Muttersprachler bin!
Das verlernt man auch nicht so leicht, ich hatte sogar eher Probleme als ich wieder in Deutschland war, weil ich nicht nur die Sprache tatsächlich wieder lernen, sondern regelrecht umdenken musste ;)

Wenn man mit Familie usw. ins Ausland geht und am besten noch für ein deutsches Unternehmen arbeitet, kann man die Sprache vermutlich nicht so schnell lernen.
Das gilt auch umgekehrt, sprich für die Leute die samt Familie nach D kommen.
Wenn man zuhause und im Bekanntenkreis nur die Muttersprache spricht, kann das nichts werden!
 
Fischkopp schrieb:
...Das ist auch eine Frage des Umgangs im Ausland! ...

Genau, und deshalb kann der TE ganz leicht seinen Lebenslauf darauf ausrichten. Alles andere ist Off-Topic und hilft dem TE nicht weiter; und ich selber weiß wie sich ein Auslandsaufenthalt anfühlt. Und um die Sprache geht es nun echt nicht, dann war er eben einige Monate in Thailand oder sonst wo, herrje, wen kümmerts, es geht um seinen Lebenslauf und um Lücken, nicht wie man einen Auslandsaufenthalt optimal gestaltet.
 
Das mit der Sprache ist etwas pauschal ausgedrückt. Es gibt Leute die können sehr schnell Sprachen lernen, anderen kannst du dafür Integral und Differentialgleichungen 50 mal erklären die kommen eh nicht dahinter.

Meine Eltern sind 1987 nach Deutschland gekommen und vom Bildungsniveau alles anderen als Energiesparlampen, dennen merkt man aber immer noch an, dass sie nicht aus Deutschland kommen.

Ne Sprache fliessend in ein paar Monaten zu erlernen ist wohl ein Talent das nur wenigen vorbehalten ist, vorallem im fortgeschrittenen Alter.
 
1. Du hast ein schlechtes Abi. Sehr gering ausschlaggebend nach einem Studium. Was interessiert es einen Personalchef wenn du vor nem halben Jahrzehnt kein bock auf unser bescheurtes deutsches Schulsystem hast.

2. Die meisten werden sehr gut nachvollziehen können das du keinen Bock auf Bund hattest.

3. Grad bei Lehrern sind die Softskills enorm wichtig. So schlechte Chancen hast du nicht.

4. DU HAST EIN STUDIUM. Schlimmstenfalls landeste irgendwo mit 2.000 Brutto im Büro.
 
Fischkopp schrieb:
Da ich selber Chef bin, sind mir Leute die Lebenserfahrung gesammelt und sich die Hörner abgestossen haben sehr viel lieber als die Leute die immer brav alles vorgeplant haben

Amen, Du hast es verstanden. Die knallharten Durchplaner neigen meiner Erfahrung nach zum Egoismus und sind nicht selten.. naja ... dämlich *g* im Sinne von Wissen anwenden, aber stolz wie Oskar, wenn sie denn nun endlich Dipl., MA, Dr, etc. sind :D, eben perfekt konditioniert.

Fischkopp schrieb:
Ich redete nicht von Faulheit, aber da ich selber als Kind/Jugendlicher ADHS und entsprechende Schulzeugnisse hatte ..

Lass mich raten, zuletzt hat dann Kaffee + Zigaretten etwas geholfen. FYI: AD(H)S ist selten eine ursächlich eigenständige Erkrankung. Um stellvertretend nur ein Stichwort zu nennen: Kryptopyrrolurie

VG
Ergänzung ()

Black_OC_Power schrieb:
4. DU HAST EIN STUDIUM. Schlimmstenfalls landeste irgendwo mit 2.000 Brutto im Büro.

Genau so ist es und das muss mitunter nicht einmal das Schlechteste sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
ganz ehrlich, ich kenne eine Menge Menschen die einen deutlich! schlechteren Lebenslauf haben als du. Mach dein Studium erstmal fertig und dann bewirb dich an einer Schule.

kleiner Tipp: Du bekommst relativ sicher einen Job als Lehrer und auch in deinen Fächern, sogar als Beamter, wenn du bereit bist (und da liegt das Problem für viele) dich deutschlandweit zu bewerben.

Ich kenne persö. 3 Leute die mit 30 verbeamtet sind. Sind eben nicht an den schönsten Orten Deutschlands :).
 
ich denke auch du solltest dir nicht so große gedanken machen und dich einfach bewerben und irgendwo kommst du sicher unter, vielleicht sogar besser als wenn du nen "geleckten" lebenslauf hättest..
 
Ganz ehrlich, ich würde für die Pausen ebenfalls so einen Aufenthalt im Ausland erfinden, was sollen die schon machen.
 
Also ich pesönlich würd das eher als "Kreative Zeit zur selbstverwirklichung" verkaufen oder du erzählst das du deinen onkel beim häuschen bauen geholfen hast, oder das du dich um die oma,nichte,haushalt kümmern musstest. Gibt doch so viel plausibles...
 
@TE: Mit Deiner offensichtlichen Einstellung möchte ich Dich nicht ermutigen, Lehrer zu werden, schon den Kindern zuliebe. Sollte sich Deine Einstellung radikal geändert haben, dann sollte es aber doch dieser Bereich sein. Als Lehrer kommt man irgendwie unter. Darfst halt nicht denken, dass Du an Elite-Internate kommst, Dein Ziel ist erst mal "Rütli". Aber Chancen solltest Du haben, Lehrer werden gesucht.

Im allerschlimmsten Fall mach etwas im Ausland (zB als Lehrer). Wenn Du zurückkommst, hast Du vielleicht bessere Karten und ggf. Sprachenkenntnisse.

Du solltest den Mut nicht aufgeben. Irgendwas findet sich sicher.

In der "freien Wirtschaft" solltest Du Dir vielleicht erst mal Gedanken machen, welche Funktion Du überhaupt ausüben kannst. Ich meine, was lernt man so im Lehramt?

Alternative: Tritt in eine Partei ein. Die freien Demokraten haben wohl gerade Nachwuchssorgen, habe ich gehört.
 
Mit der richtigen Fächerkombination gibt es sicherlich genug staatlich genehmigte Privatschulen die dich nehmen wurden...
 
Weisst Du was? Ich kenne das bei meinem selber. Da ist auch nicht alles goldglänzend. Was macht man heute? Man lässt eben einfach Lebensabschnitte weg. Hat auch niemanden zu interessieren, wann man arbeitslos war, wie lange, wan man zu Hause z.B. die Oma gepflegt hat oder eben im Ausland war zum Abchillen. Lass manches einfach weg (aber halt auch nichts dazulügen).

Und zum Ende: Eine Firma, die Dir noch nichtmals die Chance einräumt zu einem Vorstellungsgespräch zu kommen, ist auch keine Firma. Ich würde Dich einladen. Weisst Du auch warum? Weil Du reflektieren kannst. Und das ist eine Eigenschaft des Menschen, sich zu bessern. Find ich. Die aalglatten Typen landen irgendwann eh krankheitsbedingt in irgendeiner Klapse :-)

Aber bin leider auch keine Personalchef ;-) (nur Kleinstunternehmer sozusagen im 1-Mann-Betrieb) Also mach Dich nicht verrückt.
 
Zurück
Oben