Rode Stereo Video Mic Pro als Allrounder nutzbar?

Kuma-san

Ensign
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Guten Abend CB Community

Ich habe aktuell das Problem das mich das Mikrofon meines G930 nach treuen 4 Jahren verlassen hat
und ich nun nach einer neuen Möglichkeit suche ohne mir gleich ein neues Headset kaufen zu müssen da ich mit dem G930 sehr zufrieden bin.

Nun dachte ich daran mein Rode Stereo Video Mic Pro von meiner DSLR zu nutzen was auch geht nur ist es so dermaßen empfindlich das es wirklich jeden Tastenanschlag aufnimmt und das ist im TS wenn man gerade mit Freunden Spielt extrem belastend für eine Spielkollegen.

Frage:
Besteht die Möglichkeit das Rode zu benutzen und die Geräusche zu filtern bzw. zu dämpfen oder doch lieber ein anderes Mikrofon was für den Zweck dienlicher ist?

Wenn ja welche Mikrofone in Richtung 80-100€ wären da zu gebrauchen?

Mein Aufbau.
DSC_0002.JPG
 
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Naja da das Mikro die Schwachstelle beim G930 ist (Bekannter hatte das gleiche) und ich so oder so oft ohne Headset quatschen wollte kommt mir ein Separates Mikrofon doch sehr gelegen.
 
Hallo Kuma-san,

das Stereo Video Mic Pro hat eine den Specs nach zu urteilen recht durchschnittliche Nieren-Charackteristik. Das heißt, theoretisch sollte schon eine Dämpfung des von hinten eintretenden Schalls stattfinden. Das Prinzip bringt einem jedoch herzlich wenig, wenn sich die Tastatur nicht auf der unempfindlichen Seite liegt. Heißt im Klartext: das Mikro muss eigentlich zwischen Mund und Tastatur platziert werden. Die "tote" Hinterseite (die ja eigentlich nicht tot ist, sondern in Abhängigkeit spezifischer Frequenzspektren einfach nur weniger Pegel überträgt) sollte dabei wenn möglich genau auf die Tastatur gerichtet sein - auf die genau gegenüberliegende Seite sprichst du dann hinein.

In der Praxis ist das Alles leider nur bedingt möglich, da man an ein Stativ mit begrenzter Länge sowie das Sichtfeld des Monitors angewiesen ist. Wenn sich durch die Positionierung und das Verringern des Abstandes zwischen Mund und Mikro (-> Anhebung des Nutzpegels -> vergleichsweise geringe Umgebungsgeräusche) nichts mehr rausholen lässt, dann hilft nurnoch eine leisere Tastatur oder ein Mikro mit einer noch engeren Niere.

Bezüglich der Tastatur kann ich dir nur den Tipp geben, ein XXL-Stoffpad sowie zusätzliche Gummifüße (kein harter Kunststoff!) zu benutzen. Dadurch senkt man den übertragenen Körperschall und die Anschläge dringen nicht mehr so stark durch. Auch lohnt es sich, die Switches selbst zu dämpfen. All dies zusammen macht in meinen Augen auch deutlich mehr aus, als z.B. von einer Niere auf eine Superniere zu wechseln. Dann was viele hierbei vergessen: das Problem ist nicht das Mikrofon, sondern die Störquelle, die schließlich auch als Diffusschall von allen Decken und Wänden (auch der Tischplatte!) reflektiert wird! Man sollte das Problem bei den Wurzeln packen und sich nicht einreden lassen, dass man solche Dinge mit ein wenig Magie sauber rausfiltern könne.

Wenn du trotz all dem noch nicht zufrieden sein solltest, dann würde ich mich nach einem kleinen Studiomikrofon umsehen, das eine gute rückwärtige Dämpfung bietet (irgendwas zwischen Niere und Superniere - brauchbare Hypernieren sind recht selten). Kleinmembraner sind in der Regel besser geeignet, da sie durch den geschlossenen Körper auch nach hinten hin dämpfen. "Großmembraner" hingegen sind nach hinten hin offen. Durch den metallenen Korb können die Geräusche von hinten natürlich besser durchdringen.
Persönlicher Tipp: Pronomic SCM-1. Rezensionen finden sich bei Amazon (ich weiß, böse Quelle, aber dort stehen ausnahmsweise hilfreiche Infos ;)). Dafür bräuchtest du dann allerdings ein kleines Audio-Interface mit XLR. Wenns so günstig wie möglich sein soll, dann kannst du ein Behringer U-Phoria dazunehmen.
Mit USB kämen noch andere Optionen infrage. Da gibt es unter 100 Euro aber leider auch sehr viel Mist und nur selten werden spezifische Angaben zur Richtcharakteristik gemacht.
 
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